4. Februar 2019 - 21:10 Uhr

Der Krieg aus anderer Sicht - Des Königs Ende!

Ein Krieg fordert Opfer und in der Schlacht von Dazar'alor können wir Spieler live miterleben, wie ein wichtiger Charakter stirbt: König Rastakhan. Doch es kommt noch viel besser, denn wir selbst bringen entthronen den Herrscher von Zandalar und bringen ihn ins Reich des Todes. Bevor der Kampf jedoch beginnt, stellt Genn Graumähne den Troll vor die Wahl. Kapitulation oder nicht? Wobei, eigentlich bedroht er ihn und will seine Tochter als Geißel nehmen, ohne dass König Anduin etwas davon weiß. Das habt ihr nicht mitbekommen? Könnte eventuell daran liegen, dass Hordler und Allianzler verschiedene Versionen des Dialogs zwischen den beiden Charakteren vorgesetzt bekommen. Das ist nämlich immer das Problem, wenn Geschichten nur weitererzählt werden und man sie nicht selbst erlebt.

Wie der eine oder andere von euch eventuell schon mitbekommen hat, kämpft man als Hordler ebenfalls gegen König Rastakhan sowie die Opulenz und die Konklave der Auserwählten. Allerdings nicht mit dem eigenen Helden, sondern man wird in einen Allianzler verwandelt. Der Grund dafür ist der, dass die Geschehnisse nur von einem Späher nacherzählt werden und man sie deswegen spielt. Und genau hierbei haben die Entwickler sich ein interessantes Storyelement ausgedacht. Der Späher verrät nämlich nicht ganz die Wahrheit. An den folgenden Dialogen könnt ihr dies erkennen.


Dialog der Horde zwischen Rastakhan und Genn

Otoye: Like hungry predators, de Alliance monsters closed in on their prey.
Otoye: De heartless Alliance stormed de throne room. Our noble king defied them to de very end!
Genn Greymane: King Rastakhan of Zandalar...I order you to submit! You will bow before your new master, King Anduin Wrynn, and you will deliver your daughter to us as a hostage!
King Rastakhan: You...an exile without a homeland...you dare invade dese sacred halls and demand dat I turn my kingdom over to you?
King Rastakhan: De Zandalari built an empire dat would endure for over ten-thousand years...while your barbaric ancestors scuffled in de dirt.
King Rastakhan: WE conquered this world. WE brought it glory. You...you are nothing. Merely de latest in a long line of savages seeking to undermine our greatness.
King Rastakhan: No, I will not surrender. Because no matter what happens here today...Zandalar will stand long after your Alliance has crumbled to dust.
King Rastakhan: But if you are so eager to meet Bwonsamdi...den step forward. De Loa of Death awaits!
King Rastakhan: Zandalar forever!
Genn Greymane: So be it. Heroes of the Alliance...strike him down! No mercy for this savage!


Dialog der Allianz zwischen Rastakhan und Genn

Genn Greymane: King Rastakhan of Zandalar... On behalf of the Alliance, and in the name of King Anduin Wrynn, I hereby request your surrender.
King Rastakhan: You...an exile without a homeland...you dare invade dese sacred halls and demand dat I turn my kingdom over to you?
King Rastakhan: De Zandalari built an empire dat would endure for over ten-thousand years...while your barbaric ancestors scuffled in de dirt.
King Rastakhan: WE conquered this world. WE brought it glory. You...you are nothing. Merely de latest in a long line of savages seeking to undermine our greatness.
King Rastakhan: No, I will not surrender. Because no matter what happens here today...Zandalar will stand long after your Alliance has crumbled to dust.
King Rastakhan: But if you are so eager to meet Bwonsamdi...den step forward. De Loa of Death awaits!
King Rastakhan: Zandalar forever!
Genn Greymane: So be it. Heroes... you know what must be done.


Der wichtige Punkt dabei ist die Aussage von Genn in den beiden Dialogen. Während man als Allianzler die wahren Geschehnisse sieht und miterlebt, wie Genn den König die Kapitulation anbietet, erzählt der Späher der Horde jedoch, dass Genn den König geradezu nötigt das Schwert zu erheben. Er soll von seinem neuen Meister knien: König Anduin! Und der Allianz Prinzessin Talanji als Geißel aushändigen. Zudem ist Genn angeblich am Ende auch ziemlich böse. So befiehlt er seinen Soldaten die Wilden ohne Gnade niederzuschlagen. In Wahrheit verliert er aber nicht ganz so unfreundliche Worte.

Im Endeffekt wird den Hordlern also ein falsches Bild von der Allianz gezeigt, die ja eigentlich gar nicht die Absicht hatten, den König zu töten. Somit soll wohl etwas besser begründet werden, weshalb die Horde weiterhin Krieg will und nicht nur Sylvanas blind folgt. Wir Spieler wissen es zwar besser, aber von der Erzählung der Geschichte her, sieht es anders aus. 

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Aegwinn - Mitglied
Auf der einen Seite interessantes Stilmittel. Eigentlich gefällt mir sowas, wenn da nicht das Wörtchen Aber wäre. Warum muss in der Allianz schon wieder jeder auf dem "ich bin der Gute"-Kurs sein? Das ist doch total langweilig .. keiner hat ein Profil, alle sind irgendwie gleich, keiner Sticht heraus und alle folgen einem König, der bis dato noch nichts auf die Reihe gekriegt hat. Abgesehen von rumheulen, natürlich. Der Angriff auf UC ist ja wohl richtig in die Hose gegangen. etc. etc. 

@Allys: Wie findet ihr das? Geht es nur mir so?
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Tendas - Mitglied
Naja, wenn man hinterhältig in seiner Heimat überfallen wird, von einer Bande die mordend und plündernd durch die Stadt zieht, hat man schon mal eine etwas andere Sicht auf die Dinge.
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Kyriae - Mitglied
Wer sich mit einem Massenmörder einlässt, der muss damit rechnen, dass sein Volk ebenfalls zur Zielscheibe wird. Das merken die Hochbergtauren und die Nachtgeborenen ja auch immer mehr. Wären sie mal neutral geblieben.

Und mordend und plündernd ist ja nicht ganz korrekt. Die Allianz kämpft nur gegen Soldaten, im Gegensatz zur Horde, die ja zu gerne mal Zivilisten angreift und abschlachtet. Wie in Teldrassil und Brennandam (wo sie die Eltern vor den Augen der Kinder an die Wand nageln. Das müsste mal die Allianz mit der Horde machen, dann wäre der Aufschrei aber groß bei den Hordespielern)
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Muhkuh - Mitglied
 Das müsste mal die Allianz mit der Horde machen

Schon längger her, aber: Camp Taurajo. ;)
Viele "Soldaten" waren da irgendwie auch nicht. Und als sonderlich aggressiv sind Tauren jetzt auch nicht bekannt^^. Trotzdem wurde das Camp überfallen und dem Erdboden gleich gemacht - ohne große Rücksicht auf die Zivilisten dort - der Kommandant wollte zwar eine Lücke für die Zivilisten in den Linien lassen, damit die abhauen können, hat aber nicht soooo gut geklappt.
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Tendas - Mitglied
Plündernd und mordend ist absolut korrekt, man hätte ja erst mal einen Brief oder Botschafter zu Rastakhan schicken können. Aber man hat ja erst gemordet / geplündert und dann "verhandelt". Man kann doch nicht eine Stadt angreifen, die Schatzkammer plündern und dann zum Anführer gehen und sagen: "ach ja, wo wir schon mal hier sind ergebt euch doch bitte" Das war doch nur ein lächerlicher Versuch, zu rechtfertigen, dass man den Anführer gleich mit umbringt.

Außerdem noch eine Anmerkung zu den Zivilisten, in der pre q zum erobern von Teldrassil hat man den Befehl im ersten Allianzposten nur Wachen auszuschalten und später an der Dunkelküste gab es sogar eine Quest, bei der man die Zivilisten (z. B. Gastwirt von Auberdine) evakuieren musste.

Ansonsten gibt es Massenmörder auch auf Seiten der Allianz z. B. Jaina die in Dalaran sämtliche Bluteflen hat abschlachten lassen und auch Zivilisten an der Flucht gehindert und getötet hat, auch wenn die mit dem Vorfall nichts zu tun hatten. Die Allianz hat auch einiges auf dem Kerbholz, so ist es ja nicht :)
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Sousou - Mitglied
Ähm ja... Brief schreib: "Wir weden euch in 2 Tagen überfallen. Ergib dich doch."
Entschuldige - aber wie blöd ist das denn? Die Trolle würden doch alles zusammen ziehen, was sie haben. Das ganze Vorgeplänkel wäre für die Katz gewesen.

Die Horde hat der Allianz den Krieg erklärt... wieso muss nun die Allianz noch jeden einzelen Angriff extra bekannt tun? Er hätte ja auch einfach beim Angriff gleich vortreten können und seine Kapitulation anbieten... aber wenn er sich bis zum Ende irgendwo versteckt...

Jaina ist viel, aber bestimmt KEINE Massenmörderin. Die Blutelfen haben Jaina verraten...
Komisch ist, dass die Horde immer nur die Reaktion sieht, aber nie die Aktion.
Wenn ich Horde spiele, dann weiß ich, dass ich moralisch auf sehr bedenklichen Wegen wandle. Genau aus diesen Grund hab ich mich auch für die Allianz entschieden.
 
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LikeADwarf - Mitglied
Psssst Tendas, komm Kyriae nicht mit Fakten!
Es könnte nämlich passieren das Sie sich eingestehen müsste das die Allianz genau solche und teilweise noch schlimmere Taten begannen hat.
Kein Zitat in WoW passte jemals so gut wie das von Sylvanas: "Ihr brüllt Frieden wenn es euch passt kleiner Löwe." - das war schon immer das Motto der ach so rechtschaffenden Allianz.
Manchmal erinnern mich die Blauen an die Vereinigten Staaten.

@Sousou
Krieg kann man nur dann erklären, wenn es Frieden gab. Es gab niemals einen ausgehandelten Friedensvertrag.
Die Allianz hat die Horde genau so angegriffen. Das dürft und solltet ihr bei angeblicher neutraler Betrachtung bitte niemals vergessen.

Besonders König Graumähne ist ein Kriegstreiber und Hetzer ... Anduin traue ich zu das er WIRKLICH Frieden will, aber mit solchen "Anführern" in seinen Reihen ist dies schwer möglich.
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Tendas - Mitglied
@Sousou: oh man... man soll auch nicht schreiben "ergib dich oder wir überfallen dich" sondern vor der Horde warnen, Hilfe anbieten usw. Diplomatie eben, der Begriff scheint nicht bekannt zu sein. Kleiner Tipp, es ist nicht die wahrscheinlich längste Praline der Welt.

Und Jaina wurde nur von einigen wenigen Blutelfen verraten, diese zur Rechenschaft zu ziehen hätte vollkommen ausgereicht. Sie hat aber in einer regelrechten Hetzjagd auf die Zivilisten alles abgeschlachtet und auch jede Möglichkeit zu Flucht wurde unterbunden. Das macht sie also SEHR WOHL zu einer Massenmörderin. Außerdem wollte sie (in Pandaria) ganz Orgrimmar fluten und hat nur durch gut zureden davon abgesehen, hier hätte sie also auch den Tod von tausenden Zivilisten billigend in Kauf genommen, aber das nur mal so am Rande.

Der springende Punkt ist, an Jainas Händen klebt Blut, nicht nur von Feinden, sondern auch von Unschuldigen und von ihrer eigenen Familie.
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Naschlap - Mitglied
Holy, hier werden ja wieder mal Sachen durch den Raum geworfen das ist ja nicht mehr Gesund für den Verstand. Um jeglichen Bias oder ähnlichem auszuklammern, ich spiele Beide Seiten und betrachte gern die Aspekte von weiter weg.

" Naja, wenn man hinterhältig in seiner Heimat überfallen wird, von einer Bande die mordend und plündernd durch die Stadt zieht, hat man schon mal eine etwas andere Sicht auf die Dinge."
Entweder stört mich hier der Begriff hinterhältig, oder ich weiß nicht genau was du damit sagen möchtest. Inwiefern ist es denn hinterhältig, wenn man einen, auch sehr direkten und offenen, Angriff auf eine feindliche Stadt ausübt? Mal Grundlegend gefragt, wäre nach dieser Aussage jeder Angriff hinterhältig und damit gleich fragwürdig und verurteilend?

Ich habe manchmal das Gefühl, alle wollen Krieg haben, finden es aber doof wenn man verliert oder es nicht so toll für die eigene Fraktion läuft. Nun es wäre sicherlich langweilig wenn es nur alles ein eine Richtung geht oder? Nach dem großen Start der Horde in 8.0, fand ich es eine gesunde Abwechslung die Allianz in der Initiative zu sehen, es schafft dynamik und auch Geschichte.

Das morden und brandschatzen in Kriegszeiten allgegenwärtig ist, muss hier nicht debattiert werden, da hat jede Fraktion ihr Elend zu tragen, weshalb das auch keinerlei sonderbare Nennung braucht. Jegliches "X hat doch Y" gemacht ist reiner Whataboutism und ein schwaches Argument. Man kann jetzt jede Aktion auflisten die eine Fraktion in der Vergangenheit getan hat und es veruschen aufzuwiegen. Auf Seiten der Allianz werden die jüngsten Verbrechen an Teldrassil und Brennadam angehoben, auf der Horde wird das alte Dilemma um Camp Taurjaro angepranngert. Wobei letzteres sogar von Bain als ein legitimes militräisches Ziel annerkannt wurde und damit der Angriff - aus der Sicht gerechtfertigt war. Gleiches Argument gilt ja auch bei Theramore.

Hier ein zweites Zitat was nicht stimmt und ein wenig von doppelmoral Zeugt

"Plündernd und mordend ist absolut korrekt, man hätte ja erst mal einen Brief oder Botschafter zu Rastakhan schicken können."

Hätte man doch auch bei Teldrassil machen können, oder? Verhandlungen sind durchaus mit Anduin zu schaffen, hatte man ja auch vor Legion hinbekommen siehe Varian-Sylvanas Cinematic. Mich ärgert es nur, dass du das eine kritisierst, das andere aber legitimierst. Wenn, dann zieh mit beiden Mitteln gleich, die Horde hätte vorher den Nachtelfen ein Ultimatum stellen können - so hätte auch die Allianz ein Ultimatum an Rastakahn stellen können. Haben beide nicht gemacht, beides waren Angriffsbewegungen gegen eine souveräne Nation.

Anmerkung noch hierzu: "man soll auch nicht schreiben "ergib dich oder wir überfallen dich" sondern vor der Horde warnen, Hilfe anbieten usw. Diplomatie eben, der Begriff scheint nicht bekannt zu sein. Kleiner Tipp, es ist nicht die wahrscheinlich längste Praline der Welt."

Wie soll man vor der Horde warnen oder allgemein Diplomatie anstreben, wenn die andere Partei es nie zulassen würde? Die Zandalari haben mit der Allianz weitaus weniger zu tun als mit der Horde und die Horde hat nur eine Präsentz bzw. Audienz bei Rastakahn bekommen, weil sie Talanji und Zul aus dem Gefängniss von Sturmwind befreit haben. Erinnerst du dich auch an das Cinematic, wie sie geflohen sind? Sie zerstörten ein Teil der Flotte der sie verfolgte, da bleibt nicht viel Diplomatie übrig außer militärische Reaktion. Auch weiß man, dass die Allianz als auch die Zandalari aufgrund ihrer Vergangenheit schon quasi Erbfeinde waren, hier ist keinerlei Interesse für Diplomatie in jeglicher Hinsicht.

"Außerdem noch eine Anmerkung zu den Zivilisten, in der pre q zum erobern von Teldrassil hat man den Befehl im ersten Allianzposten nur Wachen auszuschalten und später an der Dunkelküste gab es sogar eine Quest, bei der man die Zivilisten (z. B. Gastwirt von Auberdine) evakuieren musste."

Es stand dem Spieler frei, du konntest auch Zivlisten ermorden, haben wohl die wenigsten gemacht - hier ist außerdem dein Begriff "hinterhältig" wesentlich passender. In dem dazugehörigen Büchern stand beschrieben, dass das Dorf leer gefegt wurde, also kann man hier annehmen, dass die Bevölkerung ermordet wurde.

" Jaina die in Dalaran sämtliche Bluteflen hat abschlachten lassen und auch Zivilisten an der Flucht gehindert und getötet hat, auch wenn die mit dem Vorfall nichts zu tun hatten."

Ja das stimmt, nur zum Teil. Es wurde retconned, dass die Quest zu dem Zeitpunkt nicht richtig verlief, Jaina tötete "ausversehen" alle, aber im Canon, sperrte sie und die Kirin Tor nur die Weg, die sich gewehrt haben.

"Krieg kann man nur dann erklären, wenn es Frieden gab. Es gab niemals einen ausgehandelten Friedensvertrag."
Das stimmt, es gab nur einen waagen Waffenstillstand der nach der Schlacht von Ogrimmar gefällt wurde, wer jetzt den ersten Schlag gesetzt hat ist jedoch irrelevant, da von beiden Seiten der Krieg bewusst eskalieren gelassen wurde. Mit dem und das ärgert meinen Orc am meisten, dem Angriffsfeldzug gegen Teldrassil.

"Der springende Punkt ist, an Jainas Händen klebt Blut, nicht nur von Feinden, sondern auch von Unschuldigen und von ihrer eigenen Familie."
Ja aber in welchem Kontext? Du wirfst hier gerade zwei Komplett verschiedene Seiten ihrer Geschichte und ihres Charakters durcheinander. Das eine war enttäuschung und rachegelüste, eine durchaus starke Charakterschwäche - das andere war Vertrauen und Hoffnung auf eine bessere Zukunft für die Völker.

Mein Schluswort wäre nur und das geht an beide Fraktionen, nehmt doch nicht alles zu 100% zu herzen oder ernst? Beide Fraktionen haben ihre Perspektive und aus ihrer Sichtweise legitmieren sie ein großteil ihres Handelns, nur manches ist komplett überzogen. Es kann nie schaden auch mal einzugstehen, dass man auf der einen Seite den Krieg angefangen hat und das die andere Seite nicht mit der größten Unschuldsmoral auftischen kann. Es bietet sich hierfür an die Bücher zu dem Krieg der Dornen und BTS zu lesen.
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Zharr - Mitglied
@ Nachschlap

Super Post und er drückt in allen Punkten perfekt aus, was mir dazu immer im Kopf herumschwirrt, ich aber nicht weiß wie ich es am Besten in Worte fasse!

Ich danke Dir!
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lkionus - Mitglied
@Naschlap 
ich stimme dir in den meisten Punkten zu, aber der Angriff auf Teldrasil war zwar letztendlich das was den Krieg richtig ins rollen gebracht hat, man muss aber auch darüber reden, dass die Allianz den Waffenstillstand gebrochen hat.
Die Himmelsbrecher wurde mit dem Befehl ausgesand Sylvanas Bemühungen in Sturmheim auszuspionieren. Genn hat diesen Befehl jedoch ignoriert und Sylvanas Flotte aus dem Hinterhalt angegriffen. Und was hat Anduin gemacht? Garnichts! Soweit wir wissen (und ich bin mir sicher wir würden davon wissen auch wenn es nur wir als spieler und nicht unser Character wäre) hat er nicht mal versucht mit Sylvanas danach zu verhandeln und den Schaden zu reparieren. Er scheint ja nicht mal genn bestraft zu haben, und wenn dann nicht angemessen. Er hat nicht nur einen direkten Befehl missachtet sondern auch gegen den Waffenstillstand verstoßen und die Sicherheit der Allianz kompromitiert. Es wäre nicht übertrieben gewesen ihn für Hochverrat hinrichten zu lassen, oder an Sylvanas auszuliefern, oder zumindest ins Bollwerk eingesperrt zu werden. Aber es kam nichts und was für ein Bild sendet das an die Horde? Der Angriff auf die Horde war von Anduin abgesegnet und die Allianz ist nicht länger an Frieden interresiert.
 
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Tendas - Mitglied
Puh, da werden aber auch Sachen gedreht und gewendet ganz nach dem Motto; was nicht passt, wird passend gemacht.

Inwiefern ist es denn hinterhältig, wenn man einen, auch sehr direkten und offenen, Angriff auf eine feindliche Stadt ausübt?
Für dich ist es also offen und sehr direkt, wenn man in langer Vorbereitung die feindliche Flotte manipuliert. Die Schatzkammer auskundschaftet und Artefakte klaut.
Und dann mit einem Täuschungsmanöver die Hauptstreitmacht aus der Stadt lockt? Sorry aber das ist doch die pure Definition von hinterhältig. Natürlich aber auch taktisch klug, keine Frage. Der Horde gelingt es ja die Allianz zurückzutreiben, das lässt darauf schließen, dass die Allianz in einem offenen Angriff "scheinbar" unterlegen gewesen wäre. (Bewusst in Anführungszeichen, bevor irgendein Ally wieder getriggert ist). Das macht die ganze Vorbereitung ja nötig, aber von offen und direkt kann dann keine Rede mehr sein.

Außerdem ist es auch keine feindliche Stadt, denn die Zandalari gehören noch nicht zur Horde. Das Argument wird von den Allianzlern ja auch immer genutzt um die Ermordung von König Rstakhan runterzuspielen. So von wegen Doppelmoral mein Guter ;)

Und wie kann Jaina "aus versehen" alle töten? Na dann, Schwamm drüber oder was? Teldrassil war dann auch ein Versehen? Man wollte es ja eigentlich erobern und einnehmen. Da können die Allianzler noch so aufheulen, aus der Nummer kommt Jaina nicht mehr raus. Das es überhaupt soweit kam und man nach Legion nicht weiter den brüchigen Frieden gefestigt hat, ist sowieso Schwachsinn von beiden Seiten. Aber man braucht auch Ally gegen Horde und das wird es auch immer geben.

Ansonsten hat Ikonius die Situation um Kriegshetzer Genn ganz gut beschrieben. Hier sieht man nämlich ganz gut, dass auch die Allianz nicht unschuldig ist und den Krieg eigentlich begonnen bzw. bereitwillig hat eskalieren lassen. Auch das dürfen die Allianzler sich gerne mal eingestehen ;)
 
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BlackSun84 - Mitglied
Blöd ist halt nur, dass die Hordenspieler, im Gegensatz zu ihren Charakteren, die Wahrheit wissen. Im Rollenspiel insd solche Diskrepanzen irgendwie immer blöd. Rastakhan tischt aber auch etwas dick auf, denn de facto sind die Zandalari seit zehntausend Jahren auch nur noch ein in sich gekehrtes Volk in einer Welt, in der die Trolle nicht mehr viel zu sagen haben.
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Kusstro - Mitglied
Diese Erweiterung ist die erste bei der ich mir auch einen Allianzler gelevet habe, in erster Linie wegen der Levelgebiete. Aber gerade bei der Kriegskampagne ist es sehr empfehlenswert die Sicht der Dinge von beiden Seiten aus zu sein. Etwas dass man auch in der realen Welt öfters mal machen sollte.
 
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Kyriae - Mitglied
Wobei es natürlich interessant wäre zu wissen wer Otoye ist. Ist es ein Zandalari, der den Heldentot seines Königs ein wenig aufbauscht. Oder ist es ein Hordler, der das mit Absicht so weitergibt.
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Muhkuh - Mitglied
So funktioniert "erinnern" von Erlebtem - das Hirn macht was Eigenes draus.
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Kusstro - Mitglied
Wobei es in dem Fall nicht nur etwas mit "erinnern" sondern eben auch mit Kriegspropaganda zu tun hat.
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Muhkuh - Mitglied
 sondern eben auch mit Kriegspropaganda zu tun hat.

Was nutzt denn den Zandalari - die momentan nicht Mitglied der Horde sind - eine Kriegspropaganda und weiteres Anheizen des Krieges? Der Späher Otoye ist Zandalari und Augenzeuge des Angriffs und für ihn - der gerade dramatisch seinen geliebten König verloren hat - hat sich das in seiner Erinnerung so abgespielt.
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