3. Juni 2019 - 17:40 Uhr

Ex-Entwickler Mark Kern - Details aus der frühen WoW-Entwicklungsphase!

Die Beta zu Classic läuft weiterhin und erfreut sich großer Beliebtheit. Nicht nur bei eingeschworenen World of Warcraft Fans, sondern auch bei Entwicklern, die damals an Classic gearbeitet haben. Wie z.B. Ex-Team-Lead Mark Kern, der 1998 mit StarCraft bei der Spieleschmiede anfing, später auch bei Diablo II sowie Warcraft III seine Finger im Spiel hatte, bevor Mark dann 2004 in das Team für World of Warcraft wechselte, wo er bis 2006 blieb. Der gute Herr hat Zugang zur Beta und ließ es sich nicht nehmen einen Stream zu seinen Abenteuern anzubieten. In diesem redete er unter anderem über die Entwicklungsphase von Classic und dabei kamen interessante Details ans Licht.
 

Zusammenfassung von interessanten Informationen

  • Der eigentliche Plan für den Charaktertod in World of Warcraft war der, dass man in den Smaragdgrünen Traum kommt. Man sollte nicht als Geist durch die Welt laufen und seinen toten Körper wiederfinden. In dem Traum hätte man dann NPCs getroffen, die ebenfalls gestorben sind. Unter anderem einige Prominente! Von diesen hätte man Quests bekommen, die man nur im Traum machen kann. Der Spieler hätte dann die Auswahl gehabt, ob er im Traum bleiben will, um Quests zu machen, oder man hätte einen Geisterführer finden müssen, um in die Welt der sterblichen zurückzukommen.
     
  • Es existierte die Idee ein Sammelkartenspiel in World of Warcraft einzufügen. Denn die Entwickler haben damals auch viel Karten gespielt, wie z.B. Magic oder Rings of Fire. Das Konzept war so aufgebaut, dass Spieler von Gegnern hätten Karten erbeuten können. Dann wäre es möglich gewesen sich einfach überall in die Welt hinzusetzen, um gegen einen anderen Spieler zu spielen. In einem Gasthaus oder auf einem Schiff wären die Spiele gewertet gewesen. Mit einem richtigen Ranking-System.
     
  • Die Entwickler wollten auf jeden Fall Quest-Markierungen für NPCs einbauen, damit Spieler wissen, dass die Leute ihnen Aufgaben geben. So wie es damals auch in Diablo 2 der Fall war. Der Grund dafür, weshalb es nachher Ausrufezeichen wurden, ist Metal Gear Solid. Denn dort gab es ebenfalls Ausrufezeichen als Quest-Markierungen und Mark Kern fand diese sehr passend.
     
  • Mark ist der Meinung, dass ein kosmetischer Fortschritt in MMORPGs heutzutage komplett fehlt. Auf Grund von Systemen, wie z.B. das Transmoggen in World of Warcraft, geht völlig der visuelle Bezug zum Fortschritt des Spielers verloren. Jeder kann so aussehen, wie er will. Man weiß nicht, wem man eigentlich gegenübersteht.
     
  • Es stand schon von Anfang an fest, dass World of Warcraft ein PvE- und PvP-Spiel sein soll. Doch den Entwicklern war auch schnell klar, dass es sehr schwer sein wird, beide Spielmodi gleichzeitig zu balancen. Sie waren sich überhaupt nicht sicher, wie sie das anstellen sollten. Und dieses Problem haben MMORPGs heutzutage noch immer, außer wenn man wirklich ein komplett unterschiedliches Set an Fähigkeiten für PvE und PvP anbietet. Im Endeffekt sah es während des letzten Jahres vor dem Release von WoW so aus, dass das PvP einfach keinen Spaß gemacht hat. Deshalb entschied sich das Team die Schlachtfelder erst nach der Veröffentlichung einzufügen.
     
  • Am Anfang der Entwicklung standen 20 spielbare Rassen auf der Wunschliste der Entwickler. Doch die Entwicklungszeit erlaubte eine solche große Menge an Völkern nicht. Deshalb mussten viele gestrichen werden. Unter anderem auch die Naga. Das fand Chris Metzen ziemlich blöd, denn es war eines seiner Lieblingsvölker. 
     
  • Während der frühen Entwicklungsphase konnten Spieler Lagerfeuer aufbauen, die dann genutzt werden konnten, um sich schneller zu regenerieren. Doch die Entwickler waren der Meinung, dass die Regenerierung zu schnell ist und deswegen wurde das System wieder entfernt.
     
  • Nach dem Release war die Chefetage etwas wütend, da das Spiel so gut ankam, aber am Anfang nur 500.000 Boxen produziert und in den Handel geschickt wurden. Sie wollen mehr verkaufen! Die Frage an die Entwickler war also: wieso habt ihr nur 500.000 Kopien gemacht? Sie mussten dann erklären, dass es sich bei World of Warcraft um eine andere Art von Spiel handelt. Man braucht Server und diese kosteten damals mehrere Millionen von Dollar. Lustigerweise wollten die Damen und Herren aus der Chefetage damals keine Genehmigung für mehr Server erteilen, weil es ein Risiko war, so viel Geld vorab auszugeben, obwohl man noch gar nicht wusste, wie erfolgreich das Spiel wird.
     
 

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Simanthy - Mitglied
"Am Anfang der Entwicklung standen 20 spielbare Rassen auf der Wunschliste der Entwickler. ..."  Nun würde mich interessieren, was waren wohl die anderen 19? Menschen, Orcs, Verlassene, Nachtelfen, Zwerge, Gnome, Tauren, Trolle und Orcs. Die plus Naga wären wir bei 10 Völkern, bleiben noch 10...
Sascha117 - Mitglied
2 mal Orcs?^^
Blutelfen/Hochelfen, Goblins waren ganz bestimmt noch dabei. Vlt auch Worgen, Satyr und Oger
Jasteni - Mitglied
Oger waren mit dabei. Zu BC und auch zu WotLK gab es die Idee sie einzubringen. Aber die Modelle von Goblins und Worgen sowie Blutelfen und Draenei waren einfacher =D
TheCadien - Mitglied

Mark ist der Meinung, dass ein kosmetischer Fortschritt in MMORPGs heutzutage komplett fehlt. Auf Grund von Systemen, wie z.B. das Transmoggen in World of Warcraft, geht völlig der visuelle Bezug zum Fortschritt des Spielers verloren. Jeder kann so aussehen, wie er will. Man weiß nicht, wem man eigentlich gegenübersteht.

bin ich ganz bei ihm ! Transmoggen ist iwie nett aber für mich hat dadurch der "Bezug" zum eigentlichem Item den Wert verloren.
Mittlerweile geht es mehr nur noch darum werte auf einem Slott zu verbessern. Wie das Item aussieht ist den meisten Egal.

Oder wisst ihr wie heute eine bestimmte Rüstung oder Schwert heißt ?
 
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Faen - Mitglied
Großschwert des Admirals, Armagedon, Schicksal och ja doch einpaar Items und Rüstungen kenne ich schon.

Transmogg ist nicht schlimm, schlimm sind oft die Geschmäcker von Blizzard was das Rüstungs aussehen angeht.

Seit Wotlk ist die vielfalt an schönen items immer seltener geworden, die begründung damals war das nicht mehr Blizzard selbst das aussehen der Items Modelliere sondern das dies Externe Firmen machen die bezahlt werden dafür. Ob das heute noch so ist weiß keiner denke ich mal. Allerdings sind viele Tsets oder allgemeinen sets immernoch sehr Grässlich im vergleich zu den Classic sachen. (Der Detailgrad spielt da gerade keine Rolle, HD gegen Non-HD ist klar es geht vom Model selbst)
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crash0verwr1te - Mitglied

die begründung damals war das nicht mehr Blizzard selbst das aussehen der Items Modelliere sondern das dies Externe Firmen machen die bezahlt werden dafür.

Warscheinlich stimmt das nicht mal.
Teron - Mitglied
Sehe ich genauso. Transmogrifikation ist inzwischen zu einer echten Manie in WoW geworden. Die Spieler beschäftigen sich inzwischen mehr mit der Farbe der Schnürsenkel ihrer Stiefel, als damit den nächsten Raidboss zu legen, oder die nächste Schlacht gegen Horde oder Allianz zu gewinnen - was ja eigentlich das wichtigste sein sollte. Schließlich heißt es ja "World of Warcraft" und nicht "World of Fashion".

Keiner meiner Chars tut so, als habe er etwas an, was er gar nicht an hat. Und mit der Gestaltung der aktuellen Kleidung kann ich leben. Ich nehme es wie es kommt. Wie meine Chars rumlaufen ist nicht wichtig. Qualität und Quantität der Bosskills zählt.
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Kunitzu - Gast
Ich kann mich nichtmal daran erinnern wie die Items damals alle hießen wo es noch kein Transmoggen gab (na gut so Sachen wie Armageddon oder so hab ich gehört aber ich weiß darüber auch nur das es ein langes Schwert ist, wie genau es Aussieht kein Plan). :)
Außerdem denk ich mit entsetzen an die BC Rüstung während des levelns zurück, die einfach mal so aussah als ist man in mehreren Farbtöpfen gefallen.

Ich bin dem Transmoggen aber auch eh ganz aufgeschlossen dann sieht mein Charakter wenigstens einheitlich gekleidet aus. ( Wenn ich das mal mit ein Gildenmitglied von mir vergleiche der überhaupt nicht Transmogged, weiß ich echt nicht wie der sein Charakter spielen kann mit den Mischmisch von von verschiedenen Rüstungssets die er trägt).

Mittlerweile geht es mehr nur noch darum werte auf einem Slott zu verbessern. Wie das Item aussieht ist den meisten Egal.

Bei mir ist es genau andersrum, Mir war früher egal wie ein Item aussieht weil ich daran eh nichts ändern konnte aber dafür ist es mir heute überhaupt nicht egal, Ich gehen sogar Content wo ich nichts mehr von brauch Beispielsweise BoD LFR nur weil ich gerne bestimmte Items zum moggen haben möchte.

Natürlich kann man sich nicht mehr so stark profilieren wie früher wo man dann sah "ah guck ma der hat T3 der geht Naxx raiden"

Man weiß nicht, wem man eigentlich gegenübersteht.

Weiß nicht was Mark Kern damit meint, wusste ich früher wo es kein Transmogg gab auch nicht. Ich wusste nur das der Charakter Content X Items trägt ( hat er diese geninjaed, hat er Gold geboten, hat er ne Beziehung zur Gildenleitering und hat das Item deswegen) sowas weiß man trotzdem nicht.

Heutzutage erfährt man sowas zwar auch nicht aber zumindest erfährt man etwas über die Person hinter dem Transmogg( trägt die Person lieber ganze Sets, eigens kreierte Sets, Mainstream Sets, Lustige Transmogs, ernste Transmogs, zur Klasse passende Items oder Klassenfremde Items).

Sorry für die lange Antwort und denkt daran das ist nur meine persönliche Meinung :)
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kaito - Mitglied
Teron schrieb: "... Transmogrifikation ist inzwischen zu einer echten Manie in WoW geworden. Die Spieler beschäftigen sich inzwischen mehr mit der Farbe der Schnürsenkel ihrer Stiefel, als damit den nächsten Raidboss zu legen, oder die nächste Schlacht gegen Horde oder Allianz zu gewinnen ..."

Du musst eindeutig in einem anderen WoW-Breich unterwegs sein. Sowohl bei uns im Raid, als auch in der kleines Chaostruppe geht es nach wie vor als erstes um die Werte.
Das mit dem Mog-System sich nur eine weitere Begründung für Lootgeile aufgetan hat steht auf einem anderen Blatt.

Jeder der mir erzählen will, das dieser Kraut und Rüben Look den man oftmals damals hatte wenn man ein Set nicht vollständig hatte schön war, der leidet eindeutig an völliger Geschmacklosigkeit! Vor allem wenn ich dann noch an Paladine in Stoffkleidchen denken muss mit überdemensional Schultern die nah völliger Geschmacklosigkeit hingen, oder wie immer man den Look von Glimmering Steel Mantle sonst nennen will.

TheCadien schrieb: "Oder wisst ihr wie heute eine bestimmte Rüstung oder Schwert heißt ?"
Ja, ich kenn die Namen der  aktuellen Rüstungen und Waffen die ich haben will. Wer das nicht tut scheint sich nicht mit seiner BiS-Liste auseinander zu setzten. Zum Teil kenn ich sogar noch die Namen der Waffen oder Schmuckstücke die damals für meine BiS waren. Alle? Nein, aber die an denen Geschichten hängen durchaus.

Ich glaube, diesen "sichtbaren" Charakterfortschritt brauchen eigentlich auch nur Leute die zum Posen ist Spiel gehen und die nach Erhalt vergessen, dass ein Schattengram oder auch ein Drachenzorn ein Gemeinschaftsprojekt waren.

Ich persönlich mag die kleine Spielerei die einem das Transmog-System bietet, erfreue mich immer wieder auch alte Waffen oder Rüstungen die wirklich schick sind (zumindest nach meinem Geschmack) nutzen zu können, gerade dann, wenn man damals echt dafür geacktert hat und sich gut noch dran erinnern kann wie man seine ganzen DKP in den Ring warf nur weil man endlich die Waffe droppen sah, auf die man seit Wochen hoffte. ;)

Das man nicht gleich an der Rüstung sieht wer vor einem steht, nun das hatte man auch damals nicht. Ich bin immer noch der Meinung, damals wie heute, wen ich vor mir habe und ob der Spieler dahinter gut ist und zur Gruppe passt wird sich auch weiterhin nur dann zeigen wenn man ihn fuckiing die Chance gibt es zu zeigen und da werde ich auch weiterhin lieber den unterequipten mitnehmen der aber deutliche Lust zeigt sich zu verbessern und einzubringen als den fullmega-equipten, der dem Lead permanent mit schwachsinnigen Ideen in den Ohren hängt wie man den Boss besser aka richtig macht, ohne dabei zu merken, dass die Taktik so wie sie ist auf die Gruppe zugeschnitten ist und nicht "wie man es richtig macht". 
 
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jelzone - Mitglied
@faen
aber das sind interessanterweise alles items die VOR dem transmoggen existierten, also im Prinzip bestätigst du es :) 
Robbels - Mitglied
Voll. Ich fand damals einfach Super, das man einen Char von weiten schon angesehen hat, was er im Spiel erreicht hat 
Toranato - Mitglied
Mal hand aufs herz. Was Spricht gegen Transmogg? NICHTS.  Was spricht für Transmog? Alles andere.

Wer seine Ausrüstung nicht Transmoggen will der Muss es nicht. Die aussage "geht völlig der visuelle Bezug zum Fortschritt des Spielers verloren." Find ich nicht wirklich gut durch dacht. Zum einen, welche teile hat das früher den Betroffen? Immer wenn ich diese aussage höre, höre ich es in verbingung mit "Man sah das xy das Tset xy Trug und man wusste das er den raid geschaft hat. Ist das heute anders?. Nein. So lange du M nicht schafst kannst du das set auch nicht Transmoggen also wird auch keiner der den Raid nicht geschaft hat auch nicht das aktuelle Set tragen. Wenn der spieler das set nicht mag ist es ihm doch überlassen ob er das zur  schau stellt oder nicht. Warum wollt ihr anderen vor schreiben wie ihr Charakter aus zu sehen hat?.  Was würde es bringen wenn man kein Transmog hat aber die leute immer noch mit T3 rumstehen? nichts... es währe nichts anderes als mit Transmog. Der jenige kann genau so gut auch die teile jetzt erst gefarmt haben. Also Würde man diese aussage ohne hin nur bei den aktuellen teilen sehen.

Was sogar von einem aus unserer Gilde als aussage kam von jemanden der Bald viel zeit in Classic verbringt ist das er dann wieder zwei sets mit sich rum schleppen darf. Eines für das reine aussehen und das andere für PVE/PVP. Also würde man solchen spielern ohne hin nicht ansehen ob sie inhalt xy geschaft haben.

Da sieht man leuten die Teile haben die man nachträglich nicht mehr holen kann eher an das sie inhalt xy auch unter normalen vorrausetzungen geschaft haben und nicht erst Jahre später. Zum anderen es interessiert mich kein stück ob spieler Tset xy aus M trägt oder ob er nen Flickenteppich ist. Das sagt null über den spieler oder charakter aus.
Was interessiert es einen zu wissen das Spieler xy Den inhalt geschaft hat?. Nichts.. es ist egal ob er es geschaft hat oder nicht wenn man ohne hin nichts mit diesen spieler zu tun hat. Was weit wichtiger in meinen augen ist der gesammte fortschritt der eigenen gruppe was man geschaft hat und was nicht. Da spielt es keine Rolle ob ich Tset x habe oder Tset y.

Wenn ihr Rumlaufen wollt wie ein Flickenteppich dann macht es aber zwingt es nicht anderen auf. Ich persönlich trage ein eigenes set was mir gefällt und hab dafür wenigstens motivation zu spielen als wenn ich die ganze zeit auf einen Flickenteppich starre der mir nicht gefällt aber Tset y trägt. Die leute die es wissen müssen wissen auch ohne auf meinen charakter zu schaun was ich kann und was ich nicht kann.
 
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Robbels - Mitglied

Es existierte die Idee ein Sammelkartenspiel in World of Warcraft einzufügen.


Ich bin immer noch der Meinung, das es eine gute Idee wäre, Heartstone irgendwie in Wow zu integrieren, einfach nur dass man es irgendwie in Game Spielen kann, ohne irgendwelche Vorteile für das eine Spiel zu bekommen. Klar könnte man auch einfach nebenbei Heartstone Spielen, aber mit eigenen Animationen, irgendwo an einen Tisch, mit anderen Leuten zusammen die das ebenfalls Spielen, fände ich schon sehr Stark. 
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Jasteni - Mitglied
HS würde ich nicht umbedingt reinpacken wollen. Das wäre zu viel. Vllt ein kleineres Kartenspiel, sowie es bei Gwent gemacht wurde.
Also für WoW ein kleines eigenes Spiel rausbringen.