27. April 2019 - 07:49 Uhr

Bannwelle in WoW - Freundlicher Rückzieher und Verwarnungen!

Wer gestern einen Blick auf Reddit oder ins World of Warcraft Forum geworfen hat, dem wird wohl aufgefallen sein, dass offenbar viele Spieler einen Bann erhalten haben. Eventuell seid ihr sogar selbst betroffen. Falls dem so ist, schaut aber besser noch einmal in euer E-Mail-Postfach nach, denn einige der Sperrungen wurden rückgängig gemacht und lediglich durch Warnungen ersetzt. Ein netter Zug von Blizzard, nachdem es viele Beschwerden gab, auf die die Entwickler nicht unbedingt hätten eingehen müssen. Doch worum genau geht es eigentlichen?

Es gibt diverse Programme von Drittanbietern, die es erlauben, das Spiel clientseitig zu modifizieren. Bedeutet, dass nur der Spieler, der das Programm einsetzt, etwas davon mitbekommt. So ist es möglich Charaktermodelle permanent auszutauschen oder Modelle zu modifizieren. Beispielsweise kann man weiblichen Charakteren größere Brüste verpassen. Generell verstößt der Einsatz solcher Modifikationen gegen die Nutzungsbedingungen von World of Warcraft. Allerdings hat Blizzard sich darum bisher nie großartig gekümmert, da rein kosmetische clientseitige Änderungen andere Spieler nicht benachteiligen.

Nun ist es aber so, dass solche Programme auch benutzt werden können, um z.B. Objekte im Spiel zu vergrößern. So können Flaggen auf PvP-Schlachtfeldern oder Ressourcenvorkommen in der offenen Welt dadurch besser gesehen werden. Ebenso besteht die Möglichkeit sich Zutritt zu Orten zu verschaffen, wo man eigentlich nicht hinkommen sollte. Genau deswegen sind diese Anwendungen verboten und gestern hat Blizzard eine große Bannwelle auf die Spielerschaft losgelassen. Es gibt Berichte zu Sperrungen von 40 Tagen, 180 Tagen oder auch satten 549 Tagen. Je nachdem wie schwer die Verstöße waren.

Aber wie bereits erwähnt, wurden einige der Sperrungen rückgängig gemacht. Dies betrifft Nutzer von solchen Programmen, die es wirklich nur aus rein kosmetischen Zwecken getan haben. Sie erhielten stattdessen eine Warnung. Sollte die Software noch öfters eingesetzt werden, dann gibt es jedoch auch einen Bann. Im folgenden Bluepost könnt ihr nachlesen, was Blizzard dazu zu sagen hat.
 UPDATE TO RECENT SUSPENSIONS 

We recently completed a wave of suspensions for World of Warcraft accounts that were found to be operating third-party software that undermines the security of the World of Warcraft client. Reverse engineering and bypassing security protocols that safeguard against client modification is a clear violation of our Terms of Service, and we regularly take action against such behavior.

Many of the suspensions issued were for 180 days, as the exploit we detected allows for very malicious activities such as gameplay automation or rotation/interrupt botting. Upon further review, we found that some suspended accounts appeared to be only using the detected exploit to do client-side character model alteration. That is an activity that we would prefer to respond to with a warning, rather than a suspension, this time. As a result, we have reversed all of the suspensions issued in this action.

The use of third party software that modifies the World of Warcraft game client is against our Terms of Service. We expect players to remove such third party software, or their accounts will be subject to further action. Any future use of software that bypasses the security of the game client, regardless of intention or gameplay advantage, will be detected and sanctioned with increased penalties.

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Sweetdeal - Mitglied
Das witzige ist, sie erwähnten Rotation Bots und co. Aber keiner von denen wurde getroffen :F 
kaito - Mitglied
Wenn sie jetzt noch mit der gleichen Konsequenz die gefühl tausend Löcher in der Welt stopfen würden, durch die man fallen kann oder in denen man feststeckt und hängen bleibt, wäre das doch mal toll.

Das mit dem wegen spielerischen Vorteil bannen/verwarnen versteh ich, aber warum machen sie so einen Aufstand wegen dem kosmetischen, zumal sie sowas ja auch selbst anbieten? Weil dann falsche Screenshots in Umlauf kommen? Da können ja die Night Illusion User froh sein, dass sie damals keinen dafür drauf bekommen haben.
Muhkuh - Mitglied
Nun ist es aber so, dass solche Programme auch benutzt werden können, um z.B. Objekte im Spiel zu vergrößern. So können Flaggen auf PvP-Schlachtfeldern oder Ressourcenvorkommen in der offenen Welt dadurch besser gesehen werden. Ebenso besteht die Möglichkeit sich Zutritt zu Orten zu verschaffen, wo man eigentlich nicht hinkommen sollte. Genau deswegen sind diese Anwendungen verboten 
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kaito - Mitglied
Schön, dass du mir noch mal kopierst was ich oben schon gelesen habe, ich hab aber durchaus erwähnt welche kosmetischen Änderungen ich meine. Also für dich noch mal etwas deutlicher, weil schwer zu erkennen, ich meine die kosmetischen Änderungen die sich einig auf das Aussehen des Chars beziehen, zumal die für das Interface ja wohl erlaubt oder zumindest meist toleriert werden. Hast also jetzt noch mal einen Versuch.
Kronara - Mitglied
Blizzard selber kann nur schwer unterscheiden, ob der betroffene Spieler jetzt nur größere Brüste und nettere Oberteile für seine (weiblichen) Chars anzeigen lässt, oder die Rüstung der Spieler im PvP leuchten lässt, wodurch dieser einen enormen Vorteil hätte.
Denn ALLE diese Änderungen sind reine optische Änderungen.

Und wo bietet Blizz das selber an? Also man kann im Char Editor weder die größe der Brüste ändern, noch beim Transmogger die Kleidung völlig ausblenden, so das die Chars nackt erscheinen oder dass sie anstelle von einer Rüstung aus dem Raid Reizwäsche tragen.
Und genau um solche Sachen ging es den Nutzern hauptsächlich... abgesehen denen, die es für unfaire Vorteile nutzen bzw. genutzt haben.

Night Illusion ist ein AddOn. AddOns sind IMMER erlaubt, da sie nur funktionen des Spiels nutzen, welche auch für AddOns freigegeben sind.
Das heißt: Was ein AddOn nicht darf, kann ein AddOn erst gar nicht.
Im Vergleich dazu geht es hiern icht um AddOns, sondern externe Programme, welche die Spieldateien verändern.

Und nein, keine dieser Änderung ist oder war jemals erlaubt oder wurde jemals toleriert. Der Artikel ist hier nicht ganz korrekt. Bisher hat Blizzard solche Leute IMMER gebammt. Es ist nur das erste mal, dass dies in Form einer großen Bannwelle geschieht. Bisher wurde jeder Fall einzeln bearbeitet und geahndet. Dies mal hat man wohl gesammelt und dann eine Bannwell raus geschickt um etwas zu erreichen: Aufmerksamkeit!

Denn JETZT wird darüber berichtet und die meisten wissen nun, dass so etwas nicht erlaubt ist und eben NICHT toleriert wird. Bisher war das nie ein Bericht wert, da es eben immer nur einzelne Personen betraf und da galkt als Reaktion dann immer nur "Selber schuld!".
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Xerx - Mitglied
Es gab tmorph Optionen, die FSK18 Inhalte an Char Modles editiert haben... sowas sollte kein Spieleentwickler tolerieren...
Erenjaeger - Mitglied
Entweder hat blizz gesehen, daß die Spieler wirklich das nicht zu ihren Vorteil genutzt haben oder es waren soviel und sie hatten Angst um die Abo Gebühren. (?). Ein Schelm wer böses denkt.

Darin eingreifen in die files nicht erlaubt ist und schon einmal (aq40 in classic) mit einen permabann gehandhabt wurde hatte die Spieler noch mal Glück  Ob wir das als Geiz oder Kulanz sehen ist jeden selbst überlassen. 

Das mit dem Ultimatum, Löschen oder richtige Strafe finde ich gut. 
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Andi Vanion.eu
Ich denke sie haben vorher geprüft, wie viele Leute gebannt werden. Wäre etwas seltsam wenn nicht und sie dann auf einmal vollkommen erschrocken feststellen. dass ein Haufen Abonnementkosten wegfallen. :P
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Kronara - Mitglied
Blizzard hatte etwas bezweckt und das ist voll aufgegenen: Aufmerksamkeit!

Wenn Blizzard die Leute einfach nur hätte bestrafen wollen, hätten sie jeden einzeln je nach Vorfall gebannt. Das haben sie SCHON IMMER so gemacht!
Ich kenne selber einige, die es schon erwischt hatte.
Nuzr diesmal wurde gesammelt und dann kam eine Bannwelle. Und das Ergebnis ist, dass alle möglichen Seiten, wie z.B. Vanion hier, darüber berichten.
Da Blizzard nun 100%ig im Recht ist, aber es ihnen um die Aufmerksamkeit für die Sache ging und sie es erreicht haben, ist eine Bestrafung für die harmlosen Fälle nicht notwendig. Daher kann Blizard diese zurück ziehen. Das ist reine Kulanz. Denn sie wissen, dass die Leute für Monate X keine neuen Abos abschließen können.
Davon ab werden aber fast alle nach der Sperre wieder spielen. Erst Recht die, die sich am lautsten darüber beschwert haben.
Also nimmt Blizzard die Strafen für die harmlosen Fälle zurück und hat direkt wieder etwas bekommen: Aufmerksamkeit die 2. :)
Und diesmal positiv (ja, Du siehst das nicht unbedingt positiv, aber die Masse, die Community tut dies).

Auf ein Problem aufmerksam machen, darauf hinweisen, dass etwas nicht erlaubt ist und die möglichen, negativen Konsequenzen aufzeigen... bringt fast imemr wesentlich mehr, als die Leute einfach nur zu bestrafen!
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Kyriae - Mitglied
Blizzard hätte dabei bleiben und sie weiterhin bannen sollen. Wer so ein Programm nutzt obwohl es verboten ist, der hat damit zu rechnen.
Jetzt kommt mir das vor wie die deutsche  Gesetzgebung bei jugendlichen Straftätern: Lediglich ein Fingerhau und ein "DUDUDU". Das wars. 
Die werden sich ins Fäustchen lachen und weitermachen.
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Jaerlyn - Mitglied
Dann müsstest du theoretisch jeden Spieler bannen der Addons nutzt oder auch Drittanbieter Software wie z.B. das von der razer naga mit der du makros schreiben kannst. Allein dass das Programm läuft müsste mich als Razer Naga Nutzer ja dann zum potenziellen Täter machen obwohl ich es eigentlich nur nutze um z.b. meinen Kick oder meine Cooldowns auf die Maustasten zu binden.

Wenn du es nach deutscher Gesetzgebung betrachten möchtest könntest du sagen das die einen das Nasenspray aus den Supermarkt geklaut haben und deswegen nur verwarnt werden bzw eine Woche Hausverbot kriegen und die anderen wiederrum das Personal bedroht und das Geld aus der Kasse verlangt. Und man kann froh darüber sein das es so ist.
kaito - Mitglied
Jep, ich bin auch dafür, dass man für das als Fußgänger übertreten einer roten Ampel auch die höchststrafe für einen Mord bekommt. Wo kämen wir denn dahin, wenn Gesetztesübertretungen unterschiedlich geahndet würden?
Aber mal ab von jeglicher Ironie in den Sätzen zuvor leg ich dir, Kyriae, mal das Wort Verhältnismäßigkeit ans Herz, daran hat sich nämlich auch Blizzard an dieser Stelle erinnert und gemerkt, dass in dem Zuge vielleicht der ein oder andere eben für eine kleine Veränderung die wirklich nur den Look betrifft nicht gleich bestraft werden sollte wie jemand der sich darüber einen deutlichen Vorteil im Spiel ergaunert hat.
Gerade bei so Punkte wie die Veränderung damit man etwas besser sehen kann rutscht für Blizzard selbst wohl in eine Grauzone, denn sonst müssten sie jegliche Änderungen im Interface selbst ebenso ahnden. Ich denke das sie wissen, dass es nicht immer ganz klar ist, was noch eine erlaubte Änderung ist und was nicht. Schönste Beispiel ist und bleibt für mich DBM, das je nach Einsatz durchaus eine maßgebliche Erleicherung ist. Es wurdet mich bis heute, dass das Addon automatisch Zeichen setzten darf.
Kronara - Mitglied
Dein Vergleich ist Mist!
Strafen in Deutschland sind immer ein "von ... bis". In diesem Rahmnen kann und MUSS sich ein Gericht bewegen. Sie können keine höheren, aber auch keine niedrigeren Strafen vergeben, als das Gesetz vorsieht. Und auch innerhalb des Strafrahmens muss man Tat und Schuld angemessen reagieren.
So darf nur die schwerste denkbare Variante der Straftat mit der Höchststrafe belegt werden und die niedrigste denkbare Variante der Straftat MUSS mit der Mindeststrafe belegt werden. Alles dazwischen ist entsprechend zu beurteilen. Dazu kommen dann noch entlastende Gründe dazu, wie z.B. Reue, Geständigkeit, Widergutmachung, ob man daraus gelernt hat bzw. das schon abzusehen ist usw.

Hier im Fall von Blizzard ist es nicht viel anders. Blizzard braucht hier nur keine Abstufungen vornehmen und hätte JEDEN permanent bannen können.
Sie tun es aber nicht. Die schweren Fälle wo es um Vorteile im PvP ging oder man Zugang zu verbotenen Bereichen bekam, da wird hart bestraft. Wer seinem Char nur größere Brüste verpasst hat, hat zwar gegen die Nutzungsbedingungen verstoßen, hat aber selber keinen Vorteil und hat auch niemanden geschadet, weder anderen Spielern, noch Blizzard.

Blizzard war es hier wohl wichtiger, dass die Sache mal Aufmerksamkeit bekommt und die Leute einsehen, dass es eben verboten ist und auch nicht toleriert wird.
Durch die Aktion mit der Bannwelle bekamen sie da ne Menge aufmerksamkeit. Und die Spieler werden solche Programme nie wieder nuzten... naja die meisten. Und wer sie doch noch mal nutzt, der bekommt dann seine Strafe und die bleibt dann auch.
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Kronara - Mitglied
@Jaerlyn
Das stimmt so nicht. AddOns sind ausdrücklich erlaubt, da AddOns nur können, was sie von Blizzard aus dürfen.
AddOns sind nicht nur erlaubt, sondern von Blizzard auch ausdrücklich gewollt und gewünscht. Von Anfang an sollten Nutzer das Spiel für sich modifizieren können, ohne dadurch unfaire Voerteile zu erhaltten. Durch eine AddOn Schnittstelle haben sie das realisiert.
Und wenn ein AddOn dann doch mal was kann, was nicht so gut ist oder etwas ausgenutzt wird, wird die Funktion verändert oder gesperrt.

Auch Drittanbieter Software wie Treiber sind nicht verboten, da sie keine Spieldateien manipulieren. Der Missbrauch dieser Software, z.B. wenn man automatisierte Abläufe programmiert, sind verboten. Und wenn Blizzard diese nachweisen kann, gibt es dafür ebenfalls Bans!
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