20. Juni 2021 - 11:42 Uhr

Carbot Animation - WoWCraft #57: This is World of Warcraft

Die lieben Mitarbeiter von Carbot Animations haben erneut eine Folge ihrer beliebten Serie WoWCraft veröffentlicht und die bereits 57. Ausgabe läuft ein wenig anders ab, als man es bisher kannte. Denn sie ist tatsächlich ziemlich traurig. Vor allem für alteingesessene World of Warcraft-Fans. Das Video mit dem Titel "This is World of Warcraft" zeigt uns nämlich, was im Laufe der Jahre aus dem Spiel geworden ist. Zugegeben, sie fokussiert sich dabei nur auf die beiden Themen Cash-Shop und Community, dennoch ist da auf jeden Fall etwas Wahres dran.

Am besten schaut ihr einfach selbst rein. Gerne könnt ihr euch einen Kommentar dazu unter diese News schreiben und uns mitteilen, was ihr darüber denkt. Trifft Carbot Animation mit dieser Ausgabe vollkommen ins Schwarze? Oder übertrieben sie es eurer Meinung nach ein wenig? 

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Erenjaeger - Mitglied
Also was den Ingame-Shop und die Mounts angeht ist es doch die Schuld der Spieler. Auch wenn die es nicht hören wollen. Die Mounts werden halt gut verkauft, darum biete Blizzard die ja auch an. Das die Community es selbst in der Hand hat, sah man als die Mog Helmen zu MoP raus kamen. Da gab es so einen Shitstorm und teilweise Boykott, dass Blizzard keine weiteren mehr angeboten hat. Bis auf das letzte Transmog Set für das 6 Monate Abo.

Bei den Pets kann man es auch sehen. Da kommen ja immer nur die von den Spendenaktionen mit in den Shop rein. Aber so, meine ich, kam schon lang keins mehr hinzu.

Wie es halt so in der Wirtschaft ist. Angebot und Nachfrage. Und Blizzard ist ein Unternehmen was Geld machen will. Beim letzten Earnings-Call hieß es auch, dass durch Micro-Transaktion der meiste Umsatz über WoW gemacht wurden ist.
kaito - Mitglied
Voll ins Schwarze, aber so was von doppel und dreifach genau.

Allerdings, was BC Classic angeht, da glaube ich, kommt es auf den Server an.
Scowli - Mitglied
Was nun dreifach ins Schwarze oder nicht? Warum sollte es serverabhängig sein in BC und in Retail nicht?
Kelturion - Mitglied
@Scowli: Weil die Server in Retail faktisch keine Rolle mehr spielen, da durch Crossrealm-Mechanismen sowieso fast alle Grenzen eingerissen wurden. Deshalb spielt es dort eigentlich quasi keine Rolle mehr auf welchem Realm du spielst. Im Prinzip könnten sie dort auch direkt einen Megaserver mit etlichen Layern machen - und die meisten Spieler würden nichtmal einen Unterschied merken.

Bei BC und Classic gibt es sowas aber nicht und jeder Server ist für sich komplett abgeschottet. Das führt dann dazu, dass jeder Server dort seine eigene geschlossene Community entwickelt hat, die sich untereinander was Spielweise, Umgangston und Gepflogenheiten angeht doch teilweise recht stark unterscheiden.

Und deshalb ist seine Aussage durchaus korrekt. Die Spielerfahrung in BC und Classic ist sehr stark von der Wahl des Servers abhängig.
Kyriae - Mitglied
Ich empfinde es als ein wenig übertrieben.

Die Community wollte diverse Dinge haben, Blizzard hat es reingebracht wie serverübergreifendes miteinander spielen können, Dungeonbrowser, LfR etc.

Und ich weiß, dass ich mir jetzt wieder jede Menge Hass einbringe, aber es ist nicht die Schuld von Blizzard, was die Community daraus gemacht hat.
Es ist Schuld der Community, dass sich das asoziale Verhalten so verbreiten konnte.
Egal ob es jetzt ein simples "Hallo" und "Tschüss" am Anfang und Ende einer zusammengestellten Instanzgruppe ist.
Das hat jeder EINZELNE selber in der Hand.

Es ist auch nicht die Schuld von Blizzard, dass im LfR Deppen dabei sind, die flamen sobald etwas nicht funktioniert.
Und es ist auch nicht die Schuld von Blizzard, dass diverse Spieler der Meinung sind, sie MÜSSEN unbedingt eine "Meta-Klasse/Spec" spielen, MÜSSEN unbedingt einen speziellen Pakt nehmen. Es ist ein kleiner Teil der Community, die versuchen das durchzusetzen was sie wollen und dann gibt es noch einen Großteil aus der Community, die so doof sind und dieses Spiel mitspielen.
Und dann gibt es noch den Teil, der sich denkt "Leckt mich doch alle am Arsch!" und sich selbst eine Community aufbaut. Sei es eine Mega-Gilde wie die von Craft (auf Horde UND Alliseite), die beiden L-Gruppen und noch diverse andere Communities. 

Es liegt an den Spielern was sie daraus machen. Und wenn sie sich alle von einer handvoll asozialen Deppen das Spielen diktieren lassen, dann sorry, haben sie selber Schuld. 

Ich selber habe noch den gleichen Spaß wie früher. Ja, ab und an ärgere ich mich über die Leute, die ich in den wenigen zusammengestellen Gruppen habe. Aber die sind ehrlich gesagt eine Seltenheit. Sehr oft kommt ein "Hallo" zurück und auch am Ende ein "Tschüssi". Es wird erklärt, wenn was erklärt werden muss und manchmal freut sich sogar der Eine oder Andere, wenn man ihm/ihr ein paar Tipps gibt. 

Aber das ist meine Meinung und ich weiß, ich stehe damit ziemlich allein ;)
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Andi Vanion.eu
Es ist aber sehr wohl BLIZZARDS Schuld, dass sie Dinge, die die Community sich gewünscht hat, so umgesetzt haben, dass das Spiel zu dem geworden ist, was es nun ist. Die Arbeit eines guten Game Designers umfasst nicht einfach nur das Ausdenken cooler Ideen für Content in einem Spiel. Das ist tatsächlich ein geringer Teil der Arbeit. Ideen gibt es mehr als genug. Der Großteil der Arbeit ist der, dass man die Systeme und den Content so entwickelt, dass er das Spiel positiv bereichert. Dabei muss auch immer auf die Langezeitfolgen geachtet werden. Was passiert, wenn wir X machen? Natürlich kann man oft nicht in die Galskugel schauen und sehen, was die Community aus etwas macht, denn da kommen manchmal GANZ KOMISCHE Dinge bei heraus. 

Wir wissen nicht, was so hinter den Kulissen abläuft und wie Entscheidungen bei Blizzard (WoW-Team) getroffen werden, doch es steht ohne Frage fest, dass World of Warcraft sich zu einem ganz anderen Spiel entwickelt hat, als es das eigentlich mal war. Und ja, Entwicklung ist gut und mit dem Zeitgeist zu gehen sowieso, wenn man langfristig überleben will. Dennoch zeigen andere Spiele, die es ebenfalls seit langer Zeit gibt, dass man auch erfolgreich sein kann, ohne den eigentlichen Kern und die Grundprinzipchen eines Spiels dabei über den Haufen zu werfen. 

Ich finde es aber toll, dass du weiterhin Spaß an World of Warcraft hast, so wie es früher war. Auch ich habe immer wieder Spaß. Dieser hält nur leider immer nicht lange an, bringt mich dann jedoch trotzdem immer wieder zurück. Leider kann ich das mit dem "Hallo" und "Tschüss" nicht bestätigen. Ich bin nämlich so ein komischer Typ, der in jeder Gruppe Hallo und Tschüss sagt. ;) 
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Kelturion - Mitglied
@Kyriae Damit machst du es dir aber stellenweise auch ein bisschen zu einfach, denn so simpel ist die Rechnung nicht.

Wie Andi schon sagte ist es eine der Kernaufgaben eines guten Gamedesigners abzuwägen, was genau ins Spiel implementiert wird und welche Folgen das hat. Nur weil eine gewisse Menge an Leuten nach etwas schreit oder dies kurzfristig mehr neue Spieler an Bord holt macht es das Spiel nicht zwangsläufig besser, oft ist auf lange Sicht sogar das Gegenteil der Fall. Und das muss ein Gamedesigner sehen, sonst hat er definitiv den falschen Job gewählt.

Warum war das Spiel denn früher weniger toxisch als heute? Weil das so Spiel so gebaut wurde, dass toxisches Verhalten irgendwann auf dich zurück fällt und du dir im schlimmsten Fall damit selbst das Spiel verbaust und kaputt machst. Darum haben sich die Leute in der Regel gut benommen. Es gab damals genug Fälle, wo Spieler, die durch solches Verhalten aufgefallen sind, dem ganzen Server bekannt waren und demnach kein Bein mehr an den Boden bekommen haben.

Und warum funktioniert das heute nicht mehr? Weil Blizzard diesen Leuten sehr viele Werkzeuge an die Hand gegeben haben, die es ihnen nun viel besser ermöglicht ihre Toxizität ohne Probleme oder irgendwelche Folgen voll ausleben können. Dinge, die vorher quasi virtueller Selbstmord waren sind jetzt problemlos möglich. Und so Leid es mir tut: Der Dungeonfinder ist mit eines der Hauptwerkzeuge, die genau so etwas möglich gemacht haben. Du wirst dort mit Leuten zusammengewürfelt, die du wahrscheinlich nie wieder sehen wirst. Und der Dungeonfinder beschert dir quasi auch einen unendlichen Nachschub an neuen Mitspielern, so dass es keinerlei Rolle mehr spielt welchen Eindruck du dort hinterlässt. Das hat natürlich dann auch zur Folge, dass sich viele dann auch einen feuchten Kehricht um ihre Mitspieler kümmern. Da wird dann eben beleidigt, gekickt, geleavt - weil es eben absolut folgenlos bleibt.

Und ja: Vielleicht mag sich auch die Community in gewissen Teilen geändert haben. Zu einem nicht unerheblichen Anteil hat Blizzard aber auch selbst das befördert, was heutzutage an Toxizität im Spiel vorhanden ist. Ich will nicht so weit gehen zu sagen, dass es pure Absicht war. Was man Blizzard aber definitiv vorwerfen kann ist, dass sie offenbar die Folgen ihrer Entscheidungen nicht mal ansatzweise vernünftig abgewogen haben. Und dadurch tragen sie zumindest eine erhebliche Mitverantwortung an der heutigen Entwicklung der Community.
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CriticalCid - Mitglied
Ich bin da etwas zwiegespalten. Zum einen kann ich es komplett verstehen, wenn Spieler den Sozialen- und Communityaspekt in Retail vermissen, da das Spiel einen nicht mehr dazu zwingt.
Wahr ist aber auch, dass WoW schon von Beginn an dafür ausgelegt war, dass man es auch Solo spielen kann. Leider war die tatsächliche Umsetzung vom Soloplay damals eher mau und Blizzard hat die Soloerfahrung mit der Zeit nach und nach immer weiter verbessert. Es gibt nun mal viele verschiedene Spielertypen die von WoW angesprochen werden und Blizzard hat sich eben dazu entschlossen sich mehr in eine als in die andere Richtung zu entwickeln.

Ich selbst hatte nie ein großes Interesse an den sozialen Aspekten in WoW und bin ehrlich gesagt ziemlich froh darüber, dass ich das meiste Solo spielen oder zumindest über das Tool sehr schnell Gruppen joinen kann.
„Warum spielst du dann ein MMORPG wenn dir das egal ist?“ werden sich sicher einige Fragen. Die kurze Antwort ist, ich spiele WoW obwohl es ein MMORPG und nicht weil es eins ist. Der Hauptgrund für WoW ist für mich die Spielwelt als solches, die Lore und die Story. WarCraft 3 war damals für mich eine Offenbarung was das anging und seitdem bin ich in das WarCraft Universum sehr investiert.
Classic war, was das Storytelling und die Inszenierung angeht, damals eine riesige Enttäuschung für mich. Ich habe damals zu Vanilla, TBC und WotlK Zeiten mehrere Male versucht in das Spiel reinzukommen, aber ich habe immer entnervt vor Level 20 aufgegeben. Sehr langsames Gameplay mit viel Downtime, nerviges Questdesign mit unnötiger Spielzeitstreckung durch übermäßiges Backtracking und viel zu geringen Dropraten von Quest-Items, langweilig erzählte Geschichte, Gruppenzwang durch die große Anzahl an Gruppen- und Dungeonquests, Reisen über mehrere Zonen hinweg eine reine Geduldsprobe, usw.
Ich wollte WoW wegen meiner Liebe zu WarCraft 3 immer so gerne mögen, das Spiel hat mich aber leider nicht gelassen.

Umso erstaunter war ich, als ich Jahre später zum Launch von Legion dem Spiel nochmals eine Chance gegeben habe und gemerkt habe wie sich das Spiel (für mich) zum positiven entwickelt hat. Ich hatte nun genau das bekommen habe was ich mir schon immer von WoW gewünscht habe und so gut wie alle Kritikpunkte, die ich damals hatte, ausgebessert wurden. Es waren tolle Aha-Momente beim questen zu bemerken, wie sich das Storytelling von Expansion zu Expansion immer weiter gesteigert hat und seit MoP bin ich eigentlich sehr zufrieden was das angeht. Und ja, ich bin einer von den Leuten die sich alle Questtexte durchlesen und habe mit 3 Charakteren den kompletten Meister der Lehren mit Levelstop gemacht.
Ich habe auch sehr viel Spaß mit dem allgemein viel schnelleren und dynamischeren Gameplay und das Sammeln von diversen Sachen ist auch eine schöne Nebenbeschäftigung. Auch halte ich nahezu alle anderen QoL Veränderungen für sehr sinnvoll und habe sie schmerzhaft vermisst als ich wieder Classic ausprobiert (und es wieder nicht bis Level 20 geschafft) habe.

Mir ist bewusst, dass alles was ich hier als positive Entwicklung aufgezählt habe einige als das komplette Gegenteil empfinden. Das obige Video und der Erfolg von Classic sind die besten Beweise dafür. Und das ist okay. Unterschiedliche Arten von Spielertypen eben. Mir tut es ernsthaft leid, dass ihr nicht mehr den gleichen Spaß wie früher habt. Es wurden sicher einige große Fehler mit der Zeit gemacht und Blizzard hätte wahrscheinlich eine bessere Balance der verschiedenen Spielertypen anstreben sollen. Es ist aber nunmal leider so, dass man es nicht allen recht machen kann. Für mich persönlich ist das Spiel aber aktuell genau das, was ich immer als Nachfolger von WarCraft 3 haben wollte.
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Andi Vanion.eu
Es wurden sicher einige große Fehler mit der Zeit gemacht und Blizzard hätte wahrscheinlich eine bessere Balance der verschiedenen Spielertypen anstreben sollen. Es ist aber nunmal leider so, dass man es nicht allen recht machen kann.
Genau das. 
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Kelturion - Mitglied
@CriticalCid: Das kann ich verstehen, die Sache hat nur einen großen Haken (und darum eskaliert die Diskussion dahingehend auch immer recht schnell).

Ein klassisches MMORPG hat nunmal diese soziale Komponente als zentrales genretypisches Spielelement.Das war eigentlich in der klassischen Form üblicherweise immer der Dreh- und Angelpunkt dieses Genres, so auch bei WoW in der früheren Phase. Es gibt viele Leute, die das Spielegenere genau dafür lieben. Und wenn es zusätzlich noch ein paar weitere Leute, die nicht die klassischen MMORPG-Spieler sind, mit anspricht, umso besser.

Für MMORPG-Spieler gibt es leider sehr wenige Alternativen, der Markt ist teilweise echt kaputt. Dieser besteht eigentlich weitestgehend nur aus WoW, irgendwelchen asiatischen Spielen (die wirklich nicht jedermanns Geschmack sind, alleine bei der Optik von FFXIV dreht sich mir der Magen um) und F2P-P2W-Itemshop-Müll. Und wenn es in Richtung klassische westliche MMORPGs angeht wird es noch düsterer. Es gibt vielleicht noch ESO, das hat aber auch einen sehr starken Singleplayer-Fokus. Mit New World steht schon der nächste Flop-Titel in den Startlöchern. Einziger Hoffnungsträger ist da jetzt noch Ashes of Creation, aber das ist ja immernoch mitten in der Entwicklung und weit von einem Release entfernt. Du siehst, die Alternativen sind da leider extrem rar. Dies ist mitunter auch einer der Gründe, warum Classic so bombastisch eingeschlagen ist. Nicht nur wegen der Nostalgie, sondern auch, weil es eine sehr große Lücke gestopft hat, die Blizzard selbst geschaffen hat. Diese Zielgruppe ist daher schon dankbar, dass sie nun überhaupt eine passende Heimat gefunden hat.

Wenn du jetzt aber als Nicht-MMORPG-Spieler hingehst und die Anspruchshaltung formulierst, dass WoW sich bitte weiter zu einem Singleplayer-Spiel entwickeln soll, löst das natürlich entsprechende Reaktionen aus. DENN: Als jemand, der gerne storylastige Rollenspiele am liebsten alleine spielt gibt es auf dem Spielemarkt ein sehr breit gefächtertes Angebot an hochwertigen Titeln. Für Leute, die ein klassisches MMORPG haben wollen aber nicht. Und dadurch entsteht natürlich dann bei diesen Leuten ein Gefühl, dass man ihnen die letzten Alternativen auch noch wegnehmen möchte.

Und bei Retail hat Blizzard genau diese magische Grenze stellenweise schon längst überschritten. Nicht umsonst sagen ja viele schon, dass Retail gar kein MMORPG mehr ist, sondern inzwischen in eine Art Action-Fantasy-Spiel mit Sammel- und Esport-Komponente transformiert wurde. Und deshalb ist der Graben zwischen beiden Lagern mittlerweile auch so tief geworden.

Ich bin auch gar nicht sicher ob es wirklich DIE Lösung ist in einem Spiel alle Lager zu vereinen, denn dann fühlt sich das ganze Spiel nur wie eine große Kompromisslösung an, die keinen so wirklich zufriedenstellt. Nach meiner Vorstellung wäre das beste, wenn Blizzard bei Retail ihrer jetzigen Linie treu bleibt und klar kommuniziert dass sie sich hier vom MMORPG wegbewegen möchten. Sie sollten aber den Classic-Branch nutzen um nach WotLK einen eigenen Weg einzuschlagen und neuen Content zu liefern mit MMORPG im Fokus. Das müssten sie zwangsläufig eh, denn Cataclysm möchte von den Classic-Spielern niemand. Und da diese inzwischen einen beachtlichen Anteil an den Gesamtabos haben wird Blizzard diese wohl kaum verlieren wollen. Also muss spätestens dann ohnehin eine gute Idee her. :)
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CriticalCid - Mitglied
@Kelturion: Das Problem liegt denke ich daran, dass es keine eindeutige und allgemeingültige Definition gibt, was ein MMORPG eigentlich ist, bzw. welche Komponenten es wie und in welchem Ausmaß haben muss. Jeder hat seine eigene Interpretation, Ansprüche und Erwartungshaltung an einem Genre Begriff. Gehen wir alleine von der reinen Bedeutung der Wörter aus, ist es einfach ein Rollenspiel das mit sehr vielen Personen online gespielt werden kann und das erfüllt WoW nach wie vor ohne jeden Zweifel (was jetzt ein Rollenspiel ausmacht wäre dann die nächste Frage, aber das würde hier jetzt zu weit führen). Von Social ist da grundsätzlich erstmal keine Rede.
Man kann jetzt argumentieren das es so etwas wie einen allgemeinen Konsens gibt, aber der ist eben auch nicht in Stein gemeißelt. Genres entwickeln sich weiter und passen sich sowohl den technischen Begebenheiten, dem Markt, als auch am Spielerverhalten an. Bei WoW kann man die Entwicklung des Genres ja recht gut beobachten. Und da stellt sich nun die Frage wer denn jetzt die Deutungshoheit des Begriffes für sich pachten darf, die Old-School Fans oder die Spieler/Entwickler des aktuellen Status-Quo?
Du hast ja selbst schon erörtert wie es aktuell auf dem MMORPG Markt aussieht und eine klare Linie, was denn nun genau ein MMORPG ausmacht, abseits der wortwörtlichen Interpretation, ist nicht zu erkennen.
 
Und das WoW ein Singleplayer-Spiel sein sollte fordert ja auch niemand. Es ist nun einfach deutlich Singleplayer-freundlicher als früher und ist von der Inszenierung und Storytelling nicht im Jahre 2004 stecken geblieben (was, wie bereits erwähnt, auch schon damals für Singleplayer-Spiele hoffnungslos veraltet gewesen wäre). Und WoW hatte nun mal schon immer den Anspruch, dass man auch alleine eine spaßige Spielerfahrung geboten bekommt und hat sich eben in dem Bereich von ziemlich mau zu ziemlich gut weiterentwickelt.
Es gibt ja nach wie vor noch ausreichend viel Gruppen-Content den man spielen kann. Natürlich wurde der mit der Zeit mit Cross-Realm, LFG-Tool, E-Sport Tauglichkeit, usw. an eine moderne Spielerschafft angepasst, worunter der soziale Aspekt gelitten hat, aber das hat in meinen Augen nicht zwingend etwas mit der Solotauglichkeit zu tun. Es sei denn man besteht vehement darauf, dass man gefühlt jede 4. Quest in der offenen Welt nur in einer Gruppe zu schaffen hat.
Ein Dungeonbrowser, der mich automatisch zum Dungeon teleportiert, bräuchte ich persönlich jetzt auch nicht. Wenn man aber bedenkt zu was für einen Content-Monstrum das Spiel in den letzten 16 Jahren herangewachsen ist muss man sich aber auch eingestehen können, dass es anders fast schon nicht möglich wäre halbwegs genügend Leute in zumutbarer Zeit zusammen zu bekommen, so fragmentiert wie die Levelphase (vor allem seit Chromie-Time) heutzutage zwangsläufig ist. Und für nicht-trivialen Content funktioniert er ja eh nicht.
 
Ich kann sehr gut nachvollziehen wie es sich anfühlt, wenn ein geliebtes Genre sich vom eigentlichen Kern wegbewegt und nur noch eine leere Hülle davon übrigbleibt, was man damals so sehr daran geschätzt hat. Bei mir waren es die Echtzeit-Strategiespiele, die von League of Legends und anderen MOBA-Spielen quasi fast ein komplettes Jahrzehnt lang vom Markt verdrängt wurden.
 
Wie und ob es Blizzard besser machen hätte können kann ich nicht sagen. Genauso wenig wie man sagen kann ob sich das klassische MMORPG Gerüst 16 Jahre lang hätte tragen können ohne die Spielemechaniken in dem Maß zu modernisieren, wie es getan wurde. Und kann man es den Entwicklern/Publisher überhaupt verübeln das Spiel zu modernisieren und für neue Spieler/Zielgruppen attraktiver gestalten zu wollen wenn der Markt und ein großer Teil der Spielerschafft sich ebenfalls ständig weiterentwickelt? Oder sollte es im Kern immer das klassische alte Spiel bleiben und nur die alten Hasen glücklich stellen ohne das nennenswert viele neue Spieler nachwachsen, mit der Gefahr, den Anschluss zu verlieren und möglicherweise nach und nach immer mehr als Relikt der Vergangenheit unterzugehen? Darüber zu spekulieren ist mühselig und auch nicht zielführend, da man es schlicht nicht sagen kann.
Fakt ist aber das Retail und Classic heutzutage zwei grundverschiedene Spiele sind und man sich zum Glück aussuchen kann, welches Spiel einem lieber ist. Wie sich die Spielerschafft denn nun tatsächlich auf die beiden Versionen verteilt kann nur Blizzard sagen. Aber bei dem Punkt, dass Blizzard in Zukunft 2-gleisig fahren muss, stimme ich dir vollkommen zu. Denn wenn Retail sich in vielen Aspekten zurück zu Classic entwickeln würde, würden sie viele Spieler, die das moderne Spieledesign mögen, verschrecken und die Spielerbase im Gesamten würde noch weiter sinken. Ich wäre zumindest einer von denen, die gehen würden.

 
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CriticalCid - Mitglied
Ich möchte jetzt auch nicht so rüberkommen als würde ich alle Entscheidungen von Blizzard verteidigen wollen. Da ich abseits vom LFR weder raiden gehe, M+ Keys laufe oder PvP spiele kann ich mich daher schlecht zum Gruppencontent und den damit einhergehenden sozialen Interaktionen äußern. Ich habe in dem Bereich schlichtweg keine Aktien drin.

Ich wollte mit meinem Kommentar lediglich die gegengesetzte Sichtweise als Solospieler (von denen es mit Sicherheit mehr gibt als die meisten wahrscheinlich vermuten würden) darstellen, warum für mich persönlich das aktuelle WoW sehr gut funktioniert und deutlich besser ist als die frühen Expansions.
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Miako - Mitglied
@Kelturion:

Mit New World steht schon der nächste Flop-Titel in den Startlöchern.

Und das weißt du weil?
Selbst schon Gespielt?
Oder sagst du das nur wegen dem Shop?
Ne Aussage reinballern ohne ein Warum ist irgendwie schwach
Kelturion - Mitglied
@Miako: Gehört hier zwar weniger rein, aber ich beantworte dir die Frage gerne: ja, das habe ich.

Ich habe das Spiel recht intensiv in der Betaphase gespielt und es hat bei mir definitiv keinen guten Eindruck hinterlassen. Und wenn du dir so die gängen Berichte aus anderen Quellen anschaust ist der Tenor hier auch durch die Bank auch eher eine "Naja"-Enschätzung.

Dem Spiel fehlt meiner Ansicht nach komplett der rote Faden. Du merkst ihm an vielen Stellen enorm an, dass das komplette Spielprinzip mitten in der Entwicklung mehrmals komplett über den Haufen geworfen wurde (siehe die ganzen Verschiebungen und die plötzliche Entscheidung das Spiel von einem PvP- in einen PvE-Titel umzubauen). Dadurch wirkt das Spiel ein wenig wie notdürftig zusammengeflickt. Und die Quests wirken auch so als wären sie entsprechend im lieblosen Eilverfahren noch hinten drangeflanscht worden, entsprechend kommen sie in Sachen Storytelling und Innovationskraft kaum über das übliche "töte 10 Wölfe"-Ding hinaus. Sowas kannst du im Jahr 2021 eigentlich nicht mehr wirklich bringen. Und klar, natürlich setzt Amazon dem jetzt noch mit ihrem fragwürdigen Finanzierungsmodell zusätzlich das Sahnehäubchen auf.

Natürlich weiß ich nicht, ob es ein Flop wird. Aber sagen wir so: Es würde mich, nach dem was ich gesehen habe, doch sehr stark wundern, wenn es auch nur ansatzweise erfolgreich sein dürfte.
Andi Vanion.eu
@Kelturion:
Wann hast du das SPiel denn zum letzten Mal gespielt? Denn in den letzten 6 Monaten hat sich da SEHR viel verändert. 
Sekorhex - Mitglied
Ich muss sagen, dass ich das Video sehr fühle. Ich habe seit Classic angefangen und so wie es sich abgespielt hat im Video so sah und sieht es in der Realität aus. Ich selbst würde mir ein Shadowlands wünschen mit dem erzwungen sozialen aspekten. Weg von diesen Boostern weg von den bots und alles zsm erfarmen und zusammen erleben. Nur so schweißt man engen kontakt und auch freundschaften. Das Realmübergreifende am besten nur auf die Länder fokusieren und man hätte deutlich mehr soziales.
Andi Vanion.eu
Und man hätte eben wieder mehr Wartezeiten, was ja damals damit bekämpft wurde. Erfolgreich muss man sagen. Ob man sich über die "negativen" Langzeitauswirkungen bewusst war, das bezweifle ich. 
Kelturion - Mitglied
@Andi: Aber auch nur weil sich Blizzard nie getraut hat Server mal ordentlich zu mergen. Der Crossrealm-Kram war ja unter anderem eine der Notlösungen um das Spiel auf den Geisterservern spielbar zu halten und so die negative PR, die Servermerges mit sich gebracht hätten (Stichwort sinkende Spielerzahlen), zu vermeiden. So haben sie das recht elegant unter den Teppich gekehrt.
Andi Vanion.eu
@Kelturion:
Das ist richtig und da muss man Blizzard aber auch für den schlauen Move loben. ;D 
Belegun - Mitglied
Ich hätte bald 14 Jahre WoW gehabt. Doch leider geht es nur noch um Boosting da ist mir der lfr und lfd tausendmal lieber nur leider gibt es da kaum noch Gruppen.
Erenjaeger - Mitglied
Das stimmt so nicht ganz. Boosting wird halt nur permanent beworben, darum kann man denken, dass es nur noch Boosts gibt. Wenn man aber aktiv sucht und ein paar Quellen nutzt (Handelschat, Forum, Discord, Social Media) findet man schon Gilden. Und gerade zum Start eines Raids findet man auch über das Tool viele Gruppen die Leute ohne Erfahrung mitnehmen. Man sollte halt nur für die Bosse ein paar Guides gesehen haben.

Aus meiner Erfahrung sollte man hier nur einen Bogen vor One Shot Gruppen machen. Da da die meisten nach einen Wipe schon abhauen oder der Raidlead Leute über sein Niveu sucht und dann keine eigene Erfahrung, was das Koordinieren und Einteilen angeht, hat.
Dragonslayer3112 - Mitglied
Ich musste echt weinen als das Video gesehen habe :( Was ist nur aus WOW geworden?
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Rotkammfuchs - Mitglied
Das nächste Addon sollte 2 Versionen haben. Retail und Lagacy.

Für Lagacy 2 eigene Server. Auf diesen die im Video erwähnten Dinge angehen. Kein LFG- oder LFR Tool. Die ganzen Erleichterungen weg lassen. Kein Layering etc. Oder wenigstens feste Layer, auf die man immer wieder fix zugewiesen wird. Dann schauen, welche Server Variante von Spielern bevorzugt wird.
BlacksGood - Mitglied
Auch wenn ich deine Idee verstehen kann und diese wohl auch gar nicht so schlecht wäre, ist sie aus Blizzards Sicht absoluter wirtschaftlicher Blödsinn ;)
Und es heißt legacy...aber das nur am Klugscheißer-Rande xD
 
Kelturion - Mitglied
@BlacksGood: Wobei man dazu sagen muss, dass Blizzard selbst genau diese Option mal vorgeschlagen hat. Sie haben es glaube ich "pristine servers" genannt.
Grabschi - Mitglied
Wohl warhr das Video und es stimmt einen schon etwas traurig, wenn man sieht wohin WoW sich entwickelt hat.
Faen - Mitglied
Ich Fühle da manchmal sehr mit wenn man so Rückblickend diese 16 Jahre so betrachtet. Und jetzt Classic Vanilla und TBC betrachtet.

Es war nicht alles Rosig und Blumig damals aber es war einfach eine andere Zeit. Eine Einfachere und zu Gleich Schwere Zeit.
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Blades Legende
Ich sehe da halt extrem viel verklärte Vergangenheit. Ja, WoW hatte damals eine ganz andere Community. Es war halt eine andere "Spielzeit". Über 16 Jahre veränderte sich WoW und immer mehr Spielerforderungen (!) wurden umgesetzt. Es wurden Gruppentools implementiert, Gruppen vereinfacht, Solo Content eingefügt,..... Spielerwünsche wurden umgesetzt. Aber der preis war eben das imemr wengier Freundelisten und Gilden gebraucht wurden.
Warum also war Classic wirklich sozialer? Weil es uns zum sozial sein gezwungen hat! Wir mussten Gilden formen, wir mussten freundeslisten aufbauen,... Aber wie eben die Jahre danach gezeigt haben.. nicht weil wir das wirklich wollten sondern weil mir dazu gezwungen waren.
Hätte dieser Zwang ewig funktioniert? Nein! Wurden fehler gemacht? ja! Blizzard sollte halt endlich weniger auf Spieler und ihre kurzfristigen Ziele hören.
Im Gegensatz zum Video ist Classic für mich rückblickend (!) das schlchteste WoW Addon. Seine Spitze hatte es für mich in MoP.
Ich sehe absolut Fehler in den letzten Addons aber nciht den Weltuntergang den manche ständig herbeireden.
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Arkay5146 - Mitglied
Dem stimme ich absolut zu. Wenn der Wunsch nach sozialen Kontakten im Spiel wirklich so groß wäre, würden sie stattfinden. Denn niemand hindert einen daran. Und zu sagen "Aber die anderen sind alle doof und wollen das nicht" untermauert halt nur, dass der starke Sozialaspekt vielleicht einfach nicht mehr in die heutige Gamingzeit und die Bedürfnisse der Spieler passt, die nunmal jetzt alle 16 Jahre älter oder neu sind.
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Kelturion - Mitglied
@Blades: Nun darüber kann man sich vortrefflich streiten. Für mich macht eine Kommunikation und Kooperation den elementaren Kern eines MMORPGs aus und gehört für mich somit zu einem guten MMORPG absolut dazu. Und in dieses Kriterium erfüllt für mich Classic, TBC und (in Teilen) WotLK noch hervorragend. Alles was danach kam ist was das angeht hingegen eine komplette Bruchlandung, deshalb hat das Spiel für mich seit Cataclysm auch nichts mehr mit einem richtigen MMORPG zu tun. Es wirkt für mich seitdem eher wie ein Singleplayer-RPG mit optional anflanschter Multiplayer-Option. Natürlich setzt jeder Spieler andere Prioritäten und vielen ist das auch egal, aber mich hat Retail aus dem Grund seit Cataclysm komplett verloren. Und auch jedes weitere Addon hatte in der Hinsicht quasi nichts mehr zu bieten.

Was ist denn der Grund, warum Classic und TBC so eingeschlagen sind? Das ist nicht nur die Nostalgie. Der Grund ist, dass es eine sehr große Lücke stopft, die Blizzard selbst durch die Entwicklung Retails aufgerissen hat, nämlich der Wunsch nach einem richtigen kommunikativeren MMORPG. Wir haben auf den Servern teilweise erstaunlich viele Leute, die das Original niemals gespielt haben und die von Retail rübergewandert sind, weil ihnen Classic und TBC deutlich besser gefällt als alles, was Retail in den letzten Jahren irgendwie zu bieten hatte. Und ich finde das sagt schon eine ganze Menge aus.

@Arkay5146: Das ist leider immer ein zweischneidiges Schwert, denn das Argument "dann mach es doch einfach" hinkt leider doch sehr gewaltig, denn du spielst ja nicht irgendwie im luftleeren Raum, sondern in der gleichen Welt wie alle anderen Spieler - und die kannst du nicht einfach ausblenden. Spieler wählen grundsätzlich immer den Weg des geringsten Aufwands/Widerstands zu wählen. Das ist jetzt keine sonderlich neue Erkenntnis, man erkennt das ja aktuell beispielsweise bereits recht gut an dieser Boosterei überall. Alles was irgendwie machbar ist, Dinge beschleunigt, Dinge automatisiert, irgendwas gratis abwirft und Arbeit spart wird exzessiv bis zum Erbrechen genutzt. Käme Blizzard auf die Idee einen Button ins Spiel einzubauen, über den du dir sofort einen Maxlevel-Char mit den bestmöglichen Items generieren und somit fast das gesamte Spiel überspringen könntest kannst du mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass trotzdem ein großer Teil der Spieler diesen Button drücken würde.

Und natürlich bricht die Kommunikation im Spiel sofort stark ein, wenn du diese spielmechanisch obsolet machst. Und da bringt es dir auch nichts dir selbst zu sagen "da mach ich nicht mit", wenn das Umeld, in dem du dich bewegst, kaum noch von Bots nicht mehr zu unterscheiden ist, teilweise gar nicht mehr ansprechbar ist oder sich sogar noch genervt fühlt, wenn du es wagst das zu tun. Die Spielmechanik muss das halt in gewissem Maß irgendwie mittragen und fördern. Es passiert aber genau das Gegenteil, sie arbeitet auf vielen Ebenen eher noch kräftig dagegen und pusht dieses "Du kannst sowieso alles alleine"-Ding enorm.

Der entscheidende Punkt ist dabei eben (und das ist etwas, was die Retail-Entwickler erschreckend oft nicht verstanden haben): Nur weil man etwas ins Spiel einbauen kann und es von vielen genutzt würde bedeutet das nicht automatisch, dass es das Spiel auch bereichert und besser macht.
Arkay5146 - Mitglied
@Kelturion:
Letztlich ist das ja genau mein Punkt: Viele Spieler wollen scheinbar kein Kommunikations-lastiges Spiel mehr, weil es einfach nicht mehr der heutigen Zeit und den Wünschen der Spieler entspricht.
Andi Vanion.eu
@Arkay5146:
An Classic sieht man ja, dass es offenbar weiterhin genug gibt, die das wollen. ;) 
Andi Vanion.eu
@Kelturion:
Kann ich größtenteils so unterschreiben.

Was ich noch hinzufügen möchte: Es wird ja oftmals gesagt, dass die Community eben selbst Schuld daran ist, wie es heutzutage ist. Denn die Entwickler haben das gemacht, was gefordert wurde. Gutes Game Design sollte aber genau so etwas verhindern. Klar, Wünsche der Community zu beachten ist wichtig. Aber wenn dadurch der Kern des Spiels verändert wird und man die Grundprinzipchen über den Haufen wirft, dann ist es kein gutes Game Design. Und genau das kann man in WoW schön erkennen. Ich denke kaum wer hat sich über die Langzeitauswirkungen stark Gedanken gemacht, als so Sachen wie Cross-Realm, LFG etc. eingefügt wurden, um Wartezeiten auf Content zu minimieren. Was an sich auch okay ist... man ist später immer schlauer. Doch muss man aus dem dann auch lernen. 
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Garatak Champion
Kenne auch genug die Classic spielen weil es einfach anders ist nicht zwangsläufig besser sondern einfach anders.
Und wie war es den im Classic reloaded? Die Worldbuff Meta, der Klassenfanatismus (bist nicht Klasse XY nehmen wir nicht mit), die ganzen Booster die alle Channel vollspammen. Früher war das nicht so weil es auch eine andere Spielerschafft war.
Immerhin ist es das selbe Game wie früher so gut wie möglich Umgesetzt. Anforderungen und Bedinungen an ein Modernes MMO sind heute anders wie früher. Kommunikation schön und gut aber eine Gruppe finden ist ein Einziger Krampf, der LFG ist so dermaßen vollgespammt das die Leute Addons usen die Teile des LFG Tools replizieren und diese Addons sind beliebt, wo das Argument das sind ja nurn paar nicht zieht.
Classic ist anders als Retail und deswegen was "neues" vorallem für die, die es von damals nicht kennen, WOTLK 2.0 wird nochmal Interessant werden aber was dannach kommt bleibt Abzuwarten (Cata fand ich kacke, aber MoP war Cool).
Log dich doch mal auf einen der Classic Server ein die nicht auf TBC Umgestellt wurden, Ich bin auf Venoxis Horde welcher ein sehr voller Server ist und da is da kein Schwein mehr die sind alle nach TBC weitergezogen oder zumindest die Absolute mehrheit, was mit TBC ziemlich sicher auch so passieren wird. Auf WOTLk freu ich mich auch noch alles was dannach kommt, auch möcht ich anmerken das viele Retail Spieler grade TBC spielen weil es einfach keinen neuen Content gibt in Shadowlands zu diesen Zeitpunkt zumindest.
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Jhonney - Mitglied
fand ich auch sehr schön stimmig und auch traurig ! carbot macht eh immer gute und stimmige sachen find ich! 

hat mich erinnert an damals  2005.  als ich als kind vor dem regal stand bei einem pc händler ( denn es jetzt nicht mehr gibt leider )  und das spiel umbedingt wollte ( da lagen dann noch so wunderbare titeln dazwischen  wie gothic und gta vice city ,.... * in erinnerungen schwellg * )  mir es aber ned kaufen hab können ( wegen abo und internet - ja da hatte noch nicht jeder funktionierendes internet )  hab dann immer die bilder und denn text auf der rückseite gelesen.... hach war das schön =)   bin da jede woche mindestens 1x mal rein nach 3 wochen kannten mich dann schon alle im laden, komischerweise hat die classic edition auch niemand je gekauft die stand dan gefühlt 10 jahre im regal  xD 

konnte mir dann erst 2008 denn traum von wow erfüllen =D 
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Deady Legende
Leider sehr zutreffend.
WoW ist wie eine kaputte Beziehung. Man hat nach Jahren aufgehört unnütz Energie reinzustecken, und lässt es eigentlich nur noch vor sich hin dümpeln. Hin und wieder geht man fremd, aber kehrt doch zurück weil man sich an die schöne Zeit erinnert. Hat wieder Hoffnung auf eine bessere Zeit. Wieder was frisches und schönes zu bekommen, aber nach eins bis zwei Wochen merkt man dann doch wieder, dass es derselbe Trott ist...
 
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