Heute soll einmal ein Baum im Mittelpunkt des Loresonntags stehen. Es geht um den Baum Nordrassil, das ist der große Baum, der gerade wieder auf dem Berg Hyjal wächst, nachdem er bereits einmal, zum Wohle Azeroths, gestorben ist. Was es genau mit diesem Baum auf sich hat, könnt ihr nach dem Newsumbruch lesen.

Nach der großen Spaltung
Die Geschichte des Weltenbaums Nordrassil beginnt lange vor dessen Wachstum. Alles begann zu der Zeit, als es noch den Brunnen der Ewigkeit gab, welcher von den Titanen in der Mitte des Urkontinents Kalimdor errichtet wurde. Während des Krieges der Ahnen hat Illidan Sturmgrimm sieben Phiolen mit dem Wasser des Brunnens der Ewigkeit gefüllt, um den Brunnen vor dessen Zerstörung durch seinen Bruder Malfurion zu bewahren.
Nachdem der Brunnen der Ewigkeit zum Schutz vor der brennenden Legion zerstört wurde, ruderten die überlebenden Nachtelfen auf Flößen Richtung Westen auf die einzige sichtbare Landmasse zu. Illidan indes erklomm den Berg Hyjal: Auf dem heiligen Berg fand er einen reinen und ruhigen See vor, in den er drei seiner Phiolen entleerte. Umgehend begannen die chaotischen Energien, die in dem Wasser des Brunnens der Ewigkeit waren, den kleinen See in einen neuen Brunnen der Ewigkeit zu verwandeln.
Auf der Suche nach einer neuen Heimat erreichten auch die Überlebenden den Hyjal und entdeckten dort zu ihrem Erschrecken Illidans Tat. Von der Tat seines
Bruders tief erschüttert stellte Malfurion diesen zur Rede und versuchte, ihm zu erklären, dass seine Tat die brennende Legion wieder nach Azeroth locken könnte. Illidan war jedoch uneinsichtig, denn er war schon so sehr unter dem Einfluss der Magie, dass er Malfurion für einen Tor hielt. Nach Illidans Meinung waren diese Energien nötig, um einen weiteren Angriff der Brennenden Legion abzuwehren. Von dem Verrat seines Bruders schwer getroffen befahl Malfurion, dass Illidan tief unter dem Hyjal eingekerkert werden sollte.
Die Geburt des Weltenbaums
Die Nachtelfen unter Malfurion erkannten, dass eine Zerstörung des neuen Brunnens zu gefährlich wäre und vermutlich eine Zerstörung des heiligen Berges mit sich führte. Darum entsagten sie dessen Magien und studierten unter Cenarius die uralten druidischen Mächte, um ihre Heimat wieder zu heilen. Viele Jahre, nachdem die Nachtelfen ihre Heimat weitestgehend wiederhergestellt hatten, kamen die Drachenaspekte aus ihren Verstecken, da Todesschwinge schon lange verschwunden war. Sie bewunderten das Werk der Druiden, doch als Malfurion ihnen von der Tat Illidans erzählte, waren sie beunruhigt.
Gemeinsam mit Malfurion entwickelten Alexstrasza, Ysera und Nozdormu einen Plan, um den Brunnen zu schützen. Aviana, die Halbgöttin und Botin Elunes, wurde damit beauftragt, einen Samen des im Krieg zerstörten Mutterbaums G’Hanir zu bringen, denn dieser war ihre Heimat. Alexstrasza pflanzte den Samen inmitten des Sees, wo die magischen Energien diesen aktivierten und einen riesigen Baum wachsen ließen. Ysera verband den Baum mit dem smaragdgrünen Traum und erlaubte den Druiden, in diesem zu wandeln. Nozdormu segnete den Baum mit der Macht des bronzenen Drachenschwarms und sorgte somit dafür, dass alle Nachtelfen unsterblich wurden. Durch diese Segnung sollten alle Nachtelfen, auch die verdorbensten, dazu gebracht werden, den Baum und damit auch den See zu beschützen. Der Baum wurde Nordrassil getauft, was “Krone des Himmels” bedeutet.
1. Die große Spaltung und die Geburt des Weltenbaums
2. Der dritte Krieg und der Kataklysmus der Welt







