5. April 2021 - 09:31 Uhr

Omar Gonzalez verlässt nach 18 Jahren Blizzard und geht nach Dreamhaven

Omar Gonzalez kennt nicht unbedingt jeder World of Warcraft-Fan, doch er war ein Entwickler bei Blizzard und hat 18 Jahre lang im Unternehmen gearbeitet. 2003 begann er als QA-Analyst für Warcraft III und World of Warcraft. Danach arbeitete er sich hoch zum Server Engineer, Gameplay Engineer und schließlich zum technischen Leiter für World of Warcraft. Er hatte also eher Aufgaben im Hintergrund, doch speziell Classic-Enthusiasten werden den Namen irgendwo mal gelesen haben. So war Omar nämlich ein wesentlicher Bestandteil für die Rückkehr von Classic.

Denn er entwickelte den ersten Prototypen für das Spiel, der auf der Blizzcon 2018 gezeigt wurde. Sein Plan war es, den modernen Client sowie die modernen Server zu nehmen und ihnen beizubringen, die alten klassischen 1.12-Daten korrekt zu interpretieren. Wie Game Director Ion Hazzikostas damals während eines Panels sagte, hat sich Gonzalez einige Wochen weggesperrt und kam mit etwas heraus, das ein Prototyp war. Zwar sehr instabil, es gab Tonnen von Fehlern und die Welt wurde nicht vollständig gerendert, aber es war die ursprüngliche klassische Welt, vor dem Kataklysmus. Durch diesen Prototypen wusste das Team, dass Classic gelingen kann! 

Doch jede Reise hat irgendwann mal ein Ende, weshalb Omar Blizzard nun leider verlassen hat. Diese Nachricht stammt nicht von ihm selbst, sondern von Kevin Jordan, ebenfalls ein ursprünglicher WoW-Entwickler, der sich zwischen 2003 und 2010 auf das Klassendesign konzentrierte. Jordan erklärte auf Twitch, dass Omar Gonzalez Activision Blizzard verlassen und sich Secret Door angeschlossen hat. Der eine oder andere von euch weiß sicherlich noch, dass Secret Door eines von zwei Entwicklerstudios von Dreamhaven ist. Das neue Unternehmen von Blizzard-Mitbegründer Mike Morhaime, zu dem bereits einige bekannte Namen hingewandert sind.

Wir wünschen ihm viel Erfolg auf seinem neuen Arbeitsplatz mit seinen altbekannten Kollegen. Er war nicht der erste und wird auch nicht der letzte sein, der Blizzard nach einer so langen Zeit verlässt und ein neues Abenteuer bei Dreamhaven sucht. Omar hatte einen großen Einfluss auf World of Warcraft und man findet seinen Namen mehrfach durch NPCs, Gegenstände und Zauber im Spiel: Omar der TestdracheOmar's Test Quest bkOmar GonzalezOmar GonzalezDon OmarOmar's accumulator bunny[TEST] High Overlord Omar[Omar's Magic (Tapped) Chest] oder auch Meisterhandwerker Omarion.

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Blades Legende
Naja, jemand der an der technischen Infrastruktur gearbeitet hat wechselt. Von einem durchaus schon etablierten Produkt zu einem ganz neuen in dem man auf der grünen Wiese alles komplett neu machen kann. Das kann also durchaus auch daran liegen, dass die neue Aufgabe erstmal viel interessanter klingt. Auch braucht man gerade seine Expertise ja durchaus schon sehr früh in den Projekten. 
Also viel Glück für ihn aber den von manchen mal wieder herbei geredeten Weltuntergang Blizzards sehe ich in dem Fall echt nicht.
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kaito - Mitglied
@Blades:
"Weltuntergang Blizzards"
Hu? 
Darum ging es mir so gar nicht, wie schon unten erwähnt, nix sinkendes Schiff. Ich finde es nur spannend das sich so viele gemeinsam alte unter einer neuen Flagge versammeln, was doch in erster Linie vor allem auch zeigt, das sich da welche gut verstanden haben und verstehen, sonst würden man neue Wege nicht gemeinsam bestreiten.
Das die zu so unterschiedlichen Zeiten gehen kann durchaus auch etwas mit laufenden Verträgen zutun haben, weniger mit untergehenden Schiffen. Blizzard denke ich wird nicht unter gehen, dafür ist das Marketing zu gut und stark und noch zieht der Name mehr, als das gewisse Dinge ihnen wirklich schaden. Letztlich muss man ja auch immer im Blick halten das sich die Welt wandelt, auch, oder gerade die der Spiele.
 
Blades Legende
@kaito:
Sorry kam falsch rüber. Ev. auch weil der Kommentar den ich kurz davor darüber gelesen hatte lautete: "Die Ratten verlassen das sinkende Schiff" ,-)
Aber etwas ganz neues anzufangen und dann noch unter dem alten Boss bei dem man kreativ sein darf und nicht effektiv sein muss ist halt sicher auch reizvoll. Es ist ja auch nicht so das die alle zu Dreamhaven gegangen sind, die gingen ja in den letzten Jahren zu ganz unterschiedlichen Companies.
Kelturion - Mitglied
Tja die Ratten verlassen das sinkende Schiff. Er ist ja nicht der Erste und wird sicher auch nicht der Letzte sein. Und Dreamhaven scheint da ja ne ganz schöne Sogwirkung zu haben. Irgendwas muss Mike Morhaime also definitiv richtig gemacht haben.

Btw: Es heißt "zu", nicht "nach". Dreamhaven ist kein Ort, sondern ein Unternehmen. ;)
Vengeance - Mitglied
Was viel wichtiger ist: Dreamhaven hat bisher absolut nichts gezeigt oder vorgestellt ist nur ein Name mit Namen die man kennt und Leute glauben es wäre der Heilsbringer.
kaito - Mitglied
Ich glaub das hat weniger mit den Ratten die das sinkende Schiff verlassen zutun, sondern eher damit das alt eingesessene Mitarbiter mehr kosten und sich das bei Blizzard nun mal nicht mehr rechnet. Kosten minimiren, Gewinn maximieren. Ein guter Marketing-Stratege ist eben mehr wert als ein guter Spielebauer.
Talyus - Mitglied
in eine komplet neuen firma die sich erst etablieren muß. die etwas ganz neues machen will. kann ein sehr verlockendes und interessantes arbeitsumfeld sein. bei dem viele menschen sich sehr gerne einbringen wollen bzw teilhaben wollen. man wächst ja bekanntlich mit seinen aufgaben. 

@Vengeance:
und trotzdem kann man so sehr viel erreichen. man muß ja nur zu chrisroberts und star citizen/sq42 gucken. namen alleine haben den grundstein gelegt. 
eine vision/idee alleine kann sehr viel bewegen. und wenn man dann noch sehen kann wie sich dass ganze nach und nach entwickelt  kann etwas sehr gutes draus werden.

natürlich aber auch etwas nicht so gutes. 

@kaito 
es steht aber nirgends das er gegangen wurde. auch wenn du mit dem was du geschrieben hast recht hast. gibt es keinen grund anzunehmen das es so war.

 
jelzone - Mitglied
Es ist natürlich völlig normal das man von Zeit zu Zeit mal den Arbeitgeber wechselt.
Allerdings ist es schon ein Zeichen großer unzufriedenheit wenn man nach 18 Jahren diesen Schritt macht. Aber es ist vermutlich auch sher verlockend wieder mit den alten bekannten Kollegen zu arbeiten und was neues zu erschaffen. Ich bin gespannt. 
Bee - Mitglied
Wie kommst du auf Unzufriedenheit ? Also kann natürlich sein, aber er war verantwortlich für Classic. Das stelle ich mir, mit Verlaub, brockenlangweilig vor. Das spannenste dürfte der Start gewesen sein, sprich neue Technik und alte Welt unter einen Hut zu bringen. Aber als das lief, worum ging es dann noch bei Wow-Classic ? Alten und bekannten Content zu releasen. Ohne chance da grossartig was zu verändern dank "no Changes". 
Das ist quasi "Malen nach Zahlen2 und sogar noch schlimmer weil er ja zu Zeiten von Vanilla schon bei Blizz war. sprich das bild was er da malen musste, kannte er bereits ausgiebig. 

Ist natürlich nur Spekulation, aber wie gesagt ich stelle mir das sehr sehr langweilig vor. 

Bei seinem neuen Job hat er halt wirklich die Chance etwas neues zu erschaffen, sich einzubringen und eigene Ideen zu verwirklichen. Ist halt schon was anderes als ein uraltes Game originalgetreu nachzubauen, weil sonst die Community im Dreieck springt ;)
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Mal unabhängig davon hätte er vielleicht im Retail Team unterkommen können, würde vermuten da gibt es jetzt bald eine Umstrukturierung, aber vielleicht wollte er das auch nicht.
jelzone - Mitglied
@Bee:
Sorry aber das was du da beschreibst ist 1zu1 unzufriedenheit 
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LikeADwarf - Mitglied
Tschüssikowski!
Viel Erfolg dem guten Herren in seinem neuen Job und bei seinem neuen Arbeitgeber.
Seine Kreativität wird sicher auch bei anderen Spielen glänzen!