04.07.2012 - 20:15 Uhr
von Kamino

Bei Anregungen und Fragen zu diesem Tutorial nutzt bitte den entsprechenden Forumthread im Concilium Gildenforum!
Inhalt
- Einleitung
- Alltag und Arbeit
- Grundlagen
- Wie werde ich Animator
Hallo!
Ich bin Character Animator und arbeite freiberuflich für Filmproduktionen (TV, Werbung, Kino) und AAA Spiele.
Mein Aufgabenbereich ist die reine Animation (lat. animare = "zum Leben erwecken" ), also die Bewegungen der Figuren in Den Filmen und Spielen. Ich hauche den Charakteren Leben ein (animus="Geist/Seele"), versuche der Figur eine Persönlichkeit zu geben und sorge dafür, dass die Illusion von "Leben" funktioniert und dem Betrachter glaubhaft vermittelt, er hätte echte Wesen vor sich. Selbst bei cartoony überzogenen Produktionen, die jeglichen Realitätsanspruch indiskutabel erscheinen lassen, ist die Glaubhaftigkeit nicht weniger von Bedeutung.

Mein Aufgabenbereich ist die reine Animation (lat. animare = "zum Leben erwecken" ), also die Bewegungen der Figuren in Den Filmen und Spielen. Ich hauche den Charakteren Leben ein (animus="Geist/Seele"), versuche der Figur eine Persönlichkeit zu geben und sorge dafür, dass die Illusion von "Leben" funktioniert und dem Betrachter glaubhaft vermittelt, er hätte echte Wesen vor sich. Selbst bei cartoony überzogenen Produktionen, die jeglichen Realitätsanspruch indiskutabel erscheinen lassen, ist die Glaubhaftigkeit nicht weniger von Bedeutung.

Wenn die Zuschauer lachen, sobald Sid aus Ice Age sich wieder auf die Klappe legt, dann hat der Animator einen guten Job gemacht. Wenn man ergriffen von Nemo und Rapunzel zum Taschentuch greift kann auch hier der Animator sich auf die Schulter klopfen. Gleiches gilt für Games - wie cool fühlt es sich in Assassin’s Creed an, wenn man elegant von Dach zu dach hüpft? Wie kraftvoll schmettert Batman in Arkham City die Gegner zu Boden? Und wie angsteinflößend sind die Drohgebärden des vierbeinigen Endbosses am Ende des Dungeons?!
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Wenn ich nach meinem Berufsalltag gefragt werde, was wegen der Seltenheit als Animator recht häufig ist, dann ist die Reaktion auf meine Schilderungen meist etwas wie “Ach, is ja verrückt”, oder “Sowas geht?”, bis hin zu “Wie kommt man denn dazu?!”.
Ich möchte meine Leser nicht mit meinem verworrenen Lebenslauf langweilen, und beschränke mich in den folgenden Schilderungen eher auf die Branche, meinen Berufsleben, den Zugang und die Perspektiven.
Warum dieser Artikel?
Wenn du bis hier hin gelesen hast, dann wirst du wahrscheinlich zumindest eine Neugier dafür haben, wie es wäre an Spielen und Filmen mitzuwirken. Um das kurz zu beantworten: Ziemlich genau so cool, wie man es sich vielleicht vorstellt. Und das schönste dabei, ich kann davon leben. Ehrlich gesagt sehr gut sogar. Da ich diesen Text mehr oder minder anonym veröffentlichen werde, muss ich keine vornehme Zurückhaltung an den Tag legen (wie ich’s sonst pflege zu tun), um Bescheidenheit zu beweisen, brauche aber auch nicht übertreiben, oder mich profilieren, da ich anonym und via Internet eh keine größere Beachtung oder Selbstbestätigung erfahren werde, als mir mein “echtes” Leben geben kann.
Ich habe mein Hobby zum Beruf gemacht, daher habe ich nicht das Gefühl jemals wirklich arbeiten zu müssen und bin nach 5 Jahren Selbstständigkeit (ich bin jetzt 27 Jahre alt), nach wie vor so euphorisch über meinen Alltag als Animator, dass ich einfach das Bedürfnis habe, anderen Interessierten einen Einstieg zu erleichtern und meine Begeisterung zu teilen. Ich will Mut machen sich Träume zu erfüllen. Ich, für meinen Teil, habe mir den größten Traum erfüllt.
Ich mache Filme und Spiele.
So geht es in diesem Artikel weiter:
1. Einleitung
2. Alltag und Arbeit
3. Grundlagen
4. Wie werde ich Animator
1. Einleitung
2. Alltag und Arbeit
3. Grundlagen
4. Wie werde ich Animator







