Rassen Blogpost: Planet der Grawl - Guild Wars 2
15.10.2011 - 19:52 Uhr
von King_Dom in News
Die Leute von ArenaNet haben sich in einem Artikel auf ihrem Blog der nicht spielbaren Rasse der Grawls angenommen.
In diesem Blog Post erfahrt ihr unter anderem einiges darüber wie die anderen Rassen Tyrias über sie denken, woran sich ihr Glaube richtet und was so hinter den Kulissen geschehen ist.
Diesen habe ich natürlich für euch übersetzt.

Von alle Rassen in Tyria sind die affenähnlichen Grawl die am wenigsten gewürdigten und am meisten unterschätzten. Sie sind eine Rasse aus haarigen Affen auf zwei Beinen, die sprechen und Werkzeuge benutzen können. Sie tragen etwas, das man als Kleidung bezeichnen könnte, jedoch fehlen ihnen die meisten Anzeichen einer weitentwickelten Gesellschaft. Sie leben in Höhlen an dem Rand der Zivilisation und werden von anderen, weiterentwickelten Kulturen als niedere Rasse angesehen, die nur aus Räubern und Plünderern besteht. Es gibt zwar viele Grawl die auf Plünderei zurückgreifen, aber auch genauso viele, die einfach nur allein gelassen werden wollen.
Biologie und Gesellschaft
"Wir sind die Sanften, wir sind die Bescheidenen. Wir beobachten und warten, dass die anderen stolpern.“-Traditionelle Grawl Weisheit
Grawl sind humanoide, affenähnliche Kreaturen – ein wenig größer als der durchschnittliche Mensch – und sind von einem Fell aus einer Vielzahl
von Graustufen, bedeckt. Weil ihre Gesichtszüge und ihre Körperhaltung sehr der des Affen ähnelt, denken die Charr Gelehrten, dass die Grawl eine minderwertige Form eines Menschen sind, oder dass die Menschen eine Art Grawl sind, die von ihren Göttern weiterentwickelt wurden.
von Graustufen, bedeckt. Weil ihre Gesichtszüge und ihre Körperhaltung sehr der des Affen ähnelt, denken die Charr Gelehrten, dass die Grawl eine minderwertige Form eines Menschen sind, oder dass die Menschen eine Art Grawl sind, die von ihren Göttern weiterentwickelt wurden.
Menschliche Forscher sagen jedoch, dass ihre schweren, buckeligen Schultern der Grawl und der Gang auf ihren Zehen – beides Züge der Charr – ein Anzeichen einer nahen Verwandtschaft zwischen den Charr und den primitiven Grawl sind.
Allerdings haben die Grawl, im Gegensatz zu den Charr, einen hüpfenden Gang, welcher ihnen die nötige Sichtweite gibt um ihre Ziele auf große Distanz zu erkennen. Dazu gehen sie mit einem sicheren Schritt, welcher ihnen einen Vorteil in ihrem steinigen Territorium gibt.
Die Grawl leben in kleinen Stämmen, die aus mehreren Familien bestehen und meistens von einem oder mehreren Schamanen angeführt werden. Diese Schamanen sind für das spirituelle und das tägliche Leben der Familien zuständig. Sie handhaben magische Kräfte, die ihnen dabei helfen ihre Herde zu beschützen und den Willen ihrer Götter geltend zu machen.
Grawl tendieren dazu als Jäger und Sammler zu überleben, allerdings beruhen sie auch oft auf Plünderei. Sie bepflanzen keine Felder und obwohl sie Tiere in Herden halten, zähmen sie diese nicht weiter. Sie haben keine Architektur und nutzen deshalb nur natürliche Höhlen als Häuser. Diese unterirdischen Wohnsitze sind mit Höhlenmalerei, geflochtenen Holzrahmen, Strängen aus gestohlenen Heuballen und anderen geplünderten Spielereien dekoriert.
Kleidung und Ausrüstung
Grawl haben einige Kenntnisse im Bereich der Lederverarbeitung und sind dazu in der Lage primitive Metallwaffen und Werkzeuge herzustellen. Wirklich wohl fühlen sie sich nur in Leinenkleidung. Grawl Krieger jedoch führen Überfälle in schwerer Lederrüstung mit schützenden Hauben durch.
Als Symbole für ihre Stellung tragen die Grawl Schamanen bunten Kopfschmuck und Halsketten, die aus Federn von seltenen Vögeln oder Knochen von ihren Feinden, bestehen.
Grawl Waffen sind normalerweise schlecht nachgeahmte Imitationen von Waffen, die die Norn, Menschen und Charr benutzen. Sie nutzen sensenartige Äxte die aus dunklem, in ihren Lagerfeuern geschmiedetem Eisen bestehen und sie erstellen Bögen um ihre Beute aus größerer Reichweite zu erlegen. Grawls sind nicht wählerisch; sie benutzen oft Waffen und Ausrüstung, die sie von anderen Rassen gestohlen haben.

Geschichte
"Feuer wärmt, aber Feuer verbrennt auch. Die Götter beschützen uns, aber manchmal zerstören sie. Wir töten… oder wir werden getötet.Das ist das Ende der Lektion.“
-Krippus, Grawl Räuber
Die Grawl sind Ureinwohner Tyrias und insbesondere Ascalons. Die ersten Erwähnungen sind in frühen Charr Militär Tributen zu finden, welche dem Erscheinen der Menschen vorausgeht. In diesen historischen Berichten sind die Charr immer als Gewinner dargestellt, während die besiegten Grawl große Streitwägen ziehen in denen die Charr Commander sitzen. Die Charr haben die Grawl dominiert und zwangen sie dazu, sich in die Shiverpeaks und die Blazeridge Mountains zurückzuziehen, wo sie mit dem Existenzminimum überlebten.
In der Welt zerstreut und machtlos, überlebten die Grawl als Plünderer in dem Menschenkönigreich Ascalon und einigen anderen Orten. Als die Charr unter der Flame Legion wiederkehrten, haben sie erfolgreich viele der örtlichen Grawl als Miliz rekrutiert (und in vielen Fällen versklavt).
Seit der Eroberung von Ascalon sind die Grawl zu ihrer ärmlichen Existenz an dem Rand der Zivilisation zurückgekehrt.
Nur wenige Rassen haben das Verlangen oder das Interesse mit den Grawl zu interagieren. Der fehlende Respekt für das Eigentum anderer und ihr nicht vertrauensvolles Verhalten macht jeglichen Handel mit den Grawl sehr schwierig. Viele einzelne Personen von verschiedenen Rassen sahen die Grawl als mögliche Verbündete, günstige Arbeitskräfte oder leichte Angriffsziele. Alle wurden von den Ergebnissen enttäuscht.
Die heutigen Grawl leben so ähnlich, wie sie es schon seit hunderten von Jahren getan haben – abergläubische Höhlenbewohner, dessen einziges Interesse an der Außenwelt das Töten von denjenigen ist, die ihr Territorium betreten oder eine Gefahr für ihre Götter darstellen.
Eine Sache des Glaubens
"Ich bin einer der Gläubigen. Du liegst mit deinem Glauben falsch. Sie sind alle gottlose Ketzer."-Thockalock, Grawl Schamane
Grawl sind durch ihren Glauben verbunden und gleichzeitig durch ihn getrennt. Sie sind alle sehr religiöse, schamanische Leute, aber ihr jeweilige Art von Glauben kreiert ein Vielzahl an örtlichen Fraktionen, die gegenüber einander gleichwertig intolerant sind.
Im Großen und Ganzen glauben die Grawl daran, dass bestimmte wichtige Orte, Personen und Gegenstände eine besonders starke spirituelle Kraft besitzen. Der Glaube der Norn hingegen besagt, dass alle Geister der Wildnis in jedem ihre Kinder vorhanden sind (Bear z.B. ist in allen Bären vorhanden). Der Grawl Glaube besagt, dass alle physischen Dinge einen Geist haben und besonders mächtige oder ungewöhnliche Wesen oder Gegenstände können Wunder vollbringen, weshalb sie es wert sind, verehrt zu werden (z.B., der bestimmte Bär ist mächtig – wir sollten ihn anbeten). Dadurch, dass sie die Kraft eines Gegenstands, Ortes oder Wesens verstärken, erhoffen sich die Grawl diesem wohlgesonnen zu sein und deshalb beschützt zu werden.

Aufgrund dessen, neigen Grawl dazu eine große Variation an Gegenständen anzubeten. Dies reicht von natürlichen Erscheinungen, über ungewöhnliche Phänomene, bis zu machtvollen Kreaturen. Ein Grawl-Stamm bringt vielleicht Opfergaben zu einer Felsformation die wie ein Grawl Gesicht aussieht (rechts zu sehen), während andere ein mächtiges Moorbiest verehren und ihm Reisende opfern um sich selber zu schützen. Die Ernsthaftigkeit ihres Glaubens neigt dazu, rivalisierte Grawl-Stämme gegeneinander aufzuhetzen, weil jeder daran glaubt die eine wahre Religion zu haben und alle anderen bei falschen Göttern geführt werden.
Manchmal entstehen große religiöse Bewegungen, bei denen mehreren Grawl-Stämmen eine Religion formen. Während diesen vorübergehenden Zeiten, wenden sich viele Grawl von ihrem ursprünglichen Glauben ab, um sich dem „angesagten“ neuen Glauben anzuschließen. Zu diesen Ereignissen sind die Grawl am gefährlichsten, weil die Spannungen zwischen den neuen und den alten Religionen in einem blutigen, heiligen Krieg enden kann, in dem alle Nicht-Grawl potentielle Konvertierende, Geiseln oder Feinde sind.
Die abergläubischen Grawl werden von weiter entwickelten Rassen für ihre Fremdenfeindlichkeit und ihre lächerlich erscheinende Verehrung von Gegenständen, belächelt. Menschen und Asura sind meist diejenigen, die den Glauben der Grawl am meisten ablehnen, während die Norn verständnisvoller sind und denken, dass sie einfach nur das Große und Ganze der Geister des Waldes nicht verstehen. Die Charr, welche geschichtlich gesehen die Grawl am meisten unterdrückt haben, sind am meisten damit beschäftigt, sie von ihrem Glaubenssystem zu heilen, weil ihr Aberglaube sie zu einem leichten Ziel für manipulative Organisationen wie die Flame Legion macht. Viele Charr ziehen, zur Verwunderung der Grawl und Menschen, eine Verbindung zwischen den Religionen beider Rassen.
Hinter den Kulissen
Als die Grawl zum ersten Mal in einer Alpha Version von Guild Wars Prophecies auftauchten, wurden sie noch Trogs genannt. Diese veraltete Bezeichnung überlebte tief in den Herzen der Wikis und in Guild Wars 2 bestehen Namen wie zum Beispiel „Grawl Udolyte“ – ein Name der mehr Sinn macht, wenn man bedenkt, dass sie ursprünglich „Trog Udolyte,“ oder „Troglodyte“ hießen. Ein Troglodyte ist ein traditioneller Höhlenbewohner und durch Dungeons & Dragons wurden sie, in den Köpfen der Rollenspieler, zu stinkenden Echsenmenschen. Das traditionelle Bild und der Geruch der primitiven Neandertaler war fest mit dem Grawl verbunden.
Die Grawl sind in dem ursprünglichen Guild Wars meist nur als der alltägliche böse Gegner eingesetzt worden und fehlen in den meisten wichtigen Quests. Sie werden von den Charr in den Schatten gestellt und von allen zu wenig gewürdigt. Von allen Rassen in Tyria sind die Grawl die am meisten ausgelassenen in Guild Wars 2 und immer noch in die Rolle ihrer Vergangenheit gedrängt. Nicht alle Spezies hatten in den 250 Jahren, die zwischen den beiden Spielen liegen, die Chance ihre Technologien zu verbessern und die zerstreuten, primitiven Grawl waren gute Kandidaten um so zu verbleiben wie sie auch schon in Prophecies waren.

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