3. Dezember 2018 - 20:52 Uhr

Statistik zum gestiegenen Fraktions-Ungleichgewicht unter Progress-Gilden

Das Progress-Rennen im PvE gehört in World of Warcraft schon immer dazu. Welche Gilde kann zuerst den aktuell schwersten Boss im Spiel zur Strecke bringen? Früher wurde das alles noch etwas mehr zelebriert, aber auch heutzutage schauen sich gerne noch tausende von Spielern den aktuellen Zwischenstand beim Wettstreit an. Was sich ebenfalls geändert hat, ist das Fraktions-Gleichgewicht. Spielen die Progress-Gilden eher Horde oder eher Allianz? Die Antwort liegt klar auf der Hand: Horde!

Das liegt wohl weniger daran, dass das die Allianz nur langweilige Pferde als Mounts bekommt, sondern eher an Rassenboni, die eine lange Zeit nicht die beste Balance hatten. Zudem treiben Rekrutierungsprobleme die blauen Flaggenträger auch auf die andere Seite. Spieler HealQQ hat sich die Mühe gemacht und einige sehr interessante Statistiken zur aktuellen Lage erstellt, die wir euch folgend einmal genauer erklären! Die Daten dazu hat er von der bekannten Webseite WoWProgress.com genommen.


Die hohe Anzahl an Horde-Transfers

In der ersten Grafik wird gezeigt, wie viele Progress-Gilden seit dem Raidcontent von Warlords of Draenor zur Allianz oder Horde gewechselt sind. Ein wirkliches Gleichgewicht gab es schon früher nicht, aber in Battle for Azeroth sieht man wohl einen klaren Sieger. Nur eine einzige Gilde hat sich zur Allianz gesellt, aber ganze 26 Stück folgen nun Sylvanas Windläufer in den Krieg ... oder Saurfang!
 
 

Die (sinnlosen) Ruhemshallen-Erfolge

Blizzard hat versucht das Problem in den Griff zu bekommen und so wurden die neuen Ruhmeshallen-Erfolge eingefügt! Diese Heldentat bekommen die ersten 100 Gilden der Allianz und Horde, die den Endboss eines Raids weltweit im mythischen Modus besiegt haben. Also total unabhängig vom Server oder der Region! Zusätzlich erhalten die ausgewählten Spieler auch noch einen Titel. Für Uldir gibt es z.B. als Hordler Ruhmeshalle: G'huun (Horde) und den Titel Ruhmreicher Schlächter von G'huun.

Dadurch sollten Horde-Gilden, die z.B. eher auf Platz 150 sind, den Anreiz verspüren zur Allianz zu wechseln, um diese Heldentat zu erhalten. Doch das hat offenbar nicht geklappt. Wie ihr auf den folgenden Bildern erkennen könnt, sind knapp 80% aller europäischen Gilden, die G'huun im mythischen Modus besiegen konnten (Stand: Mitte November 2018) auf Seite der Horde. Von Woche zu Woche haben 20% Allianzler versucht weitere Kills zu holen, doch die Horde lag ganz klar vorne!
 
 

Was bringt die Zukunft?

Da der Plan der Entwickler mit den Ruhmeshallen-Erfolgen offenbar nicht aufgegangen ist, darf man gespannt sein, ob es in Zukunft weitere Anpassungen geben wird. In der Schlacht von Dazar'alor, die mit Patch 8.1 ins Spiel kommt, gibt es zumindest keine Neuheiten, die darauf hinweisen, dass das Gleichgewicht verbessert werden könnte. Nach Meinung einiger Spieler, wäre die einfachste Lösung die Fraktionsbarriere in Raids zu entfernen. Gilden sind heutzutage sowieso nicht mehr das, was sie mal waren und somit gäbe es zumindest keine Rekrutierungs-Probleme durch Fraktionen mehr. Was denkt ihr?

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Jasteni - Mitglied
Alsoich bin schon lange dafür die Fraktionsbarriere bei den Spielern aufzuheben. Fand die schon immer sinnfrei. Weil in einem PVE Content geht es der Gruppe ja darum gegen einen Boss anzutreten. Ob der zu einer Fraktion gehört, ein alter Gott ist oder Hogger aus Westfal ist den Spielern doch vollkommen egal.
Und auch Lore technisch macht es keinen Unterschied.
Der neue Raid wird das schon zeigen. Den dort werde ich als Hordler, verkleidet als Allianzler, einen Verbündeten König abschl... töten :P.
Und die Allianzler werden der Imba OP Queen auch in den Hintern treten =D
Warum dann nicht direkt eine Fraktionsübergreifende Gruppe machen und festlegen ob das eine Horde oder Allianz Gruppe ist und zack hat man kein Lore problem. Aber so könnte jeder Spieler mit jedem anderen Spieler zusammen spielen!

Und seien wir mal ehrlich. Das so zu ändern wäre absolut nichts schlimmes immerhin gibt es den Fraktionswechsel für 25 € und da passiert das selbe nur dauerhaft und für Geld.
 
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Rikachan - Mitglied
Also mir persönlich sind Rassenboni vollkommen egal (ich bin auch kein High end top progress raider ;) ). Ich spiele Horde weil mir die Völker und auch der Gedanke hinter der FRaktion besser gefallen als die der Allianz :)
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Towynn - Mitglied
Also die Fraktionsbarriere entfernen wäre für mich der größte Schwachsinn. Dann können wir uns auch gleich alle an den Händen packen, im Kreis tanzen mit Sonnenblumen im Haar und Ein bisschen Frieden singen.

Das Problem ist meiner Meinung nach viel einfacher lösbar indem man der Allianz einfach Volksboni gibt die sehr OP sind, damit ein paar Leute wieder auf Allianz transen. Währendessen schaltet man dann alle Volksboni gleich oder sie werden im Raid deaktiviert.

Wobei ich dazu sagen muss, dass ich nicht glaube, dass die Allianz jemals wieder im Progress vorne dabei sein wird. Ich denke, dass das auch gar nicht die Intention von Blizzard ist. Sonst hätten die ja niemals den Blutelfen Buff so verändert das er im nächsten Raid sehr stark wird und ja ich weiß das die meisten nicht wegen den Blutelfen rüber transen. Die Volksboni machen heutzutage wirklich nur noch maginal etwas aus, die meisten transen nicht deswegen auf Horde sondern weil dort die meisten besseren Spieler sind. Klar, es gibt auch auf Allianz gute Spieler, aber die meisten, und das ist Fakt, sind auf Horde da in der Vergangenheit die Volksboni so extrem stark waren.

Wie und ob überhaupt Blizzard das änden kann/will kann ich nicht sagen, vielleicht indem man die Allianz vorerst stark bevorzugt, vielleicht indem man die Franktionsbarriere entfernt. Aber eine Entfernung der Fraktionsbarriere wäre in meinen Augen der Tod von WoW (jaja tot gesagte leben länger und so). Aber das hätte dann halt geschichtlich nicht mehr viel mit WoW zu tun.
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Erenjaeger - Mitglied

Das Problem ist meiner Meinung nach viel einfacher lösbar indem man der Allianz einfach Volksboni gibt die sehr OP sind, damit ein paar Leute wieder auf Allianz transen. Währendessen schaltet man dann alle Volksboni gleich oder sie werden im Raid deaktiviert.


Also du willst die Allianz Rassenboni OP machen, damit sich die World First Raider "gezwungen" fühlen zu wechseln. Daraus resultiert, dass die Com denkt dass die auch wechseln müssten und schon heißt es in den Foren, dass Blizzard nur Geldgeil ist und damit nur mit dem Fraktionswechsel Geld machen will. Dann beschwert sich die Horde, es gibt wieder Anpassungen und die Leute wechseln wieder und siehe oben.

Deine Idee mag zwar auf der sehr kurzen sicht einfach sein, wenn man aber kurz darüber denkt auch wieder nicht die beste Lösung wäre.
 
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rathura - Mitglied
Sry aber solange es Rassenbonis gibt die DPS vorteile bringen kann mir keiner Erzählen dass Blizzard das ernsthaft als Problem sieht und eine Lösung sucht.
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Kaeles - Mitglied
Für mich also eindeutig, nach dem Addon wird die Allianz vernichtet sein und es gibt nur noch die Horde als spielbare Fraktion ;P
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Muhkuh - Mitglied
Das musst du aber auch irgendwie in China und Ozeanien bekannt machen^^

, ist doch dort die Allianz im Auftrieb bzw. in den High-End-Gilden stärker vertreten als die Horde - sagt zumindest die Analyse von wowhead, darum ist die Allianz auch weniger weit zurück, als man eigentlich vermuten würde.

 
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Kaeles - Mitglied
Naja, wenn die Story so erzählt wird werden sie es schon merken :)
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Canesh - Mitglied
Blizzard müsste doch einfach nur etwas an den Volksboni ändern.
Im PvP sieht das Ganze anders aus, da spielt die Masse der top
Spieler Ally... 

Eine Lösung wäre zB das Caster/range auf ally Seite bessere boni haben und meeles auf Horde.... 

Auf der anderen Seite muss man auch sagen wen juckt das ? Die wenigstens spielen so weit oben mit und für den normalen Spieler geht es rein um Geschmack.
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Ausrastelli - Mitglied
Aha, okay wissen schon mal alle das du Caster/Range auf Seiten der Allianz spielst!
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Canesh - Mitglied
Horde WL ...
Aber danke Sherlock, dass du dich so konstruktiv beteiligt hast....
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Jasteni - Mitglied
Einfach nur passive Volkbonis haben.
Laufgeschindigkeit, Vermeidung, Gold, Resistenz gegen die verschiedenen Arten der Magie und auch Physisch ....
Das ganze im 1-3 % Bereich und Fertig. Jede Rasse hat dann was einzigartiges aber nichts mehr das OP wäre.
Oder ganz abschaffen^^ Oder bei beiden Frakionen die selben Boni :O
 
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Kelturion - Mitglied
Wenn Blizzard das macht können sie das Spiel auch direkt einmotten, denn dann hätten sie dem Spiel loretechnisch endgültig den Genickschuss verpasst.

Ich denke ein besserer Ansatz wäre diesen ganzen Kram wie Worldfirst-Races vielleicht irgendwie vom regulären Spiel abzukoppeln und auf separate Realms mit speziellen darauf zugeschnittenen Mechaniken auslagern (da könnte man dann tatsächlich die Barriere entfernen). Vielleicht ein bisschen so wie damals die Arena Turnier Realms, falls sich daran noch jemand erinnert.
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kaito - Mitglied
Also wenn Fraktion getrennte Raids für dich zur Lore des Spiels gehören, dann hast du zwei Dinge, bezüglich deiner Aussage, nicht mitbekommen. Zum einen gibt es im PvP den Söldnermodus wo man die Fraktion temporär wechseln kann, was angesichts der aktuellen Story eigentlich erst recht zum lachen ist, und sieht man von einem Boss bei der PDK und jetzt den zwei Figuren im neue Raid ein mal ab, war in den Raids die Fraktionsfrage ob Horde oder Alliant immer ziemlich egal, weil sich die Inhalte der Raids in der Regel gegen die zum Addon hauptaktive "dritte Fraktion" richtete. Mehr noch, in MoP kämpfte man zuletzt wenn auch knirschend zusammen, wenn auch nur mit NSC der Gegenfraktion. Selbst in Legion trat die Fraktionsreiberei ziemlich in den Hintergrund, sieht man von dem Gezanke zwischen den gammelnden Leichen und den verlausten Hunden mal ab.
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Teron - Mitglied
Ich denke ein besserer Ansatz wäre diesen ganzen Kram wie Worldfirst-Races vielleicht irgendwie vom regulären Spiel abzukoppeln und auf separate Realms mit speziellen darauf zugeschnittenen Mechaniken auslagern
Ist nicht zielführend. Dieser ganze Wettbewerb "Wer legt Boss xy zuerst" hat doch für die Progamer nur den Reiz, dass sie zeigen können, dass sie besser sind als die anderen. Lagert man das aus, mit anderen Mechaniken, dann sind die unter sich. Ich glaube nicht, dass da noch viel Beteiligung wäre. Außerdem hätten wir dann zwei World-First-Races: Einmal auf den ausgelagerten Realms, und es würde ein neuer Wettbewerb auf den normalen Realms stattfinden. Da kann man auch garnichts gegen tun. Da es sich nicht um offizielle Wettbewerbe handelt, würde das ganz automatisch geschehen.

Loretchnisch fände ich das ganze aber garnicht so schlimm. Kommt doch garnicht mehr drauf an. Schon seit vielen jahren kann man sich auf ein und dem selben Server Allianz- und Hordenchars erstellen - das ging früher nicht. Jeder kann für ein paar Euro aus einem Gnom einen Tauren machen. PvP-Realms wurden abgeschafft. Im Auktionshaus treibt man fröhlich Handel miteinander und in den BGs kann man eh die Fraktion wechseln. Also warum nicht auch die Fraktionsbarriere allgemein entfernen? Dieser ganze Konflikt Horde/Allianz besteht doch nur noch auf dem Papier. Eine der erfolgreisten Allianzgilden meines Servers seit Classic, ist nach Eredar gewechselt, und dort auf die Hordenseite, weil sie auf meinem Server keinen Nachschub an motivierten Allianzlern bekommen haben. Die Tatsache, dass es dann auch gleich Eredar sein musste, wo praktisch niemand mehr Allianz spielt, verdeutlicht auch, dass auf den Konflikt Horde/Allianz keinerlei Wert mehr gelegt wird.

Man kriegt das ganze imho noch nichtmal gelöst, indem man die Rassenboni angleicht, oder gleich abschafft. Mal ganz davon abgesehen, dass das nur die allgemeine Uniformität verschärft, so finden sich doch die meisten Spieler cool, weil sie auf der vermeintlichen Underdog-Seite spielen. Die kriegt die Allianz nur zurück, indem man die Allianz-Seite mit den besseren Boni ausstattet.
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Kelturion - Mitglied

Dieser ganze Wettbewerb "Wer legt Boss xy zuerst" hat doch für die Progamer nur den Reiz, dass sie zeigen können, dass sie besser sind als die anderen. Lagert man das aus, mit anderen Mechaniken, dann sind die unter sich.

Besser als wer denn? Ich rede hier explizit von den World First Races und nicht von irgendwelchen serverinternen "wir sind die tollste Gilde hier"-Geschichten. Wenn man einen fairen Wettbewerb will wäre das doch die optimale Lösung. Mit "anderen Mechaniken" meinte ich nicht, dass die Bosse anders sind. Aber dass du beispielsweise auf den Realms dann die Fraktionsbarriere u.Ä. abschalten könntest.
 

Außerdem hätten wir dann zwei World-First-Races: Einmal auf den ausgelagerten Realms, und es würde ein neuer Wettbewerb auf den normalen Realms stattfinden. Da kann man auch garnichts gegen tun.


Doch, und zwar sehr denkbar einfach: Die Raids einfach auf diesen Progress-Realms zwei Wochen vorher freischalten und jegliche "World First"-Achievements für den Account auch nur über einen Kill auf diesen Realms erreichbar machen.
 

Zum einen gibt es im PvP den Söldnermodus wo man die Fraktion temporär wechseln kann, was angesichts der aktuellen Story eigentlich erst recht zum lachen


Richtig, das ist genau so eine falsche Entscheidung meiner Ansicht nach. Deshalb sollte Blizzard das nicht noch weiter treiben.

@Teron: Mir ist auch klar, dass wir beide da sicher nicht auf einen gemeinsamen Nenner kommen. Es sind halt komplett verschiedene Ansichten darüber, was das Spiel leisten und wo der Fokus liegen soll. Ich habe einfach immer massive Bauchschmerzen damit, wenn man aus WoW (welches nunmal ein mmoRPG) ist versucht die RPG-Aspekte (und dazu zähle ich auch die Fraktionsbarriere, die Sprachbarriere, markante Racials usw.) nur dem Umstand zu opfern, dass man daraus irgendeinen sportlichen Wettbewerb fabrizieren will. Das ist wie ich finde schon viel zu oft passiert. Und hier wäre es auch wieder ein klassisches Beispiel dafür.

Für mich geht es im Spiel vor allem um den RPG-Aspekt, um Atmosphäre, um Authentizität und eine schön erzählte Lore. Welcher Hinz und Kunz da wen zuerst umhaut und wer da jetzt an welcher Stelle den größeren E-Penis hat interessiert mich ungefähr so viel wie der Sack Reis in China. Aber mir ist auch bewusst, dass es Spieler geht, bei denen sich offenbar alles nur um solche Dinge dreht.

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