29. November 2019 - 08:42 Uhr

BlizzCon 2019 - Zusammenfassung: Entwickler-Interview von Venturebeat

Zwar liegt die BlizzCon 2019 schon lange hinter uns, aber bei einer Recherche zu einem Thema sind wir auf ein weiteres Interview gestoßen, welches wir bei unserer Berichterstattung zu Blizzards Hausmesse und der Erweiterung World of Warcraft: Shadowlands offenbar übersehen haben. Das geht ja mal gar nicht und deswegen gibt es heute eine verspätete Zusammenfassung sowie Übersetzung. Das Gespräch fand zwischen den Mitarbeitern der Webseite Venturebeat.com und den beiden Entwicklern Senior Game Producer Shani Edwards sowie dem Lead Game Designer Morgan Day statt. Natürlich ging es dabei um das Addon Shadowlands.


Zusammenfassung des Interviews

  • Seit dem Start von Battle for Azeroth wurde von der Community immer die Frage gestellt, wieso Sylvanas all das tut, was sie tut. Über das Addon hinweg gab es dazu keine Antwort, doch diese werden wir nun endlich in Shadowlands bekommen. Diese Geschichte wurde viele Jahre lang geplant und die Entwickler freuen sich darauf sie endlich zu enthüllen. 
     
  • Es gibt einen Grund dafür, wieso Sylvanas auf einmal so mächtig geworden ist und Bolvar einfach so besiegen konnte. Wo kommt die dunkle Macht her? Wieso ist es ihr möglich Ketten zu beschwören und damit den Gefrorenen Thron abzureißen? Das werden wir bald erfahren.
     
  • Der Pakt der Nekrolords und die ganze Zone Maldraxxus sind für Fans der Todesritter eine gute Wahl, denn dort wird es einige neue Informationen zu den Ursprüngen der Geißel sowie den Todesrittern selbst geben. 
     
  • Die Entwickler haben sich dazu entschieden die skalierbaren Zonen in den Schattenlanden erst zu aktivieren, wenn man mit einem Twink zum zweiten Mal das Abenteuer im Jenseits erlebt, um die Geschichte der Erweiterung besser erzählen zu können. Es ist schwer eine zusammenhängende Story mit Höhen und Tiefen zu haben, wenn Spieler selbst entscheiden können, in welche Zone sie gehen wollen. Gleichzeitig will das Team aber natürlich weiterhin ermöglichen, dass man mit Freunden zusammenspielen kann, egal auf welchem Level oder wo sie sind. Das System der Gruppensynchronisierung aus Patch 8.2.5 ist genau dafür gedacht. 
     
  • Wer mit seinen Twinks durch die Schattenlande levelt, der kann nicht nur direkt einen Pakt auswählen, Weltquests erledigen und Fortschritte für Endgame-Systeme erzielen, es ist auch möglich sofort die neue Endgame-Währung zu sammeln. Im Endeffekt ist es mit Twinks so, als wären sie schon auf der Maximalstufe.
     
  • Die Entwickler wissen, dass Legion und Battle for Azeroth nicht gerade toll für Twinker waren und mit Shadowlands will man dieses Problem angehen. Es soll sehr viel einfacher werden mit anderen Charakteren den Anschluss zu finden, ohne erst stundenlang irgendwas farmen zu müssen.
     
  • Mit Shadowlands kehren die Flüche für Hexenmeister zurück und weiterhin gilt die Regel, dass nur ein Fluch pro Gegner ausgesprochen werden darf und somit müssen die Hexenmeister die richtige Entscheidung für die entsprechende Situation treffen.
     
  • Durch den starken Fokus auf die einzelnen Ausrichtungen einer Klasse, ist den Entwicklern ein Problem beim Design des Azerit-Systems über den Weg gelaufen. So wollten sie eigentlich viel mehr allgemeine Klasseneffekte einfügen. Das geht aber nicht so einfach, wenn die verschiedenen Ausrichtungen einer Klasse kaum mehr Fähigkeiten miteinander teilen. Der Schamane ist ein sehr gutes Beispiel dafür, denn alle Specs haben ein fast komplett anderes Set an Fertigkeiten. 
     
  • Shadowlands und Classic sind zwei verschiedene Spiele, die die Entwickler auch nicht miteinander mischen wollen. Das Team liebt zwar Classic, aber es sind unterschiedliche Produkte für unterschiedliche Zielgruppen und so soll es auch bleiben. Während der Entwicklung von Classic haben die Entwickler einiges (erneut) gelernt und sicherlich gibt es auch Einflüsse dieser Erfahrung in Retail. Doch angleichen will man die Spiele nicht. 
     
  •  Die Entwickler wissen, dass Spieler von Frost-Todesrittern sehr gerne wieder mit einer Zweihandwaffe kämpfen wollen. Aktuell wird noch diskutiert, welche alten Klassenfertigkeiten sowie Mechaniken mit Shadowlands zurückkehren.
     
  • Wir werden Ursoc im Ardenwald wiedertreffen.
     
  • Es ist für das Team sehr schwer zu entscheiden, welche Charaktere in den Schattenlanden zurückkehren. Jeder hat seine Lieblinge und jeder möchte diese gerne wiedersehen. Doch sie müssen auch in die Geschichte passen.
     
  • Sterben Spieler auf Azeroth, kommen sie in eine Zwischenebene, wo die Geistheiler der Kyrianer Seelen auf ihrem Weg in die Schattenlande begleiten. Allerdings nur, wenn die Seele auch bereit dazu ist. Die Seelen der Helden Azeroth sind das nicht. Es hält sie etwas auf Azeroth fest und deswegen ist es möglich sich wiederbeleben zu lassen. In den Schattenlanden ist es genauso. Das Jenseits wird von den Champions nicht als Seele besucht, sondern als normaler Sterblicher. Man ist also weiterhin lebendig und wer dort stirbt, kann sich wiederbeleben lassen. Aus dem gleichen Grund wie schon auf Azeroth. Man ist noch nicht bereit. 
     
  • Es gibt keine Friedhöfe in den Schattenlanden. Zumindest nicht vom Aussehen her. Die Mechanik ist gleich, aber die Story rund um das Ableben ist anders und man trifft auch nicht auf einen Geistheiler, sondern auf ein anderes Wesen.

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Nighthaven - Supporter

Die Entwickler haben sich dazu entschieden die skalierbaren Zonen in den Schattenlanden erst zu aktivieren, wenn man mit einem Twink zum zweiten Mal das Abenteuer im Jenseits erlebt, um die Geschichte der Erweiterung besser erzählen zu können.


Also heißt das jetzt doch, dass man z.B. von 50-53 in Bastion levelt, danach dann im zweiten Gebiet von 53-56, im dritten von 56-58 und im vierten Gebiet von 58-60? Und die Gegner dementsprechend diese Stufen haben und dass, wenn man z.B. über Dungeons etc levelt, man später grüne Quests und Gegner in Bastion bekommt? Mich verwirren diese Aussagen in den Interviews stets und das war schon nach der Blizzcon so.
Bleakly - Mitglied
Genau so wird es während der lvl Phase sein und das wurde auch von Anfang an so gesagt.
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Nighthaven - Supporter
Es wurde immer nur gesagt, dass die Gebiete chronologisch durchgespielt werden müssen, es wurde nie davon gesprochen (zumindest nicht in dem stundenlangen Blizzconmaterial, was ich bislang gesehen und gelesen habe), dass diese Gebiete nicht mit dem Level skalieren.

Aber da Du ja anscheinend sicher bist, danke für die Antwort und vielleicht weißt Du ja dann auch, welche Gebiete für welche Levelabschnitte vorgesehen sind und welchen Level die Mobs in welchen Gebieten haben? :)
Kronara - Mitglied
Im Grunde ja. Die Reihenfolge der Zone ist mit dem ersten Char vorgegeben und damit man sich daran hält, ist die Skalierung deaktiviert (ggf. nur in der aktuellen Zone aktiv).
Grund: Dass Du mit 50 halt eben nicht einfach durch die ersten 2 Zonen reiten und in der 3. Zone was machen kannst, weil die Gegner dich dann ggf. One Hiten, weil sie eben 5-8 Level über dir sind.

Und ganz ehrlich, wer levelt denn über Dungeons. Ist doch absolut ineffektiv. Dungeons geben doch schon seit vielen Erweiterungen kaum EP im Vergleich zur länge dieser. in der selben Zeit macht man im Schnitt mit Quests 2-3x so viel EP.
Davon aber abgesehen.... soll ja jeder so spielen wie er mag in dem Bereich... ja, entweder sind die Quests und Gegner dann grün, damti Du aufschließen kannst und die nächsten Gebiete nicht schon überlevelst... oder Gegner und Quests skalieren ggf. aber nur eben innerhalb der aktiven Zone.
Da wird man dann sehen.
Rapid - Mitglied

Die Entwickler wissen, dass Spieler von Frost-Todesrittern sehr gerne wieder mit einer Zweihandwaffe kämpfen wollen. Aktuell wird noch diskutiert, welche alten Klassenfertigkeiten sowie Mechaniken mit Shadowlands zurückkehren.


Ich hoffe, dass man dann die Wahl hat, falls sie sich entschließen, dass es die Option wieder gibt. Ich persönlich mag es mit 2 Einhändern zu spielen und mag auch den Gedanken, dass der Frost 2 Einhänder hat und der Unholy eine Zweihandwaffe. Nichtsdestotrotz hab ich damals auch gern mit Zweihandwaffen gespielt aber zeiten ändern sich :D
 
Kronara - Mitglied
Unwahrscheinlich. Die Option hat ja keine Klasse. 
So ewie es bisher war kann man sicher sein, dass es eine entweder/oder Entscheidung wird und keine und Entscheidung.

Vor allem was glaubst Du was es für einen Aufschrei gibt, wenn die Todesritter wieder 2H bekommen oder ggf. sogar wählen können, die Schamanen aber nicht (namentlich die Verstärker). Deren forderung danach war schon Jahre alt, bevor die Todesritter das Licht Azeroths überhaupt erblickt haben!
Rapid - Mitglied

Unwahrscheinlich. Die Option hat ja keine Klasse. 

Das stimmt nicht ganz. Aber ist eigentlich nicht wirklich zu vergleichen. Z.b. der Magier hat jeher die Möglichkeit Einhandwaffe + Schildhand oder Zweihandwaffen zu tragen. Aber ja, ist Kleinkrämerei, sehe ich ein. Trotzdem war es damals so, dass Frost DKs wählen konnten. Ist auch Wurscht, ich bin wohl einer der wenigen Frost DK Spieler die es wirklich mögen mit 2 Einhändern zu spielen ;) warten wir mal ab, bis vor kurzen hat mir noch jeder gesagt, dass ein DK niemals ein Leerenelf werden wird und jetzt kommt 8.3 :D
 

Toranato - Mitglied

Die Entwickler wissen, dass Spieler von Frost-Todesrittern sehr gerne wieder mit einer Zweihandwaffe kämpfen wollen. Aktuell wird noch diskutiert, welche alten Klassenfertigkeiten sowie Mechaniken mit Shadowlands zurückkehren.

OOOOOHHH JA. und wie ich das vermisse auch einen zweihänder benutzen zu können.

Der Pakt der Nekrolords und die ganze Zone Maldraxxus sind für Fans der Todesritter eine gute Wahl, denn dort wird es einige neue Informationen zu den Ursprüngen der Geißel sowie den Todesrittern selbst geben. 

Dachte ich mir schon und war auch schon in Planung mit meiner DK diesen Pakt zu wählen mit zusätzlichem Glied.
Kronara - Mitglied
Nix da... erst mal die Schamanen, dann kann man über die Todesritter reden. Wir fordern das schon etliche Jahre länger, als es die DKs überhaupt gibt!
kaito - Mitglied
Tja, ein "bald wissen wir mehr" zu viel was Sylvanas angeht, genau genommen eigentlich schon mindest drei zu viel, aber das wäre kleinkarriert. Mich nervt das Thema nur noch an.
Wirklich gutes, spannendes Geschichten erzählen geht anders!
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Ereglith - Mitglied

Da bin ich grade anderer Meinung.
Klar ist es nervig wenn man es JETZT noch nicht weiß - aber, um einen RL vergleich zu bemühen (was ich nie gerne mache), man erlebt die Entfaltung in Real Zeit.
Man weiß ja auch nicht immer im Vorhinein, was ein verwandter, Freund, Chef denkt, plant oder warum er etwas getan hat.
Nervig, ja - aber spannend.
Würden wir diese "soon" nicht haben, wäre es bereits stinklangweilig und wir würden nur warten, das wir den Plot endlich spielen können, ums hinter uns zu haben.
Dann lieber so.

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kaito - Mitglied
Es geht nicht um sofortige Enthüllung, sondern es geht um dieses immer wieder und immer wieder erzählen ja bald lösen wir auf, ja das nächste mal lösen wir auf, ja bald wissen wir was sie eigentlich will, ja bald erfahren wir mehr, ja bald… Spannungsbogen? Fehlanzeige.
Die Story ist in meinen Augen mieserabel erzählt, eben weil sie gar nicht erzählt wird. Und wir sind nicht im RL sondern in einer fiktiven Geschichte, eben Geschichte und die ist eben einfach nur schlecht erzählt und zeigt keinerlei dramaturgisches Geschick. Wenn es immer und immer wieder ein "soon" braucht um die Leute bei der Stange zu halten ist die Geschichte schlicht weg Schrott weil sie nicht zu fesseln weiß. Eine gute Geschichte braucht genau dieses "soon" nicht weil sie ansich zu fesseln weiß.

Früher hat mich die Hauptgeschichte immer fesseln können und ich war neugierig. Das hat mir BfA komplett verlitten. Wie gut, das es trotzdem immer noch kleine Nebengeschichten gibt die nett sind, Spaß machen und deutlich mehr Können zeigen als dieser Witz um Sylvanas.

Aber Geschmäcker sind verscheiden, sonst gäb es keine Fans für Trash-Movies.
Adrianos - Mitglied
Ich sehe das ähnlich. Eine Story ist einfach nicht gut, wenn sie das Ende braucht, um schlüssig und spannend zu wirken. Denn der Weg dorthin ist dann einfach nur lästig. 
Faen - Mitglied
Ich stimme dir da zu Kaito also zu deiner Aussage um Sylvanas und das man Geschichten anders erzählen könnte.
Das mag ich an TESO und SWTOR auch deutlich besser, man treibt es nicht zuweit mit der Story erzählung weil dieses Egdyhafte "Bald wissen wir mehr" getue braucht einfach auch einen richtigen Abschluss. Aktuell greifen die Addons zu sehr ins nächste hinein was Tendenziell nicht schlecht ist wenn es denn einen richtigen Abschluss gibt.

Das Fand ich an WoD eigentlich total cool das Ende des Addons alles Böse wurde besiegt und Gul'dan war fort. Taucht in Legion wieder auf und bringt Tod und Unheil zu uns. Das ist von BFA zu Shadowlands so wie die Aktuelle entwicklung aussieht nicht gegeben.
Kyriae - Mitglied
Ich glaube das Problem mit der Sylvanas-Story haben nur Sylvanas-Fanbois und/oder jene, die die Bücher nicht gelesen haben. 
Sylvanas ist einer der interessanteren Chars von WoW, aber jeder, der sich ernsthaft und so gut wie möglich objektiv mit ihr befasst hat, der war nicht wirklich überrascht mit dem was sie getan hat. 
Das einzige was mich wirklich an der Syvlanas-Story so nervt ist, dass sie so dominant ist (die Story) und dass auf Allianzseite quasi gar keine Story existiert obwohl man da viel hätte machen können. Seit WoD schon.

Aber das sieht halt jeder anders. 
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zanto - Mitglied
Zudem hexenmeister Flüchen : 
es kann nur 1 Fluch insgesamt gewirkt werden oder 1 Fluch pro hexenmeister in raid/Gruppe?  
Habe in Erinnerung das es damals so war
Zypher - Mitglied
Einer pro Hexer, aber immer nur einmal derselbe Fluch pro Ziel. Man muss sich also absprechen wer welchen Fluch benutzt
Teron - Mitglied
Also ich hatte kein Problem damit in Legion oder BfA zu twinken. Mein Hang zum Perfektionismus hat Grenzen. Dafür sind es ja auch Twinks und nicht alles gleich wichtige Mainchars. Mit meinen Twinks habe ich jedenfalls weder in Legion noch in  BfA Artefaktmacht systematisch gefarmt. Nur das eingesteckt was so nebenbei abgefallen ist.

Wenn Blizzard nun erklärt, dass es in Zukunft wieder bedeutend einfacher sein soll, mit Twinks den Anschluss zu finden, dann heißt das nichts anderes, als dass der Mainchar nicht viel zu tun bekommt. Zumindest nichts von dem der Main auch was hat, was sich also lohnt zu tun. Twinkfreundlichkeit und umfangreicher Content zur Charoptimierung geht nicht zugleich.
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Nova - Mitglied
Na ja sie haben ja schon öfters Mechaniken gehabt, in der der der erste Char den Content frei spielen muss, bevor es Twinkfreundlich wird. Denke es wird hier auch so sein. 
DIVISIONx3 - Mitglied
@Teron: Twinken ist hier im Artikel oder meinetwegen auch in der Frage das falsche Wort oder die falsche interpretation. Denn es geht nicht nur ums Twinken sondern darum seinen Mainchar ohne irgendwelche vorraussetzungen wechseln zu können wann man möchte und das war in BFA besser als in Legion aber in beiden trotzdem eine reine katastrophe.