Lore-Spezial: Ist Lichkönig Bolvar noch auf unserer Seite?

Im Laufe der Kampagne der Todesritter in Legion führt man die Befehle des Lichkönigs Bolvar aus, um mächtige Waffen und Gefährten für den Kampf gegen die Brennende Legion zu erhalten. Doch will Bolvar uns wirklich helfen oder hat er andere Pläne?

Veröffentlichung
am 12.10.2017 - 10:37
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Es muss immer einen Lichkönig geben - Dieser Satz war ausschlaggebend dafür, dass heutzutage hoch oben auf der Spitze der Eiskronenzitadelle Bolvar Fordragon sitzt, um die Geißel auf Nordend im Zaun zu halten. Damals, nach dem Sieg über Arthas, folgte Tirion Fordring schweren Herzens den Anweisungen von Bolvar und setzt ihm den Helm der Dominanz auf. Bolvar wurde komplett auf dem Frostthron vom Eis eingeschlossen und warnt Tirion der Welt nichts davon zu erzählen, um den Frieden zu gewährleisten und nie mehr wieder zu kehren.

Das ist nun viele Jahre her und seitdem haben wir auch nichts mehr von Blovar und der Geißel gehört. Friede, Freude, Eierkuchen also! Doch mit Legion wurde die Geschichte des Lichkönigs wiederaufgenommen. Passend zur Invasion der Brennenden Legion auf Azeroth erwachte Bolvar aus seinem kalten Schlaf, um uns beim Kampf gegen Sargeras und seine Dämonen zu unterstützen. Doch ist das der einzige Grund für die Rückkehr des Lichkönigs? Es hat den Anschein, als wäre Bolvar nicht mehr er selbst ...
 

Die Rückkehr des Lichkönigs

Zum Start der Abenteuer auf den Verheerten Inseln bekommen Todesritter eine Quest von Lichkönig Bolvar, der aus seinem Schlaf erwacht ist. Es ist wird klar, dass Bolvar uns helfen will die Brennende Legion zurückzuschlagen und die Ritter der Schwarzen Klingen, die früher noch gegen Lichkönig Arthas gekämpft hatten, wollen Bolvar unterstützen, solange die Geißel dort bleibt, wo sie ist: in Nordend. Frost-Todesritter erlangen während der Questreihe die Klingen des gefallenen Prinzen als Artefaktwaffe. Geschmiedet aus den Splitter von Frostgram selbst, ist diese Waffe genauso, wenn nicht sogar mächtiger, als jenes Schwert, welches den Lichkönig damals zu unzähligen Siegen geführt hat. 

Nachdem man als Todesritter seine Waffe erhalten hat, steigt man zum Todesgebieter der Schwarzen Klingen auf. Die Schwarzen Klingen folgen einem nun im Krieg gegen die Brennende Legion. Doch dabei soll man nicht vergessen, dass sie nicht dem Lichkönig dienen. Sie sehen in ihm einen unverzichtbaren Verbündeten in der Schlacht um Azeroth. Darion Mograine selbst warnt sogar die Spieler des Öfteren vor den Entscheidungen, die Bolvar trifft, um uns stärker zu machen. 
 
 

Mord, Folter und Gehorsam - Wiederholt sich die Geschichte?

Schauen wir einmal auf das Startgebiet der Todesritter zurück, so erinnern wir uns an einige schlimme Taten, die man als Todesritter unter der Herrschaft von Lichkönig Arthas begangen hat. Bestes Beispiel dafür ist das Abschlachten von wehrlosen Zivilisten in der Scharlachroten Enklave oder die Folter derer, um an Informationen heranzukommen. Doch damals standen wir natürlich unter dem Einfluss von Arthas und waren somit nicht bei Verstand. Nun haben wir einen freien Willen und wissen, was sich gehört. Oder doch nicht? Während der Kampagne des Todesritter in Legion hat man das Gefühl, dass sich die Geschichte ein wenig wiederholt.

Der größte Knackpunkt ist dabei die erneute Schlacht an der Kapelle des hoffnungsvollen Lichts, der Klassenhalle der Paladine. Auf unserer Mission, die vier Reiter der Apokalypse neu zu formieren, soll der Leichnam von Tirion Fordring aus seinem Grabe geholt werden, um ihn als Anführer der Reiter wiederzuerwecken. Etwas was auch Darion Mograine nicht gutheißen konnte, doch er folgte der Entscheidung des Spielers, der wiederum die Befehle des Lichkönigs ausführte, um starke Verbündete zu erlangen. 

Wer die Kampagne selbst gespielt hat, der wird wissen, dass Darion beim Angriff auf die Kapelle sein Leben ließ. Doch nicht für lange, denn er wurde mit der Macht des Todesritter wiedererweckt und zum Anführer sowie vierten Reiter der Apokalypse ernannt. Interessant daran: seit er wiedererweckt wurde, verlor er kein einziges negatives Wort mehr über Lichkönig Bolvar. Bedeutet dies also eventuell, dass Bolvar wusste, dass ein Angriff auf die Klassenhalle der Paladine in einem Fiasko enden würde? Hat er es nur gemacht, um Darion sterben zu lassen, später mit einem gebrochenen Willen wiederzubeleben und somit mehr Einfluss auf die Ritter der Schwarzen Klinge zu haben?
 

Die Warnung von Arthas

Ein weiterer interessanter Fakt ist der, dass Frost-Todesritter mit den Klingen des gefallenen Prinzen in den Gebieten auf den Verheerten Inseln manchmal ein Echo von Arthas sehen können. Das Echo sagt folgendes: Ihr glaubt, die Kontrolle und einen eigenen Willen zu haben ... Ihr glaubt, frei zu sein, dabei seid Ihr immer nur sein Werkzeug. Dabei herrscht ER über euch. ER bestimmt Euer Schicksal. Wer "Er" ist, wird nicht genauer beschrieben, aber falls Bolvar gemeint ist, und davon gehen wir nun einfach mal aus, könnte das ein weiterer sehr direkter Hinweis darauf sein, dass etwas nicht mit rechten Dingen zugeht. 
 


 

Andere Pläne ...

Der letzte Kontakt der Todesritter mit Bolvar spielt sich während der Questreihe für das Klassenmount ab. Während der Suche nach noch mehr Macht im Krieg gegen die Brennende Legion, schlachtet man die Drachen im rubinroten Drachenschrein ab, um an Informationen heranzukommen. Zudem wird eine neue Brutmutter für untote Drachen erschaffen. Kurz bevor das Ziel erreicht ist, meldet sich Bolvar erneut zu Wort. Er teilt uns mit, dass falls wir versagen, er sich Archerus und somit die Ritter der Schwarzen Klinge unter den Nagel reißen wird. Arthas wollte damals Rache an der Zitadelle nehmen, doch er hat ... andere Pläne! 
 
 

Es müssen halt Opfer gebracht werden ...

Auf diversen Plattformen gibt es bereits reichlich Diskussionen darüber, was die Kampagne des Todesritter für die Zukunft der Geißel und Bolvar zu bedeuten hat. Es gibt jedoch gespaltene Meinungen. So gibt es auch die Sichtweise, dass Bolvar uns tatsächlich nur im Kampf gegen die Brennende Legion unterstützen will und dafür müssen halt Opfer gebracht werden. Andere wiederum sagen, dass es ganz klar war, dass Bolvar durch den Helm der Dominanz irgendwann wieder korrumpiert werden würde. 

Eine Szene, an der man sehen kann, dass es Bolvar gar nicht unbedingt um den Sieg über die Brennende Legion geht, sieht man als Todesritter lustigerweise gar nicht, sondern als Feuer-Magier. Um die Artefaktwaffen Felo'melorn zu erhalten, muss der Spieler wie die Todesritter einen Abstecher in die Eiskronenzitadelle machen. Dort angekommen, spricht Lichkönig Bolvar mit einem und sagt dem Spieler sehr direkt, dass er einem nicht helfen wird. Ganz im Gegenteil, wenn man versagt, wird der Lichkönig ein Mitglied der Geißel aus dem Magier machen. Ziemlich komisch, dass der, der einem Todesritter beim Sieg über Sargeras helfen möchte, anderen Helden nicht dabei untersützt stärker zu werden! 
 

Das falsche Spiel von Bolvar

Nachdem es nun bereits 2-mal einen Lichkönig gab, hat die böse Macht eventuell aus der Vergangenheit gelernt und versucht dieses Mal anders an die Herrschaft zu gelangen. Mit der Neuformierung der 4 Reiter, der neuen Brutmutter für untote Drachen, dem Tod sowie der Wiedergeburt von Darion und dem Beschaffen einer wahrscheinlich noch mächtigeren Waffe als Frostgram, hat man als Spieler gut was geschafft. Bolvar hat einem viele Geschenke bereitet, die den Todesritter stärker machen.

Eine relativ einfache Taktik, die man mit Sicherheit schon aus vielen anderen Spielen, Filmen und eventuell sogar aus dem realen Leben kennt. Statt jemanden zu zwingen etwas zu tun, versucht man ihn durch etwas vermeitlich positives dazu zu bringen. Gleichzeitig hat Bolvar selbst dadurch ja sogar Vorteile für sich herausgeholt. Was auch immer das bedeuten mag, es hört sich auf jeden Fall nicht sonderlich gut an. Generell kann man während der Auftritte von Lichkönig Bolvar merken, dass seine Ausdrucksweisen einen eher böswilligen Touch aufweisen. Den Bolvar, dem wir in Wrath of the Lich King begegnet sind, erkennt man nicht mehr wirklich. Zudem muss es eigentlich noch ein Nachspiel für die Taten der Todesritter geben. Vor allem bezüglich des Angriffs auf die Kapelle des hoffnungsvollen Lichts!
Andi

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Veruciel - Mitglied
naja hängt der untot nicht irgendwie mit der leere zusammen? villeicht wird bolvar einfach nur für die zukunft als leerensklave vorbereitet
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blazer - Mitglied
ich denke ich muss die todesritter quests wohl mal machen  :)  aber ich hätte nichts dagegen vielleicht auch im nächsten addon mehr mit dem neuen lich king zutun zu haben :)
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khamul93 - Mitglied
Die wichtigste Tat in dem ganzen ist ja das Gemetzel am Rubinsanktum. Aber dort hat der Spieler völlig freie Hand, Bolvar sagt einem ja sogar das man kein Blutbad anstellen muss.(Ich hab keinen einzigen Drachen verletzt, auch wenn sie mich ordentlich durchgeboxxt haben)
Abseits davon hat man nichts wichtiges getan außer in die Kapelle einzumarschieren, ein Schritt der aber notwendig war.
Tirion wäre ein unglaublich mächtiger Todesritter gewesen, unter Umständen mächtiger als der Spieler.
Das einzige wo ich unschlüssig bin ist, ob Tirion dafür oder dagegen gewesen wäre.
Er hat zwar den Untod zwar gehasst aber sich selbst zu opfern um die Welt gegen die Legion zu verteidigen wäre auch nicht gerade untypisch für ihn.
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Bigshiks - Mitglied
Ich glaube auch nicht, dass die Variante wo man das Rubinsanktum komplett ausräumt Kanon ist, wenn es das wäre hätte kurz danach alexstrasza vor der Tür gestanden und dem Spieler gezeigt wie gut so eine Nekropole brennen kann 
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MonTyphon - Mitglied
Ich denke da wir auf Argus sind und bekanntlich dort die Zeit langsamer voranschreitet Als auf azeroth somit kann er die acherus übernehmen da wir dann für den Lich King oder besser gesagt unsere Anhänger für Tod erklären 
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RoithiDH - Mitglied
Die Zeit schreitet auf Argus und im Twisted Nether schneller voran z.B. Alleria und Turalyon haben über 1000 Jahre im Twisting Nether gegen die Legion gekämpft während auf Azeroth 35 Jahre vergangen sind. Also würden wenn wir 1 Jahr auf Argus sind ca. 13 Tage auf Azeroth vergehen. Zwar kann Bolvar wenn er will schnell agieren aber uns nach 13 Tage Tod zu erklären ist auch etwas voreilig xD
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gajaluthien - Mitglied
Wie kommst du darauf das die Zeit  auf Argus langsamer vergeht? Wenn ist die Zeit eher schneller vergangen dort. Für Alleria/Turalyon vergehen 1000 Jahre, für uns 30.
Zudem denke ich die Zeitunterschiede sind durch das Portal zwischen den Welten aufgehoben.

Zu Bolvar jedoch... naja ehrlich gesagt hoffe ich da passiert nicht wirklich was. Wotlk 2.0 wäre doch echt langweilig.
 
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Andi - Staff
Also irgendwer hat mal das Gerücht in die Welt gesetzt, dass die Zeit auf Argus langsamer vergeht habe ich das Gefühl ... denn das wird öfters mal behauptet ^^
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Faen - Mitglied
Problem ist nur das die Zeit auf Argus entgegend wirkt.. 1000 Jahre dort sind für uns 40-50 Jahre ungefähr das bedeutet das die zeit bei uns garnicht solange gewesen sein dürfte
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reykur - Mitglied
Sicher das die Sache mit der Zeit wirklich noch aktuell ist?
Nicht vergessen, der Planet "hängt" nicht mehr da, wo er vorher noch war.
Wobei ich mich immer noch frage, wie generell gerade die drei Planeten (Azeroth, Argus, Scherbenwelt), bzw ihre Reste zueinander geordnten sind, da man Argus auch von der Scherbenwelt am Himmel sehen kann und zwar in der gleichen Himmelsrichtung.
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Bigshiks - Mitglied
Die Zeit auf Argus vergeht so normal wie überall, Alleria und Turalyon haben ja auch nicht 1000 Jahre auf Argus gekämpft sondern auf vielen verschiedenen Welten im Nether, und im Nether vergeht die Zeit nonlinear bzw. überschneidet sich usw. aber man sollte sich da nicht soviele Gedanken drüber machen, da das eh eine Aussage ohne Sinn dahinter war und nur dafür galt um die Charaktere cooler zu machen
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