Der grausame Stolz der Jotun - Guild Wars 2
25.01.2012 - 20:19 Uhr
von King_Dom in News
Der neuste ArenaNet Blog Eintrag ist ein Artikel zu der nicht-spielbaren Rasse Jotun. Ihr bekommt in diesem Artikel einen sehr guten Einblick in den tragischen, geschichtlichen Hintergrund der nun so brutalen Rasse.
Ihr könnt entweder in diesem Artikel meine Übersetzung oder den Original Blogpost auf dem ArenaNet Blog lesen.
Die Jotun (betont JŌ-tun) sind die letzten Verbliebenen einer uralten Gesellschaft von Riesen. Einst mächtig, fortschrittlich und arrogant, ernannten sie sich zu den Herrschern der Shiverpeak Mountains und errichteten große Monumente für sich selbst, auf ihren höchsten Spitzen. Ihre Anführer, bekannt als die Giant-Kings, waren unglaublich mächtige Wesen, die so begabt bei der Nutzung ihrer Kraft als auch mit Magie und Geschichte waren.
Ihr könnt entweder in diesem Artikel meine Übersetzung oder den Original Blogpost auf dem ArenaNet Blog lesen.
Die Jotun (betont JŌ-tun) sind die letzten Verbliebenen einer uralten Gesellschaft von Riesen. Einst mächtig, fortschrittlich und arrogant, ernannten sie sich zu den Herrschern der Shiverpeak Mountains und errichteten große Monumente für sich selbst, auf ihren höchsten Spitzen. Ihre Anführer, bekannt als die Giant-Kings, waren unglaublich mächtige Wesen, die so begabt bei der Nutzung ihrer Kraft als auch mit Magie und Geschichte waren.
Obwohl die Jotun alles besiegt haben, was ihre Herrschaft über die Berge bedrohte, konnten sie sich nicht an den Frieden gewöhnen. Überzeugt von ihrer Überlegenheit gegenüber jeglicher anderer Rasse, wurden sie besessen von der Reinheit ihres Blutes und der Anzahl der Heroes, Warlords und Giant-Kings in jedem Stamm. Abstammung wurde ein Grund um seinen Partner zu wählen. Sie eroberten Land und nach einiger Zeit rotteten sie alle „niederen“ Stämme aus. Letztendlich besiegten die Jotun jeden ihrer äußeren Gegner, wodurch die Giant-Kings aufeinander losgingen und jeder der ultimativen Kontrolle nachstrebte. Familien begannen Kriege untereinander und Bruder bekämpfte Bruder, solange bis die Stämme in einem teuflischen und ewigen Krieg für Kontrolle endeten.
„Ich werde euch die Jotun der vergangenen Zeiten zeigen, wenn wir als mächtige Lords über die Shiverpeaks schreiten. Bezeuget die Boshaftigkeit, Gier und Eitelkeit die unsere einst glorreiche Herrschaft stützte…“-Thruln, der letzte der Giant-Kings
Vor langer Zeit besaßen die Jotun die Fähigkeit Magie zu nutzen und waren so erfahren, dass sie in den Shiverpeak Mountains verzauberte Monumente kreieren konnten. Einige Historiker glauben sogar, dass die Magie der Jotun dem Erscheinen der Menschen-Götter und der Entstehung der Bloodstones, vorausging. In ihrer langen Vergangenheit der internen Schlachten und Bürgerkriege, verloren die Jotun jegliches Wissen und Verständniss bezüglich Magie. Ihre mächtigen Geistigen wurden getötet und ihre Gelehrten und Mystiker waren ausgerottet, bevor sie die Tradition der Jotun Magie weitergeben konnten. All das was aus ihrer einst mächtigen arkanen Spiritualität verbleibt, sind einige gemeißelte Runden auf vergessenen, schneebedeckten Bergspitzen.

Geschichte
„Seht diesen Stein und erblicket die Macht, die eines Tages die Welt erobern wird“-Geschrieben auf einem Jotun Monument
Über die Jahrhunderte ihrer Existenz entfernten sich die Jotun weit von ihrer früheren Anmut. Sie verloren jegliche Technologie und Magie, welche sie beherrschten und erinnern sich an ihrer Zeit als Könige der Lange nur in Legenden und Geschichten. Während die Anführer der Jotun versuchten die uralte Pracht in neuem Glanz erscheinen zu lassen und nach der verlorenen Macht streben, glauben die meisten Gelehrten, dass ihre Tage als Giant-Kings auf ewig verloren sind.
Die Jotun haben viele der Dinge, die sie früher großartig machten, verloren. Ihre Geschichte ist zerstreut und zu Teilen sogar gänzlich verloren; jegliche Religon, höhere Wissenschaften, oder Geheimnisse ihrer Erfindungen sind ausgelöscht und nur die Reste einer einst großartigen Gesellschaft verbleiben. Genau wie die massiven Steinmonumente, die ihre Leute aufgestellt hatten und noch immer in den Shiverpeaks aufgefunden werden können, haben die Jotun ihre Bestimmung verloren… und ihre Bedeutung.
Als nun brutale, hinterhältige Kreaturen, überfallen die Jotun alle Reisenden die sie sehen. Zwischendurch können sie mittels Anerkennung oder Abgaben davon überzeugt werden, die ein oder andere Nicht-Jotun Gruppe, nur mit einer Drohung oder kleinen Abreibung passieren zu lassen. Wenn jedoch zwei Jotun Clans aufeinander treffen, ist keiner der beiden mit etwas anderem befriedigt, als die völlige Zerstörung des jeweils anderen.
Gesellschaft
Jotun organisieren sich in großen Stämmen, welche durch Blut oder Bund verbunden sind. Angeführt wird dieser von dem Stärksten. Diese Stärke kann aus Kraft, Magie oder jeder anderen Fähigkeit resultieren, wird jedoch immer in körperlicher Brutalität ausgestritten.
Die Jotun respektieren keinen Anführer, der nicht in der Lage ist, seine Gesetze und Regeln mittels physischer Kraft durchsetzen kann. Sie würden jeden töten, der seine Stärke verlor, fehlschlug, oder den Stamm nicht zum Ruhm führte. Ein Charr entscheidet sich möglicherweise dazu einen fehlgeschlagenen Führer zu töten, um sich einen Sieg zu versichern. Ein Jotun ist eher wie ein tollwütiges Biest, dass aus Reflex einen Schwachen aus den eigenen Reihen auseinander reißt – ohne auch nur einen Gedanken an die Langzeitfolgen für den Clan zu verschwenden.
Jotun tendieren dazu sich nach Geschlecht zu unterteilen: männliche sind aggressiver und nehmen Führungspositionen in Anspruch, während weibliche für die Kindererziehung zuständig sind. Männliche Jotun sammeln sich in blutsverwandten Gruppen und suchen andere Jotun in ihrem Territorium, um diese zu töten.
Im Grunde ist die Jotun Kriegsführung dahin orientiert, andere nicht zu einem Clan blutsverwandte Jotun auszulöschen. Deshalb ist es entscheidend, dass Jotun ihre Weibchen und Kinder verteidigen. Ein Reisender wird diese nie in offenem Territorium auffinden, weil die Familie immer gut versteckt von der Außenwelt ist, während die Männchen jagen und Essen für alle mitbringen.
Während die meisten barbarischen Rassen in Tyria einen Sinn der Ehre oder ethische Regelungen haben, haben die Jotun nur sehr wenige moralische Beschränkungen in ihrer Gesellschaft verankert. Sie verteidigen ihre Familie, ihren Clan und ihr Territorium um jeden Preis. Ein Jotun würde Versprechen brechen, unter Eid lügen, oder verwerflich handeln wenn er denkt, dass es ihm oder seinem Clan einen Vorteil erwirtschaften würde (oder einen anderen zerstören). Personen, die versucht haben Frieden mit den Jotun zu vereinbaren, haben zu ihrem eigenen Leid erfahren, dass Jotun solche Abkommen nur befolgen wenn sie sich einen eindeutigen Vorteil davon versprechen. Es ist viel wahrscheinlicher, dass ein Jotun Clan, welcher so einen Vertrag eingegangen ist, sich selbst stärkt und eigentlich plant diejenigen auszulöschen, die dumm genug sind ihnen zu vertrauen.
Religion
Wen verehre ich? Ha! Mich selbst!“-Utahein, Jotun Chieftain
Das einzige was Jotuns im Bezug auf Religion haben, ist der stark gefestigte Glaube, dass ihr Blut magisch ist – dass es machtvoll und nahezu heilig ist. Jeder Jotun Clan bezieht sich auf seine Vorfahren und kann seine Abstammung zu irgendeinem mächtigen Giant-King aus den Legenden nachvollziehen. Vieler dieser Geschichten über die Giant-Kings haben sich zu einer Art religiöser Mythe weiterentwickeln und jeder Clan ruft sein legendäres Blut zur Hilfe um sie zu stärken, sie durch schwierige Prüfungen zu begleiten und den Sieg zu sichern. Obwohl man nicht sagen kann, dass die Jotuns ihre Vorfahren „verehren“, versuchen sie definitiv sie durch Eroberungen, engstirniger Eitelkeit und persönlichem Stolz nachzuahmen.
Hinter den Kulissen
Obwohl wir die Jotun auch schon in Guild Wars etabliert hatten, wollten wir sie in Guild Wars 2 so richtig zum Leben erwecken, besonders in den Norn Gebieten der Welt. Wir wollten, dass sie mehr sind als einfach nur eklige Kunden mit großen Keulen. Wir entschlossen uns dazu dies mittels einer langen, jedoch tragischen Hintergrundgeschichte zu erreichen.
Wir wollten, dass die Oger eine alte Rasse sind, denen dann die Jotun folgen, da die beiden Spezies miteinander verbunden sind. Indem wir den Jotun eine nun verlorene Geschichte geben – die sie durch eigene Fehler zerstört haben – geben wir ihnen Tiefe, was perfekt in die Geschichte von Guild Wars 2 passt.
Die neuen Jotun Artworks stellen die Rasse als größer und intelligenter dar als in den Artworks des originalen Guild Wars, was wiederum dabei hilft die Geschichte der Rasse und die Tatsache, dass sie empfindungsfähige schlaue Kreaturen und nicht einfach nur Steine-schmeißende sabbernde Viecher sind, zu verdeutlichen. Die Primitivität die wir in ihre Kleidung und ihren Waffen wiederfinden, steht stark im Kontrast mit den magischen Monumenten in ihren Camps – was auch gewollt ist. Der Zerfall einer zivilisierten Rasse von Macht zu einer mit primitiven Lebensweisen, nur weil sie den Kampf untereinander nicht aufhalten konnten, ist sehr wichtig für das Thema des Spiels. Es zeigt was passieren kann, wenn die spielbaren Rassen nicht ihre alten Streitigkeiten aufgeben und sich in dem Kampf gegen die Elder Dragons vereinen.


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