Ich bin dann mal in Azeroth - Der Wald von Elwynn: Kapitel 3 - World of Warcraft
14.02.2012 - 12:25 Uhr
von Baragul in News
Der Wald von Elwynn: Kapitel 3
Es war noch früh, als ich mich darauf vorbereitete, meine Reise zur Jaspismine anzutreten. Mit den ersten Sonnenstrahlen war ich bereits wach, verließ das Gasthaus "Zur Höhle des Löwen", und kümmerte mich ein wenig um meine Ausrüstung. Mein Schwert setzte etwas Rost an, und die Schärfe ließ auch zu wünschen übrig. Damit konnte man vielleicht noch Brot schneiden. Also besuchte ich den Schmied von Goldhain, um es zu schärfen, und eventuell sogar gegen ein neues einzutauschen. Zu meiner Überraschung traf ich in der örtlichen Schmiede auf eine Frau, Corina Stähler. Sie lächelte mich an, und nach einem kurzen Gespräch bot sie mir ein neues Schwert für einen ziemlich guten Preis an. Also ließ ich mein altes bei ihr, und stecke das neue in meine Scheide. Es war etwas größer und schwerer, jedoch störte es nicht im geringsten, und fühlte sich gut an meiner Seite an.
Nachdem meine Waffe auf dem neusten Stand war, machte ich mich auf den Weg. Ich hatte auf einer Karte gesehen, wo genau sich die Jaspismine befindet. Der Eingang war in Norden, jedoch östlich vom Nordhaintal. In dieser Gegend war ich noch nie, und mit einem mulmigen Gefühl setzte ich mich in Bewegung. Zu allererst begab ich mich zum Kristallsee, von hier aus konnte ich mich besser orientieren. Ich könnte schwören von den Inseln, welche sich auf dem See befanden, eine Art Gurgeln zu hören, doch ich hatte keine Zeit länger darüber nachzudenken. Ich folgte dem Ufer, immer weiter Richtung Norden.
Schließlich musste ich einen Fluss überqueren, der in den See mündete,
und von hier aus ging es gen Westen. Ich wusste, dass ich das Ende des Sees erreichen musste, von dort ging es dann geradewegs nach Norden und zur Mine! Es kam mir vor wie eine halbe Ewigkeit, doch schließlich erreichte ich das Ende des Sees. Der Weg nach Norden wiederrum war voll mit wilden Wölfen. Noch nie hatte ich so viele auf einmal gesehen, langsam und vorsichtig schlich ich mich weiter Richtung Norden. Glücklicherweise konnte ich so einer Konfrontation aus dem Weg gehen, und sah den Eingang der Jaspismine bereits durch die Bäume hindurch. Doch was ich ebenfalls sah, waren Kobolde. Diese widerlichen Kreaturen standen vor der Mine, als würden sie mich bereits erwarten.Aus meinen früheren Kämpfen mit ihnen, wusste ich wie man mit ihnen umzugehen hat. Wie bereits die Kobolde der Tiefenschachtmine, waren auch diese hier keine wirkliche Herrausforderung für mich. Doch mein Auftrag bestand nicht darin, Kobolde zu erschlagen, sondern die Mine zu untersuchen. Ohne Luft zu holen betrat ich sie. Ich erwartete schon fast eine Falle, oder einen Hinterhalt, jedoch herrschte hier eine Totenstille. Anscheinend waren die Kobolde nicht gerade die hellsten. Sie hatten nicht einmal mitgekriegt, dass ich ihre Kameraden bereits Tod vor der Mine lagen, und auch ihr Ende nahte. Langsam dringte ich immer weiter in die Mine vor. Hier und da arbeitete ein Goblin und baute Steine ab. Noch bevor sie merken wie ihnen geschah, lagen die meisten bereits vor meinen Füßen. Mir stieg ein penetranter Geruch in die Nase, der immer stärker wurde, je weiter ich in die Mine ging. Und ein paar Schritte weiter, erkannte ich auch, woher dieser Geruch kam.
Spinnen! Tief in der Mine hatten Spinnen ihr zu hause, die selbst fast die Kobolde an Größe überstiegen. Riesige schwarze Viecher, und auch ihre Nahrungsquelle wurde mir sehr schnell bewusst. Der Geruch, der sich in der Mine ausbreitete, war der von verwesenden Kobolde, konserviert in einem Netz. Mir graute es davor, noch weiter in den Kern der Mine zu gelangen, und deshalb nahm ich meine Füße in die Hand und floh von diesem widerlichen Ort. Erst an der frischen Luft genehmigte ich mir eine kurze Pause. Ich schluckte, und musste erst einmal verdauen, was ich gerade gesehen hatte. Ich rannte weiter zum See, fiel auf die Knie, und genehmigte mir zwei große Schluck Wasser. Marschall Dughan wird es sicher interessieren, dass wir nicht die einzigen Feinde der Kobolde sind, auch wenn sich Spinnen nicht gerade als potenzielle Verbündete eignen.
Solang mir der Hinweg auch vorkam, der Weg zurück war defenitiv noch länger. Der See zog sich in die Länge, und ich war mehr als erleichtert die Ausläufe von Goldhain zu sehen. Entgegen meiner Erwartung interessierten die Spinnen den Marschal kaum. Alleine die Tatsache, dass Kobolde die Mine behausen, war für ihn von Interesse. Er war mir sehr dankbar für meine Auskünfte und bot mir an, sich der Weststromgarnision anzuschließen. Seit graumer Zeit hatten sie Probleme mit den dort ansäßigen Kobolden und eine fähige Hand konnten sie dort immer gebrauchen. Ich verprach darüber nachzudenken. Der Westen war mir noch fremder als der Norden, nie hätte ich gedacht mal in solche Regionen zu kommen. Ich werde sein Angebot wahrscheinlich annehmen, denn hinter der Weststromgarnision befinden sich die Felder von Westfall, und ich wollte schon immer mal etwas anderes sehen als die endlosen Wälder von Elwynn.
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