Der Scharlachrote Kreuzzug - Irre Fanatiker oder Krieger des Lichts?
Heute behandle ich wieder eine der Fraktionen, gegen die wir in Azeroth schon öfter antreten mussten. Es ist der Scharlachrote Kreuzzug. Sind sie Krieger für das heilige Licht oder sind sie nur wahnsinnige Extremisten? Mit diesem Artikel möchte ich euch ihre Geschichte etwas näherbringen.

Tod des Aschenbringers
Während im dritten Krieg das Königreich Lordaeron fiel und die dort lebenden Menschen in Untote der Geißel verwandelt wurden, gab es dennoch einige Überlebende. Darunter befanden sich unter anderem einige Paladine der Silbernen Hand. Diese wurden von Alexandros Mograine angeführt, welcher das Schwert Aschenbringer führte. Sie griffen zusammen die verseuchte Stadt Stratholme an und konnten ihre Kathedrale dort zurückerobern. Dabei merkte niemand, wie in dieser Schlacht der Schreckenslord Balnazzar den Paladin Saidan Dathrohan tötete und in seinen Körper schlüpfte.
Balnazzar, Varimathras und Kel’thuzad schlossen allerdings einen Pakt. Sie alle wollten den Aschenbringer tot sehen. So begann Balnazzar, in der Gestalt von Saidan Dathrohan, einen der Söhne von Alexandros Mograine zu manipulieren. Renault Mograine war schon immer eifersüchtig auf seinen Bruder Darion, da dieser stets mehr Anerkennung und Liebe von seinem Vater erfahren hatte. Mit einer Lüge lockte Renault seinen Vater nach Stratholme. Er erzählte ihm, dass sein Bruder Darion und seine Krieger in Gefahr schwebten. Alexandros eilte mit seinem Berater Schönufer nach Stratholme. Dort schnappte die Falle zu, denn eine große Streitmacht der Geißel erwartete sie. Schönufer wurde unter ihr begraben, sodass Alexandros dachte, er sei dabei umgekommen. Dieser kämpfte weiter und konnte letztendlich siegen. Renault allerdings wollte den Tod seines Vaters und tötete ihn. Schönufer konnte das alles mit ansehen, doch Balnazzar sorgte dafür, dass Dathrohan weggesperrt wurde.

Gründung und Aufbau
Nach Alexandros Tod zerbrach die Silberne Hand. Die Meinungen der Mitglieder gingen schließlich zu stark auseinander. Maxwell Tyronsus war, unter anderem, offen gegenüber anderen Rassen, allerdings waren einige, wie Hochinquisitor Isillien und Hochgeneral Abbendis, der Meinung, dass solche niedere Völker wären. Die Silberne Hand teilte sich damit auf. Maxwell Tyronsus gründete die Argentumdämmerung und alle, die ihm nicht folgten, traten dem Scharlachroten Kreuzzug bei. Balnazzar wurde in der Gestalt von Dathrohan zum obersten Kreuzzügler. Er ernannte Renault Mograine zum Kommandanten des Kreuzzuges. Kurz darauf ist sogar eine kleine Gruppe von Kreuzzüglern nach Nordend aufgebrochen, allerdings kamen sie nie wieder zurück.
Während Maxwell Tyronsus und die Argentumdämmerung Hilfe bei den verschiedenen Völker suchten, rekrutierte der Scharlachrote Kreuzzug einen Großteil der überlebenden Menschen von Lordaeron. Einige Magier von Dalaran schlossen sich beiden Seiten an und sogar Zwerge und Hochelfen wurden kurzfristig vom Kreuzzug toleriert. Allerdings hielt dies nicht lange an und der Orden bestand danach nur noch aus Menschen.
Am Anfang konnten sie noch einige Gebiete erobern. Sie schafften es Stratholme West, Tyrs Hand, Herdweiler und Avalaon in ihre Hände zu bekommen. In Tirisfal ließen sie sich noch in dem verfallenden Kloster nieder und besetzten mehrere Wachtürme, von denen sie Angriffe auf die Verlassenen ausführten. Während sie diesen Kampf führten, begannen sie auch einen Krieg gegen die Argentumdämmerung.
Auch mit der Horde und der Allianz lagen sie im Krieg. Die Horde bestand aus den Verlassenen und Nicht-Menschen und die Allianz lehnte trotz Botschaftern die Zusammenarbeit mit ihnen ab, da sie ihnen zu agressiv waren.
Naxxramas
Darion Mograine zog mit den Kriegern der Argentumdämmerung in Richtung Naxxramas. Aber sie wollten nicht den Herren der Nekropole töten, sondern Alexandros Mograine, der nach seinem Tod in einen Todesritter verwandelt wurde. Mit dem verdorbenen Aschenbringer war er eine große Gefahr und Darion wollte ihn erlösen.
Am Ende dieses Kampfes überlebte nur einer und das war Darion Mograine. Er nahm den verderbten Aschenbringer an sich, wobei er nicht wusste, dass die Seele seines Vater in dem Schwert innewohnte. Die Seele und das Schwert waren noch immer verdorben und Alexandros wollte Rache an seinem Sohn Renault. Darion wollte ihm helfen und zog zum Scharlachroten Kloster. Als Mitglied der Argentumdämmerung waren die Kreuzzügler über sein Erscheinen nicht so begeistert. Dabei wurde er von seinem Bruder fast getötet, aber die Seele seines Vater erschien und köpfte schließlich Renault.
Als eine Schlacht an der Kapelle des hoffnungsvollen Lichts tobte, opferte sich Darion Mograine, um die Seele seines Vaters zu erlösen. Allerdings hatte das schlimmere Konsequenzen für Darion als den Tod. Er wurde ein Todesritter und der neue Aschenbringer.
Nun arbeiteten Horde, Allianz, Argentdämmerung und der Scharlachrote Kreuzzug zusammen und stürmen die Nekropole. Einer Gruppe Helden gelang es schlussendlich den Herrscher über Naxxramas, Kel’thuzad, zu töten. Dessen Phylakterium brachten die Helden zu Vater Ingor Moloy, der dieses vernichten sollte. Er aber war ein Verräter und arbeitete für die Geißel und so konnte Kel’thuzad erneut ins Leben zurückkehren.
Tirion Fordring und die Reise nach Nordend
Taelen Fordring, der Sohn des Tirion Fordring, bat dem Kreuzzug Hilfe an und überließ ihnen die Stadt Herdweiler. Er war nicht so fanatisch wie der restliche Kreuzzug. Balnazzar, in Gestalt des Dathrohan, wollte ihn als Renault Mograines Nachfolger wissen. Aber Taelen gefiel die aggressive Haltung des Ordens nicht und wollte ihn deshalb verlassen. Der Kreuzzug wollte ihn aber nicht einfach gehen lassen und zusammen mit seinen Anhängern kämpfte er sich den Weg aus der Stadt. Doch Isillien hinderte ihn daran, indem sie ihn und seine Leute tötete. Tirion Fordring, einer der ersten Paladine, rächte sich an dem Scharlachroten Kreuzzug. Der Tod seines Sohnes gab ihm seinen Kampfeswillen wieder und sorgte dafür, dass er derjenige sein würde, der den Lichkönig töten sollte.
Der Scharlachrote Kreuzzug hatte nun einige Gebiete zurückerobert und die Geißel stellte in Lordaeron eine nicht mehr so große Gefahr dar. Also planten sie nach Nordend zu ziehen, um den Lichkönig zu töten. In der Siedlung Avalaon bereitete man die Reise zu dem eisigen Kontinent vor. Brigitte Abbendis war die Anführerin derjenigen, die hinübersetzen sollten. Obwohl Naxxramas verschwunden war, gab es eine andere, genauso gefährliche Bedrohung, die Nekropole Archerus. Die Todesritter, unter der Führung von Darion Mograine, vernichteten die Siedlung. Dennoch schafften es einige aufzubrechen.
Die Invasionsarmee, die nach Nordend aufbrach, nannte sich der Scharlachrote Ansturm. Sie schafften es zwar, in der Drachenöde die Stadt Neu-Herdweiler zu gründen, doch ging auch dort der Krieg gegen die Geißel, Horde, Allianz und dem neu gegründeten Argentumkreuzzug weiter. Mehrere hochrangige Offiziere ließen dabei ihr Leben. Unter anderem auch Brigitte Abbendis.
In Eiskrone gelang es ihnen, den Hafen des Ansturms zu bauen. Sie führten aber Krieg gegen alles und jeden und so legten sie sich auch mit den Todesrittern der schwarzen Klinge an. Diese erlangten schnell die Oberhand und schickten Helden aus, um Baeren Westwind zu töten. Nachdem er in einer Höhle gefunden und angegriffen wurde, zeigte sich seine wahre Gestalt als der Schreckenslord Mal’ganis. Dieser verlor den Kampf und zog sich in den Nether zurück.
Balnazzar
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Während die meisten Kreuzzügler in Nordend waren, blieben einige zur Sicherung ihrer Städte zurück. Balnazzar, der immer noch die Gestalt von Saidan Dathrohan hatte, wollte diese Fassade nicht mehr lange aufrechterhalten. Er zeigte sein wahres Ich und tötete in Stratholme und Tyrs Hand alle Kreuzzügler und erweckte sie als Untote wieder, die nun für ihn arbeiten sollten. Zu guter Letzt verloren sie auch noch Herdweiler, das vom Argentumkreuzzug erobert wurde. So bleiben ihnen heute nur noch das Kloster und ein paar kleine Posten in Tirisfal.









