27. November 2018 - 12:28 Uhr

Interview - Forbes: Frauen an der Macht in WoW!

Jaina, Sylvanas und Azshara! Drei der Hauptfiguren von Battle for Azeroth und zufällig auch noch alles Frauen. Generell fällt in der siebten World of Warcraft Erweiterung auf, dass ziemlich viele weibliche Charaktere auftauchen. Neben den drei Kriegerbringern z.B. auch Prinzessin Talanji, die ihren Vater stark unterstützt, Taelia Fordragon, ohne deren Zutun der Plan von Lady Aschenwind aufgegangen wäre, oder auch Tyrande, die auf Grund der Geschichte rund um die Zerstörung von Teldrassil wieder etwas mehr in den Fokus rückt. Ganz zu schweigen von Calia Menethil, die wohl in Zukunft noch eine Rolle spielen dürfte. 

All das passt natürlich auch auf die reale Welt, in der weiterhin für die Gleichberechtigung von Frauen gekämpft wird und man in vielen verschiedenen Bereichen starke weibliche Charaktere sieht. Hat sich Blizzard also einfach davon leiten lassen? Wenn, dann nicht bewusst, wie Lydia Bottegoni, Senior Vice President of Story and Franchise bei Blizzard Entertainment, in einem Interview mit Forbes selbst sagt. Zusammen mit ihrem Kollegen Terran Gregory, In-Game Cinematic Project Director, beantwortete sie einige interessante Fragen. 


Zusammenfassung der interessantesten Infos

  • Dass nun so viele weibliche Charaktere in den Fokus gerückt sind, war nicht geplant. Das geschah von ganz allein auf Grund der Entwicklung der Story. Es war kein geschickter Marketing-Schachzug.
     
  • Erst nach der ganzen Konzeptionierung kam heraus, dass die drei Kriegsbringer von Battle for Azeroth alles Frauen sind. Es war kein Ziel ein weibliches Trio zu erschaffen.
     
  • Die Geschichte bis hin zu Warlords of Draenor war immer wieder von dem Motto "Orcs vs Humans" geprägt. Doch diese Geschichte ist nun so langsam zu Ende erzählt und es wird Zeit für neue Charaktere mit neuen Wegen.
     
  • Das Team hat irgendwann gemerkt, dass viele Frauen in den ganzen Geschichten von Battle for Azeroth vorkommen. Doch es war an sich nur eine Erkenntnis, keine Kritik. Man hat es so gelassen, da es nicht darum geht ein Gleichgewicht zu erschaffen, sondern tolle Storys zu erzählen. Dem Team ist es nicht wichtig, dass Frauen und Männer gleichermaßen im Fokus stehen. Wenn es so kommt, ist es gut, wenn nicht, ist das auch nicht schlimm.
     
  • Alle drei Kriegsbringer sind beliebte und starke Charaktere, die eine lange Geschichte im Warcraft-Universum haben. Schon allein deshalb lohnt es sich, dass die Geschichten nun weitererzählt werden.
     
  • Terran hat es sehr viel Spaß gemacht mit Yrel in den Cutscenes von Warlords of Draenor zu arbeiten, da er ihren Charakter sehr mochte. Als sie dem Team vorgestellt wurde, wurde sie mit Jeanne d'Arc verglichen.
     
  • In den letzten Cinematics von World of Warcraft haben die Entwickler sehr viel mehr mit stillen Szenen gearbeitet. Welche in denen eher die Emotionen eines Charakters zu sehen sein sollen, statt viel Action.
     
  • Zwar wird heutzutage viel mit Motion-Capture-Techniken gearbeitet, aber es ist auch weiterhin sehr viel Handarbeit mit dabei. Das Animations-Team hatte alle Hände voll zu tun, um Sylvanas, Anduin oder auch Saurfang nachträglich perfekt zu animieren.
     
  • Den Entwicklern ist es sehr wichtig, dass der grafische Stil in den Cinematics noch der Grafik von World of Warcraft ähnelt, um keinen Wechsel von Tag und Nacht zu haben. Deshalb verzichtet man eventuell auch manchmal auf noch mehr Realismus, auch wenn es möglich wäre, diesen einzubringen.
     
  • Es gibt aktuell keine Pläne, ein VR-Erlebnis in Form eines World of Warcraft Cinematics anzubieten. Doch cool wäre es auf jeden Fall.

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Metac - Mitglied
Blizzard nimmt Frauen um dadurch Sex zu verkaufen!! Wie überall!!!111elfelf
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Kronara - Mitglied
Ha, so rückblickend muss ich sagen, ich hab das gar nicht so wahrgenommen. Ist mir am Ende auch egal, ob es um M oder W geht, wie im richtigen Leben auch.
Es geht um Chraktere und Story und das Geschlecht spielt da in der Regel nur eine minimale Nebenrolle.
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Aegwinn - Mitglied
Also als jemand dem das ganze Thema unglaublich auf den Sack geht kann ich nur sagen ... im Falle von WoW stört mich das absolut nicht. Und ich störe mich an vielem wie Ocean's 8 usw. Ich mochte es immer sehr, dass WoW komplett ohne Sexualität auskommt und somit auch ohne Sexismus. Ja ich weiss, es gibt die Romantikschmöcker, aber das sind kleine Gags. Dass es nun zufälligerweise 3 weibliche Charaktere trifft, sehe ich ebenfalls als grossen Zufall an, den aber wohl kaum jemand beachtet, wenn man nicht gerade mit dem Finger darauf zeigt. Es gibt keinen Charakter, der irgendwie unrealistisch an die Macht kam. Sylvanas gehört zur alten Garde und es war nur eine Frage der Zeit. Dass es sich um 3 Schwestern handelt, ist wohl auch klar, dass alle 3 Schwestern sehr stark sind und somit früher oder später in den Fokus geraten(Sylvanas, Vereesa und Alleria). Auch wurde nie auch nur in irgendeinerweise angedeutet, dass ein Charakter andere Vor/Nachteile hat nur weil es ein Mann/Frau ist.

Also grundsätzlich bin ich wirklich sehr zufrieden mit der Arbeit von Blizzard wenn es um das Thema geht. Muss aber auch sagen, dass es nie anders war ... ich würde sogar soweit gehen, dass die heutige Gesellschaft sich von WoW einiges abschauen könnte. Da interessiert es nämlich auch niemanden, ob der Magier männlich oder weiblich ist. 
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Zharr - Mitglied
Also aufgrund der Tatsache dass diese ganzen weiblichen Charaktere in der Warcraft-Lore schon so lange fest dazugehören und zudem noch wichtige Charaktere sind, ist mir nichtmal aufgefallen dass sich momentan vieles um "weibliche Charaktere" dreht. Sind halt wichtige Figuren, die jetzt einfach mal an der Reihe sind.

Ich freue mich dass gerade Sylvanas und Jaina mal richtig im Rampenlicht stehen und nicht nur so am Rande auftauchen. Mit Azshara habe ich mich bisher nicht näher beschäftigt, aber auch sie darf gern endlich zum Zuge kommen.


 
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Sekorhex - Mitglied
Den Entwicklern ist es sehr wichtig, dass der grafische Stil in den Cinematics noch der Grafik von World of Warcraft ähnelt, um kein Wechsel von Tag und Nacht zu haben. Deshalb verzichtet man eventuell auch manchmal auf noch mehr Realismus, auch wenn es möglich wäre, diesen einzubringen.

Es ist doch schon quasi zwei welten was man ingame sieht und was man in cinematic sieht. Die Cinematic sind schon zu sehr realistisch, dass man es noch mit dem WoW ingame vergleichen kann.
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Vengeance - Mitglied
Wie egal mir das ist ich möchte keine cinematics in der ingame "gammel" optik 2018 sehen
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