Der zweideutige Titel von "Battle for Azeroth" - Die alten Götter sind näher, als wir glauben ..

Mit Battle for Azeroth wird der Fokus wieder auf Allianz und Horde liegen. Wer gewinnt den Kampf um Azeroth? Doch bedeutet der Titel des Addons doch mehr, als man beim ersten Hinsehen denkt? Die alten Götter sind näher, als wir glauben ...

Veröffentlichung
am 07.11.2017 - 21:37
18
Der Kampf um Azeroth wird das Thema der siebten Erweiterung von World of Warcraft sein. Nachdem wir mit Sargeras und der brennenden Legion einen gewaltigen Gegner hinter uns gelassen haben, kehren wir nun also wieder zurück zum üblichen Wahnsinn, statt uns über wichtigere Dinge zu kümmern. Schwerter schwingen und Köpfe einschlagen, um das eigene Territorium zu vergrößern! Doch ganz so simpel ist es wahrscheinlich nicht. Mit Sylvanas und Anduin sitzen zwei sehr kluge Köpfe auf dem Thron der Fraktionen und es wird einen triftigen Grund dafür geben, wieso sie bald an vorderster Front in der Schlacht um Lordaeron stehen. 

Und auch wenn auf der BlizzCon einzig und allein der bevorstehende Krieg im Fokus stand, ist dies wohl nur eines von zwei großen Themenfeldern, welches uns im nächsten Addon bevorsteht. Viele Spieler haben sich nach dem Kampf gegen die Brennende Legion und den sehr deutlichen Hinweisen auf die baldige Rückkehr der alten Götter gewünscht, dass es auch genau darum in der nächsten Erweiterung gehen wird. Sie haben natürlich etwas dumm aus der Wäsche geschaut, da darüber kein Sterbenswörtchen von den Entwicklern fallen gelassen wurde. Doch man muss nur einmal näher hinschauen ...
 

Die Präsenz der alten Götter 

Die Allianz und Horde werden in Battle for Azeroth die Meere nach neuen Verbündeten bereisen und auf Kul Tiras sowie Zandalar fündig. Doch die dort ansässigen Bewohner haben jedoch einige Probleme. Während der Vorstellung der neuen Gebiete auf der BlizzCon erweckten vor allem die beiden Zonen Nazmir und Vol'dun auf Zandalar die Gemüter der Fans von alten Göttern. So war Vol'dun einst ein fruchtbares und grünes Land, jedoch haben sich die alten Götter über diese Zone hergemacht und sie in eine karge Wüste verwandelt. Ihre Präsenz ist noch heute spürbar.

Noch interessanter wird es aber in Nazmir. Denn in diesem Sumpfgebiet befindet sich Uldir, der erste Raid der Erweiterung. Dabei handelt es sich um ein Bauwerk der Titanen und wie immer, gibt es dort einige Geheimnisse zu lüften. Doch ob man wirklich die Tore der Festung durchschreiten will, sollte man sich zweimal überlegen, denn dort haben die Titanen vor langer Zeit Experimente durchgeführt, um eine Lösung gegen das Problem „alte Götter“ zu entwickeln. Diese Experimente sind aber schiefgelaufen und es wurde eine Kreatur erschaffen, die eventuell noch viel schlimmer ist, als ein alter Gott. Das klingt auf jeden Fall vielversprechend!
 

Schauen wir uns nun einmal Kul Tiras an. Während der Präsentationen auf der BlizzCon hat man vor allem etwas über den Tiragardesund und Drustvar erfahren. In Drustvar gehen äußerst merkwürdige Dinge vor, die etwas mit Hexerei, Anbetung von dunklen Mächten und Kreaturen aus dem Reich der Schatten zu tun haben. Die Entwickler wollten es nicht bestätigen, aber es schien so, als käme hier die Leere ins Spiel, die zum Ende unserer Abenteuer auf Argus wieder eine größere Rolle gespielt hat und natürlich auch zu den alten Göttern gehört.

Das dritte Gebiet auf Kul Tiras ist das äußerst schöne Sturmsangtal. Doch hinter der atmosphärischen Fassade steckt scheinbar ein großes Übel. Bisher gibt es kaum Informationen über das Gebiet, was wahrscheinlich daran liegt, dass die Entwickler nicht zu viel von der Fortsetzung der Geschichte in Battle for Azeroth vorwegnehmen wollten. Aber wer genau aufgepasst hat, der wird einen ausschlaggebenden Hinweis entdeckt haben. Wir wissen, dass im Sturmsangtal die Schiffe für Kul Tiras gebaut werden und jedes davon wird von einem Seepriester getauft. Werft auf dem folgenden Bild mal einen genaueren Blick auf einen solchen Priester.
 

 
Lilane und rote Farben dominieren das Outfit. Im Kopf des Stabs ist ein Auge eingraviert und auf der Stoffrüstung sieht man eindeutig Tentakeln. Die Verbindung zu den alten Göttern könnte kaum offensichtlicher sein. Schon als damals das Rüstungsset von Kul Tiras in den Spieldateien von Patch 7.3 gefunden wurde, waren diese Merkmale dort präsent. Bedeutet das also, dass zumindest ein Teil der Bewohner von Kul Tiras im Dienste der alten Götter stehen. Sehr wahrscheinlich mit N'zoth, der irgendwo in seinem Gefängnis im Ozean die Strippen zieht. 

Während der Vorstellung der neuen Dungeons und Raids im Addon wurde dann noch ein Hinweis darauf gegeben, was uns im Verlaufe des Addons erwarten wird: Königin Azshara! Sie wird ein Raidboss im zweiten Raid sein, der nicht näher vorgestellt wurde, und somit das Äquivalent zu Gul'dan in Legion darstellen. Obgleich wir nicht wissen, ob sie bereits während dieser Begegnung das zeitliche segnet, ist klar, dass ihre Präsenz etwas mit N'zoth zu tun haben muss. Es ist sowieso ein wenig komisch, dass während der ganzen Vorstellung der Erweiterung kein einziges Mal die Naga erwähnt wurden, obwohl wir uns doch auf Inseln im Ozean befinden. Es gab übrigens auch ein sehr schickes Artwork zu Azshara als Naga. Bisher hat man sie nur einmal richtig im Spiel gesehen und damals bekam sie einfach ein 0815-Modell spendiert.
 
 

Der wahre Kampf um Azeroth

Kommen wir nun zurück zur Zweideutigkeit des ungewöhnlichen Titels der siebten Erweiterung. Tatsächlich kämpfen wir zu Anfang um die Macht auf Azeroth in einem Krieg zwischen Allianz und Horde, doch man kann darauf spekulieren, dass zum Ende der Erweiterung hin der Kampf sich auf das Überleben von Azeroth bezieht. Denn wenn die alten Götter aus den Schatten zurückkehren, dann bedeutet dies, dass unsere Weltenseele in Gefahr ist. Und zwar mehr denn je. Die Frage ist nur, ob wir Seite an Seite kämpfen werden oder aber als zwei verfeindete Fraktionen, was den Göttern mit Sicherheit gefallen würde.

Was auch immer es im Endeffekt wird, die Spieler, die bisher nichts mit dem Fraktionskrieg-lastigen Setting von Battle for Azeroth anfangen konnten, werden ihre Meinung mit Sicherheit noch ändern, wenn es mehr Details zum Fortlauf der Story im Addon geben wird. Denn ich garantiere euch nun einfach Mal hier und jetzt, dass es noch eine gewaltige Wendung geben wird. Es wäre ja auch langweilig, wenn die alten Götter nun einfach direkt auf dem Servierteller liegen und es wäre auch nicht ihr Stil. Lieber abwarten, die Bewohner sich gegenseitig bekriegen lassen und dann, wenn der Zeitpunkt günstig ist, zuschlagen! 
Andi

Schreibe einen Kommentar

Du darfst keine Kommentare schreiben
Nur Mitglieder auf Vanion.eu können Kommentare schreiben und beantworten, sowie Votes abgeben. Logge dich also ein oder erstelle dir jetzt einen Account. Hat schließlich keine Nachteile. Zumindest keine, die wir kennen würden. Einfach unten rechts auf "Registrierung" drücken.
Rolfman - Mitglied
Hallo Andi,
Toller Artikel und tolle Thesen. In einem späteren Artikel wird das in einem der Entwickler Interwiews mit den Worten:

In Battle for Azeroth werden wir irgendwann merken, dass die Welt unter unseren Füßen langsam stirbt.

Ja auch noch indirekt angedeutet.

lg Ralf
1
0
Earl - Mitglied
^^Andi nehme ich sein Lore Interesse sogar wirklich ab weil er ja WoW seit langem nicht mal mehr spieltund trotzdem so wild drauf ist was so alles in der World abgeht ;) . Guter Beitrag wollt ich einfach nur schreiben. lg Earl
2
0
Andi - Staff
Zumindest spiele ich nicht den aktuellen Endgame-Content. Aber Danke für das Lob.
0
0
Aegwinn - Mitglied
Toller Artikel. Ich möchte aber erwähnen, dass Königin Azshara nicht zwangsläufig im 2. Raid auf und wartet. Lediglich wurde erwähnt, dass da noch wer anders wartet. Zu Legion haben sie Nighthold explizit angekündigt mit Gul‘dan. Es kann also sehr gut sein, dass da noch ein Grosser Patch kommt mit Story und Nagas usw. bevor es gegen Azshara geht. Btw sorry schreib vom Handy xD
0
0
Andi - Staff
Mhh, also entweder irre ich mich, aber ich glaube, dass das in einem Interview oder sowas gesagt wurde. Ansonsten entschuldige ich mich für die Fehlinformation. :D
0
0
Maelun - Mitglied
Super Beiträge bisher, macht Spaß die zu lesen. Weiter so!

Das mit dem fehlgeschlagenen Experiment der Titanen finde sehr interessant und regt zu weiteren Überlegungen an.
Meine Gedanken waren, dass dieses Geschöpf eventuell gar kein normaler Boss wie wir sie kennen sein wird, sondern ein böses Übel, dass durch unser Zutun, absichtlich oder nicht erst befreit wird und um noch stärker zu werden absorbiert es die alten Götter was wir dann verhindern müssen. Oder es wird zugelassen und Wir müssen wieder irgend ein antikes Relikt beschaffen welches das Geschöpf stoppt, wodurch aber wiederum ein Tor für die Leere geöffnet wird.

Mit Legion hat Blizzard es für mich echt geschafft, dass die Story endlich wieder einen hohen Stellenwert hat und nicht vor sich hinplätschert und man nur zu Beginn in der Mitte und am Ende etwas davon mitbekommt. Es war allgegenwärtig. Legion hat zwar auch Schwächen, aber diese kann man verkraften. Für mich ist es immer wichtig, dass Spiele nicht nur einen guten Spielverlauf bieten, sondern auch eine gute Geschichte erzählen.
3
0
Andi - Staff
Danke! :)

Also das mit dem Geschöpf, welches die alten Götter absorbiert wäre ganz schön ... krass! Ich glaube nicht, dass das passieren wird, denn somit würde wir ja N'zoth nie zu Gesicht bekommen. 
0
0
Baldur - Mitglied
Ich glaube das mit dem "Herz von Azeroth" ist auch schon so ein Wink mit dem Zaunpfahl. So ein Amulett aus Titanenblut dürfte ja deutlich mächtiger sein als Artafaktwaffen von irgendwelchen dahergelaufenen Helden. Ich kann mir nicht vorstellen, daß irgendwann in 2-3 Jahren mit dem folgenden Addon die alten Götter angreifen und wir erst dann mal das Titanenblutamulett für ein grünes Item beiseite werfen. Wenn dem so wäre, hätte Blizzard das Titanenblut ruhen lassen und es dann zum passenden Addon herausgeholt, so wie Magni damals für Jahre nur als Diamantstatue herumstand.

In den letzten Addons haben sie ja gezeigt, daß sich im Laufe eines Addons die Geschichte weiter entfalten kann und Ereignisse eintreten die man zu Beginn noch gar nicht so im Fokus hatte.

Mir gefällt auch die Idee, daß das Böse erst einmal aus dem Verborgenen heraus agiert und versucht die Völker Azeroths damit zu schwächen, indem es sie gegeneinander ausspielt. Da bin ich wirklich mal auf die Vorgeschichte gespannt.
0
0
kionus - Mitglied
erinnert ihr euch an das WC3 Cinematic wo der Orc und der Mensch kämpfen und plötzlich fällt eine Höllenbestie vom Himmel und bringt beide um ? 
Was wenn das wieder passiert, nur mit Void statt der Legion?
2
0
Nymeria - Mitglied
Vielen Dank, dass du diesen Artikel geschrieben hast. Ich freue mich schon drauf, wenn wir mehr erfahren! *hibbel*
1
0
Taiki - Mitglied
So gefällt mir das schon besser lieber Andi! ;)

Genau darauf wollte ich im letzten Artikel hinaus mit meinem Kommentar und es folgt sicher noch weiteres.
Es ist vielleicht grade gut das nicht die komplette geschichte vom addon was kommen wird oder nicht gespoilert wurde.

Toller Artikel gefällt mir wie schon gesagt besser und man erfährt ja auch immer mehr und mehr noch vor dem Addon mal schauen was noch alles kommt und wie es weiter geht!

Mfg. Taiki
3
0
Andi - Staff
Jupp, habe ja drauf hingewiesen, dass da noch was kommt. Danke dir! 

Trotzdem meine Kritk: an Features fehlt es mir aktuell. :P
0
0
Nymeria - Mitglied
Krass, das musste ich erst mal googeln. Was aber willst du damit sagen?
0
0
Andi - Staff
Was er damit sagen will, frage ich mich auch. Aber ich finde sie sieh ÄUßERST awesome aus... bin gespannt, wie das ganze im Spiel umgesetzt wird ^.^
0
0
Muhkuh - Mitglied
Was ich damit sagen will? Die uns bisher bekannten Naga haben normalerweise eine Körpermischung aus Mensch und Schlange- Azshara hat dies aus Mensch ubd Tintenfisch.
0
0
Nymeria - Mitglied
Ja, das ist mir aufgefallen, aber was bedeutet es? Dass sie tief unten auf dem Meeresgrund rumdümpelt und nicht hochkommt? Verweist es auf Ozumat? Ny'alotha? Schenkt man der Puzzlebox von Yogg-Saron Gehör, kann man weiter spekulieren ... auch Xal'atath, die Waffe vom Shadow, hat einige interessante Dinge zu bemerken. Ich glaub, ich kann heut Nacht nicht schlafen.
0
0