Man findet sie nahezu überall in Kalimdor, und oft werden wir in ihre unterirdischen Bauten geschickt. Sie waren lange vor den Menschen schon Teil von Azeroth und wurden leider, wie viele andere Kreaturen auch, von einem alten Gott verderbt. Viele finden sie unpassend und haben in Silithus – ihrer Heimat – nie gerne gegen sie gekämpft. Warum wurden sie in Ahn’Qiraj eingeschlossen, wie konnten sie entkommen und was hat Fandral mit ihnen zu schaffen? Heute sind die kleinen und großen Krabbler das Thema, hoffentlich krabbelt es nicht bei euch.
Nachdem Titanen erfolgreich gegen die alten Götter gekämpft haben sorgten sie für Ordnung auf der Welt. Sie nannten den einzigen Kontinent dieser Welt Kalimdor und schufen in dessen Mitte einen Brunnen, der durch die mächtigen Energien in ihm glühte; sie nannten diesen “Brunnen der Ewigkeit”. Auf diesem Urkontinent lebten bereits mehrere Völker, die Nachtelfen um den Brunnen der Ewigkeit herum, die Trolle im Osten, die Pandaren im südlichen Zentrum und die Aqir im Westen. Letztere waren eine Rasse von Insektoiden, die ein großes Imperium aufbauten. Die Trolle hatten sich bereits zerstitten und in die Imperien Zul’Aman und Gurubashi gespalten, als das Aqir-Imperium aufstieg. Beide Imperien fühlten sich von den Insektoiden bedroht und vereinigten sich noch einmal, um diese Bedrohung zu beseitigen. Die Trolle konnten die Aqir nicht vernichten, aber diese zerstreuten sich durch die anhaltenden trollischen Angriffe. Einige wanderten nach Norden, andere nach Süden. Heute geht man davon aus, dass sich die nördlichen Aqir zu den Nerubern weiter entwickelten, die im Süden zu den Silithiden, benannt nach dem Ort ihres ersten Auftauchens.
Als der alte Gott C’thun sich der Anwesenheit der Silithiden in der Nähe seines Gefängnises bewusst wurde, erschuf er Avatare seiner selbst, die er Qiraji nannte. Diese sollten die Silithiden kontrollieren und eine Macht bilden, um Azeroth in seine Gewalt zu bringen. Sie gründeten über seinem Gefängnis das Königreich Ahn’Qiraj, dort vermehrten sich die Silithiden und die Qiraji und Silithiden erwarteten die Wiederkehr von C’thun. Sie übernahmen eine Forschungseinrichtung der Titanen in der Nähe von Uldum, dort errichteten sie ihre Hauptstadt, diese nannten sie Ahn’Qiraj.
Krieg der Sandstürme
Einige Jahrtausende später, als das Urkalimdor bereits zerissen war, gelangte ihre Streitmacht zu einer Größe, dass sie sich bereit fühlten über Kalimdor herzufallen. Sie griffen zuerst in Silithus an, das einst von den Nachtelfen besiedelt war. Fandral Hirschhaupt zog alle Nachtelfentruppen zusammen, um die angreifenden Qiraji zurückzudrängen.
Als die ersten Meldungen über Angriffe auf den Südwindposten die Front erreichten, meldete sich Valstann Hirschhaupt, der Sohn des Erzdruiden, freiwilig, um einen Trupp zu führen, der den Südwindposten verteidigen sollte. Widerstrebend und eine Falle vermutend, gewährte ihm sein Vater dies und Valstann zog nach Silithus. Nur drei Tage später brachte der Qiraji-General Rajaxx den verletzten Valstann zur Kriegsfront und zeriss ihn vor den Augen seines Vaters, als letztes Zeichen, dass der Südwindposten gefallen war.
Fandral war aufgelöst vor Schmerz, sein einziges Kind zu verlieren, doch auch sein Zorn konnte nicht dafür sorgen, dass die Nachtelfen ihre Stellung halten konnten. Zuerst wurden sie nur nach Un’Goro, dem alten Krater, zurückgeworfen, bald schon an die Grenze nach Tanaris. Fandral bat bereits nach den ersten Rückschlägen um die Hilfe des bronzenen Drachenschwarms, doch dieser verwehrte ihm seine Hilfe. Anachronos, der Erbe des bronzenen Drachenaspekts Nozdormu, gestattete ihm erst Hilfe, als die marodierenden Silithiden es wagten auch die Höhlen der Zeit anzugreifen. Durch dieses Zeichen ermutigt, schlossen sich alle Nachtelfen dem Kampf an, die auch nur eine Waffe tragen konnten. Die Qiraji konnten bis nach Silithus zurückgedrängt werden, doch dort endete der Vormarsch der Nachtelfen und Drachen, denn immer mehr Silithiden kamen aus Ahn’Qiraj.
Auf Bitten der bronzenen Drachen schlossen sich auch die roten, grünen und blauen Drachen dem Kampf an. Während diese über den Köpfen der Nachtelfen gegen die fliegenden Silithiden kämpften, machten sie eine schreckliche Entdeckung über den Titanenruinen, die sie schließen ließ, dass eine größere Macht hinter diesem Angriff steckte. Daraufhin beschlossen die Drachen und Fandral die Qiraji nicht weiter zu bekämpfen, sondern diese in ihrem Hort einzuschließen, bis eine bessere Lösung gefunden ward.
In einem letzten Angriff stießen die Drachen und Nachtelfen bis kurz vor die Tore Ahn’Qirajs vor. Als sie nicht mehr weiter kamen und sogar drohten, aufgerieben zu werden, beschlossen Merithra, Cealestrasz und Arygos, die jeweils einen Drachenaspekt vertraten, in die Silithidenhauptstadt einzudringen und dort für Unruhe zu sorgen, damit Fandral, Anachronos sowie die übrigen Druiden und Priesterinnen den Schutzwall beschwören konnten. Mit der vereinten Macht der Druiden und Drachen formte sich durch Steine und Wurzeln aus den Tiefen des Sandes Silithus der Skarabäuswall, über den die Priesterinnen noch den Segen Elunes sprachen. So konnte kein Silithide, weder am Boden, noch in der Luft, diesen Wall mehr überwinden.
Anachronos machte aus einem der verbliebenen Skarabäen einen Gong, den er auf einen Altar vor das Tor stellte, und aus einem gefallenen Gefährten ein Szepter, mit dessen Hilfe man den Gong schlagen konnte, um den Wall wieder zu öffnen, wenn die Zeit dafür reif sei. Er übergab das Szepter an Fandral, der in seiner Arroganz und der Trauer um seinen gefallenen und ungerächten Sohn dieses zerbarst. So brach er auch den Bund zwischen den Nachtelfen und dem bronzenen Drachenschwarm.

1. Herkunft & Krieg der Sandstürme
2. Öffnung Ahn'Qirajs, Eigenschaften & Kontroverses









