25. August 2020 - 09:05 Uhr

Shadowlands - Erneut größere Veränderungen an den Rezeptlisten der Berufe

Es ist im Laufe der Alpha- und Betaphase einer neuen World of Warcraft-Erweiterung immer sehr interessant zu sehen, wie sich alles entwickelt und was für Veränderungen Features sowie Systeme durchleben. Vor allem bei der Entwicklung von Shadowlands sieht man, dass die Entwickler Entscheidungen oftmals überdenken, das Feedback der Community miteinbeziehen und so weiter. Unter anderem hat sich beim Handwerk in den letzten paar Monaten immer wieder etwas getan. Erst ganz viele optionale Reagenzien, dann weniger und nun kaum noch welche, Ränge wurde entfernt, Materialien verändert, legendäre Basisitems mit Zusatzsystemen versehen, Rezepte kamen hinzu oder wurden entfernt. 

Heute möchten wir euch über eine wirklich große Minimierung der Rezeptlisten von den Herstellungsberufen berichten. Lange Zeit war es so, dass Schneider, Lederverarbeiter und Schneider für alle vier Paktreiche eigene Rüstungssets und ggf. Waffen herstellen konnten. Die Rezeptlisten waren also unglaublich lang. Hinzu kam dann noch ein Set für die Levelphase. Als Schmied hatte man dadurch z.B. schon einmal 95 Rezepte, ohne alles andere was noch so hergestellt werden konnte. Damals gingen wir davon aus, dass Handwerk somit vor allem viele interessante Transmog-Gegenstände herstellen und verkaufen können.
 

Doch dem ist nun nicht mehr so. Wir ihr auf den Bildern erkennen könnt, hat ein Schmied nur noch recht wenige Rezepte unter der Kategorie Rüstung. Nämlich ein Set für die Levelphase und eines für das Endgame. Gleiches gilt für Schneider und Lederverarbeiter. Was ebenfalls entfernt wurde sind Endgame-Waffen bei allen Berufen. Inschriftenkundler können z.B. Stäbe herstellen und Ingenieure Schusswaffen. Aber es gibt nur noch Exemplare für die Levelphase und im Endgame kann ausschließlich Rüstung hergestellt werden. Somit dreht es sich wohl im hochstufigen Endgame (Raidqualität) nur um legendäre Gegenstände und natürlich Verbrauchsgüter. 


Was es vorher alles an Ausrüstung gab

Rüstung der Schmiede
Rüstung des Phaewaldes Waffen & Schilde des Phaewaldes Knochenverstärkte Rüstung Knochenverstärkte Waffen & Schilde Solgeschmiedete Rüstung Solgeschmiedete Waffen & Schilde Rüstung des Sündenstahls Waffen & Schilde des Sündenstahls Zeremonielle Rüstung Zeremonielle Waffen & Schilde
Rüstung der Schneider
Rüstung der Lederverarbeter
Kettenrüstung Lederrüstung Faekettenrüstung Faelederrüstung Kyrianische Kettenrüstung Kyrianische Lederrüstung Nekrolordkettenrüstung Nekrolordederrüstung Venthyrkettenrüstung Venthyrlederrüstung Waffen
Waffen der Inschriftenkundler
Waffen vom Ingenieur


Die aktuellen Bedenken

Zu Beginn der Beta sah es wirklich so aus, als hätte jeder Beruf viele Möglichkeiten, um Geld zu verdienen und die Spieler langfristig zu beschäftigen. Das hat sich leider etwas geändert. Schneider, Schmiede, Lederverarbeiter und Juwelenschleifer können die legendären Basisitems machen, wodurch es immer was zu tun geben wird. Wobei Juwelenschleifer auch nur Ring und Halskette haben, während alle andere ein ganzen Rüstungsset hervorbringen. Verzauberer haben durch mehr Verzauberungen viele Möglichkeiten und sie stellen verzauberte Materialien für die Herstellung von Legendarys zur Verfügung. Alchemisten sind durch ihre Verbrauchsgegenstände wie immer gut bedient.

Inschriftenkundler bieten zu ihrem üblichen Zeug nur noch die Runen an, um Sekundärattribute auf herstellbare Ausrüstung zu bringen, wozu zwar auch die Legendarys zählen, doch diese Runen sind nicht wirklich teuer und somit kein lukratives Geschäft. Ingenieure haben quasi gar nichts Neues, was verkauft werden kann. Mal abgesehen von Zielfernrohren und das ein oder andere Funitem. Zudem fehlt es in der Beta aktuell noch an Sockelplätzen, wodurch die Sockelsteine vom Juwe kaum Verwendung finden. Beim früheren Konzept sah es so aus, dass Inschriftler die Male des Handwerks für die Itemlevelerhöhung von herstellbaren Items hergestellt haben und die Sockel vom Juwelenschleifer konnten als optionale Reagenz zur Attributsbestimmung genutzt werden.

Außerdem hatten Ingenieure zumindest mehrere optionale Reganzien für die Zusatzeffekte, die jedoch schon vor einiger Zeit komplett entfernt wurden. Durch das System der legendären Gegenstände haben die Entwickler eine Möglichkeit geschaffen, das Handwerk im Endgame langfristig interessant und lukrativ zu halten. Doch da nicht alle Berufe etwas damit zu tun haben oder nur sehr wenig, fühlen sich einige leider sehr uninteressant an und man kann nur hoffen, dass sie noch etwas Aufmerksamkeit erhalten.

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Vandijk - Mitglied
Ich finds nur konsequent, was Blizzard tut. Die Vorverkäufe stimmen, die Abos sind super. Die Shareholder hatten ihre guten Nachrichten, jetzt kann man zum Tagesgeschäft übergehen. Dazu zählen jetzt nur noch die wichtigen Sachen: M+ und dazugehörige Rio, Raids und im Turm sich im Kreis drehen. Das Ganze natürlich ein wenig langsamer als in BfA und nicht mit der Diabloitemschwemme. Das ist auch wieder wichtig für Blizzard, weil das erzeugt einen schönen Timesink, der nicht als solcher empfunden wird. Und jetzt auf das nächste Addon vorbereiten, vor allem auf die Versammlung der Shareholder vorm Release. ;) *scnr* ....

ps: Das wir, die wir gerne WoW spielen auch wieder kaufen werden. So ist das halt. Egal was passiert WoW gehört nunmal zu unserem Leben dazu.
MDrako - Mitglied
Sehr schade. Durch die vielen Rüstungssets hatte man wenigstens noch die Möglichkeit, an Transmoggs für die Pakte zu kommen (wenn auch in einer etwas anderen Farbgebung), welche man nicht gewählt hat.
Da der Kundensupport bei Blizzard die ihm gestellten Fragen meiner Ansicht nach nicht ernst nimmt, kann vielleicht von euch jemand mit besseren Kontakten zur Firma die folgende Frage weiterleiten: Was war an dem System vor der Änderung falsch, weswegen es geändert werden musste?
 
Kronara - Mitglied
Diese Fragen beantwortet Blizzard meist nicht.
Ich denke es war ihnen zu komplex. und viele Spieler mögen es nicht zu komplex. Das ist nun meine Vermutung.
MDrako - Mitglied
Dann muss man sich fragen, ob Blizzard in den WoW-Spielern überhaupt noch geschätzte Kunden sieht oder sich immer stärker ein beispiel an der Service-Wüste Deutschland nimmt.
Muhkuh - Mitglied
Wie sollte der "Kundensupport" eine Frage beantworten können, über Dinge, die noch mitten in der Entwicklung stecken und über die sich selbst die Entwickler noch gar nicht zu 100% sicher sind?
Das ist in etwa so, als ob du die Störungshotline der Telekom fragen würdest, ob es wahr ist, dass das Unternehmen, nachdem es 5G-Frequenzen ersteigert haben wird, vielleicht nicht auf Netzwerktechnik von Huawei setzen, sondern
darauf verzichten wird und warum das so ist.
Will heißen: So etwas kannst du vielleicht einen der für diesen Bereich zuständigen Entwickler oder den Game Director - zB. auf Twitter - fragen und kriegst, wenn du großes Glück hast, dort vielleicht eine Antwort - so wie die Person heute, die fragte, ob das so bleiben würde wie auf dem PTR und in der Beta, dass man nach dem Levelsquish Legion-Inhalte mit Level 120/50 nicht mehr alleine schaffen kann, weil man im Vergleich zu den Mobs viel zu schwach ist - aber mit ziemlicher Sicherheit nicht den "Kundensupport", schon gar nicht noch während der laufenden Entwicklung.
MDrako - Mitglied
Da sind in meinem vorherigen Post bisherige Erlebnisse mit dem Kundensupport auf den Live-Servern mitgeschwungen. Sorry, wenn ich das hier vermischt habe.
Zarthan - Mitglied
Was ich mich frage. Hat man seinem Beruf max? Wenn man die Levelphase normal durchquestet und dann auf 60 ist. Oder zumindest Zugriff auf die Endgame Items? Geht das so nebenbei. Oder ist es eher ein Krampf. Wenn nicht, wäre das Sinnlos, weil dann hat man ja schneller bessere Items duch Raid und Dungeons als durch die Berufe. Dann wären sie wieder nur halb durchdacht
Außer Legis und Verbrauchsgüter hätten sie keinen Sinn. 
Grundsätzlich find ich das System das man mehr Einfluss hat aber gut. Nur sollten die Teile auch Endgame relevant sein, vom Itemlvl her. 
Lederstrumpf - Mitglied

Zu Beginn der Beta sah es wirklich so aus, als hätte jeder Beruf viele Möglichkeiten, um Geld zu verdienen und die Spieler langfristig zu beschäftigen.

Und genau das dürfte sich im endeffekt als problem darstellen für Blizzard - ganz ähnlich dem Rohgold farmen, das ja auch erheblich generft wird/wurde.
Ich hab tatsächlich den Eindruck, das Blizzard vermeiden möchte, das wir allzuleicht an Gold kommen.
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chip - Mitglied
Rohgold und Itemverkäufe sind doch total verschiedene Dinge. Rohgold generiert Gold aus dem Nichts. Für Itemverkäufe wird bereits existierendes Gold verwendet das es schon gibt. Ist ein Vergleich von Äpfel und Birnen.
Naphalin - Mitglied
Meiner Meinung nach befindet sich. Blizzard bzgl der Berufe in einer Sackgasse aus der sie keinen Weg hinaus mehr finden. Mir fällt adhoc auch keine bessere Lösung ein, aber spätestens seit warlords lese ich davon, dass man versucht die Berufe interessanter zu gestalten. 
Muhkuh - Mitglied
Ich fand das Legion-System mit den Quests für die Rezepte tatsächlich interessant. Andere aber nicht, weil es ja voll doof ist, für Rezepte zB. in Mythic-Dungeons zu müssen.
kaito - Mitglied
Die Idee mit den Questen für die Berufe fand ich auch gut, nur manche Ideen war dabei einfach nur gegen die Wand gedacht und das war durchaus unter anderem das man in die Mythic-Inis musste.
Ich bin immer noch der Meinung das die Rezepte gern hinter langen Questreihen versteckt werden sollten für stärkere Items aber von jedem gemacht werden können sollten. Wer dann so ein Item haben will, oder herstellen will, was z. B. dann für HC-Raid ist sollte dort die Materialien sammeln müssen, würde bedeutend mehr Handel zwischen den Spielern bringen… allerdings ist da auch wieder der Hacken weil zu viele da mittlerweile Schuldluder mit treiben, der Marke sei dank. Reales Geld ins Spiel zu bringen war halt einfach nur scheiße.
Wilfriede - Mitglied

Wer dann so ein Item haben will, oder herstellen will, was z. B. dann für HC-Raid ist sollte dort die Materialien sammeln müssen

Und das war der größte Schwachsinn den Sie gemacht haben. Ich muss raiden gehen damit mein Beruf interessant bleibt! Wenn dann hätten Sie diese Wahnsinnsfetzen auch bei M+ am Ende droppen lassen sollen. So war für jeden der nur M+ geht der Beruf für die Katz. 

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Andi Vanion.eu
Fand die Legion Quests auch mega toll. Schade, dass sie da so zurückgerudert sind. 
Calendrius - Mitglied
Fehlerwichtel gefunden, du hast geschrieben: Wir ihr auf den Bildern erkennen könnt, hat ein Schmied nur noch recht wenige Rezepte unter der Kategorie Rüstung. Nämlich ein Set für die Levelphase und eines für das Endgame. Gleiches gilt für Schneider und Schmiede.


Da steht 2x Schmied, das eine sollte sicherlich Lederer sein & Wir statt Wie ;-) 
Nefraya - Mitglied
Lange Zeit war es so, dass Schneider, Lederverarbeiter und Schneider für alle vier Paktreiche eigene Rüstungssets und ggf. Waffen herstellen konnten.

Hier sollte wahrscheinlich einmal Schmied stehen und nicht 2 mal Schneider
chip - Mitglied
Featurentwicklung bei Blizzard: Gute Idee haben -> Idee auch gut Einbauen -> merken das es zu wenige Casual ist -> 90% der Idee streichen
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Kyriae - Mitglied
Was mich eher interessieren würde ist: Sind die höheren Items fürs Endgame wieder an den Hersteller gebunden? Oder kann man sie diesmal abgeben
Khalzum - Mitglied
Ich versuch mir immer alles selber herzustellen, also bin ich ganz froh das es nicht zu ausufernd wird ;)
Nova - Mitglied
Super, Hauptsache die Multiboxer können wieder Gold scheffeln. Irgendwie können sie die Berufe auch gleich abschaffen. 
Polydoros - Mitglied
Also ich hab 6 Millionen gemacht nur mit Berufen in BfA ohne multiboxen. Außerdem nerfen sie gerade viele multiboxxer Spots zum farmen. 
 
Nova - Mitglied

Also ich hab 6 Millionen gemacht nur mit Berufen in BfA ohne multiboxen. Außerdem nerfen sie gerade viele multiboxxer Spots zum farmen. 

Es ging in erster Linie um die Sinnhafitgkeit von herstellenden Berufen. Aber ok. Und.. wo nerfen und vor allem wie nerfen sie Spots damit Multiboxer dort nicht farmen können. Ich sehen sie jeden Tag, sei  es auf der Stelle stehend oder im Flug Blumen pflücken. Da ist nix generft.
Dreamcatcher Legende
Der Asuna Farmspot wurde generft indem die Spawnrate nach unten gedreht wurde. 
Sekorhex - Mitglied
Aber man merkt halt immer mehr, dass sie wieder die Berufe gegen die Wand fahren warum auch immer. Als würde man sich extra keine Mühe machen wollen und alles schlecht dastehen wollen in WoW. Wenig Aufwand mehr Geld kassieren ich denke diese Schiene will Blizzard gehen. Wieso ich so denke? Guckt euch mal die vorherigen Addons an ausser Legion. Was alles gestrichen worden ist obwohl man es hätte nachträglich hinzufügen können.
Sekorhex - Mitglied
es ist echt nicht schwer kurz google zu nutzen..
http://www.vanion.eu/news/warlords-of-draenor-was-alles-hatte-anders-laufen-sollen-17438
https://mein-mmo.de/wow-3-inhalte-von-battle-for-azeroth-die-nie-veroeffentlicht-wurden/
https://mein-mmo.de/wow-battle-for-azeroth-inhalte-weggelassen/
 
Muhkuh - Mitglied
Also so etwas wie in der folgenden, nicht vollständigen Auflistung?

Vanilla:
- Housing;
- Schlachtfeld Krater von Aszhara;
- Sturmwind Gruft; 
- ins erste Addon verschoben: Höllenfeuerhalbinsel, Black Temple, Karazhan, Die Höhlen der Zeit;
- noch weiter verschoben: Berg Hyjal, Der smaragdgrüne Traum ; 

BC:
- Dracheninseln

WotLK:
- Flugkämpfe in Tausendwinter; Tanzstudio; 

Cataclysm:
- Pfad der Titanen

usw.



 
Snippey - Mitglied
Eigentlich halte ich es für mehr Aufwand, erst 100 Items zu designen, zu implementieren und danach 80 zu streichen, als 20 zu designen, implementieren und beizubehalten.
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Sekorhex - Mitglied
TESO macht es sehr gut wenn es um Rüstung verschiedener Völker geht. Man fügt ein bestimmtes Item mit in die Rüstung rein und schon hat man das gewünschte Volk Item. Kp wieso das hier nicht gemacht wird.
Toby - Mitglied
Weil Blizzard seit Ewigkeiten oftmals stur auf seiner kleinen Insel hockt und lieber nach Lust und Laune immer wieder mal von links nach rechts und wieder nach links wechselt ^^ Gib ihnen noch einige Jahre für solch revolutionäre Ideen!