31. Oktober 2019 - 09:28 Uhr

Helyas (mögliche) Rückkehr - Wer ist sie eigentlich?

Mit dem Tod hatten wir es in World of Warcraft schon oft zu tun. Damit ist nicht das Ableben des Charakters gemeint, sondern die Personifizierung des Todes! So gibt es nämlich nicht einfach den Tod, sondern es existieren viele verschiedene Diener, die die Seelen in die Schattenlande (oder auch woanders) geleiten. In Battle for Azeroth trafen wir beispielsweise auf Bwonsamdi, der primär die Seelen von verstorbenen Trollen einsammelt und dabei einer höheren Macht gehorcht. Um wen es sich dabei handelt ist ungewiss, doch Mueh'zala ist ein heißer Kandidat. 

Ebenfalls in Battle for Azeroth kennengelernt, haben wir Gorak Tul. Er nutzt Todesmagie und sein Reich Thros gehört zu den Schattenlanden. Inwiefern er als Diener des Todes fungiert ist ungewiss. In Legion wiederum trafen wir auf Helya, die Herrscherin über Helheim, wo die Seelen der Vrykul nach dem Tod hinreisen, wenn sie sich als unwürdig erweisen, in die Hallen der Tapferkeit aufgenommen zu werden. Während der Prüfung der Tapferkeit konnten die Champions Azeroths Helya das Handwerk legen und sie ... "töten".

Doch der Tod kann nicht getötet werden, wie man von Valdemar Sturmsucher erfährt, wenn man ihm den Ring der Riffe bringt, der durch die Inselexpeditionen erbeutet werden kann. Helya gewinnt erneut an Macht, denn sie ist zurückgekehrt. Gut so, denn ihre Geschichte wurde noch nicht zu Ende erzählt. Ihr Pakt mit Sylvanas ist weiterhin ein Rätsel und falls sich die nächste World of Warcraft Erweiterung rund um den Tod dreht, dann darf Heyla nicht fehlen. Grund genug, sich diesen Charakter mal genauer anzuschauen!


Das tragische Schicksal von Helya

Helya war ursprünglich eine begabte titangeschmiedete Zauberin, die unter der Führung der Hüter gegen die Streitkräfte der Alten Götter kämpfte. Nachdem die Titanenwächter die Diener der alten Götter besiegt hatten, forderte Hochwächter Ra Helya auf, ihm bei der Erschaffung der Elementarebenen zu helfen. Ein permanentes Gefängnis für die Elementarfürsten und ihre Gefolgsleute. Zusätzlich bauten die beiden den Schutz des hohen Hüters, ein Schild, welches Zugang zu den Elementarebenen gewährt. 

Im Laufe der Zeit besuchte Wächter Odyn Helya, die er als seine Adoptivtochter sah. Als die Titanenhüter beschlossen, das Pantheon aufzufordern, die Drachenaspekte für ihren Heldentum gegen Galakrond zu stärken, war Odyn vehement dagegen und erklärte, dass man sich darauf verlassen könne, dass die titangeschmiedeten Azeroth verteidigen würden. Die Aspekte wurden trotz seiner Einwände gestärkt, und so befahl Odyn Helya, einen Teil von Ulduar magisch abzureißen und in den Himmel zu erheben, wodurch die Hallen der Tapferkeit geschaffen wurden.
 

Odyn teilte dann den Vrykul mit, dass die Geister derjenigen, die einen würdigen Tod im Kampf sterben, in die Hallen aufsteigen würden und neue Körper erhalten, um als Valarjar weiterkämpfen zu können. Denn Odyn war der Meinung, dass er mit seinen Valarjar Azeroth sehr viel besser verteidigen könne,  als die Drachen. Aber es gab ein Problem. Um die Geister der Verstorbenen zu bergen, brauchte Odyn einen Vrykul, der sich freiwillig meldet, um untot zu werden und die Geister aus den Schattenlanden zu holen. Da niemand bereit war, dieses Opfer zu bringen, beschloss Odyn, seine Diener mit Gewalt zu erschaffen.

Aber Helya protestierte und der Streit zwischen ihr und Odyn wurde so hitzig, dass sie drohte, die Hallen der Tapferkeit zurück nach Ulduar zu bringen. Odyn sah Helyas Ungehorsam als Bedrohung für seine Pläne an. Er zerstörte ihre physische Form, veränderte ihren Geist und erschuf so die erst Val'kyr durch Heyla. Er befahl ihr, Vrykul-Seelen aus den Schattenlanden zu befreien und andere unwürdige Vrykul-Seelen ebenfalls in Val'kyr umzuwandeln.

Natürlich fragten sich die anderen Titanenwächter, was mit Heyla passiert ist. Odyn log sie an und erzählte ihnen, dass Helyas Verwandlung auf ihre eigene Arroganz zurückzuführen war. Er behauptete, sie habe während ihrer Auseinandersetzung nach der Macht der Schattenlande gegriffen und sei anschließend in das Reich gesogen worden, wodurch ihr Körper zerstört wurde, bevor er es schaffte, sie dort herauszuholen. Sie bat ihn dann angeblich selbst, sie in eine Val'kyr zu verwandeln.


Helya hegte jahrtausendelang einen Groll gegen Odyn, bis Loken, der von Yogg-Saron beeinflusste Hüter, zu ihr kam und ihr versprach, sie zu befreien, wenn sie sich gegen ihren Meister wandte. Helya benutzte dieselbe Magie wie bei der Erschaffung der Elementarebenene, um Odyn und seine Valarjar-Armee in den Hallen der Tapferkeit einzuschließen. Danach entschloss sie sich, die Gebieterin über die Vrykul-Seelen in ihrem neuen Reich Helheim zu werden. Die Dunkelheit, die lange in ihrem Herzen gereift war, verwandelte Helheim in einen dunklen, alptraumhaften Ort, und die dort ankommenden Vrykul-Seelen verwandelten sich in die Kvaldir. Auch die Gestalt Heylas änderte sich und spiegelte ihr zornige Selbst wider.

Viele Jahre später, trafen die Champions von Azeroth auf Helya, um sie darum zu bitten, die Valkyra aus Helheim gehen zu lassen. Sie stimmte zu, doch nur, wenn man ihren Champion besiege. Die Prüfung wurde erfolgreich abgeschlossen, doch Helya hielt sich nicht an ihr Versprechen und wollte niemanden mehr aus Helheim herauslassen. Später schafften es die Helden und die Valkyra aber zu fliehen. Doch das war nicht der letzte Besuch im Reich der Toten. So versteckte Helya die Seele von Illidan Sturmgrimm in Hellheim, die wahrscheinlich einen Pakt mit Gul'dan eingegangen ist. Mit der Hilfe von Odyn wurde Helya schlussendlich besiegt, wodurch nicht nur Illidans Seele befreit wurde, sondern auch die Barriere rund um die Hallen der Tapferkeit verschwand und Odyn endlich wieder frei war.

Doch vor dem Sieg über Helya kam es zu einem weiteren wichtigen Ereignis. So traf sich Sylvanas Windläufer mit Helya und schloss ebenfalls einen Pakt mit ihr. Durch diesen erhielt die Bansheekönigin eine magische Laterne, die es ihr ermöglichen sollte, Eyir zu unterwerfen. Die Anführerin der Valarjar, Val'kyr, die würdige Seelen der Vrykul in die Hallen der Tapferkeit bringen. Durch einen Kampf mit Genn Graumähne wurde die Laterne allerdings zerstört und Sylvanas konnte ihren Plan, Kontrolle über weitere Val'kyr zu erlangen, nicht umsetzen. Was genau die dunkle Fürstin Helya für die Laterne versprach, ist bis heute nicht bekannt.


Die Rückkehr von Helya

Nun seid ihr bestens über Helya informiert und seid eventuell auch zu dem Entschluss gekommen, dass Odyn ein ziemliches *********** ist. Nur durch ihn verdunkelte sich das Herz von Helya, wodurch sie sich in das verwandelt hat, was wir im Laufe von Legion von ihr gesehen haben. Doch das Schicksal ist bekanntlich nicht in Stein gemeißelt. Die Rückkehr von Helya könnte eine interessante Wendung mit sich bringen. So wäre es möglich, dass sie entweder boshafter denn je ist oder aber auf unserer Seite steht, wenn es wirklich darum gehen sollte, die Schattenlande von einer großen Bedrohung zu befreien, die Azeroth zerstören könnte.

Wer sich mit dem bekannten Shadowland-Leak auseinandergesetzt hat, der wird wohl mitbekommen haben, dass in diesem auch die Rückkehr von Helya als Verbündete angesprochen wird. So kehrt sie aber nicht als dunkle Gebieterin über die Kvaldir zurück, sondern in ihrer ursprünglichen (hübscheren) Form. Ob der Leak nun der Wahrheit entspricht, sei mal dahingestellt. Ganz so abwegig ist diese Transformation aber nicht und wäre ziemlich interessant. Vor allem in Hinblick auf eine Fortsetzung der Geschichte rund um den egoistischen Titanenhüter Odyn.

Wie wir bereits in unserem Artikel über Mueh'zala geschrieben haben, ist Odyn (eventuell) einer der wenigen, die bisher etwas mit Mueh'zala zu tun hatten. Und falls diese Kreatur in den Fokus der Geschichte rückt, könnte Odyn auch eine Rolle dabei spielen. Das sind nun natürlich alles nur Spekulationen und es wäre auch möglich, dass wir gar nichts mehr von Odyn und Helya hören. Doch der Hinweis auf die Rückkehr von Helya während der Inselexpeditionen wurde sicherlich nicht umsonst gegeben. 

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butalive - Mitglied
Immer mehr Personal-Recycling und plötzlich neue Bösewichte oder Charaktere aus dem Hut zaubern während andere spannende Charaktere nicht weiter verfolgt werden ist total abtörnend.
Nighthaven - Supporter
An die Szene mit Grenn und Sylvanas in Sturmheim erinnere ich mich. Aber sieht man im Spiel auch irgendwo (durch eine Quest), dass Sylvanas die Laterne erhält? Habe Sturmheim als Hordler durchgespielt und kann mich daran leider nicht erinnern.
MetaBowser - Mitglied

Ebenfalls in Battle for Azeroth kennengelernt, haben wir Gorak Tul. Er nutzt Todesmagie und sein Reich Thros gehört zu den Schattenlanden. Inwiefern er als Diener des Todes fungiert ist ungewiss.

Den würde ich eher dem Smaragdgrünen Alptraum zuordnen... der Südwesten von Drustvar rund um Gol Inath schreit geradezu "Val'sharah". Ein verderbter Weltenbaum und jede Menge rotes Gemüse...
Alcurad - Mitglied
Ne ist fest an die Totenlande gebunden. Wird oft genug während der Quest erwähnt und man folgt Jaina ja auch dort hin und nicht in den Smaragd Grünen Traum.
Razurajin - Mitglied
Hätte ich so nen "netten" Papi würde ich den auch wo einsperren. 
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LikeADwarf - Mitglied
Arsch? Odyn ist ein Mann der Tat! ...Wenn die Dame nicht hören will und meint den Mund aufzureissen, wird sie eben mal aus ihrer körperlichen Form geballert! :D
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