Sylvanas Windläufer - Die Bansheekönigin Teil 3
Diesen Sonntag geht es mit Teil 3 von Sylvanas Windläufer weiter.
Vorab möchte ich jedoch noch etwas loswerden. Ich sagte es in mehreren Beiträgen schon und will es hier hoffentlich endgültig klarstellen. Ich schreibe die deutschen Namen, die Blizzard sich für die Charaktere und Orte ausgesucht hat. Das mache ich letztendlich so, weil es von Blizzard ebenso gedacht und gewollt ist. Ich persönlich bevorzuge das englische Original, obwohl ich mich bereits an ein paar deutsche Namen gewöhnt habe.
Ich hatte jetzt unter meinen letzten Beiträgen immer wieder Kommentar gelesen, dass man Eigennamen nicht übersetzen sollte. Blizzard macht es und daher mache ich es auch, also bitte verschont mich in Zukunft mit Kommentaren zu dieser Thematik. Für Kritik, solange sie konstruktiv ist, bin ich allerdings jederzeit offen und diese könnt und sollt ihr auch jederzeit äußern. Natürlich könnt ihr in den Kommentaren auch jederzeit eure Wünsche und Verbesserungsvorschläge zu den Themen schreiben. Aber nun zum eigentlichen Thema des Artikels:
Diese Woche geht es, wie bereits angesprochen, um Sylvanas Windläufer Teil 3. Eigentlich wollte ich das Thema Sylvanas Windläufer diese Woche abschließen, jedoch ist der Text wieder zu lang geworden und daher schildere ich die Geschehnisse während des Cataclysm erst nächste Woche.
Teil 1
Teil 2
Meine Quellen:
Deutsches WoWWiki
Forscherliga WoWWiki
WoW-Europe
World of Warcraft: Wrath of the Lichking
Verrat
Es kam die Zeit für Sylvanas Rache, denn Horde und Allianz zogen nach Nordend aus, um Arthas, der nun zum Lichkönig geworden ist, zu vernichten. Allerdings hatte Sylvanas Verräter in den eigenen Reihen. Die Apotheker der Verlassenen hatten ihre eigene Seuche perfektioniert und diese machte sich Großapotheker Putress letztendlich zu eigen. Als an der Pforte des Zorns das erste Mal Allianz- und Hordentruppen zusammen kämpften, witterte dieser seine Chance. Er feuerte mit Seuchenkatapulten seine neue Seuche auf alles, was sich bewegte. Soldaten der Horde und der Allianz fielen dieser zum Opfer und auch der Held der Allianz, Bolvar Fordragon, wurde ein Opfer der Attacke. Erst die roten Drachen, angeführt von Alexstrasza und Korialstrasz (auch als Krasus bekannt), konnten mit ihren Flammen das Schlachtfeld reinigen. Dies besiegelte Bolvars späteres Schicksal.
In Unterstadt überschlugen sich zudem die Ereignisse. Putress hatte sich mit Varimathras verbündet, die sich gemeinsam das Ziel setzten, die dunkle Königin zu stürzen. Sylvanas konnte allerdings fliehen, flog mit einem Zeppelin nach Orgrimmar und bat bei Thrall um Vergebung für die Taten ihres Großapothekers. Sylvanas bat außerdem um Unterstützung, um ihre Stadt wieder zurückerobern zu können. Allerdings tauchte Jaina dort auf die ebenfalls wissen wollte, was dort geschehen war und Sylvanas teilte ihr mit, was geschah.
Thrall, Sylvanas und Truppen der Horde machten sich auf den Weg nach Unterstadt, um diese zurückzuerobern. Allerdings erfuhr durch Jaina auch der König von Sturmwind, Varian Wrynn, von dem Sturz der Bansheekönigin. Für ihn war klar, Lordaeron musste für das ursprüngliche Volk, die Menschen, zurückerobert werden. Während die Allianztruppen den verräterischen Putress töteten, schaffte es die Horde, Varimathras zu bezwingen. Allerdings trafen beide Parteien danach aufeinander. Varian Wrynn beschuldigte Thrall in diesem Zusammentreffen, dass er vom Verrat gewusst hätte. Die Situation eskalierte und beiden Parteien fingen an, sich zu bekämpfen, bis Jaina reagierte. Sie fror alle Truppen, Allianz wie Horde, ein und teleportierte die Soldaten der Allianz zurück nach Sturmwind. Der Kampf an der Pforte des Zorns wird von der Allianz bis heute noch als ein wichtiger Grund für den Krieg genannt.

Eiskronenzitadelle
(Der folgende Teil ist für Allianzspieler anders abgelaufen!)
Als Sylvanas ihr Königreich zurück hatte, verfolgte sie wieder ihren ursprünglichen Plan: Rache an Arthas zu nehmen. Sie fand eine Lücke in der Eiskronenzitadelle. Die geforenen Hallen dieser brachten sie zu einem Ort namens Seelenschmiede. Bevor sie sich aber auf den Weg machen konnte, beauftragte sie die Dunkelläuferin Vorel in Dalaran, Kämpfer zu suchen, die sich ihr anschließen und den Weg in die Eiskronenzitadelle wagen würden. Sylvanas wollte ihre Rache und hoffte darauf, diese dort endlich zu bekommen. Es war zwar ein Wagnis, mit so wenig Mitstreitern die Hallen der Eiskronenzitadelle zu betreten, doch sie hatte keine andere Wahl, als ihre Chance zu nutzen. In den Hallen der Reflexion traf sie auf den Geist von Uther Lichtbringer, welcher ihr erklärte, was der Tod des Lichkönigs alles auslösen würde, denn eines war klar: es sollte immer einen Lichkönig geben!
Dennoch wollte sie ihre Rache und kämpfte trotz der Begegnung mit Uther Lichbringer gegen Arthas, der jedoch bereits um einiges mächtiger war. Während des letzten Kampfes zwischen den beiden war er nur ein Todesritter und noch nicht der Lichkönig selbst. Außerdem war der damalige Lichkönig noch geschwächt, was sich auch auf Arthas selbst auswirkte und nun schien er mächtiger zu sein, als jemals zuvor. So kam für Sylvanas nur die Flucht mit den Kriegern der Horde aus den Hallen in Frage.
Der Argentumkreuzzug konnte währenddessen das Haupttor öffnen und in die Zitadelle vordringen. Streiter der Allianz und Horde kämpften sich durch diese, bis sie zusammen mit dem Paladin Tirion Fordring vor Arthas selbst standen.
Tirion konnte mit diesen Helden Arthas bezwingen und ihn schlussendlich töten. Allerdings, dank der Informationen, die Sylvanas besorgt hatte, wusste Tirion, dass es immer einen Lichkönig geben musste. Tirion wollte sich diesem Schicksal beugen, jedoch saß bereits ein alter Freund auf dem Thron des Lichkönigs, der stark veränderte Bolvar Fordragon. Durch die Flammen der Drachen war er nun am brennen und eine Art Untoter. Tirion konnte nicht von ihm verlangen, dass Bolvar nun der Lichkönig sein würde, aber dennoch setzte er ihm die Krone auf.
Anbruch der Nacht
Nach Arthas' Tod suchte auch Sylvanas den Frostthron auf, bei dem sich auch Arthas Rüstung befand. Sie war zornig darüber, dass sie nicht am Kampf teilnehmen konnte. Außerdem versammelten sich mehrere Val’kyren um sie herum, die sie beobachteten. Sylvanas wollte ihre Rache und hat sie schlussendlich bekommen, allerdings konnte sie selbst nicht anwesend sein, als es geschah. Erst dachte sie, Arthas Leichnam zu erblicken, dann jedoch wurde ihr klar, wer der neue Lichkönig war, der sich auf dem Thron befand: Bolvar. Erneut wurde Sylvanas zornig, bis sie eine große Leere umgab.
Sie wünschte sich die alte Zeit zurück, als sie noch in Silbermond als Waldläuferin unterwegs war. Ihre Gedanken schweiften über das Jenseits, was sie nur kurz erblicken konnte. Sie dachte, die Zeit war für sie gekommen und bewegte sich an den Rand der eisigen Plattform. Würde sie dort hinunterstürzen, auf die Saronitstacheln, wäre es endgültig mit ihr zu Ende und sie könnte ihre Ruhe finden.
So legte sie ihren Bogen und ihren Köcher ab und beugte sich etwas nach vorn. Die Val’kyren kamen näher und auf einmal sah Sylvanas eine alte, längst vergessene Erinnerung. Eine Erinnerung zu Zeiten, als sie noch zu Hause in Quel’thalas lebte. Sie war noch jung und das alles kam in ihr wieder hoch.
Sie ging einen Schritt vom Rand der Plattform zurück.
Es folgte eine weitere Erinnerung, in der sie sah, wie sie zu ihrem Volk den Verlassenen sprach und diese als rechtmäßige Erben Lordaerons bezeichnete und zum Kampf gegen den Lichkönig aufrief.
Sie erkannte, dass sie immer noch das Herz einer Kriegerin hatte und dass sie im Tod wie zu Lebzeiten vielleicht doch die Gleiche sei. Aber ebenso erkannte sie, dass die Val’kyren diese Erinnerung aus ihr herauszogen.
Ihr wurde klar, dass diese über sie urteilen wollten. Sylvanas wurde zornig, denn niemand sollte über sie richten. So trat sie wieder einen Schritt zurück und in ihr kam ein merkwürdiges Gefühl auf. Sie war verwirrt durch die Erinnerungen und sie wollte nicht mehr die Königin eines „Bastardvolks“, was aus verrottenden Leichen bestand, sein.
Sie ließ sich rückwärts von der Plattform fallen und raste in die Tiefe. Für sie war ihre Arbeit getan, endlich konnte sie sich ihre Belohnung, den Tod, abholen. Ihr Körper krachte auf die Saronitenspitzen der Eiskronenzitadelle.

Allerdings starb sie nicht wirklich. Sie geriet in eine Art Zwischenwelt, in der sie einige verwirrende Ereignisse erlebte, die ihr klar machten, dass sie zwar ihren Körper getötet hatte, ihr Geist nun jedoch hier gefangen war. Die letzte Erinnerung war der Sturz in den Tod. Auf einmal erschienen neun Kriegerinnen vor ihr. Es mussten die Val’kyren sein, allerdings in ihrer Gestalt zu Lebzeiten. Die Val’kyren machten ihr klar, dass ihr Tod weit aus schlimmere Bedeutung hätte, als Sylvanas es sich je hätte denken können. Sie zeigten ihr, wie Garrosh die Horde zu Grunde richten und die Allianz Unterstadt erobern würde.
Die Val’kyren versuchten ihr klar zu machen, dass ihr Volk, die Verlassenen, ohne sie an der Spitze untergehen würde. Aber Sylvanas wollte dies alles nicht hören, sie wollte die Verlassenen nicht mehr anführen. Für sie sind die Verlassenen nur noch eine Waffe gewesen, mehr nicht. Sylvanas sah erneut eine Szene aus dem Krieg gegen Gilneas und wie Garrosh den Untergang ihres Volkes nun befehligen würde. Sie schrie auf, als sie das sah und auf einmal waren alle Blicke auf sie gerichtet, wie sie auf ihrem Skelettstreitross saß und umgeben von zwei Val’kyren war. Sie wusste nicht, wie sie hierhin gekommen war, denn eigentlich sollte sie tot sein.
Dann war nur noch Dunkelheit.
Aber auf einmal spürte sie wieder etwas. Sie fühlte wieder etwas, nach langer Zeit. Es war Schmerz, Angst und Reue. Sie spürte, dass dies ihr endgültiges Schicksal sein sollte.
Auf einmal tauchten die Val’kyren wieder auf und erklärten ihr, dass nicht nur ihr Volk sie brauchte. Auch die Val’kyren könnten so endlich frei vom Lichkönig leben. Sie wären zwar an Sylvanas gebunden, aber wären so frei.
Sylvanas zögerte, aber ging dennoch einen Pakt mit ihnen ein, denn sie wollte die Ewigkeit nicht in dieser Schwärze verbringen. Sie nannten es eine Schwesternschaft. Die Val'kyren konnten Sylvanas wieder ins Leben zurück holen, doch dafür musste eine der Val'kyren ihren Platz einnehmen. Als sie am Fuße der Eiskronenzitadelle wieder ins Leben zurückkehrte, waren es nur noch acht der ursprünglichen neun Val'kyren, eine musste sich für Sylvanas opfern und Sylvanas wurde ein weiteres Mal klar, solange sie leben würde, werden auch die Val'kyren weiterhin existieren.
Wie bereits erwähnt ist an dieser Stelle für diese Woche erst einmal Schluss. Nächste Woche wird dann der letzte Teil der Geschichte von Sylvanas Windläufer erscheinen.









