23. Oktober 2020 - 10:38 Uhr

Der Dunkelmond-Jahrmarkt und die alten Götter - Theorie bestätigt?

Die Macht der alten Götter hat die Helden Azeroths bereits vor viele Herausforderungen gestellt und einer ging dabei ganz schlau vor: N'zoth! Wir haben ihn quasi schon seit vielen vielen Jahren bekämpft. Doch statt selbst in Erscheinung zu treten, schickt er uns erst einmal einen Diener nach dem anderen auf den Hals. Todeschwinge, Azshara und so weiter. Doch mit Battle for Azeroth ging es dann endlich richtig zur Sache. Der alte Gott erhob sich aus den Tiefen des Ozeans, nachdem wir ihn schlauerweise befreit haben, und ... wurde eben schnell von den Champions besiegt, damit wir uns weiter um Sylvanas kümmern können. Kein Problem, Azeritstrahl des Todes .. Booom! 

Es ist wohl kein Geheimnis, dass die Story rund um N'Zoth in Patch 8.3 für unglaublich viel Enttäuschung gesorgt hat und viele haben darauf gehofft, dass es zumindest in Shadowlands weitergehen wird, doch bisher scheint das nicht der Fall zu sein. Es gab viele Theorien, viele Spekulationen, aber erst einmal is das Thema alte Götter nun wieder vorbei. Zumindest in World of Warcraft. Doch gestern wurde die neuste Erweiterung für das Online-Sammelkartenspiel Hearthstone enthüllt, die den schönen Namen Dunkelmond-Wahnsinn trägt und die alten Götter wiederauferstehen lässt.
 


Langjährige Theorie so gut wie bestätigt

Bereits seit Classic gibt es den Dunkelmond-Jahrmarkt in World of Warcraft und schon ewig wird darüber spekuliert, inwiefern dieser mit den alten Göttern in Verbindung steht. Schon allein das Logo des Jahrmarkts ist sehr auffällig. Ein großes oranges Auge, so wie die Augen von N'zoth! Zudem gibt es diverse Hinweise, die auf einen Pakt deuten, den Besitzer Silas Dunkelmond mit N'zoth geschlossen hat. Als damals die Jahrmarkts-Insel eröffnet wurde, gab es einen offiziellen Blogpost mit ein wenig Lore. In diesem steht geschrieben, dass Silas ein Handel abgeschlossen hat, um diesen Ort zu bekommen. Und wir würden nicht glauben, mit wem er diesen Handel eingegangen ist.

"It’s a place of mystery and wonder, and you wouldn’t believe the deals we made to get it… or who we made ‘em with."

Doch es geht noch weiter. Um die bekannten Dunkelmondsets in ein Schmuckstück umzuwandeln, musste man sie damals bei Professor Thaddeus Paleo abgeben. Er bedankt sich bei den Spielern und ihm rutscht dabei eine interessante Aussage heraus: "Oh and please let me know if you manage to collect a set of the lesser Darkmoon cards, as the master...I mean I would be keenly interested in them.” So ist also ein gewisser "Meister" sehr daran interessiert, dass wir Spieler die Dunkelmondkarten sammeln.

Alles in allem ist das schon ziemlich eindeutig und die neue Erweiterung für Hearthstone bestätigt es nun, auch wenn man Hearthstone nicht als "Kanon" ansehen darf, da es ein eigenes kleines Universum hat. Trotzdem ist den Entwicklern diese Idee wohl nicht von heute auf morgen eingefallen, sondern sie haben sich von dem inspirieren lassen, was schon da war. 
 


Die Spione der Leere

Bevor damals Patch 8.3 erschien, gingen wir davon aus, dass N'zoth (oder generell die Leere) einige Spione und Verbündete auf Azeroth positioniert hat, um uns, die großen Champions, zu beobachten und zu studieren. Der Dunkelmond-Jahrmarkt ist dabei nur einer von verschiedenen Orten, wo man die Einflüsse der Leere sehen kann. 


Shadreen am Telogrusriss

Der Telogrusriss ist der Stützpunkt der Leerenelfen, der während der Freischaltung des Volks erobert wird. Dort kann man sich über ein Portal bei der Botschaft von Sturmwind als Anhänger des Volks hin teleportieren. Ein ziemlich mysteriöser Ort, der uns auch stets einen Blick auf die Macht der Leere werfen lässt. So sieht man am Himmel nämlich einen Leere-versuchten Planeten. Noch interessanter wird es aber, wenn man sich über ein Portal beim Telogrusriss zum Rand der Fassbarkeit transportieren lässt. 

Zwar wird man von den dortigen Wachen gewarnt, dass man nicht weitergehen soll, da sich ein Leerensturm nähert, doch diesen Hinweis kann man getrost ignorieren. Durch den Einsatz eines Goblingleiters ist es möglich sich auf einen nahen Felsbrocken zu begeben. Dort erscheint alle 10 Minuten für eine kurze Zeitspanne die Astrale Shadreen. Sie hat den Titel "Die Begutachterin", ist freundlich gesinnt, kann aber nicht angesprochen werden. Shadreen schaut in den Himmel, wo sich eine Leeren-Anomalie befindet.
 


Shadreen im großen Stylecheck

Alle paar Monate wird der große Stylecheck in World of Warcraft veranstaltet. Ein Feiertag, während dem man seine Transmog-Künste und sein Modebewusstsein präsentieren kann. Doch seit Patch 7.3.5 passiert während des Wettbewerbs etwas ziemlich Seltsames. Oder eher gesagt danach. Denn sobald die Abstimmung für die Wahl des Siegers vorbei ist und man sich theoretisch aus der Instanz des Events teleportieren kann, laufen die beiden Ansager hinter die Bühne, wo man als Spieler nicht direkt hinkommt. Doch man kann vor der Tür stehenbleiben und beobachten, was dort passiert.

So erscheint manchmal Shadreen und spricht mit der Blutelfin Nastasia Schönschau. Sie fragt sie nach den Ergebnissen des Wettbewerbs und möchte diese haben. Nastasia ist aber keines Wegs geschockt über ihr Erscheinen. Sie gibt ihr die Informationen ohne zu zögern und bekommt ein Dankeschön von Shadreen. Zusätzlich sagt die Astrale noch, dass ihr Meister sich sicherlich darüber freuen wird. 

Der Dialog der NPCs
  • Have you gathered the information I require? 
  • Yes, here are the results.
  • ...you have done well. My master shall be pleased to see this.


Der Mord in der Kampfgilde

Mit Patch 8.1.5 eröffnet wieder die Kampfgilde und eine Neuheit in der Saison von Battle for Azeroth war eine spezielle Questreihe. Diese diente gleichzeitig auch als Tutorial für neue Spieler und gewährte am Ende eine schicke Belohnung. Doch es handelte sich nicht nur um irgendeine kleine Aufgabe, sie hatte Lore-technisch auch einen hohen Stellenwert. Es ging darum den Mord am Rüstmeister der Kampfgilde aufzuklären. Im Laufe der Detektiv-Arbeit verhörte man diverse Verdächtige. Unter anderem auch den etwas seltsamen O'Flannerty. Er ist leicht paranoid und redet die ganze Zeit darüber, dass jemand mehr Seelen haben will. 

Später erfuhren wir jedoch, was er meint. Durch eine spezielle Brille sahen wir die Kreatur Zkohl'krothaa in einer Ecke des Kampfrings sitzen - der Verschlinger der Seelen! Er fraß die Seelen der Verstorbenen Kämpfer, war aber unsichtbar. Später klärten wir dann den Mord auf und der Schuldige war: Bizmo (Allianz) selbst! Der Besitzer der Kampfgilde. Wobei, das ist nicht die ganze Wahrheit. Eigentlich steckte Xan-Sallish dahinter. Ein Astraler mit dem Titel Schwert der Begutachterin. Er hatte Bizmo entführt und das Aussehen des Gnoms angenommen, um seinen Platz einzunehmen. Aber wieso? 


Nachdem wir Xan-Sallish besiegten, hinterließ er Schattenbekritzelter Foliant. Dabei handelte es sich um einen Auftrag von ... Shadreen! Xan-Sallish sollte in der Kampfgilde die Kämpfer genaustens unter die Lupe nehmen und die Informationen weitergeben. Die Art, wie sich die Bewohner Azeroths bewegen und kämpfen, wie sie sich anziehen und auch welche Waffen sie gerne tragen. Es sollten keine Details ausgelassen werden. Besonders beachten sollte Xan-Sallish die Helden im Kampfring, die ihrem Schicksal nachgehen.

Die Nachricht von Shadreen
  • You are my eyes when my eyes are elsewhere. See everything. Remember, record, report. The way they move, the way they fight, their choice of armor, their taste in weapons. Let no detail elude you. Pay special attention to the heroes, the champions, the movers of fate. Watch from afar. When up close, interfere, if you deem it necessary. Do not fail me, Xan-Sallish. Know that I have eyes on you, too. - Shadreen


Die Geschichte, die nie erzählt wurde

All diese kleinen Hinweise machten die Lore-interessierten Spieler ziemlich heiß auf das Treffen mit N'Zoth, was leider nicht so ausging, wie man es sich erhofft hatte. Natürlich wissen wir nicht, ob diese ganzen Dinge auch etwas mit N'Zoth, den alten Göttern und generell der Leere zu hatten, doch es passt perfekt zusammen. Wir können hier zwar nicht für alle sprechen, doch ein komplett korrumpierter Dunkelmond-Jahrmarkt als neue Endgame-Zone in Patch 8.3 wäre sicherlich auch eine coole Sache in World of Warcraft gewesen. Oder gar in einem Addon nach Battle for Azeroth, welches sich rund um alte Götter gedreht hätte.

Aber so ist es nicht gekommen und auch wenn die Story nun zumindest in ener Hearthstone-Version weitererzählt wird, schmerzt es schon zu sehen, dass dies nicht in World of Warcraft selbst gemacht wurde. Wer weiß, vielleicht bekommen wir es irgendwann noch einmal mit den alten Göttern zu tun ... 

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Galdas - Mitglied
Ein Jahrmarkt als Raid wäre ja mal ne echt geile Aktion gewesen. Bunt, Düster, Laut und Voll. mit Coins als Loot
LikeADwarf - Mitglied
... wenn man diese Gnomfratze im Header sieht, wünscht man sich eigentlich die Horde würde noch etwas anderes anzünden als den Weltenbaum. xDD Der Artstyle immer bei Heartstone!
2
CoDiiLus2 Champion
Bedeutet aber nicht das der Dunkelmondjahrmarkt nix mehr der Leere oder alten Göttern zu tun hat.
Askaror - Mitglied
Alles gut. Ich habe ja nicht gesagt, dass diese Theorie falsch wäre. ;)

By the way, Andi macht nen verdammt guten Job
Calendrius - Mitglied
Wer sagt das N'Zoth besiegt ist? Ich glaube ganz stark das er nur mit uns gespielt hat und sein Finaler Angriff noch bevor steht. So mal lange Zeit davon die Rede war es gäbe 5 Alte Götter und den Helden von Azeroth sind aber nur 4 bekannt, könnte mir gut vorstellen das wir nach Shadowlands nochmal mit den Alten Göttern zu tun haben werden. 
 
Andi Vanion.eu
Weil wir ihn besiegt haben? :) Keiner hat gesagt, dass er komplett vernichtet wurde. Das ist ja bekanntlich auch nur schwer (bis gar nicht) möglich. Wie die Entwickler aber selbst gesagt haben, sind alle (uns bekannten) alten Götter in einer Art regenerativem Winterschlaf und es gibt immer irgendwelche komischen Kultisten, die sie wiedererwecken könnten. 
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Wurzel - Mitglied
Der fünfte alte Gott ist bzw. war G'huun in Uldir. Zumindest erfährt man das bei der Questreihe in Nazmir.
Also einer von Titanen gezüchteter alter Gott.
Calendrius - Mitglied
es gibt immer irgendwelche komischen Kultisten, die sie wiedererwecken könnten. 
 
Hoffe doch das dies bei N'Zoth zu trifft oder er (wie ich schon schrieb) uns nur etwas vor machen wollte und sein eigentlicher Angriff noch bevor steht. Weil der Patch hieß "Visionen von N'zoth" das klingt für mich immer noch (auch wenn der Patch durch ist) bisschen danach das N'Zoth mit uns gespielt hat und uns nun glauben lässt die von ihm ausgehende Gefahr sei gebannt. Stattdessen sitzt er in seinem Hinterzimmer und schmiedet fleißig Pläne wie er uns alle auslöschen kann xD
Andi Vanion.eu

Der fünfte alte Gott ist bzw. war G'huun in Uldir. Zumindest erfährt man das bei der Questreihe in Nazmir.
Also einer von Titanen gezüchteter alter Gott.

Ich glaube es lässt darüber streiten, ob man G'huun als fünften alten Gott sieht oder nicht. Er ist eine Kreatur, ähnlich der alten Götter, die von den Titanen erschaffen wurde. Aber er gehört für mich einfach nicht zu DEN alten Göttern. Da gehe ich lieber von der Xal'atath-Theorie aus, wobei auch diese sich durch die Schreckenslords-Thematik in Shadowlands ein wenig geändert hat. 
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Calendrius - Mitglied
G'huun ist zu 100% NICHT der 5. Alte Gott, er ist ein Experiment der Titanen! Der 5. Alte Gott wird sicher irgendeiner sein der sich gut verbergen kann oder sowas, weshalb sonst sollte es so wenige Informationen über den geben? 
Winchester Legende
Kein Plan wie es aktuell ist aber wurde der 5te zwar mal erwähnt {so um WotLk-Zeiten rum) aber dann mit dem Kompendium sich auf 4 festgelegt (wovon vom einen ja nur noch das Herz übrig ist) ?

Oder wurde das wieder revidiert?

edit: Bei der Black Empire Karte im Kompendium sind ja auch nur die 4 die Azeroth befallen.
LikeADwarf - Mitglied

Der 5. Alte Gott wird sicher irgendeiner sein der sich gut verbergen kann oder sowas, weshalb sonst sollte es so wenige Informationen über den geben?

Die Politker dieser Welt müssen alles Echsenmenschen sein und Covid-19 ist von denen erfunden wurden, um uns gefügig zu halten. Weshalb sollten wir sonst Masken tragen?

--- Ungefähr die selbe Argumentationsbasis.
Muhkuh - Mitglied
Alles ab dem Dunkelmondjahrmarkt hat ja eigentlich direkt nichts mehr mit den Alten Göttern zu tun, sondern mit ihren Meistern bzw. der Existenzebene, aus der die Alten Götter stammen? Shadreen zB. spieoniert nicht für die Alten Götter, sondern "für die Leere", sie ist nicht Dienerin der alten Götter, sondern mehr so etwas wie eine "Arbeitskollegin aus einer anderen Abteilungf".
Tarso - Mitglied
Zumindest die ganze Geschichte rund um Shadreen würde ich nicht auf das Konto der alten Götter packen.

[SPOILER ZU TEILEN IN SHADOWLANDS]







Das hört sich viel mehr nach en Schreckenslords an, von denen man ja in Shadowlands erfährt, dass sie heimlich alle möglichen Kräfte infiltriert haben. Gerade diese Gegebenheiten, dass Shadreen herausfinden will, wie sich die Helden bewegen, kleiden und Kämpfen. Das hört sich deutlich mehr nach Infiltration an, statt nach Manipulation. 
Andi Vanion.eu
Ja, den möglichen Zusammenhang hätte ich noch am Ende erwähnen können. ;) Bin mir aber nicht einmal so sicher, ob das wirklich sein kann. Theoretisch wurden ja die Schreckenslords selbst überall eingeschleußt und nicht noch irgendeine andere Partei. Zudem hat man glaube ich schon mehr als genug Infos zu den Bewohnern Azeroths gesammelt, so oft wie die Schreckenslords schon bei uns waren. 
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Winchester Legende
Ihr ging es nicht drum sich einzuschleichen, sondern lediglich Informationen zu sammeln für Ihren Meister.

Schreckenslords können zwar auch ihre Gestalt ändern bzw eine Illusion erzeugen aber ich hab dennoch das Gefühl das es diesmal wirklich die Leere selbst ist.

Vllt war der verderbte Dunkelmondmarkt sogar geplant gewesen. Musste dann aber aufgrund der Essenzen und Azerithrüstungsüberarbeitung verworfen werden und sie nahmen die fertigen Assets für Uldum und dem Tal.