17. Juni 2020 - 09:06 Uhr

Classic - Blizzards schwieriger Kampf gegen die Bots!

Wer in den letzten Monaten mal in World of Warcraft: Classic reingeschaut hat, der wird sicherlich den einen oder anderen Bot getroffen haben, der fröhlich durch die Weltgeschichte gerannt ist, um Gold oder auch Ressourcen zu farmen. Wenn es nur ein paar Wenige sind ist das kaum der Rede wert und Blizzard wird es wahrscheinlich nie schaffen sie komplett aus dem Spiel zu verbannen. Schließlich gibt es sie sogar noch im modernen World of Warcraft. Doch wenn es zu viele Bots sind und sie auch immer mehr werden, dann steht man tatsächlich vor einem Problem.

Ein Problem, welches derzeit auf den Classic-Servern vorhanden ist. Die Stimmen im Forum, auf Reddit & Co. sind laut und die Spieler fordern von Blizzard, dass sie etwas gegen die Bots unternehmen. Gestern wurde dann ein Hotfix angekündigt, der ein neues Instanzenlimit in Classic einfügt. So sollten nur 30 Dungeons pro Tag besucht werden können. Ein zusätzliches Cap, welches auf die 5 Instanzen pro Stunde obendrauf kommt. Leider nur ein Tropfen auf dem heißen Stein und für einige Spieler sogar eine Einschränkung, da sie selbst am Tag oftmals so viele Instanzen besuchen, um bestimmte Items zu farmen, dass sie von diesem Limit betroffen sein werden. 
 Additional Limit of 30 Instances Per Day Added in WoW Classic 
As part of our ongoing efforts to eliminate exploitative and automated gameplay, with scheduled weekly maintenance in each region, we’re implementing the following change to our settings on all WoW Classic realms:
  • You may now enter a maximum of 30 unique instances (dungeon and raid) per day, per realm.
This restriction complements the current limit of 5 instances per hour. Now, when a player enters a dungeon or a raid, the game checks to see if they have entered 5 instances in the last hour or 30 instances in the last 24 hours, and if they have, they cannot enter the instance until enough time has elapsed. This check is across all of your characters on your realm.

These limits only apply to dungeon and raid instances, and do not apply to PvP battlegrounds.
Des Weiteren gab es noch einen Bluepost, in dem die Entwickler die Spieler darauf Aufmerksam machen, dass sie das Team sehr gut unterstützen können, indem Bots im Spiel über die entsprechende Funktion gemeldet werden. Im Forum gab es allerdings nicht gerade positives Feedback auf diesen Beitrag, denn laut vielen Spielern nützt die Melden-Funktion rein gar nichts. Bots die bereits vor Wochen gemeldet wurden sind noch immer im Spiel unterwegs und anstatt, dass es weniger werden, kommen noch mehr hinzu. 
 Thank you for your Report 

Over the last few months, we’ve been accelerating our efforts to deal with certain kinds of cheating that players often call “bots” – the use of automation to play the game in exploitative ways. As you know, bots are often operated by people who exploit the game in order to make money selling in-game resources and leveling services to other players. Botting is explicitly against the Blizzard End User License Agreement, and we take strong actions against those who cheat in World of Warcraft.

We’ve recently seen some WoW Classic players ask “How can we help Blizzard get rid of bots?” and the answer remains the same: please continue to report them. And thank you for doing so. Right-click reporting a player for cheating is the best way you can participate in our speedily removing bot accounts. Your right-click reports go straight to our team of agents who investigate these issues, and who can then determine if further action is warranted.

Thank you to everyone who has right-click reported potential bots so far; we really appreciate you taking the time to help us make the game nicer and fairer. Please continue to send us your reports as much as possible, and we’ll continue to enforce the rules as swiftly as we can.

Aber wieso gibt es überhaupt so viele Bots im Spiel? Nun, eigentlich liegt es an den Spielern selbst. In Classic sind Ressourcen und Gold äußerst wichtig und es recht aufwändig diese zu bekommen. Wer nicht so viel Zeit investieren will, der geht einfach auf eine ominöse Webseite und kauft sich das benötigte Zeug gegen Echtgeld. Ein lukratives Geschäft für die Botunternehmen und das Wiederaufleben eines kleinen Wirtschaftszweigs. Im modernen World of Warcraft ist der Goldverkauf stark zurückgegangen, da Gold nicht mehr so wertvoll ist wie früher und es natürlich auch die WoW-Marke gibt, weshalb unter anderem dort auch weniger Bots unterwegs sind. Ganz einfach gesagt: würden weniger Spieler Gold kaufen, gäbe es auch weniger Bots in Classic ...

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iHaldur - Mitglied
Das wird wohl an Activision liegen, ich glaube nämlich nicht das Blizzard so unfähig ist wie sie tun müssen. Activision geht es ums Geld, und auch Botter sind bezahlte Spielaccounts und Abos :)
Wenn Activision nun Botter bannt, bevor die Ihre "Investition" wieder raus haben, können die Botter Ihr Geschäft einstampfen. Bannen die aber erst wenn Botter schon Gewinne gemacht haben, können die Botter sich neue Clients und Abos kaufen. Money Money Money...
palmerin - Mitglied
Deshalb wird die WoW-Marke früher oder später auch in Classic eingeführt. In China ist das ja bereits der Fall.
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Kelturion - Mitglied
Anstatt nur gegen die Bots vorzugehen wäre es wahrscheinlich deutlich effizienter wenn Blizzard die Goldwege der erwischten Accounts nachverfolgt und die Käufer direkt mit sperrt. Das sollte ja normalerweise recht leicht nachverfolgbar sein zu welchem Spieler von diesen Accounts aus größere Goldmengen gewandert sind.

Das Problem lässt sich nur dann in den Griff kriegen, wenn man nicht nur die Bots, sondern auch die Käufer selbst sperrt. Wenn man weiß, dass man seinen Account riskiert und die Wahrscheinlich erwischt zu werden hoch ist wird das die Nachfrage automatisch abtöten. Und damit auch die Botterei.
 
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khamul93 - Mitglied
Und dann? Woher soll ich (nachweisbar) wissen das ich Material kaufe, das von einem Bott produziert wurde?
Soll der Spieler zu Spieler Handel komplett eingestellt werden, weil du jedesmal befürchten musst das der Typ ein Bot ist/Material von einem Bot verkauft?
Sahif - Mitglied
Es ist für Blizzard schon möglich das ganze zu filtern. Wenn der Bot z.b. Erze farmt und man sich die für einen angemessenen Betrag kauft ist das nicht erkennbar. Bekommt man aber Gold oder Materialien ohne großartige Gegenleistung Ingame, dann muss man davon ausgehen, dass es ein Bot ist und dann hat man sich das vermutlich außerhalb des spiels gekauft. Was anderes ist wenn man von Freunden was bekommt, aber wenn die nicht Botten greift ja die Begründung bei Bots den Käufer mit zu bestrafen nicht mehr.
Kelturion - Mitglied
@khamul93: Es geht nicht um die Spieler, die im AH irgendwelche Erze/Kräuter kaufen. Es geht explizit um die Goldtransaktion.Und wenn ein Spieler als Bot von Blizzard identifiziert wurde und von diesem Charakter aus größere Goldtransaktionen an Spieler gingen, mit denen dieser Charakter nie sonst interagiert hat ist das schon recht eindeutig. Das Szenario müsste schon arg konstruiert sein um hier einen legitimen Spielvorgang drin zu sehen.

Zumal ich auch unterstellen würde, dass Spieler, die einmal Gold kaufen das auch mehrmals tun. Und das sollte dann aus den Logdaten eigentlich erst recht ersichtlich sein.
Sekorhex - Mitglied

Ganz einfach gesagt: würden weniger Spieler Gold kaufen, gäbe es auch weniger Bots in Classic ...

So einfach kann man es leider nich sagen. Blizzard ist selbst schuld dran, dass es in Classic so wichtig ist Gold zu haben (Mats, Repkosten bezahlen etc pp). In Retail ist das Gold zb weniger Wert, was auch ein Problem darstellt, weil man sich bestimmte Güter (weg vom Boosting) nicht kaufen kann. Ich selbst versuche Gold in Retail zu farmen in dem ich Kräuter sammle und dies dann verkaufe, jedoch hat es nich mal ansatzweise mein Gewinn maximiert und der Zeitaufwand lohnt sich nicht im geringsten. Es muss beim Gold eine goldene mitte geben, dass sich der Aufwand lohnt selbst zu laufen um nicht von Bots abhängig zu sein.
Sweetdeal - Mitglied
Das schon, aber es ist schon auch das Angebot / Nachfrage. Ich bin ehrlich, am Anfang von Classic hab ich fast 8000 € verdient / Monat nur durch Gold verkaufen. Da ist es dir vollkommen Latte, was andere von dir denken. Den es finanziert dir ein richtig gutes Leben. 

Und das ging halt auch nur, weil die Leute eben viel kaufen. Das ganze mit dem Gold hat doch schon damit angefangen, das einige Spieler Solo Dungeons Farmen und so schon sehr viel Gold im Umlauf war, ergo kaufen die Leute dann Gold, um dranzubleiben. 

Das Dungeon Limit mag zwar gut sein, aber am meisten Gold bekommt man immer noch durch Kräuter / Erz Botten, also hält es quasi nur echte China-Farmer auf oder Boost-Runner. (Ich mach am Tag mal easy 30 Dungeons durch boosting)

Was im Umkehrschluss bedeutet, das die China Farmer einfach Kräuter und Mobs farmen jetzt -> GZ Blizzard fürs Open World komplett zu versauen.

Keine Ahnung, Blizzard versucht Grad mit Händen und Füßen dem Herr zu werden, aber schaffen tun die das definitiv nicht und es leiden nur die normalen Spieler.

 
Teron - Mitglied
und es leiden nur die normalen Spieler.
Da ist es dir vollkommen Latte, was andere von dir denken. Den es finanziert dir ein richtig gutes Leben
jo, und Hauptsache dir geht es gut. Solche scheinheiligen Postings kannst du dir schenken.
Desoley - Mitglied

Ich bin ehrlich, am Anfang von Classic hab ich fast 8000 € verdient / Monat nur durch Gold verkaufen. Da ist es dir vollkommen Latte, was andere von dir denken. Den es finanziert dir ein richtig gutes Leben.

Dann hoffe ich für dich, dass du im Ausland sitzt, denn hiermit hättest du für deutsche Finanzbehörden eine Steilvorlage gelegt.
Anonymität im Internet ist ein Trugschluß und seit 2005 können Finanzbehörden Kontoeinsicht erlangen.

Manche Leute denken echt nur von der Wand bis zur Tapete....