8. November 2019 - 08:36 Uhr

Activision Blizzard Q3 2019 Earnings Call - Classic war ein voller Erfolg!

Letzte Nacht fand wieder einmal der sogenannte "Earnings Call" von Activision Blizzard statt, um die Zahlen aus dem dritten Quartals des Jahres zu besprechen und die drei Hauptspiele / Franchises der Unternehmen Activision, Blizzard Entertainment und King wurden durchweg positiv bewertet. Nach einem schwierigen Start Anfang des Jahres, was die Meinung der Öffentlichkeit zum Unternehmen angeht, sind die Einnahmen im Vergleich zum Vorjahr im dritten Quartal leicht gesunken. Das ist aber auch kein Wunder, denn letztes Jahr wurden Battle for Azeroth und Destiny 2: Forsaken veröffentlicht, die ein großes Volumen an Direktverkäufen generierten. Insgesamt wurden die Erwartungen in diesem Quartal aber übertroffen.
 

Blizzard Entertainment

  • 33 Millionen monatliche aktive User im 3.Quartal 2019.
  • Die Veröffentlichung von World of Warcraft: Classic führten zum größten Anstieg der Abonnentenzahlen, der jemals weltweit in einem Quartal gemessen wurde.
  • Die Overwatch League endete mit einem ausverkauften Stadion, in dem über 11.000 Fans den San Francisco Shock im September im Wells Fargo Center in Philadelphia beim Grand Finale gegen die Vancouver Titans zuschauten.
  • Durchschnittlich schauten Zuschauer die 2. Saison der League 18% länger an als im Vorjahr. 

Activision

  • 36 Millionen monatliche aktive User im 3.Quartal 2019.
  • Die Einnahmen aus Verkäufen von digitalen Gütern im Spiel Call of Duty: Black Ops 4 nahmen im Vergleich zu Call of Duty: WWII im 3. Quartal 2018 erheblich zu.
  • Call of Duty: Mobile erreichte alleine im ersten Monat eine Downloadzahl von über 100 Millionen, wodurch das Spiel in über 150 Ländern & Regionen auf Platz 1 der Charts landete. Mit einer Kundenbewertung von 4.9 / 5 im amerikanischen Apple App Store.
  • Call of Duty: Modern Warfare ist das am besten verkaufte Spiel des ganzen Franchise in dieser Konsolengeneration und brachte alleine in den ersten drei Tagen Verkaufseinahmen von 600 Millionen US-Dollar mit sich. 
  • Die Jahr-zu-Jahr Verkäufe von PC-Titeln sind um 50% gestiegen. 

King

  • 247 Millionen monatliche aktive User im 3.Quartal 2019.
  • Candy Crush war erneut das umsatzstärkste Franchise im amerikanischen Apple App Store. Die Reichweite des Spiels ist erneut gewachsen.
  • Das Unternehmen wächst weiterhin profitabel, mit einer nahezu Verdopplung der jährlichen Netto-Einnahmen. 
  • Ist auf einem guten Weg, dieses Jahr den Umsatz von 100 Millionen US-Dollar in Netto-Buchungen zu überschreiten. 


Der Erfolg von Classic

Wirklich interessant war der Quartalsbericht in diesem Jahr nicht. Mal ganz abgesehen von der ziemlich guten Meldung über World of Warcraft: Classic. Nach einer kleinen Recherche (danke an Communitymitglied Blades), kam heraus, dass der bisher größte Anstieg von Abonnentenzahlen in einem Quartal bei 2,6 Millionen lag. Nämlich vom 3. auf das 4. Quartal 2014. Bedeutet also, dass Classic verdammt viele Spieler zurückgebracht hat. Oft gab es Spekulationen zu mehreren Millionen Classic-Spielern, die nur belächelt wurden Doch offenbar, war etwas an den Gerüchten dran. Schön zu hören, dass die Arbeit von Blizzard also nicht umsonst war. 

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Two - Mitglied
2,6 Millionen sind mindestens mit Classic wieder eingestiegen. Davor war WoW nach Schätzungen unter 3 Millionen Abos. D.h. Classic hatte zumindest bei Launch mehr Spieler als Retail. Wie viele davon jetzt noch übrig sind weiß man natürlich nicht, aber wenn ich einfach mal von der Fülle an Leuten schätze, dann sind das nicht wesentlich weniger geworden.

Es ist natürlich für einen Game-Director ein interessantes Zeichen das man kaum ignorieren kann, wenn die 15 Jahre alte Version des Spiels mehr Spielern Spaß macht als die aktuelle. Ich gehe daher davon aus, dass einige Classic-Elemente zurück kommen werden. Bei der neuen Zone hat man sich ja schon vom Schwierigkeitsgrad etwas an Classic orientiert, ich bin gespannt wie sich das auf die Klassenänderungen auswirken wird.

Meine persönliche Einschätzung ist - und das höre ich auch ständig von anderen Classic Spielern - das die Community auf den Retail-Servern inzwischen für viele so unerträglich geworden ist, dass sie deswegen kein WoW mehr spielen. Das wäre natürlich mal ein interessanter Ansatz für Blizzard, wobei das natürlich nicht leicht wird, man kann ja nicht mal eben die Community austauschen.
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Jaina - Mitglied
Die Zahlen kennt man nicht.

Ein Classic hat im Grunde soviel Wert wie eine neue Wow Erweiterung oder momentan einbisschen mehr um es optimistisch auszudrücken.

Die unerträglichen Spieler sind überall, und spielen auch Classic, ich hab da schon einige getroffen, aber auch ich mag die Leute in Classic mehr weil der Grossteil flotte Spieler sind. Nur in Classic hast du dann halt ein Ruf der flöten geht, damit kannst du dir weniger leisten, was ich auch begrüsse, die Leute bleiben aber im Grunde die gleichen.

Retail ist halt eher anonym wo Classic vielleicht eher eine Familie ist, oder eine kleine zusammengeschweiste Familie in ein paar Jahren. Ja ich spiele Classic, weil es mit den Leuten Spass macht, da kann man gut lachen, in Retail kann man das auch wenn man sich Mühe gibt, nur ist das in Classic halt einbisschen leichter sagen wir mal.

In Retail laufen die Leute einander vorbei, wie im realen Leben auf der Strasse. Naja jedes Spiel seine Vor- und Nachteile ist doch gut so.

Classic und Retail wie in jedem anderen Spiel auch, "ist die absolut gleiche Community" um es mal grob auszudrücken, da braucht man Sie nicht zu wechseln, nur verhalten sich "dieselben" Leute halt anders. Auch ich verhalte mich in verschiedenen Spielen anders oder einbisschen anders.
Kelturion - Mitglied
@Two: Und das dürfte ein ziemlich unmögliches Unterfangen werden. In Classic ist es in vielen Fällen deutlich angenehmer, weil du eine lokale Servercommunity hast. Da setzt nach ner Weile einfach eine Art "Dorfeffekt" ein. Man läuft regelmäßig den gleichen Spielern und Gilden übern Weg und kennt sich irgendwann auch. Da willst du es dir als Spieler mit der Community auch nicht verscherzen, weil dich dann im Zweifelsfall niemand mehr mitnimmt. Diesen gefühlt unendlichen Nachschub an neuen Mitspielern wie in Retail hast du eben nicht. Den Unterschied merkst du ja sogar schon innerhalb der Classic-Realms, wenn du die kleineren Realms mit den aktuell noch überfüllten Realms ála Lucifron vergleichst. Selbst da gibt es schon erhebliche Unterschiede was die Umgangsformen angeht.

Wenn du dieses Element in Retail zurückbringen möchtest müsste Blizzard quasi alle Spielmechanismen und Tools, die das Spiel anonymer gemacht haben, und asoziales Verhalten quasi folgenlos machen, zurückrollen. Du müsste den Dungeonfinder rauswerfen, den Raidfinder rauswerfen, jegliche Crossrealm-Mechanismen rausnehmen, Sharding entfernen und lokale Servercommunitys stärken (was bei den gesunkenen Retail-Spielerzahlen dann auch faktisch Realm-Merges erfordern würde). Wenn Blizzard das tun würde könntest du damit rechnen, dass eine enorm große Gruppe aktueller Retail-Spieler wahrscheinlich auf die Barrikaden gehen würde, weil es ein kompletter Paradigmenwechsel und eine 180°-Drehung in der Entwicklung wäre. Und daher würde ich das als äußerst unwahrscheinlich betrachten. Dafür hat sich Retail einfach schon viel zu weit von diesem sozialen Aspekt wegentwickelt. ;)

Dass Blizzard da kein Interesse dran hat merkst du auch immer gut an entsprechenden Developer-Interviews. Immer wenn dort die Worte "Community" oder "social" vorkommen spricht Blizzard immer nur von der Einführung von irgendwelchen neuen Tools. Nur den Umstand, den du beschreibst, kannst du durch keine Tools lösen. Das wäre nur durch einen grundsätzlichen Bruch des Gamedesigns machbar - und den wird Blizzard nicht wagen.
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Two - Mitglied
@Kelturion: Das Blizzard die Tools zurück nimmt die die "Dorfgemeinschaft" zerstört haben erwarte ich nicht, und will ich eigentlich auch nicht, diese haben ja auch viele Vorteile. Es gibt aber durchaus auch andere Wege die Blizzard gehen kann aber bisher eben nicht bereit war zu gehen, da man die Notwendigkeit nicht gesehen hat. Jetzt ist das aber durch die Verkaufszahlen sehr sehr deutlich geworden, und es wäre eben sinnig an neuen Ideen zu arbeiten wie man die Community verbessern kann.

Mit 5er-Dungeons und dem neuen Friend-System mit Skalierung geht Blizzard ja schon ein paar Schritte in die richtige Richtung. Bei den ganzen Fehlern die Blizzard in dem Bereich aber bisher gemacht hat bin ich mir nicht sicher ob man dort auch die nötigen Kompetenzen hat. Die Ankündigung eines Solo-Dungeons ist daher für mich eher wie Aufgeben als das man ernsthaft versucht was besser zu machen.
Faen - Mitglied
Self Content wäre cool für Classic. Aber Bloß kein BC und WOTLK etc.
Ich mag mein Classic und will da keine solchen Veränderungen.
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Kelturion - Mitglied
Dann darf man gespannt sein was Blizzard tun wird um diese neuen Abonnenten auch dauerhaft zu halten, die sie mit Retail offenbar nicht ansprechen konnten. :) Sie wären ja dumm, wenn sie nichts tun würden und Classic nach Phase 6 auslaufen lassen.

Vielleicht BC? Vielleicht Classic+? Vielleicht einen zweiten WoW-Branch mit klassischem MMORPG-Fokus? :) Man darf sicher gespannt sein. :) Aber dass was passieren wird dürfte nach einem solchen durchschlagenden Erfolg sicher sein.
 
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Andi - Staff
Naja, wer weiß, wie viele von den mind. 2,6 Millionen noch da sind und wie lange diese dann bleiben. Classic ist ein hartes Pflaster, was viele Touristen angelockt hat. ;)
Ogratosh - Mitglied
Ich hoffe wirklich auf einen bc Release, das wäre schon sehr geil
Fugee - Mitglied
Ich kann mir vorstellen, dass die Classic nach dem Release von Phase 6 sehr lange weiter laufen lassen, ohne, dass es eine große Veränderung geben wird. Möglicherweise ein paar Extras wie neue implementierte Szenarien, etc.

Es könnte durchaus sein, dass die Burning Crusade-Erweiterung nicht unrealistisch ist, um die Spieler zu halten.
Jaina - Mitglied
Classic soll so bleiben wie es in der Endphase sein wird. Das macht den Scharm aus.

Wieso braucht Classic nicht neuen Content nach der Endphase?

Weil in 2-3 Jahren dann Burning Crusade Classic vermutlich kommen wird, und die Spieler wieder das zocken können, man sieht einerseits ist neuer Content für Classic nicht erwünscht und auch nicht nötig weil man dann wie Wahl haben wird, Classic, Burning oder Retail zu zocken, da braucht es nicht + Classic +, die ganze Kraft kann man dann auch in BC reinstecken was dann viel logischer erscheint.

Mit einem Classic ++ vergraulst du dann nur die übrigen Classic-Spieler in 3-4 Jahren und das ist wirklich nicht nötig. Ausser sie machen ein separaten Server damit die Spieler nicht vermischt werden. Aber auch die Lösung ist irgendwie Käse, am besten keine Änderung und alles bleibt beim Alten, somit gehen auch die Erinnerungen nicht flöten, einem neuen Spieler kann das ja egal sein.

Man sieht ein Classic wie wohl ein Burning Crusade hat soviel Wert wie ein neues Wow Addon, somit wird mal wohl bis BC oder Wotlk den Kunden zufriedenstellen.
Muhkuh - Mitglied
Weil in 2-3 Jahren dann Burning Crusade Classic vermutlich kommen wird, und die Spieler wieder das zocken können,

Und 2-3 Jahre danach WotLK und 2-3 Jahre danach Cataclysm und 2-3 Jahre danach Mists of Pandaria und 2-3 Jahre danach Warlords of Draenor...

Alles einfach um 15 Jahre verschoben. Bzw. wo hört man denn auf und wo fängt man an? Jedes Addon hat/hatte seine Fans, sogar Cataclysm und WoD.
Omnagon92 - Mitglied
Krass wenn man sich die zahlen von King und dem Mobile berreich anschaut... mein PCler Herz Blutet
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nyso - Mitglied
In der Tat, da kann man noch so lange schimpfen, aber Titel wie Call of Duty reißen noch immer gut den mobilen Markt ab.
Ogratosh - Mitglied
Du meinst wohl eher Sachen wie Candy crush, die sind wesentlich größer und lukrativer als ein call of Duty mobile, so ein einfach Game für zwischen durch erreicht halt unfassbar viele Spieler