29. März 2021 - 09:45 Uhr

Blizzard erhöht Abo-Preise in einigen Ländern - Ein Kampf gegen Botter?

Spieler aus Brasilien, Kanada, Argentinien und Russland berichteten, dass WoW-Abonnements in ihrem Land nach der Änderung von Blizzard beim Kauf von Spielzeit nun teurer seien. Reddit-User Shiigu gab beispielsweise an, dass ein Abonnement in Argentinien nun knapp 500 Prozent mehr koste. In den meisten Ländern, so wie in Deutschland, blieb der WoW-Abo-Preis derselbe wie vor der Anpassung. Blizzard habe einen generellen Währungs- und Zahlungsmethodenvergleich durchgeführt, hieß es im Bluepost am 25. März 2021.

Einen exakten Grund für die Änderung der Preise nannte die Spieleschmiede nicht. Es wird jedoch spekuliert, dass es an den ganzen Bot-Nutzern und Multiaccounts (Multiboxern) liegen könnte, die in WoW Classic und auch Shadowlands unterwegs seien. Diesen wäre es durch die Nutzung von VPN und anderen Methoden möglich gewesen, über die genannten Länder ein Abo für World of Warcraft für nur einen kleinen Teil des Preises abzuschließen, den sie in anderen Ländern bezahlt hätten.

Wowhead berichtete, dass die Kosten für ein Abonnement in Brasilien um die 25-35 Prozent angestiegen, gleichzeitig aber Charakterdienste und Shadowlands-Editionen günstiger geworden sind. Auch wenn wir denken, dass Blizzard etwas gegen die ganzen Bot-Nutzer tun sollte, wissen wir nicht, ob das der richtige Weg ist. Schließlich werden sicherlich einige WoW-Spieler in den betroffenen Ländern erst einmal genau überlegen müssen, ob sie sich ein Abo für das MMORPG überhaupt noch leisten können! Vor allem dort, wo das Geld sowieso knapp ist.
 

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Nighthaven - Supporter
Aber, dass das dem Kampf gegen die Botter nützen soll, ist schon reinste Spekulation, oder?

Für mich sieht es eher so aus, als würde Blizzard bzw. die Firma dahinter diese Preiserhöhungen durchziehen, um weiterhin den Abwärtstrend zumindest finanziell auszuschlachten. Es zieht sich doch seit einigen Jahren durch sämtliche Blizzard-Spiele, dass zur Gewinnmaximierung die Qualität extrem zu wünschen übrig lässt. Daher wird die Kuh gemolken solang sie noch Milch gibt. Da können sie noch so viele D II - Resurrected - Teile anbieten...ein Narr, wer glaubt, dass das nicht so enden wird wie bei WC III (hallo, ranked mode, sind jetzt 15 Monate vergangen). Das Hearthstone - Desaster im Herbst, wo sie trotz vollmundiger Versprechungen das Belohnungssystem so umstruktiert haben, dass es zwar spaßiger aussieht (und auch sein könnte), aber im Endeffekt man viel viel weniger an Belohnungen erhält. GG. F2P adè. Andere Spiele haben jegliche Art von fairem Gameplay, Matchmaking usw. verloren und werden gar nicht mehr gepflegt.
Und jetzt eben das Zugpferd WoW.

Also versteht mich nicht falsch, ich persönlich habe nach 16 Jahren nichts gegen Preiserhöhungen, das wäre ganz normal. Aber dann sollen sie wieder die Leute einstellen, die sie rausgeworfen haben und wieder die Qualität liefern, für die sie einst standen. Wenn sie nur einen Euro pro Monat mehr veranschlagen würden, wären das Einnahmen von 5? von 10? Millionen pro Monat. Da kann sich jeder ausrechnen, wieviel Qualität man dafür bekommen kann, seien es weniger lagganfällige Server, seien es Community-Manager oder seien es "Botfinder", die den Reports der Leute manuell nachgehen und die dann eben die Bot-Accounts bannen.

Nun ja, die Hoffnung stirbt zwar zuletzt (aber sie stirbt :) ) . In diesem Sinne...

 
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Bee - Mitglied
Ist nu reine Spekulation, aber eine plausible. Durch die zu günstigen Preise hat es sich halt "noch" mehr gelohnt. Bei entweder reddit oder wowhead hatte ich ne Rechnung gelesen, das so ein Multiobot nur einen Tag laufen muss, um rentable zu sein. 
Jetzt wären es dann 5 Tage. 
Um den Abwärtstrend finanziell auszuschlachten wären Preisewrhöhungen das falsche Mittel und eher kontraproduktiv. Würde man das wollen, würde man viele Spieler anpeilen, weil es die Chance erhöht das token gekauft werden. Dazu die Botter machen lassen, weil dann die ehrlichen Spieler deutlich weniger Gold verdienen durch ihre Waren im AH und so ggf. auch mal nen token kaufen müssen, etc.

Jede Medallie hat da zwei Seiten. 

Gewinnmaximierung ist ein Vorwurf, den man Blizz gerne macht. Aber die grausame Wahrheit ist, das Blizzard die Gründer zu Milliardären gemacht hat, also in den guten alten Zeiten. Da gabs auch Hire und Fire und zu Classic und BC war das Spiel technisch in einem absolut desolaten Zustand. Zur Primetime hatte man teilweise übelste Lags, Server waren mitunter über Tage (!) nicht erreichbar, etc.

Was die gefeuerten Mitarbeiter angeht, warum sollte man die wieder einstellen ?
Das war Marketing und Kundensupport in Paris, und mal abgesehen davon das der Kundensupport vor den Entlassungen mies war, ist er es jetzt immernoch. Und klar möchte man seine Angestellen lieber in Irland haben, eine Zweigstelle die unter "Holy-Mike" aufgemacht wurde, weils da so richtig miesen Arbeitnehmerschutz gibt. Paris ist halt teuer. 

Und kürzlich wurde halt Mitarbeiter aus dem Bereich Live E-Sport Events entlassen. Wie lange gabs die schon nicht mehr ? Wie lange wurden diese Mitarbeiter mit "durchgezogen" ?
Ewig kann sich das schlicht keine Firma dieser Welt leisten. Tut mir für die Mitarbeiter ja durchaus leid, aber ist halt einfach wirtschaftliche Realität. Und kommt hier auch vor, schaut man sich den Umgang mit "Leiharbeitern" an um betriebsbedingte Kündigungen zu vermeiden, etc.

 
kaito - Mitglied
@Bee:
"Classic und BC war das Spiel technisch in einem absolut desolaten Zustand. Zur Primetime hatte man teilweise übelste Lags, Server waren mitunter über Tage (!) nicht erreichbar, etc."

Dann hat sich da ja seit dem nicht wirklich was geändert. Im Gegenteil. Die von Blizzardseitens bedingten technischen Probleme haben sich seit damals deutlich gemehrt. Einzige Unterschied zu damals sind die Wartungszeiten.
Kaninens - Mitglied
Dieses ganze Gold- und Markensystem macht das Spiel noch zusätzlich kaputt ! Boosting und co. sind doch mittlerweile die reinste Seuche. Scheußlich !
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Bee - Mitglied
Gäbe es kein Gold- oder Markensystem, gäb es wieder Boosts gegen Echtgeld, Goldverkäufe bei den bekannten Online Auktionsseiten, "Chinafarmer", noch mehr Bots und Hacks und Gold zum verhökern ranzuschaffen, etc.

Boosts gab es schon immer. Wo man sich früher über Farmbots z.B. in Düsterbruch oder Aszhara aufgeregt hat, regt man sich heute halt über Boostspam im /2 auf. Aber das Problem ist hier nicht Blizzard, sondern einzig und alleine die Kunden die Boosts in Anspruch nehmen. Und das bekommst du halt als Blizzard nicht eingedämmt. Da muss schon ein umdenken in der Spielerschaft stattfinden.

Das aktuelle System hat zumindest den Vorteil, das man als "legit" Spieler trotzdem wow quasi umsonst spielen kann, dank Gold zu Token zu Spielzeit. Und das man sich wenn man möchte, quasi alles aus dem Shop holen kann gegen Gold. 

 
Belegun - Mitglied
@Bee:
Der Satz "Boost gab es schon immer"
Ist so ein kleines Totschlag Argument der Pro Booster oder Booster. 
Nein Boosts waren früher genauso verpönt wie Ebay Accounts. Spieler der ersten Jahre wissen das. Zu BC zb gab es keine Dauerspamer im 2er. Früher nannte sich sowas Ninjalooter einen Raid aufgemacht, obwohl man selber der Honk war andere machten die Arbeit und beim Loot alles eingesteckt den Raid verlassen und dann rein gecasht um den Server zu wechseln. 
Aber was will man von der Generation erwarten die mit Candy Crush und P2W Spielen groß geworden ist. Die kennen es nur so und Activision verdient sich 2 Millarden an den Transaktionen im Jahr allein bei WoW. 
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kaito - Mitglied
@Bee:
"Boosts gab es schon immer."

Es gab auch schon immer Cheat, wobei beides sich nicht groß unterschiedet. Der einzige Unterschied zu damals und heute, heute verdient nicht nur Blizzard mit dran, die Angebote haben sich allerdings nicht verdoppelt oder verdreifacht, sie sind regelrecht explodiert! Mir ist schleierhaft wie man das gut heißen kann, außer man provitiert auf irgendeine Weise davon.
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Kelturion - Mitglied
@Bee: Natürlich kriegst du das als Entwickler relativ gut eingedämmt. Wenn du merkst, dass die Spieler eine Spielmechanik einer Art und Weise ausnutzen, die so nicht gedacht ist und ggf. sogar fürs Gesamtspiel schädlich ist musst du eben dagegen arbeiten und zwar indem du die Spielmechanik eben so modifizierst, dass es nicht mehr möglich ist jemanden zu boosten.

Ich kann jetzt nicht für Retail sprechen, aber in Classic wäre das z.B. recht simpel. AE Cap einführen, XP in Dungeons quasi nullen wenn die Leveldifferenz der Spieler zu hoch ist und starken EP-Malus wenn du als Spieler an Mobkills quasi nicht nennenswert beteiligt bist. Dann wäre mit dem Gebooste relativ schnell Feierabend.
Beere - Mitglied
Ich finde das es wirklich keine so gute Idee is die Preise zu erhöhen, vorallem da Spieler betroffen wären die garnichts damit am hut haben oder ebend Spieler die es sich grad so leisten können, wäre das in Deutschland so, wäre es auch so schlimm. Die sollten das lieber anderst angehen....so könnte man auch interpretieren das sie dadurch nur mehr geld scheffeln da manche  vot-farmer oder Multiboxer geld genug haben und es dennen womöglich eh nich juckt.

ich hasse Multiboxer...
Gahanaho - Mitglied
So bekämpft man einfach keine Botter. Dafür ist der Markt einfach viel zu groß. Die Nachfrage nach Services von Bots muss sinken.
Das kriegt man am ehesten hin, in dem man endlich anfängt, die Käufer (von Gold und Boosting Diensten gegen Echtgeld) zu Bannen und nicht nur die Anbieter. 
Aber wahrscheinlich hat Blizzard dann Angst, So Viele Accounts Bannen zu müssen, dass kein Abozahler mehr übrig bleibt.
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Kelturion - Mitglied
Korrekt, man muss das Problem an der Wurzel packen (sprich rigoros gegen die Käufer vorgehen). Das kann ja auch nicht wirklich schwer sein, denn wenn größere Summen zwischen Accounts getauscht werden, die sonst nie nennenswert interagiert haben, sollte das schon sehr schnell auffallen.

Wenn sich jeder bewusst ist, dass bei Goldkauf mit dem Feuer spielt und seinen Account riskiert dürfte das die Nachfrage deutlich einbrechen lassen.
Und wo keine Nachfrage ist geht auch das Botten zurück.
Vibrantlove2000 Legende
Welcher Kampf gegen Botter? :D Die zahlen doch praktisch nix! Das gold was die sich holen damit sind die auf Jahre mit Spielzeit versorgt!
Wilfriede - Mitglied
Ka wieso weshalb warum aber laut Screenshot von oben sind das umgerechnet grad mal 55 Cent mehr. Klar andere Länder und Lebenserhaltung und so. Trotzdem glaub ich nicht das deswegen jetzt tausende von Accounts weggbrechen werden :D
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punny - Mitglied
Vorher waren das ARS599 für 6 monate und jetzt sind es mindestens 566 für EINEN
Jasteni - Mitglied
Man sollte Spielern aus der Region anbieten per Nachweis wieder auf Ihren alten WoW-Preis zurück zu kommen. So wären die ehrlichen Spieler nicht gestraft und hätten nur etwas mehr aufwand,
Ajantis - Mitglied
500% wegen Bottern? Ist heute schon 1. April?
Sind denn Bots tatsächlich noch so ein Problem? Man braucht doch eh kaum noch was für Gold, bzw bekommt nicht mehr viel für Gold.
Belegun - Mitglied
Ganz einfach
Marke gibt nur Spielzeit kein Battlenet Guthaben mehr. Probleme gelöst 
kaito - Mitglied
Vollständig gelöst vielleicht nicht, könnte mir aber durchaus vorstellen, das da so manches Ergernis-Problem zumindest weniger würde.
Sekorhex - Mitglied
Also ich habe noch WoW Marken in mein Inventar und ich kann sie eintauschen gegen Spielzeit oder Bnet Guthaben..
Belegun - Mitglied
@kaito:
Jup es gibt zum Beispiel Webseiten wo man Accounts Inklusive Battlenet Guthaben kaufen kann. Mittlerweile sogar Wunschemail und Wunschguthaben. Dauert zwar so 1 Monat aber machbar.
kaito - Mitglied
"Ein Kampf gegen Botter?"

Ich bestraf die Mehrheit der ehrlichen Spieler mit höheren laufenden Kosten? Ich mein, ok, meist blutet der ehrliche Spieler bei den ganzen Maßnahmen im Spiel eher als die eigentlichen Zielkandidaten weil die immer einen Weg finden zu stören und zu betrügen, aber ich denke das bei Blizzard in diesem Falle ein anderer Haupt-Hintergedanke steckt, zumal ich stark bezweifel, das Bot- und Multiboxer-Accounts über laufenden Abos mit harter Währung gezahlt werden.
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Belegun - Mitglied
Du brauchst min 1 Monatsabo um Spielen zu können.

Durch die Änderung am Freitag muss man jetzt min 2 Monate Spielzeit über GTC (Battlenet Guthaben) holen oder man schließt ein Abo via Paypal etc ab. 

Bei ersteren liegt es klar auf der Hand wieso da die Erhöhung kam und warum das gegen Bots zielt. 
Man muss nun 2 Monate investieren und da ist dann der Gewinn durch Goldboting schon geringer. 
kaito - Mitglied
@Belegun:
Letztlich verlängter sich nur die Zeit die der Bot aktiv sein muss um sich zu rechnen. Sprich der einzige Effekt wäre das die Zeit in der er entdeckt, gemeldet und kontrolliert wird um dann auch gebannt zu werden sich erhöht, also an der Marke gemessen. Die Gewinnspanne das die Spielzeit generell teurer ist, weiß nicht ob das bei den Bots so sehr in Gwicht fällt das sie abhauen.
Der Nutzen für den normalen Spieler weniger Bots zu sehen aber dafür mehr Abo-Kosten zu haben erschließt sich mir da irgendwie nicht.