Battle for Azeroth? Wer braucht schon eine neue World of Warcraft Erweiterung, wenn auf der BlizzCon 2017 die offiziellen Classic-Server angekündigt wurden! Diese Einstellung vertreten zwar nicht alle Fans des Franchises, aber immer noch genug, was auch ein Grund dafür ist, weshalb Blizzard überhaupt Server für das klassische Spielerlebnis aufsetzen wird. Dass das jedoch gar nicht mal so einfach ist und noch viel Zeit in Anspruch nehmen wird, das haben wir nun schon öfters gehört. Vor allem der technische Aspekt ist eine riesige Herausforderung für das Team.
Heißt also es wird noch etwas länger dauern. Nun gibt es jedoch einen großen Aufreger in der Classic-Fangemeinde. So glauben nämlich diverse Communitymitglieder, dass Blizzard gestern ein Video veröffentlicht hat, welches Szenen von den klassischen Servern zeigt. Auf Twitter haben sie nämlich einen Clip zur Feier des 13. Geburtstags von World of Warcraft gepostet, in dem die Startgebiete der ersten Völker zu sehen sind.
Komisch daran ist, dass zwar die alten Charaktermodelle zu sehen sind, aber die grafisch aufgewerteten Quest-Icons und die dynamischen Schatten. Gnome, Untote und Trolle starten jedoch dort, wo sie bis vor Cataclysm auch gestartet sind. Folgend könnt ihr euch ein Beispiel an Hand der Quest-Icons anschauen. Links die klassische Variante und rechts die aktualisierte Variante, die auch im Video zu sehen ist. Also die Classic-Server mit einigen Verbesserungen, so wie es die Entwickler gesagt haben?
Könnte sein, aber es gibt auch Gegenargumente. Denn die dynamischen Schatten und neuen Quest-Icons gibt es bereits seit Wrath of the Lich King. Es könnte also sehr gut sein, dass die Entwickler einfach einen Wotlk-Server aufgesetzt haben, um das Video aufzunehmen. Das dürfte einfacher zu bewerkstelligen sein, als die Classic-Server ans Laufen zu bekommen. Eventuell hatten sie aber die Clips auch schon! Man sollte also nicht zu viel in dieses Video hineininterpretieren, denn die Veröffentlichung von Classic liegt noch in weiter Ferne.
Heißt also es wird noch etwas länger dauern. Nun gibt es jedoch einen großen Aufreger in der Classic-Fangemeinde. So glauben nämlich diverse Communitymitglieder, dass Blizzard gestern ein Video veröffentlicht hat, welches Szenen von den klassischen Servern zeigt. Auf Twitter haben sie nämlich einen Clip zur Feier des 13. Geburtstags von World of Warcraft gepostet, in dem die Startgebiete der ersten Völker zu sehen sind.
13 years ago today, World of Warcraft launched in Europe!
— World of Warcraft (@Warcraft) 11. Februar 2018
When did you create your first character? #WoW13thAnniversary pic.twitter.com/TC7l51cwvr


Dies würde dann wieder FÜR ein classic Remake sprechen. Natürlich können diese Aufnahmen auch vor der Positionsänderung entstanden sein oder man hat einen WOTLK Server aufgelegt und die Positionen händisch wieder zurück gesetzt.
Spannend spannend <3
Das war soooooooooo schön *ironie ende*
Woher kommt eigentlich der Irrglaube die Classic-Server würden Zeit und Ressourcen fressen die für die aktuellen vorgesehen waren?
Manchmal hab ich die zunehmend hartneckige Vermutung, dass diese ganzen gegen Classic-Server jammernden Spieler genau die sind, die einem im Raid mindestens zehn mal anjammern, man solle ihnen gefälligst den Loot geben, den man gerade über einen Bonusroll bekommen hat und der einen masiv verbessert für einen selbst ist, nur weil sie ja noch gar keinen Loot bei den ersten zwei Bossen bekamen und das Item dringen für ihren Kleiderschrankerfolg brauchen und tut man selbiges dann nicht – weil man a) Bonusroll nicht weiter geben kann, b) das Item auch normal gebunden wäre weil das alte Item auf dem Slot einen niedrigeren Item-Level hatte und c) man an einen Ketteträger keine Platte geben kann – dann gekickt wird. ... ach ja.
Da ich klassik gespielt habe, glaube ich, dass es ein Flop wird und ich glaube nicht, dass es die Zeit und die Ressourcen wert ist. Kann ja sein, dass es anders wird. Aber hey.. ganz bestimmt sogar.. ;D
Aber was? Was genau das mit dem Server zutun hat auf dem ich spiele weiß ich nicht, da ich mich allgemein auf Raid bezogen habe und hier ins Besondere den LFR und RND-Raids im Blick hatte, wo genau dieses Verhalten zu hauf auftritt. Die Frage auf welchem Server man diese Erfahrung gemacht hat ist daher völlig irrelevant.
Unterschätz da mal nicht die Anzahl der Spieler, die immer mal wieder ihren Account auf Eis liegen und sich mangels Alternativen auf private Server verdrücken um alte Erweiterungen zu spielen. Ich habe ettliche solcher Leute kennen gelernt und gehöre selbst dazu. Manchmal ist bei mir in der aktuellen Erweiterung einfach die Luft raus und ich sehne mich nach Classic und Co. Nicht auf dauer aber für ein paar Monate habe ich tatsächlich Spaß daran umständig zu Leveln, unnütze Klassen zu spielen usw. Das sind alles Einnahmen, auf de Blizzard verzichtet. Lass es am Ende nur 100-200k an Spielern sein, welche die Classicv-Server halten können. Dann verdient Blizz immer noch mehr daran als an Spieler die während der Zeit kündigen und auf privat Spielen.
Die privaten Classic-Server basieren ja auf reinem Reverse-Engineering, denn Blizzard hat ja verständlicherweise nie eine Serverkomponente veröffentlicht. Die Gegenseite, welche mit dem Client interagiert, musste also komplett rekonstruiert werden. Und wenn man sich mal anschaut, wieviel Arbeit da teilweise seitens der freiwilligen Entwickler reingesteckt wurde, dann lässt sich die Komplexität sicherlich gut erahnen. Inzwischen haben die Privatserver eine recht hohe Qualität erreicht. Bis dahin wars aber ein sehr langer und steiniger Weg. Zu Anfangszeiten der privaten Server war es vor Bugs quasi unspielbar.
Nun hat Blizzard gelegentlich auch behauptet, dass eine WoW-Classic Umsetzung alleine deswegen schon nicht möglich sei, weil sie wohl den alten Source Code nicht mehr hätten - wieviel davon der Wahrheit entspricht kann man natürlich wild spekulieren - ich kann mir aber ehrlich gesagt nicht wirklich vorstellen, dass Blizzard zu Classic-Zeiten so schlampig gearbeitet hat, dass die nichtmal ein ordentliches Code-Repository genutzt haben. Dazu kommen natürlich nocht etliche Macken und Bugs, die man auch nicht unter den Tisch kehren sollte.
Ich denke der Knackpunkt ist hier eher der Qualitätsanspruchs Blizzards selber. Wenn Blizzard Vanilla offiziell anbieten möchte, dann werden sie nicht einfach den völlig veralteten und teilweise noch krass verbuggten Vanilla Client wieder raushauen. Genau so wenig werden sie jetzt uralte Hardware von vor 13 Jahren zurückkaufen und ins eigene Rechenzentrum packen. Man kann davon ausgehen, dass das offizielle Vanilla zwar inhaltlich und vom Gameplay her dem Stand von vor 13 Jahren entspricht, aus technischer Sicht aber sehr wohl ins Jahr 2018 gehoben werden wird. Dazu wird es garantiert dann einen sauberen zeitgemäßen Client geben (der auch mit aktuellen Betriebssystemen und aktueller Hardware harmoniert, usw.), eine ordentliche Integrations ins Battle.Net und das ganze basierend auf einem modernen technischen Unterbau im Serverbereich. Und das dürfte es vermutlich sein, was wirklich die Entwicklungskapazitäten in Anspruch nimmt.