28. Oktober 2019 - 11:07 Uhr

Was sind die Schattenlande und wer ist Mueh'zala?

Im Laufe von Battle for Azeroth hatten wir es mit verschiedenen Themen zu tun. Der Krieg zwischen Allianz und Horde sowie der alte Gott N'Zoth standen dabei primär im Fokus, doch nebenbei ging es auch immer wieder um den Tod. Und zwar nicht insofern, als dass wir an langen Raidabenden oder in schwierigen mythisch-plus Dungeons gestorben sind. Gemeint ist der Tod an sich! Sylvanas Windläufer als Bansheekönigin, die offenbar Seelen für ihr großes Ziel sammelt, Calia Menethil, die als lichtgeborene Untote wiedererweckt wurde, Derek Prachtmeer, der Loa Bownsamdi und König Rastakhan, der mit ihm einen Pakt eingegangen ist, Vol'jin und seine Suche nach Antworten, die er noch immer nicht bekommen hat, und nicht zu vergessen, Lichkönig Bolvar!

Schauen wir noch ein wenig weiter zurück, kann ebenso Helya aus Legion mit auf die Liste gesetzt werden, die nun wieder zurückgekehrt ist, wie wir während der Inselexpeditionen erfahren haben. Sie ist ein Pakt mit Sylvanas eingegangen, doch bisher wissen wir nicht, worum es dabei ging. Außerdem wird während der Questreihe zur Freischaltung der Traditionsausrüstung der Tauren über eine Bedrohung aus dem Reich der Toten berichtet und wenn man noch immer nicht genug hat, so wurde sicherlich nicht ohne Hintergedanken mit Patch 7.3.5 die geheime Rettung von Uuna aus den Schattenlanden ins Spiel eingefügt.

All diese einzelnen Storyfäden deuten stark darauf hin, dass der Tod in World of Warcraft 9.0 noch eine viel größere Rolle spielen könnte. Geht es nach aktuellen angeblichen Leaks, reisen wir erneut in die Schattenlande, bleiben dort aber etwas länger. Das dunkle Reich existiert zwar bereits seit Anbeginn des Universums parallel zur Welt der Lebenden, doch viel ist nicht darüber bekannt. Noch weniger wissen wir über Mueh'zala, dem wohlmöglichen Tod selbst, der eventuelle Herrscher über die Schattenlande. Damit ihr nicht völlig im Dunklen steht, gibt es folgend einmal eine Lore-Auffrischung zum Reich der Toten und seinem potenziellen Gebieter.


Die Schattenlande

Die Schattenlande, das Geisterreich, das Reich der Schatten, die Unterwelt oder auch die Astralebene. Es gibt viele verschiedene Namen für den Ort, wo die Seelen der Verstorbenen hinreisen. Beschrieben wir das Reich als eine alptraumhafte Ebene des Verfalls, ein spirituelles Labyrinth, in dem die Seelen umherwandern. Wie der Smaragdgrüne Traum, sind auch die Schattenlande mit Azeroth verbunden. Aber während der Traum das Leben darstellt, stellen die Schattenlande den Tod dar.

Die Ursprünge der Schattenlande sind völlig unbekannt, aber sie existieren seit dem Beginn des sterblichen Lebens im Universum. Und zwar nicht nur auf Azeroth, die Schattenlande verbinden alle Welten miteinander. Es gibt Menschen, die glauben, dass sterbliche Seelen an diesen dunklen Ort gebracht werden, wenn sie sterben und sie müssen für immer dortbleiben. Andere hoffen, dass ihre Seelen an einen helleren Ort gelangen, anstatt für immer in der Kälte der Schattenlande zu verweilen.
 

In diversen Quests fast aller Erweiterungen, haben die Helden Azeroths etwas mit den Schattenlanden zu tun. Ebenso wie in Kämpfen gegen bestimmte Bosse. Folgend mal ein paar Beispiele dazu:
  • In Wrath of the Lich King erlangt der Lichkönig mit Hilfe der Val'kyr die Kontrolle über die Schattenlande.
  • Todesritter reisen in das Reich, um ihr Klassenmount freizuschalten.
  • Der Boss Jin'do aus Zul'Gurub erlangt seine Kraft von Hakkar innerhalb der Schattenlande und wird auch dort besiegt.
  • Thoralius der Weise schickt die Helden in die Todesmine, um eine Vision vom Tod von Edwin VanCleef innerhalb der Schattenlande zu sehen.
  • Mogu folterten die Geister der Pandaren in der Geisterwelt auf der Goldenen Treppe im Tal der ewigen Blüten, bevor das Tal zerstört wurde.
  • Während des Kampfes gegen Gara'jal dem Geisterbinder im Mogu'shangewölbe, wurden Kämpfer über seine Geistertotems in die Geisterwelt geschickt.
  • Die Arakkoa können mit Magie, spähenden Kugeln und speziellen Elixieren nach Belieben in das Reich der Schatten reisen.
  • Der Rand der Realität in der Schattenmondgrabstätte, wo Ner'zhul sich hin zurückzieht, ist in den Schattenlanden.
  • Der Titanenhüter Odyn nutzte sein Wissen, um die erste Val'kyr Helya zu erschaffen und beauftragte sie damit, die Seelen der würdigen Vrykul aus den Schattenlanden in die Hallen der Tapferkeit zu bringen.
  • Todesritter reisen zusammen mit den Rittern der Schwarzen Klinge in die Schattenlande, um dort fünf mächtige Seelen herauszuholen.
  • Talanji, Rokhan und Meister Gadrin führen ein Ritual aus, um in die Schattenlande zu kommen und dort nach Vol'jins Seele zu suchen.

Die Schattenlande sind uns Helden also nicht völlig unbekannt. Abgesehen davon, dass wir dort immer hinkommen, wenn wir selbst sterben, kann das Reich auch über verschiedene andere Wege betreten werden. Wie wir durch Bwonsamdi in Battle for Azeroth erfahren haben, ist Eiskrone ein Anker, der Azeroth mit den Schattenlanden verbindet. Der Thron des Lichkönigs ist demnach ein direkter Weg in das Reich. 

Eine der viele unbeantworteten Fragen ist die, wie genau die Schattenlande aufgebaut sind. In den meisten Fällen wird der Ort einfach als eine düstere Version von Azeroth dargestellt. In seltenen Fällen ist man aber wirklich wo ganz anders und es gibt keinen vergleichbaren Platz in der Welt der Sterblichen. Das könnte also bedeuten, dass die Schattenlande einerseits eine Nachbildung Azeroths beinhalten, gleichzeitig aber auch eine ganz eigene und einzigartige Landmasse bieten. 

Übrigens, die Schattenlande sollten ursprünglich eine vollständig spielbare Zone im klassischen World of Warcraft sein, die für das Endgame konzipiert wurde. Die Idee war, dass bei der Rückkehr verstorbener Charaktere zu ihren Leichen, Quests von bekannten verstorbenen Persönlichkeiten angeboten werden. Somit sollte man sich dann entscheiden, ob man als Lebender oder als Toter Abenteuer erlebt. 


Wer ist Mueh'zala?

Ueetay no Mueh'zala, auch bekannt als Mueh'zala oder der Tod selbst, ist der Loa des Todes der Trolle vom Stamm der Sandwüter. Obwohl sein Schatten alle überragt, hat Mueh'zalas wahre Gestalt bisher niemand gesehen. Seine Form ändert sich ständig, sein Schatten verschmilzt von einer Form zur nächsten. So wird er im World of Warcraft-Kinderbuch Traveler beschrieben. Denn genau dort hatte er seinen ersten größeren Auftritt. Vorher war kaum etwas über ihn bekannt. Einzig sein Name ist seit Classic im Dungeon Zul'Farrak auf einer Schrifttafel zu lesen. Inklusive den Titeln Gott des Todes, Vater des Schlafes, Sohn der Zeit und Freund der Nacht. Zudem gibt es noch eine Spekulation rund um die Story vom Titanenhüter Odyn.

Zusammenfassung der Infos aus Traveler
Mueh'zala wurde von den Sandwüter-Trollen gerufen, damit sie ihre Gefangenen opfern können. Als Mueh'zala den Charakter Murky als kleinen Imbiss verspeisen wollte, trat der Hauptcharakter Aram zwischen die beiden und Mueh'zala blieb, zur Überraschung aller Anwesenden, stehen. Aram hörte eine Stimme, die ihm sagte, dass es nicht "der Tag" sei und dass Mueh'zala ihn nicht hier und jetzt angreifen würde. Aber der Tag kommt, an dem Mueh'zala ganz Azeroth verspeisen wird. Mueh'zala versank im Sand von Zul'Farrak und verschwand. Später erschien der Tod Aram in einem Traum. In diesem verspottete er den Jungen und sagt, dass er nichts dagegen hat, wenn Aram die Diamantklinge schmieden würde, deren Scherben er sammelt. Früher oder später gibt es eine Abrechnung. Die Schlacht wird kommen, das Feuer wird brennen und Mueh'zala wird sich an ganz Azeroth weiden. 

Spekulation rund um Odyn
Laut offizieller Beschreibung, opferte Odyn eines seiner Augen einem mysteriösen Geist aus den Schattenlanden, um die Fähigkeit zu erlangen, in dieses Reich zu sehen. Der Geist wurde als "formlos" beschrieben und hüllte Odyn in Schatten. Angesichts der Tatsache, dass Mueh'zala der Loa des Todes ist und dass er, als er in Travele gerufen wurde, den Sand sowie den Himmel schwarz färbte und seine Gestalt sich ständig änderte, könnte der Geist, dem Odyn begegnete, Mueh'zala gewesen sein.

Ihr seht also, Mueh'zala ist ein wahres Mysterium! Doch es geht noch weiter, denn in Battle for Azeroth wird der Loa 1- oder 2-mal erwähnt. Erst einmal gibt es in Zuldazar einen Schrein für Mueh'zala. Ihr findet ihn in Tal'farrak und dies ist somit das zweite Mal, dass sein Name im Spiel zu sehen ist. Dann wird von Bwonsamdi während der Quests rund um Vol'jin noch gesagt, dass sein Boss nicht glücklich darüber sein wird, wenn er erfährt, dass Vol'jins Seele aus den Schattenlanden herausgeführt wurde.
 

Dieses Detail führte zu vielen Spekulationen. Denn obwohl Bwonsamdi als Loa der Toten selbst die Geister und Seelen von Verstorbenen kontrolliert, steht offenbar noch wer über ihm. Wer könnte das sein? Höchstwahrscheinlich das Geschöpf, welches die Schattenlande kontrolliert. Ob es sich dabei wirklich um Mueh'zala handelt, ist nicht bekannt. Doch man kann stark davon ausgehen. Wenn man sich die Beschreibung von Mueh'zala aus Traveler so durchliest, wird schnell klar, dass diese Kreatur dort besser bleiben sollte.


Die Finsternis, die sie rief!

Zum Abschluss nun noch eine Spekulation unsererseits. Falls die Schattenlande und Mueh'zala tatsächlich die Themen der nächsten Erweiterung sind, dann stellt sich natürlich die Frage, wie diese eingeleitet wird. Tatsächlich könnte Sylvanas Windläufer die Schlüsselfigur dazu sein. Sie ist auf der Flucht und hat einen Plan. Im Epilog zur Kriegskampagne von Patch 8.2.5 erzählt sie ihren loyalen Anhängern, dass tausende von Seelen an die hungrige Dunkelheit verfüttert wurden, ihr Pakt mit Azshara langsam Früchte trägt und N'Zoth am Ende des Tages auch dem Tod dienen wird.

In Patch 8.3 wiederum gibt es durch einen Rückblick mehr Informationen zu dem Pakt zwischen Sylvanas und Azshara. Während der Unterhaltung erwähnt die Königin der Naga, dass sie ganz genau weiß, welche Dunkelheit die Bansheekönigin entfesseln will. Zudem gibt es neue Prophezeiungen von Il'gynoth, der erneut ein Raidboss im neuen Schlachtzug Ny'alotha sein wird. Unter anderem sagt er: "Bevor der letzte Schatten fällt, wird der Vater des Schlafes sein Festmahl genießen.". Als Vater des Schlafes wird auch Mueh'zala bezeichnet und dies könnte ein weiterer Hinweis darauf sein, dass seine Befreiung bevorsteht.
 

Schon lange geht man davon aus, dass das große Ziel von Sylvanas ist, den Tod selbst zu bezwingen und wohlmöglich seinen Platz einzunehmen. Theoretisch wäre es also möglich, dass Sylvanas Mueh'zala frei lassen will und dafür in die Schattenlande reist, was wir natürlich verhindern müssen. Lichkönig Bolvar, der stark mit dem Tod und den Schattenlanden verbunden ist, könnte uns dabei unterstützen, weshalb Details zu ihm in den Spieldateien aufgetaucht sind. Bildet er deshalb neue Todesritter aus?

Es gibt aber noch eine zweite Theorie! Laut den Shadowland-Leaks von vor einiger Zeit, sollte es im nächsten Addon darum gehen, dass die alten Götter die Seelen der Schattenlande anzapfen, um mächtiger zu werden. Sylvanas wurde durch Helya darüber in Kenntnis gesetzt und soll Seelen für sie sammeln, damit sie eine Armee im Reich der Toten aufbauen kann. Am Ende des Tages würde Sylvanas dadurch also zu einer Art "Heldin" werden. Diese Story erscheint auf Grund der Ereignisse in Patch 8.3 nun weniger möglich, jedoch könnte man das gleiche mit Mueh'zala als Feind machen.
 

Die Sache ist nämlich die, Sylvanas erwähnt im Laufe von Battle for Azeroth öfters, dass wir blind für das sind, was kommen wird. Wir werden die Wahrheit noch erkennen. Es klingt also so, als würde sie selbst davon ausgehen, dass das, was sie tut, einem höheren Zweck dient. Klar, alles eine Sache der Interpretation und es wäre ebenso möglich, dass sie einfach nur das pure Böse ist und an die Macht will. Doch die Hoffnung stirbt zuletzt, dass die dunkle Fürstin nicht das ist, was sie aktuell zu sein scheint.

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Two - Mitglied
Ich halte noch eine ganz andere Theorie für sehr wahrscheinlich: Wir erwecken Azeroth als Titan und sie formt aus ihrem "Ei" - also dem Planeten - ihren Körper. Damit wäre Azeroth weg und wir würden alle sterben. Dann befinden wir uns in den Schattenlanden, einem Echo von Azeroth, und müssen von dort aus eine neue Heimat finden. Dann würde Mueh'zala tatsächlich Azeroth verschlingen. Und wären da noch die Säulen der Schöpfung aus Legion mit der man sich einfach ein neues zu Hause basteln könnte. Derweil kämpfen Bolvar und Sylvanas um die Vorherrschaft über die Seelen der Toten.

Wäre auf jeden Fall mal ein Ende mit Knall. ;)
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redcloud - Mitglied
Woah, that escalated quickly ^^
Die Idee hat tatsächlich was. 
 
Xyzjin - Mitglied
Schöner Artikel, vorallem die Infos zu Mueh'zala aus Traveler kannte ich noch nicht in komplett.
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Andi - Staff
Ehrlich gesagt: ich auch nicht. Zumindest nicht so detailliert. Lohnt sich also mal nachzuschauen was man so hört. :P
Faen - Mitglied
N'zoth in einem einzigen patch verbraten aber dann ein ganzes Addon im Sinne der Schattenlande machen. *gähn*

Wie ermütend, mal schaun wie viel Christie Golden da wieder in der Lore herumfuscht.
VeriteGolem - Mitglied
Bitte nicht schon wieder sone uninteressante trolllorescheisse. Das Gekiffe war 2 Minuten nach dem Tal der Ehre amüsant....gebt dem Ding nen anderen namen
Muhkuh - Mitglied
Tolllore, beste Lore. Weil durch viele "Stämme" alles an süd-, oasis- und mesoamerikanischer, afrikanischer und kreolischer Mythologie möglich ist. 
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Teron - Mitglied
Andi, Du bist wirklich ein riesiger Enthusiast. Wie lange hast Du an dem Text gearbeitet? Respekt! Und alles mit dem Risiko, dass in 4 Tagen alles überholt ist. Aber super gemacht. Inzwischen bin ich auch richtig heiß auf die Schattenlande. Wehe es kommt was anderes!!!
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Andi - Staff
Ich habe ganz hinten im Kopf wieder die Befürchtung, dass einfach etwas KOMPLETT anderes kommt, als die Community aktuell denkt. ;D
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CoDiiLus2 - Mitglied
Selbst wenn was anderes kommt, ist dieser Text zumindest Informativ :)
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CoDiiLus2 - Mitglied
Großartiker Artikel.
War echt spannend und information finde ich.

Top Andi. :)

Ein kleiner Tip, bevor wieder jemand kommt, solltest du eine Spoilerwarnung dazu schreiben, nicht weil du die kommende Erweiterung vermutest oder über die Schattenlande und Mueh'zala, sondern, weil du ja ein Teil aus dem Buch Traveler erwähnst.
Muhkuh - Mitglied
Ob bei einem 3 Jahre alten Buch eine Spoilerwarnung angebracht ist? Wo zieht man die Grenze? Darf man dann überhaupt über den Inhalt von "Harry Potter" reden, weil das eventuell noch einer nicht gelesen haben könnte? Muss man da auch jedes Mal eine Spoilerwarnung voranstellen?
Andi - Staff
Danke dir!

Und @Spoiler: wenn ein Buch bereits seit langer Zeit draußen ist, dann sehe ich da kaum Spoiler. Es gibt eher Spoiler im letzten Abschnitt, aber wenn man schon Patch 8.3 liest, sollte man selbst merken, dass da nun möglicherweise Spoiler kommen. ;) 
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CoDiiLus2 - Mitglied
Wenn man heute was aus Game of Thrones zittiert oder so, wird man immernoch gesteinigt weil man keine Spoilerwarnung gibt. :D
Shadrazaar - Mitglied
Cooler Artikel! Daumen hoch dafür!
Wo ich die Liste der Ereignisse, in denen wir die Schattenlande betreten, so sehe, fällt mir ein, dass Gorak'tul doch auch eine Verbindung in ein solches Reich hat. In der Jaina-Questreihe muss man doch auch in besagtes Reich um eben Jaina zu finden (was übrigens extrem cool und atmosphärisch ist und ich kann es jedem empfehlen das mal zu spielen). Ich habe mich schon gefragt ob dieses Reich mit den Schattenlanden zu tun hat. Am Ende des Kampfes gegen Gorak Tul sagt er ja auch "Wir sehen uns in den Verseuchten landen". Könnte das vielleicht eine Art "dunkle Seite" der Schattenlande sein? Sofern das möglich ist weil... sind ja die Schattenlande? Hehe... *räusper* Sorry <.<
Vielleicht ist es ja eine zukünftige Levelzone in 9.0 oder sogar eine Endgamezone? Ein Dungeon? Raid? Wer weiss. Ich habe bisher aber nicht wirklich Infos darüber gefunden ob das wirklich direkt mit den Schattenlanden verbunden ist. Und wenn das verbunden ist, warum nennt er es dann Verseuchte Lande. Wie gesagt, es könnte ein Teil davon sein. Aber das klingt irgendwie komisch, oder? Wobei ich, während ich das hier grad schreibe, überlege ob die Verseuchten Lande evtl ein Untotenreich sein könnten. Oder eben ein Reich der Widernatur. Also ähnlich dem Emerald Nightmare, nur keine Verderbnis sondern eine verzerrte Variante des Traums. Das exakte Gegenteil eben. Ich weiss nicht, ob das überhaupt einen Unterschied zu den Schattenlanden machen würde. Was mir aber in der Jaina-Quest aufgefallen ist, ist, dass die Kreaturen, die die Drust überall anbeten und aus Stöckchen und Knochen nachbauen, in den Verseuchten Landen tatsächlich fleischlich sind, also keine Konstrukte. Was sind das dann für Dinger? Ist das vielleicht ein Schicksal, dem man sich ausgeliefert sieht wenn man im Leben den falschen Weg wählt oder die Seele verloren geht? Könnte das dann eine Art Übergang sein wie das Fegefeuer? Sind die Schattenlande, bzw das, was zB Sylvanas erfahren hat als sie in ICC stabr, vielleicht das Äquivalent zu unserer Hölle? Soviele Fragen und ich bin wirklich extrem gespannt darauf, was es mit alledem aufsich hat. Nach dem, meiner Ansicht nach, großartigen Ny'alotha und der ganzen Old God Thematik, die ich richtig klasse finde, wäre der Tod eine wahnsinns Fortsetzung. In wenigen Tagen wird es sich zeigen. :D
 
Andi - Staff
Die Liste oben kann noch weiter ergänzt werden, da gibt es recht viele Beispiele. Und ja, die ganze Geschichte rund um die Drust könnte auch mit den Schattenlanden zu tun haben. Allerdings habe ich dazu nichts offizielles gefunden. Ich persönlich kann dazu nur noch einmal sagen, dass das Thema nicht weiter ausgebaut wurde in BfA. Hätte gerne einen Drust-Raid statt des Dazar'alor-Raids gesehen. ;D
Kyriae - Mitglied
 Doch die Hoffnung stirbt zuletzt, dass die dunkle Fürstin nicht das ist, was sie aktuell zu sein scheint.

Und hier wieder meine Frage, aus welchem Grund sollten wir ihr folgen, nach allem was sie getan hat?
Wenn sie Azeroth und die Völker tatsächlich "retten" will vor dem großen bösen Übel was da evtl kommt, hätte sie das alles ganz anders anfangen können, indem sie die Horde als Ganzes (und nicht nur Nathanos) und dann auch die Allianz darüber informiert, dass diese Gefahr kommt.
Hat sie nicht. Sie hat ihr eigenes Ding gemacht, alle eiskalt auflaufen lassen und ja, im Grunde nur für sich selber gearbeitet.

Und ich denke wir sollten langsam davon abkommen in Sylvanas eine Heldin zu sehen, die sich um die Völker Azeroths sorgt. Denn dann würde sie nicht versuchen die Hoffnung auszulöschen. Was sowieso sinnlos ist, denn alles was existiert hofft. Selbst Sylvanas hofft, dass das was sie macht, das für sie richtige ist. Sie weiß es nicht ob es funktioniert was sie plant, sie hofft es. Außerdem, warum sollte etwas was nicht hofft, kämpfen? 
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Shadrazaar - Mitglied
Das ist eben das Ding an der Sache. Hätte sie es sagen können? Ich sehe in der ganzen Aktion eine Art "Opfer" ihrerseits. Ich meine, ich will sie nicht als Heldin darstellen, das ist sie nicht. Aber sie ist andererseits auch nicht zwangsläufig ein Bösewicht. Sie ist einfach ein "Feind", der passt. Sieht man sich an wie wenig alle möglichen Leute ihr vertraut haben, wie sie behandelt wurde und wie man über sie redet und ihr begegnet, könnte ich mir vorstellen,d ass sie einfach eingesehen hat, dass der einzige Weg, Azeroth zu "einen" und auf das, was kommt, vorzubereiten, der ist, sich selbst als Fiesling darzustellen. Nicht, dass sie jetzt das arme Opferlamm ist. Aber sie hat sich selbst als passendste Person für diese Rolle gesehen. Ich finde, in dem Mak'gora Cinematic macht sie ganz kurz den Eindruck als würde ihr das alles Leid tun. Ich gebe zu, ich liebe Sylvanas als Charakter. Aber auch wenn ich das tue, will ich jetzt nicht das Fanboytum raushängen lassen. Ich möchte nur nicht ignorieren, dass diese Möglichkeit durchaus besteht. Wenn Blizzard nicht nur rumredet, wird Sylvanas kein Bösewicht/Boss werden und das bedeutet, da steckt mehr hinter. Und genau der Hass, der von den Allianzspielern ausserhalb des Spiels und allen Völkern im Spiel kommt, ist das, was Sylvanas erreichen wollte. Zumindest eventuell.
Und am Ende, wenn man sie in den Geisterlanden aufsucht, sagt Nathanos "Bis bald Liebste" oder sowas. Und irgendwie war das ein Moment, der nicht einfach nur pauschal hingeklatscht wurde sondern bewusst genau da kam, denke ich. Als eine Art feiner Hinweis darauf, dass doch etwas "Leben" in den beiden steckt, so fies und kaltherzig sie auch zu sein scheinen.
Hätte sie Allianz und Horde informiert, kann ich garantieren, dass das Verhältnis zwischen beiden Fraktionen sich kaum geändert hätte. Von alleine wäre nämlich keiner zur Vernunft gekommen. Aber so, wie es jetzt gelaufen ist, hat das Wirkung gezeigt. Es brauchte nur den richtigen "Trigger". Und das war eben Sylvanas.
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Andi - Staff
Genau dieser Punkt stimmt mich auch immer wieder fraglich. Wieso all das, wenn man es auch einfach direkt hätte sagen können. Falls es so kommt, dass Sylvanas am Ende des Tages die "Heldin" ist, dann kann ich auch einfach nur sagen: Echt jetzt? :P 

Aber für die Loyalisten unter den Lesern, wollte ich zumindest eine weitere Möglichkeit neben "die ist total durchgedreht" bieten. ;)
Kyriae - Mitglied
Hätte sie es sagen können?

Ja, hätte sie. Sie hätte es zumindest versuchen können. Es gibt in der Horde diverse Völker, die mit der "anderen Seite" vertraut sind und somit offen für das was sie sagt.
Anduin hätte ihr durchaus zugehört. Und auch in der Allianz gibt es diverse Völker, die durchaus nicht abgeneigt sind und einfach die "andere Seite" ablehnen. Hätte es Probleme gegeben? Natürlich. Aber damals war es nur Genn und die Worgen, jetzt, nach Teldrassil, sind es um so einige mehr, die sie hassen und jagen. 
Was dabei rausgekommen wäre, wissen wir nicht. Aber wir sollten immer daran denken, dass mit Anduin jemand bei der Allianz ist, der zuhören kann, nachdenkt und dann handelt und nicht alles als Spinnerei ansieht. 

Sieht man sich an wie wenig alle möglichen Leute ihr vertraut haben, wie sie behandelt wurde und wie man über sie redet und ihr begegnet,

Ach, die Arme kleine süße Maus... doch eben ein Opferlamm.
Die Horde wäre ihr gefolgt, egal ob sie ihr vertrauen oder nicht. Sie war der Krieghäuptling, eingesetzt von den "Loa" des sterbenden Kriegshäuptlings
Die Allianz? Misstrauen? Natürlich, aber sie war der Kriegshäuptling. Anführerin einer der beiden mächtigsten Bündnisse von Azeroth. Natürlich hört man ihr zu. 
Zudem weiß man, wenn die Bansheeköniging nach Sturmwind kommt um mit den Anführern der Allianz zu sprechen (oder auch Dalaran als neutrales Gebiet), dann ist die Kacke am Dampfen, eben WEIL da die Sache mit Genn ist

Und was das mit "wie sie behandelt wurde, wie man über sie redet und ihr begegnet", nun, da ist sie ja nicht so ganz unschuldig dran. Sie hat sich ihren Ruf immerhin lange selbst aufgebaut. 

Wer meine Ausführungen zu Sylvanas in den letzten Monaten genau durchgelesen hat, der weiß, dass ich immer wieder versucht habe ihr Verhalten zu erklären und ich denke durchaus, dass meine Gedankengänge aufgrund der Informationen aus Büchern, Comics und den vielen vielen Dialogen, die man von Sylvanas selber Ingame seit Classic erfährt, durchaus logisch sind (was nicht heißt, dass sie richtig sind). 
Das Problem ist nur, dass in BfA Sylvanas diverse Signale aussendet, die in unterschiedliche Richtungen gehen. 
Sorgt sie sich nun um das Wohl der Völker von Azeroth? Oder sorgt sie sich nur um sich selber? Wobei sie Nathanos als etwas betrachtet, was sie für sich braucht.

Was mich an der Theroie zu der "Sylvanas will nur das Beste für die Völker" stört ist die Sache mit der Hoffnung. Sie will die Hoffnung zerstören, sie redet abfällig über jene, die hoffen, sogar über die Verlassenen, die hoffen. 
Das Problem ist nur, dass alles was existiert hofft. Denn nur wer absolut weiß muss nicht hoffen, es gibt aber kein Wesen, keine Existenz, das absolut Weiß. Schauen wir uns die Welt von Azeroth an, dann sehen wir, dass selbst die "göttlichen" Wesen hoffen, weil sie nicht wirklich wissen. Die Titanen, die Naruu, ja selbt die Alten Götter hoffen und auch der Tod hofft. Denn das einzige was der Tod weiß ist, wenn es nichts mehr gibt, was sterben kann, dann stirbt auch er und nachdem der Tod tot ist, gibt es nur noch Nichts ... und Leere. 
Sylvanas jedoch will die Hoffnung vernichten. Und nun noch mal meine Frage: Warum sollte ich, wenn die Hoffnung nicht mehr ist, an Sylvanas Seite stehen und kämpfen?
Für WAS sollen wir kämpfen, wenn es keine Hoffnung gibt? Denn die Aktion "kämpfen" beinhaltet das Gefühl "Hoffnung" ganz automatisch: Man HOFFT, das man gewinnt. Man HOFFT; das das was man macht das richtige ist. Man HOFFT, dass das Opfer, das man bringt, der Zukunft Sicherheit gibt.. man hofft immer. Auch Sylvanas. 

Und die einzigen, die Vernünftig sind in dieser ganzen Sache, sind Sylvanas und Anduin, weil sie beide - so unterschiedlich sie auch sind - immer das große Ganze im Blick haben und sich beide nicht berirren lassen. 

Hatte Sylvanas einen Plan? Ja, durchaus.
War ein Teil des Plans die Fraktionen zu vereinen?
Ja, das denke ich.
Aber ich bezweifel, dass es ihr Plan war sich selber zum Hassobjekt zu machen, damit sich beide Fraktionen vereinen. Ich denke, dass sie irgendwann eine Planänderung vornehmen musste, nämlich als sie einsah, dass sie den kleinen "naiven, emotionalen" blondgelockten Hochkönig der Allianz" vollkommen unterschätzt hat und es doch anders gelaufen ist, als sie .. ups .. hoffte. 

Im Übrigen: Als Sylvanas auf das brennende Teldrassil blickt im Cinematic "Alter Krieger" sieht man sie nicht triumphierend davor stehen, auch nicht lächelnd, sondern sie steht nachdenklich davor. So als ob sie überlegt, ob der Weg, den sie jetzt gegangen ist, tatsächlich der Richtige ist. Als ob ihr jetzt bewusst wird, dass es kein zurück mehr gibt. Auch hier wieder.. Hoffnung ;) ... dass das was sie macht, richtig ist. 

Wenn Blizzard sie als Heldin machen will, der ja nur das Wohl der Völker im Blick hat, dann muss ich sagen, erwarte ich, dass sie sich opfert. Denn eine Rückkehr in den Schoß der Horde (und Allianz) und dann evtl sogar noch als Anführerin, der wir folgen um gegen den (neuen) großen Feind zu kämpfen, wäre für mich ein Schlag in die Fresse der Allianzspieler und ich nehme mal an auch für einen Teil der Hordespieler. 
Sartan - Mitglied
Wie sollte sie es denn öffentlich sagen? Womöglich ist sie genau wie Sargeras, oder denkt zumindest wie er. Auch Sargeras ist eigentlich nicht böse, er will den Sieg der Leere nur mit einem etwas seltsamen Weg verhindern... indem er alles tötet. Er hat seinen Plan aber öffentlich kundgetan und man hat gesehen, wie viel Wind ihm da entgegengepfiffen ist. Falls Sylvanas denselben Plan hatte wie Sargeras, ist es nur klug, ihn nicht zu veröffentlichen.
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Anubgel - Mitglied
Illidan hatte auch mal gesagt was er gesehen hat als Sageras ihm die Augen ausgebrannt hat und hat einen neuen Brunnen der Ewigkeit erschaffen weil er meinte man braucht diese macht um die Legion abzuwehren. Die haben ihm so gut zugehört das er erstmal für 10 000 Jahre eingesperrt wurde danach wollte er mehr macht um die Legion zu besigen und wurde verbannt. Kann schon verstehen das man da erstmal die Sachen für sich behält^^ Allerdings ist Sylvanas ja nicht dumm oder Verrückt sie ist eine brilliante Strategin. Die weiß genau was sie macht und warum. Seit sie sich von ICC gestürtzt hat ist ihr oberstes Ziel am Leben zu bleiben und nicht zu sterben weil sie gesehen hat was da lauert. Vielleicht will sie wirklich der neue Tod werden weil der Vater des Schlafes vielleicht nicht der beste Typ ist. Es gab doch mal ein Interview in dem gesagt wurde das Sylvanas nicht einfach so sterben wird und auch zu groß und wichtig ist um sie in einem Raid abzustellen für mich war das immer ein Zeichen das Blizz was großes mit Ihr vor hat abseits von Horde und Allianz.