16. Mai 2020 - 14:38 Uhr

Interview mit Paul Kubit - Torghast: Legendarys, Pflicht und Caps!

Ein Interview folgt aktuell dem nächsten und nachdem Game Director Ion Hazzikostas und Lead Encounter Designer Morgan Day diese Woche bereits mit Fragen gelöchert wurden, war nun auch noch einmal Entwickler Paul Kubit an der Reihe. Letzten Monat beantwortete er bereits allerlei Fragen zu Troghast im Stream von Towelliee. Nun ging es erneut um den Turm der Verdammten in einem Interview mit den Mitarbeitern von Polygon.com. Generell gab es nicht viele neue Details zum System, dafür aber einige interessante Infohäppchen, die sich unter anderem mit der Frage befassen, ob der Besuch von Torghast verpflichtend ist. Folgend eine Übersetzung und Zusammenfassung des Gesprächs.


Alle interessanten Infos aus dem Interview

  • Paul Kubit ist der Meinung, dass Systeme wie die Artefaktwaffen und das Herz von Azeroth für einen unendlichen Grind sorgten, der zu einem Spieler-Burnout führen konnte. In Shadowlands soll es so etwas nicht geben und Torghast ist ein gutes Beispiel dafür.
     
  • Am Ende von jedem erfolgreichen Run wird man Materialien für die Herstellung und Modifizierung von legendären Gegenständen erhalten. Allerdings gibt es ein wöchentliches Cap, welches vermeiden soll, dass Spieler sich dazu gezwungen fühlen, immer weiter und weiter den Turm abzufarmen.
     
  • Zum Release von Shadowlands können Spieler nur einen legendären Gegenstand ausrüsten. Spieler, die Torghast eventuell nicht so toll finden und keinen Spaß bei einem solchen Spielmodus haben, die müssen sich auch nicht langfristig mit diesem beschäftigen. Es reicht für sie vollkommen aus, wenn sie sich einen legendären Gegenstand herstellen lassen, der für sie und ihre Spielweise optimal ist. Danach ist ein Besuch erst einmal nicht mehr nötig.
     
  • Spieler, die aber für jede Situation und jeden anderen Inhalt im Spiel perfekt ausgerüstet sein wollen, die können sich viele verschiedene Legendarys erschaffen, wofür sie eben auch oft den Turm der Verdammten besuchen müssen.
     
  • Somit haben Hardcore-Spieler auch etwas, woran sie lange Zeit arbeiten können, und Gelegenheitsspieler, die weniger Zeit investieren wollen, können sich um das kümmern, was ihnen Freude bereitet.
     
  • Neben den legendären Gegenständen gibt es natürlich auch noch allerlei kosmetische Highlights und auch verschiedene Erfolge, um einen weiteren Anreiz zu schaffen Torghast immer wieder zu besuchen.
     
  • Offizielle Ranglisten sind aktuell nicht geplant, doch eine solche Möglichkeit besteht natürlich, wenn das Feedback entsprechend positiv ist.
     
  • Torghast ist ein komplett neuer Inhalt, der sich im Endgame neben Dungeons, Raids, PvP und Open-World-Aktivitäten einreiht.
     
  • Solospieler bekommen genau die gleichen Belohnungen wie Gruppenspieler aus dem Turm der Verdammten. Spieler, die lieber ohne eine Gruppe Abenteuer erleben, hatten es in der Vergangenheit nicht einfach solchen Content zu finden. In Shadowlands wird das aber anders sein, Spieler müssen nicht mehr ihre Komfortzone verlassen, um mächtige Gegenstände zu erhalten oder aufzuwerten. Generell sollte sich niemand dafür bestraft fühlen, eine bestimmte Art von Spielstil zu präferieren. 

Schreibe einen Kommentar

Du darfst keine Kommentare schreiben
Nur Mitglieder auf Vanion.eu können Kommentare schreiben und beantworten, sowie Votes abgeben. Logge dich also ein oder erstelle dir jetzt einen Account. Hat schließlich keine Nachteile.
Raske - Mitglied

Generell sollte sich niemand dafür bestraft fühlen, eine bestimmte Art von Spielstil zu präferieren. 


Hört sich nicht glaubhaft an.
Das Heiler kein Schaden machen sollte klar sein. Wie lange hatte es gedauert bis Blizz es eingesehen hat und die Visionen runterskaliert haben? Genau.
Und selbst dann ist es immer noch ein Krampf. Mit meinem Holy schaffe ich keinen kompletten Run.
In der Gruppe werde ich nicht mitgenommen, da dort keiner einen Heiler braucht, sondern DDs. (Letztendlich wie bei den Inseln, wo man als Heiler auch nicht mitgenommen wird)
Selbst in den mittleren M+ finde ich immer mehr Gruppen, die ohne Heiler losgehen.
Also meinen Spielstil (Heiler) finder ich in keinen aktuellen Content so richtig wieder.
 
Avada - Mitglied
hört sich gut an aber wie ich blizzard kenne die letzten jahre halten sie nicht ihren wort
1
Hogzor - Mitglied
"Allerdings gibt es ein wöchentliches Cap, welches vermeiden soll, dass Spieler sich dazu gezwungen fühlen, immer weiter und weiter den Turm abzufarmen."
wohl eher um Spieler langfristig bei Laune zu halten ;)
Sahif - Mitglied
Wenn es dieses Cap nicht gibt beschweren sich wieder alle über den Grind, weil angeblich jede Gruppe das Maximum voraussetzt. Wenn es ein Cap gibt wird sich über Timegating beschwert. Allen Recht machen kann man es nicht grade bei der Vielfalt in der Spielerschaft. In BfA war es eher auf die erste Variante ausgelegt und das ist bei einem Großteil der Spieler nicht gut angekommen. Jetzt versucht man sich halt wieder an Caps.
1
Ara - Mitglied
Fände ein cap von belohnungen ok aber darauf kommt nie einer oder sie wollen es nicht. Einfach mal einen coolen Modus rein packen den man zocken kann weils fun macht und man gerade nix zu tun hat wäre was =)
Winchester - Mitglied
Ein Loot-Cap wirds ja geben und find ich vollkommen in Ordnung für die Legy Mats.

Wenn man drüber hinaus auch weiterhin rein kann für die kosmetischen Extras find ichs erst recht cool. So kann man wenn die Woche eher stressig ist kurz das Loot Cap voll machen und gut.. Und wenn man mal Zeit und Lust hat kann man trotzdem noch den Turm pushen für andere Belohnungen.
 
1
Maulbeerbaum - Mitglied
Was ich mich jedesmal frage, wo fängt ein Casual an und wo fängt ein Hardcore an. Fängt ein Casual bei einer Stunde im viertel Jahr an oder erst bei 6 Stunden pro Woche? Ein Hardcore bei 5 Stunden am Tag und 7 Tage die Woche?
1
Artist - Mitglied
Ich glaube es wird daran definiert welche Ziele sich jemand setzt. Jemand der nur macht was auf ihn zukommt, ohne viel Aufwand durch will, und einfach nur mal ausprobieren mag, ist eher casual (oder auch Gelegenheitsspieler). Wer aber klare Ziele hat, die Ausdauer und "knowhow" mit sich bringen, und sich den schwierigsten Herrausforderungen stellt, spielt hardcore. Das sowas immer noch mit Zeitaufwand in Verbindung gebracht wird ist irreführend, da Wow in den letzten Jahren sehr viel "einfacher" geworden ist, schon alleine durch die (über)informierte Community.
1
HNordlichtH - Mitglied

In Shadowlands wird das aber anders sein, Spieler müssen nicht mehr ihre Komfortzone verlassen, um mächtige Gegenstände zu erhalten oder aufzuwerten. Generell sollte sich niemand dafür bestraft fühlen, eine bestimmte Art von Spielstil zu präferieren. 


Finde ich gut :) Hoffentlich behalten sie es bei, so das auch Casual-Spieler mithalten können und nicht benachteiligt werden.
 

5
Faen - Mitglied
Das kann man natürlich so sehen.. oder so sehen.

Die Hardcore-Fans.. wovon ich nicht nur von PvP Gladiatoren/World First Raid gilden spreche sind halt eine Spielerschaft die sehr Treu dem Spiel und der Firma gegenüber stehen, sie sind die Zweite Seele des Spieles meistens. Diese haben natürlich deutlich mehr Ambitionen als der Casual-Spieler daher.. um die Hardcore Fans nicht zu vergraulen aber auch die Breite masse an Casual Spieler nicht Unbesiegbare Steine vor den weg zu legen muss man ausbalancieren und ausprobieren wie der Größtteil des gesamten spielerpools zufrieden ist. Allen kann man es nicht recht machen.
3
Shandorei - Mitglied
Sie sollten das Spiel generell auf 2 Server aufteilen eins für casuals und eins für Hardcore Spieler wo wieder alles schwerer wird und die ganzen specs so überarbeitet werden das es wieder darauf ankommt wie man spielt und nicht was.