Artikel Erstellt am 13.05.2012 - 15:09 Von JohnnyRiot

Jaina Prachtmeer Teil 1

Es ist Sonntag und wie jeden Sonntag kommt von mir etwas über die Lore. Dieses Mal sogar in mehreren Teilen. Es geht nämlich um die gute Jaina Prachtmeer, über die ja bald auch ein Buch erscheint und die, so wie es aussieht, eine wichtige Rolle in Mists of Pandaria spielen wird. Da ich aber irgendwann festgestellt habe, dass es verdammt viel über Jaina zu schreiben gibt, habe ich mir gedacht, dass ich dies in mehrere Teile verpacke. Diese Woche kommt Teil 1, von ihrer Kindheit bis zur Schlacht um den Berg Hyjal.

Meine Quellen:

Die deutsche WoWWiki
Das Buch: Arthas Aufstieg zum Lichkönig



Kindheit und Jugend

Geboren wurde Jaina während des Zweiten Krieges. Sie war die Tochter des Großadmirals Daelin Patchtmeer, der auch Herrscher über Kul Tiras war. Sie hatte mehrere Brüder, unter anderem den im Zweiten Krieg verstorbenen Derek Prachtmeer. Dieser wurde von den Drachenreitern der Horde getötet. Als junges Mädchen war Jaina besonders von den Geschichten über Aegwynn, der Wächterin von Tirisfal, fasziniert. Diese sollte sie auch viele Jahre später kennen lernen. Durch ihre adlige Abstammung war es nur eine Frage der Zeit bis sie auf den Kronprinzen von Lordaeron, Arthas, traf. Allerdings wurden bei Jaina magische Talente entdeckt, was sie zu einer Ausbildung in Dalaran qualifizierte.

Arthas, ihre große Liebe

Mit etwa 14 Jahren sollte ihre Ausbildung in Dalaran beginnen. Ihr Vater schickte sie in die gleichnamige Hauptstadt von Lordaeron, um sie von dort aus in die Stadt der Magier eskortieren zu lassen. Der Kronprinz Arthas hatte sich zu diesem Zeitpunkt schon etwas in Jaina verguckt und bestand darauf, sie persönlich dorthin begleiten zu dürfen. König Terenas zögerte, aber ließ seinen Sohn an der Eskorte teilhaben.

Während dieser Eskorte rasteten sie für eine Nacht im Hügelland. Arthas, der schon immer neugierig war und Jaina beeindrucken wollte, weckte sie. Er wollte mit ihr ein kleines Abenteuer erleben. Also schlichen sie von dort aus zu dem Internierungslager Burg Durnholde. Sie warfen einen Blick auf die Orcs und beobachteten sie. Jaina war erschrocken darüber, dass diese Kreaturen, die so viel Unheil angerichtet hatten, auch Familien gründeten. Sie erkannte, dass dieOrcs vielleicht nicht die Monster waren, wofür sie gemeinhin gehalten wurden. Allerdings hatte sie auch noch genug Angst und Respekt vor ihnen.

Als sie ihren Ausflug beendet hatten und in Dalaran ankamen, wusste Arthas, dass er Jaina wahrscheinlich so schnell nicht mehr wiedersehen würde. Jaina selbst wurde zur Schülerin von Erzmagier Antonidas und Arthas begann seine Ausbildung zum Paladin.

Neben Arthas gab es aber auch andere Mitbewerber. Kael’thas Sonnenwanderer war ebenfalls an ihr interessiert. Sie allerdings nicht an ihm. Erst auf der Zeremonie, bei der Arthas zum Paladin und Mitglied der Silbernen Hand erklärt wurde, sahen die beiden sich wieder. Arthas selbst war erfreut sie zu sehen, da er immernoch in sie verliebt war. Deshalb schaffte er es kurze Zeit später, sich in Dalaran einzuquartieren. Dort fanden die beiden dann zusammen und ihre Romanze begann. Allerdings verheimlichten sie es. Sie trafen sich immer heimlich in der Bibliothek oder anderen abgelegenen Orten. Dies ging aber irgendwann einmal schief und der abgelehnte Mitbewerber Kael’thas erwischte sie dabei, wie sie sich küssten. Diesem gefiel es gar nicht, ließ sich nur gemäßigt etwas anmerken.

Als Arthas die Stadt der Magier verlassen musste, besuchten sie sich häufig und die Beziehung geriet an die Öffentlichkeit. Beide Familien waren zufrieden mit dieser Beziehung und unterstützten sie. In einer Nacht, als sie zusammen im Bett lagen, hatte Arthas starke Selbstzweifel und Jaina schwor ihm, ihn niemals zurückzuweisen.

Schließlich nahm diese Beziehung dann doch ein Ende. Dies ging aber nicht von Jaina aus. Auf einem Ball in Lordaeron zogen sich Arthas und Jaina heimlich in die Gemächer von Arthas zurück. Als Jaina dann anfing laut über ihre Zukunft und eventuelle Kinder nachzudenken, wurde Arthas klar, dass er zu all dem noch nicht bereit war. Er wusste, dass er Jaina liebte und sie liebte ihn auch, aber er konnte diese Beziehung erst weiterführen, wenn auch er bereit dafür war. Und so endete (vorläufig) die Beziehung zwischen Arthas und Jaina.



Die Geißel

Es war inzwischen einige Zeit vergangen, seit die Beziehung mit Arthas endete und Erzmagier Antonidas hatte eine neue Aufgabe für Jaina. Sie sollte eine Art Krankheit, die sich im Norden von Lordaeron ausbreitete, untersuchen. Antonidas nahm an, dass der Sache mit Magie entgegenzutreten sei. Er unterrichtete Jaina auch, dass sie dort auf Arthas stoßen würde. Dieser wurde begleitet von seinem Mentor Uther Lichtbringer. Sie reiste unverzüglich in den Norden und traf auf Arthas und Uther. Zusammen reisten sie weiter, kamen sich dabei wieder näher und ließen ihre Beziehung neu aufleben.

Als sie einen Bauernhof untersuchten, trafen sie auf die ersten Mitglieder der Geißel und erkannten, dass sie durch vergiftetes Korn so geworden sind. Nach Untersuchungen der Kornkisten wussten sie, woher das vergiftete Korn kam. Die Stadt Andorhal war das zentrale Lager von welchem alles Korn überall hin geliefert wurde.

In Andorhal traf Jaina dann auf ein ehemaliges Mitglied der Kirin Tor, der seit einiger Zeit als verschollen galt. Es war Kel’thuzad, den sie als Verursacher der Seuche verdächtigten. Aber dieser war auch nur Diener größerer Mächte. Sie töteten ihn und machten sich auf den Weg nach Strahnbrad, um das dortige verdorbene Korn zu vernichten. Als sie allerdings ankamen, bemerkten sie, dass es bereits zu spät war. Die Einwohner dort hatten es schon konsumiert und verwandelten sich in untote Diener der Geißel. Da Jaina und Arthas nur mit ein paar Truppen auf sich allein gestellt waren, zog Jaina aus, um Hilfe zu holen. Sie konnte Uther Lichtbringer finden, kam mit einer Armee zurück und besiegte mit den anderen die Geißel. Arthas selbst fühlte sich etwas in seiner Ehre gekränkt, da er glaubte, dass Uther seinen Kampfgeist und seine Erfolge runterredet. Uther entschuldigte sein Verhalten damit, dass Arthas nun die Last der Krone das allererste Mal spüren musste. Er konnte aber herausfinden, das der Drahtzieher der Seuche ein Schreckenslord namens Mal’ganis ist und dieser solle sich in Stratholme aufhalten. Uther bat Jaina, dass sie ihn beruhigen sollte und sie schlich mit einem Unsichtbarkeitszauber hinter ihm her. Aber es tauchte eine merkwürdige Gestallt vor ihm auf. Sie hatte von dieser Gestalt schon gehört da, er schon König Terenas aufsuchte. Die Leute nannten ihn nur den Propheten. In Wahrheit war es der Letzte Wächter und Aegwynns Sohn Medivh, der Arthas erklärte, dass er mit seinen Leuten nach Kalimdor reisen solle. Arthas weigerte sich und zog mit seinen Leuten nach Stratholme.

Als er die Stadt mit seinen Truppen erreichte, musste er feststellen, dass sämtliches Korn zu Brot verarbeitet und auch schon verzehrt wurde. Also befahl Arthas, dass die Stadt „gesäubert“ werden müsse. Jaina und Uther, die nun auch vor Ort waren, lehnten seinen Plan ab. Mittels der Privilegien eines Kronprinzen, löste Arthas den Orden der Silbernen Hand auf und enthob Uther seines Kommandos. Jaina, die allerdings auch dagegen war, drehte einfach ab. Der immer mehr dem Wahnsinn verfallende Arthas, gefiel das gar nicht. Denn schließlich schwor sie ihm, ihn niemals zurückzuweisen und das hatte sie in diesem Moment getan. So endete die Beziehung zwischen Arthas und Jaina endgültig.



Einige Tage später trafen sich Jaina und Uther in den Ruinen von Stratholme. Diese hörte nicht mal mehr auf zu brennen. Uther war wütend und wollte wissen, was Arthas nun vorhat. Jaina hatte sich kurz vorher mit Arthas getroffen und dieser erzählte, dass er Mal’ganis nach Nordend folgen würde. Sie erzählte alles Uther, der dagegen etwas unternehmen wollte und reiste nach Lordaeron. Jaina hingegen bekam als Letzte Besuch vom geheimnisvollen Propheten. Medivh hatte es inzwischen bei Terenas, Arthas und Erzmagier Antonidas versucht, aber alle drei wollten nicht auf ihn hören. Also wandte er sich an Jaina und sagte, sie solle mit genügend Leuten nach Kalimdor aufbrechen. Jaina selbst zögerte, denn sie wusste nicht, was sie tun sollte und so bat sie um Zeit, damit sie sich mit Antonidas beraten konnte.

Kalimdor

Als sie in Dalaran ankam, ereilten sie die schlechten Neuigkeiten um Arthas. Sie erfuhr, dass Arthas nun dem Lichkönig diente und seinen eigenen Vater tötete. Dazu erfuhr sie, dass der Todesritter auch Quel’thalas, das Land der Hochelfen, auslöschte. So kam es zu einer unbequemen Begegnung mit Prinz Kael’thas, der außer sich war. Er stritt mit Jaina und warf ihr die Beziehung mit Arthas vor und dass er nicht verstehen könnte, Arthas ihm vorzuziehen. Jaina selbst wusste nicht, was sie sagen sollte, brauchte Kael’thas einfach nur jemanden, auf den er seinen Ärger projizieren konnte. Kurz bevor sie abreiste, stand ihr ehemaliger Geliebter mit seiner Untotenarmee vor den Toren Dalarans und wollte die Stadt der Magier zerstören. Jaina bat Antonidas mit ihr zu kommen, aber er meinte, dass es nun zu spät für ihn wäre und sie ohne ihn gehen müsse. Und so zog Jaina nach Kalimdor.

Einige Monate waren vergangen als Jaina schlussendlich in Kalimdor ankam. Dabei waren Überlebende von Lordaeron, einige Ritter der Silbernen Hand und Freiwilligenbrigaden diverser Nationen der Allianz von Lordaeron. Jaina ließ verschiedene Stützpunkte errichten und zog aus zum Steinkrallengipfel, um sich erneut mit Medivh zu treffen. Dort traf sie auf einen alten Feind. Es waren die Orcs, die unter Kriegshäuptling Thrall dienten. Außerdem befanden sich auch schon Tauren unter den Orcs, aber Medivh konnte den Krieg beider Parteien beenden und einigte sie. Medivh brachte ihnen auch eine schlechte Nachricht und zwar, dass Grom Höllschrei erneut vom Blut Mannoroths getrunken hatte und so wieder den Dämonen diente.

Mit ihren neuen Verbündeten zog Jaina aus, um den verdorbenen Grom Höllschrei durch Zusammenarbeit von Schamanen der Horde und Priestern der Allianz zu heilen. Thrall musste dafür Grom mit einem magischen Gefäß gefangen nehmen. Dies gelang dem Kriegshäuptling und Grom wurde gereinigt. Thrall und Grom stellten sich dann zusammen dem, durch den Grom so verdorben wurde. Sie kämpften gegen den Grubenlord Mannoroth und gewannen, allerdings starb dabei Grom Höllschrei.



Die Nachtelfen und die Schlacht am Berg Hyjal

Zusammen zogen Allianz und Horde Richtung Norden ins Eschental. Aber in diesem Wald hat sich nicht nur die Brennende Legion, die nach und nach in Azeroth einfiel, beheimatet, sondern auch das uralte Volk der Nachtelfen. Diese wussten noch nichts von der Bedrohung durch die Brennende Legion und sahen die neuen Völker als Bedrohung. Sie löschten mehrere Stützpunkte von Allianz und Horde aus bis Medivh einschritt. Er rief nach Jaina und Thrall und machte sie mit Malfurion Sturmgrimm und Tyrande Wisperwind bekannt. So zogen die drei verschiedenen, aber dennoch verbündeten, Parteien auf zum Berg Hyjal. Dort plante Malfurion eine Falle für den Kommandanten der Legion, Archimonde. Archimonde hatte ein Ziel: Den Weltenbaum. Und das machte sich Malfurion zunutze. Er bündelte die Macht des Weltenbaums Teldrassil mit der Macht der Natur. Allerdings benötigte dies Zeit und die Allianz, die Horde und die Nachtelfen mussten so lange kämpfen, bis Malfurion fertig war. Als die Falle gestellt war, schlug sie auch zu und Archimonde konnte vernichtet werden.


Teil 2 wird dann nächsten Sonntag erscheinen. Da wird es darum gehen, was zwischen der Schlacht um den Berg Hyjal und Wrath of the Lichking mit ihr passiert ist.



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JohnnyRiot Gast
@Benjoe Blizzard hat immer so kleien fehler in ihrer lore drin ich wei├č nicht ob du das buch arthas aufstieg zum lichk├Ânig gelesen hast. Dort sieht Jaina noch wie Arthas dalaran angreift und flieht kurz vor dem endg├╝ltigen angriff. Der Angriff auf Dalaran war nach Nordend, Quel'thalas und so weiter
# am 13.05.2012 - 19:45
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Lexorate Gast
Gut geschrieben es befinden zwar einige Lord fehlerchen aber die sind nicht von belang
# am 13.05.2012 - 18:43
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Benjoe Gast
Hm mal wieder sch├Ân geschrieben man merkt dass du dir m├╝he gibst, aber ich habe eine kleine unstimmigkeit gefunden. Du meintest dass Jaina mit ihrer Expedition nach Kalimdor erst nach dem Fall Lordaerons/Quelthalas/Dalarans vorranschritt. Aus der Warcraft 3 Kampagne geht aber eigentlich relativ klar hervor, dass sie schon kurz nach der S├Ąuberung von Startholm auf anweisungen des Propheten Medievh nach Kalimdor reist. Da sich die Nordendexpedition und die folgenden ereignisse sich ├╝ber einen Zeitraum von mindestens einem halben Jahr ziehen ist das auch ein wenig unlogisch. Ich wei├č nicht woher deine Passage genau stammt oder ob blizzard selbst einen kleinen Denkfehler hat wie z.B auch bei ihrem alter aber ich halte die Sachverhalte aus WC3 f├╝r sagen wir mal "realistischer" ^^ Aber trozdem top arbeit ich freu mich schon auf part 2
# am 13.05.2012 - 16:57
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reteq Gast
Ich hoffe, n├Ąchste Woche auch Warcraft3 in deinen Quellen lesen zu d├╝rfen. Die Kampagne um den Aufbau Durotars ist schlie├člich essentiell f├╝r die Beziehung zwischen Jaina und der Horde. Leider muss dann wohl auch das schlechteste Warcraft-Buch bisher "Teufelskreis" mit rangeogen werden. Dieses Preset f├╝r WoW ist echt so furchtbar und vergewaltigt die Lore um Aegwyn. Aber Hauptsache, das Resultat stimmt mit Classis ├╝berein :( Gerade durch die Aegwyn-Geschichte hatte Jaina danach aber so viel Potential und durfte ausschlie├člich als Heulsuse herhalten die selbst in der eigenen Fraktion nur noch ein HDF nach dem anderen bekommen hat. Wie sie dass jetzt mit dem Fall Theramores wieder hinbiegen wollen? Sieht mir pers├Ânlich ja eher nach dem n├Ąchsten Schritt in Richtung Anime aus. Nach dem uns├Ąglichen Super-Saiyajin auf dem Thron von Stormwind...
# am 13.05.2012 - 16:29
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Lanf Gast
Wie immer sch├Ân geschrieben ;)
# am 13.05.2012 - 16:00
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