5. Mai 2021 - 09:01 Uhr

Activision Blizzard Q1 2021 Earnings Call - Mobile, 2.000 Entwickler & mehr

Gestern Abend gab es erneut den sogenannten „Earnings Call“ von Activision Blizzard. In diesem wurden die Zahlen aus dem ersten Quartal 2021 für die Investoren der Spieleschmiede besprochen. Dabei wurde erwähnt, dass Activision einen neuen Rekord bei den monatlich aktiven Nutzern verbuchen konnte. Im vierten Quartal 2020 waren es 128 Millionen aktive Nutzer, während es im ersten Quartal diesen Jahres 150 Millionen „MAU“ (monthly active users) gewesen sind. Jedoch waren es für Blizzard nur 27 Millionen aktive Nutzer im ersten Quartal, während es letztes Jahr in Q4 noch 29 Millionen waren.

Der Gesamtverdienst von Blizzard wuchs um 7 % an, was vor allem an World of Warcraft lag. Durch den Release von Shadowlands gab es einen Zuwachs an Spielern, der so stark war wie zuletzt beim Release von WoW Classic in 2019. Erneut wurde übrigens erwähnt, dass an gleich mehreren mobilen Titeln für World of Warcraft gearbeitet wird, ebenso wie an weiteren unangekündigten Mobile Games.
 

Activision Blizzard Q1 2021 Earnings Call

Activision Blizzard
  • Es gab einen neuen Rekord von 150 Millionen monatlichen aktiven Nutzern für Activision im ersten Quartal. In Q4 2020 waren es 128 Millionen MAU, in Q3 111 Millionen und 125 Millionen in Q2 2020.
  • Blizzard kam im ersten Quartal auf 27 Millionen monatliche aktive Nutzer. Im Q4 2020 waren es noch 29 Millionen, in Q3 30 Millionen und in Q1 und Q2 2020 32 Millionen.
  • Sie planen über 2.000 neue Entwickler einzustellen, wodurch die Größe der Franchise-Teams verdreifacht würde.
  • Mobile Spiele sind ausschlaggebend für die Reichweite, besonders global. Die Top-10 der erfolgreichsten mobilen Franchises basieren auf existierenden PC- oder Konsolen-Franchises.
  • Das Einkommen von Blizzard wuchs im Jahresvergleich um 7 %, angeführt durch den starken Zuwachs an Spielern in World of Warcraft. Hierbei ist vor allem Shadowlands für den beträchtlichen Anstieg an Spielern verantwortlich, da sie den höchsten Zuwachs verzeichnen konnten seit dem Release von WoW Classic in 2019.
  • Blizzard hat im Verlaufe der letzten paar Jahre hunderte von neuen Entwicklern für ihre einzelnen Franchises angestellt.
  • In der Anfangszeit der Pandemie hat CEO Bobby Kotick seine persönliche Telefonnummer an die Blizzardmitarbeiter rausgegeben, falls sie irgendetwas benötigen.

World of Warcraft
  • Shadowlands bringt immer noch starke Zahlen nach Hause, nachdem schon der Release im November rekordverdächtig war. Im ersten Quartal wuchs die Spieleranzahl im Jahresvergleich stark an wegen dem Franchise.
  • Die Reichweite von World of Warcraft war enorm groß, genauso wie die Nutzung von gewinnbringenden Diensten und die besonders hohe Anzahl an neuen Spielern, die der Community das erste Mal beitraten, bekräftigt durch die Initiativen von Blizzard, die Spielerfahrung möglichst zu verbessern.
  • Das Team arbeitet an mehreren Warcraft Mobile Games, genauso wie weiteren mobilen Titeln, die noch nicht angekündigt wurden.

Hearthstone
  • Die neueste Erweiterung „Geschmiedet im Brachland“ wurde am 30. März veröffentlicht und ist seit zwei aufeinanderfolgenden Erweiterungen die Erweiterung, die die höchsten Spielerzahlen mitbrachte.
 
Diablo
  • Diablo II: Resurrected bekam durchweg positives Feedback während der frühen Alpha-Tests im April und die Zuschauerzahlen der Testphase waren die höchsten, die Blizzard je vor einem Release eines Spiels verzeichnen konnte.
  • Im mobilen Bereich ging Diablo Immortal in die zweite Testphase über und soll später in diesem Jahr global veröffentlicht werden.
 
Overwatch
  • Im April kehrten Overwatch-Fans auf der ganzen Welt zurück, um die Spieler und Teams des Eröffnungswochenendes der 2021 Saison der Overwatch League zu feiern.
  • Die Liga unterschrieb einen mehrjährigen Vertrag mit Bilibili Esports, um die exklusiven Rechte für Übertragungen der League-Spiele für die Overwatch League Fans in China zu erhalten.




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Gig - Mitglied
Jetzt Realtalk ich würde glaub ein Petbattle Mobile Game mit dein aktiven Pets aus WoW, ähnlich wie Pokemon Go hart feiern! 
Teron - Mitglied
Ich kapiere immer noch nicht, wie man es gut finden kann auf dem Handy zu spielen. Es ist alles viel zu klein und darum sieht es scheiße aus. Der Ton ist auch nicht besser. Viel zu unkomfortables weil viel zu kleines Interface. Handy ist was für zwischendurch im Bus, im Wartezimmer oder für den Besuch bei der Patentante. D.h. nur was für zwischendurch, aber ganz sicher nichts für Spiele mit Tiefe und Langzeitmotivation. Also damit wir uns richtig verstehen: Ich glaube es Blizzard und Euch, dass Mobile-Games die Zukunft sind, aber warum zum Teufel ist das so? Mich reizt da rein garnichts dran.

Ich benutze mein Handy für Messengerdienste, Lesen aktueller Nachrichten, zum Verwalten meiner Termine, bezahlen an der Kasse, gelegentlich zum Banking und tatsächlich auch zum telefonieren (ja, man kann mit dem Handy telefonieren. Ich kann das bestätigen). Aber ich benutze noch nicht mal die WoW-Companion-App. Ich hab sie irgendwann mal installiert, weil ich in einem Anfall geistiger Umnachtung meinte ich müsse das haben, aber ich habe sie noch nie benutzt. Ich habe da einfach keine Lust zu.
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Berthier - Mitglied
Mehrere Mobile WoW Games? Die sollten sich lieber auf das Hauptgame konzentrieren. 
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MetaBowser - Mitglied
Hau ma die ganzen Devs und das Personal für die echten Games raus, brauchma net... Stattdessen stellma ne Armee für die Produktion von Handymüll ein... ich sollte das Zocken langsam an den Nagel hängen
Lalaland - Mitglied
Um ehrlich zu sein bist du vermutlich nicht einmal mehr die Zielgruppe

In einer BCG Matrix wärst du vielleicht irgendwo zwischen Cash-Cow und tendentiell richtung "Dog". Aber der Rising star sind halt numal mobile Games. Es gibt genügend Paper dazu die aufzeigen wie gross der Markt ist und welche Umsätze dort entstehen.

Insofern - jap. DInge an den Nagel hängen.
Lalaland - Mitglied
Zu WOW sei gesagt:

Offizielle Zahlen aus den ganzen Investoren Slides der letzten Jahren. Die Offiziellen MAU (Monthly Active Users)
  • 38M in Q1 2018
  • 37M in Q2 2018
  • 37M in Q3 2018 (BFA)
  • 35M in Q4 2018 (mass layoffs)
  • 32M in Q1 2019
  • 32M in Q2 2019
  • 33M in Q3 2019 (WoW Classic)
  • 32M in Q4 2019 (Blitzchung)
  • 32M in Q1 2020 (COVID-19)
  • 32M in Q2 2020 (COVID-19)
  • 30M in Q3 2020 (COVID-19)
  • 29M in Q4 2020 (COVID-19, Shadowlands)
  • 27M in Q1 2021 (this quarter)
Oder anders gesagt. Blizzard hat 29% User Base verloren in den letzten 3 Jahren.

Kann man sich gut reden oder die Realität annerkennen.
Andi Vanion.eu
Und inwiefern sei das nun zu WoW gesagt? Blizzard ist nicht gleich WoW. 
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Lalaland - Mitglied
@Andi:
Das sie sich das ganze zwar unglaublich "gut reden" können. Nichts desto trotz verlieren die Spiele an beachtung seitens Community. 29% ist nicht wenig. Das heisst nicht das WOW auch so viel verloren hat aber die gesamte Basis die auf Blizzard spielen unterwegs ist - ist tiefer als vor 3 Jahren. 

Wie gesagt. Man kann dem Marketing und Management Bullshit Bingo auf deren Slides folgen und den Status Quo als Grossartig zelebrieren - das ist durchaus ok - oder aber man schaut das ganze in einer grösseren Perspektive an und MUSS annerkennen das der Over all Trend sinkend ist.

Es ist alles eine Sache der Perspektive ;-)
Barator - Mitglied
@Lalaland:
Würd mich nicht wundern, viele Blizzardspiele haben halt schon länger keinen neuen Content
Kronara - Mitglied
@Lalaland:
Ich nehme an Andi ging es darum, dass Du am Anfang deines Post geschrieben hast "Zu WOW sei gesagt:"

Die Zahlen haben aber mit WoW nichts zu tun, bzw. nur indirekt. Die MAU betreffen ALLE Spiele und nicht nur WoW. Und wie aus den Aussagen von Blizzard hervor geht, steigen die Zahlen bei WoW auch immer mal wieder.
Von den MAU alleine lässt sich GAR NICHTS für WoW ableiten. Und mit den anderen Aussagen zusammen heißt das eher, dass es WoW gut geht und den anderen Spielen umso schlechter.

Und die Perspektive ist ganz klar. Hearthstone und HotS z.B. bringen eh kein Geld ein. Ergo kann da die Spielerzahl ruhig in den Keller gehen.
WoW bringt viel Geld ein und die Abozahlen steigen aktuell in der Gesamtheit (auch wenn man keine genauen Zahlen mehr kennt; Schwankungen mit berücksichtigt, daher in der Gesamtheit).
Lalaland - Mitglied
@Andi:
Das ist eine Annahme die Kronara richtig fasst.

Aus strategischer Sicht sind die Spiele OW1 (trotz lootboxen) und Hots sowie D3 keine Umsatzgaranten mehr. Es ist im Grund ein "Melken tote kuh". WOW ist der grösste Umsatztreiber.


Aber in einer Strategischen Sicht und dass sind nunmal 5 jahres Perspektiven sollte sich blizzard trotzdem gedanken machen. Wie gesagt. Auch wenn sie dezreit sagen, dass sie happy sind mit dem was bei WOW von statten geht ist der Wert "MAU" in einer 5 Jahres Perspektive in der Strategie absolut nicht gut.
Gig - Mitglied
Weiste wieviel Mios an Spielern die SC2 Playerbase waren allein in Korea, da hast deine 29%... so wie Andi sagte
Khalzum - Mitglied
Die sollen jetzt endlich mal die Mobile Games rausbringen und net immer davon reden nur ^^ Bin kein Handyzocker, aber irgendwas mit Warcraft könnte mich schon reizen für unterwegs :)
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Rappen - Mitglied

Das Team arbeitet an mehreren Warcraft Mobile Games, genauso wie weiteren mobilen Titeln, die noch nicht angekündigt wurden.

Wäre Cool wenn das "Team" mal etwas beim eigentlichen Spiel in die Pöte kommt statt sich mit so unsinn abzulenken.

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Flinkfaust - Mitglied
Mit dem "Unsinn" gibts halt eine Menge Kohle zu verdienen. Das wird sich Activision nicht entgehen lassen.
Kyriae - Mitglied
Abgesehen davon, dass es ein Team für Mobile und ein Team für PC gibt, sollte man immer daran denken, dass WoW im Grunde das ist was regelmäßig Geld einbringt. Alle anderen Spiele kauft man nur einmal und gibt nur dann Geld aus, wenn man der Meinung ist Geld ausgeben zu müssen. Man kann aber alle anderen Spiele auch ohne Geldausgeben spielen.
Ich habe weder für HS noch für Overwatch jemals Geld (bei OW jenseits des Kaufpreises, wobei ich hier auch die damals 50% ausgenutzt habe) ausgegeben und für HotS nur einmal, weil ich Anduin unbedingt fest haben wollte.

Somit: Lass sie Mobile-Games machen. Wenn möglich schöne Mobile-Games, die man halt zwischendurch z.B. beim Bahnfahren, warten beim Arzt oder sonst wo nebenbei spielen kann. Solange dort nichts wichtiges für die Main-Spiele passiert, sehe ich da kein Problem (für mich persönlich) drin.
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Radion - Mitglied
Das eine hat halt nichts mit dem anderen zu tun. Das ist kein Einzelunternehmen, bei der eine Person an zig Titeln arbeitet. Da gibt es eine Abteilung für jedes Franchise, in welcher es nochmal separate Entwicklerteams gibt.
Kronara - Mitglied
Das sind komplett verschiedene Teams. Die sitzen nicht mal im selben Land!
Kronara - Mitglied
@Flinkfaust:
Das sit die Frage. Mit Mobile Games ja. Auch im Warcraft Universum. Die meisten die das mögen sind eher gegen Mobile Games als dafür.
Sie müssten für einen Erfolg also Leute bekommen, die von Warcraft bisher noch nie etwas gehört haben oder denen es im besten Fall egal war.
Leute die Warcraft und WoW generell nicht mögen, werden sie nicht bekommen. Und auch den allergößten Teil der Warcraft und WoW Fans werden sie nicht dauerhaft als Kunden für Mobile gewinnen können.
Ob sie das alles schaffen... man wird es sehen.