13. Juli 2021 - 19:24 Uhr

Sylvanas im heroischen Modus schwieriger als vergangene Raid-Endbosse

Mit dem Sanktum der Herrschaft wurde nach dem Release von WoW Patch 9.1 der nächste Raid in Shadowlands geöffnet. Mit Sylvanas Windläufer als Endboss ist es eine Schlachtzugsinstanz, die sich von unzähligen Spielern gewünscht und herbeigesehnt wurde. Schließlich betonten die Entwickler in allen möglichen Situationen immer wieder, wie spektakulär und einzigartig der Encounter Sylvanas Windläufer werden solle. Zuletzt in einem Entwickler-Interview Ende Juni. Wie spektakulär ein Bosskampf im Endeffekt tatsächlich ist, hängt natürlich davon ab, wie die Spieler diesen beurteilen. Jedoch waren die Hoffnungen groß, dass mit dem Kampf etwas Einzigartiges ins Spiel kommen würde.

Nun ist Sylvanas im normalen und heroischen Modus verfügbar und zahlreiche Gilden und Raidgruppen haben sich zur Aufgabe gemacht, sie zu besiegen. Jedoch scheint dies nach aktuellen Zahlen nicht ganz so einfach zu sein, wie es sich anhört. Das hat unterschiedliche Gründe, auf die wir nachfolgend weiter eingehen werden. Doch damit ihr wisst, wieso gesagt wird, dass Sylvanas schwieriger zu besiegen sei, als Endbosse aus vergangenen Raidinstanzen, erst einmal ein paar Zahlen. Diese wurden in der Nacht von Sonntag auf Montag (also jeweils nach einer Raid-ID) von Raider.io gezogen.
  • G’huun in Uldir (heroisch): Über 400 Gilden
  • Jaina in Dazar’alor (heroisch): Über 450 Gilden
  • Azshara im Ewigen Palast (heroisch): Über 400 Gilden
  • N’Zoth in Ny’alotha (heroisch): Über 600 Gilden
  • Denathrius in Schloss Nathria (heroisch): 98 Gilden
  • Sylvanas im Sanktum der Herrschaft (heroisch): 33 Gilden
Wie ihr seht, ist es ein ziemlich großer Unterschied, wenn man sich die Erfolge der Gilden in den einzelnen Raidinstanzen anschaut. Allgemein heißt es, dass die Raidbosse in Shadowlands schwieriger seien, als die in den vergangenen Erweiterungen. Bei Sylvanas spielten aber neben der 15 Minuten Kampfzeit noch weitere Faktoren eine Rolle, wieso es bis zur Nacht auf Montag erst 33 Gilden schafften, sie zu besiegen.

Von Anfang an gab es zahlreiche Bugs, welche teilweise schon behoben wurden. Diese erschwerten es Gruppen aber ungemein, Sylvanas überhaupt zu besiegen. Einige der Probleme, die seit Öffnung der Schlachtzugsinstanz bestanden, waren:
  • Spieler fielen durch die Brücken zwischen den einzelnen Plattformen.
  • Anduin wirkte Vernichtende Niederlage teilweise während der Zwischensequenz am Start von Phase 3, so dass der gesamte Raid starb.
  • Sprungfelder am Rande der Plattform funktionierten auf einmal nicht mehr.
  • Einige Flächeneffekte ließen sich in Phase 3 nicht platzieren (z.B. Heilender Regen).
  • Sylvanas teleportierte sich nicht an ihren korrekten Standort, um Ruin zu wirken, wodurch es zu Wipes kam.

Neben diesen Fehlern gab es dann noch Hotfixes, durch die der Kampf ebenfalls erschwert wurde. Einige Fähigkeiten wurden nachträglich angepasst.
  • Sylvanas wirkte zeitweise nur ein Mal Schleier der Dunkelheit in Phase 3, wodurch die erforderte Heilleistung sank.
  • Sylvanas wirkte zeitweise kein Herzsucher der Waldläuferin, wodurch der Schaden auf den Tanks sowie der allgemeine Gruppenschaden geringer wurde.
  • Zeitweise funktionierte Vernichtende Niederlage von Anduin nicht, wodurch Gruppen es einfacher hatten, mit den letzten Pfeilen in der finalen Phase zurechtzukommen.
Allgemein lässt sich sagen, dass das Tuning für Sylvanas Windläufer so ausgefallen ist, dass dieser Kampf tatsächlich schwieriger ausfällt, wie Kämpfe gegen Endbosse aus vergangenen Erweiterungen. Es gibt eine ganze Reihe an Mechaniken, die wichtig sind und die gesamte Raidgruppe töten können. Außerdem benötigt ihr enorm viel Schaden, um den Kampf überhaupt bis zum Ende zu überstehen.

Falls ihr selbst mal Sylvanas Windläufer einen Besuch abstatten möchtet, kann vorher einen Blick in unseren umfangreichen Raidguide werfen. Dort findet ihr auch einen Videoguide und alle wichtigen Informationen zum Encounter.

Schreibe einen Kommentar

Du darfst keine Kommentare schreiben
Nur Mitglieder auf Vanion.eu können Kommentare schreiben und beantworten, sowie Votes abgeben. Logge dich also ein oder erstelle dir jetzt einen Account. Hat schließlich keine Nachteile.
Scarecrowe - Mitglied
Andi gibts diesmal kein Tracker zum World First Race?^^
Aber muss auch zugeben, im Vergleich zu Legion/BfA sind die HC Bosse um einiges schwieriger. Sire Denathrius hat deutlich mehr Trys gebraucht als zb Xavius oder das Würmchen aus Uldir.
BlacksGood - Mitglied
Tracker zum World Frist Kills gibts erst für Mytisch und das ist erst seit heute offen.
Da kommt sicherlich noch was ;)
Die ersten Bosse sind nicht ganz so interessant.
Scarecrowe - Mitglied
@BlacksGood: war ja kein Vorwurf:) weil beim ersten Tier hatter ja auch mit den NA Zeiten angefangen. Und die ersten 5 Bosse sind wohl wirklich net besonders, wenn Limit die schon down hat:)
 
Teron - Mitglied
Allgemein heißt es, dass die Raidbosse in Shadowlands schwieriger seien, als die in den vergangenen Erweiterungen. 
Finde ich auf jeden Fall. Okay, ich werde auch älter, aber ich habe mir mit den Nathria-Bossen doch schwerer getan als mit den Bossen in BfA oder Legion. Das ist aber mein subjektiver Eindruck, und die o.g. Zahlen belegen nicht zwingend, dass die SL-Bosse schwieriger sind. Ich habe mir auch mal die "Mühe" gemacht und geguckt wieviele Gilden auf Antonidas überhaupt noch auf wowprogress im Raidprogress gelistet werden. Bei Nathria sind es 611 und beim Sanktum im Moment 232. Im Sanktum wird sicher noch die eine oder andere hinzu kommen. In Uldir waren es 741 und in BoD 609. Ich finde das zeigt, dass es immer weniger Raider gibt, und dass die wenigen Sylvanas-hc-Kills auch darauf zurückzuführen sind.

Warum es immer weniger Raider gibt, dafür kann es natürlich viele Gründe geben. Eine Möglichkeit wären allgemein sinkende Spielerzahlen. Ich bin mir aber auch sicher, dass immer mehr Spieler den bequemeren Weg über M+ gehen um damit dem Aufwand und den Verpflichtungen von Raids aus dem Weg zu gehen.
1
Elorion - Mitglied
Es werden auch einfach immer weniger Spieler die sich in Gilden zum Raiden zu organisieren und stattdessen lieber rnd gehen und wenn organisiert lieber in 10 rnd communities sind als für eine einzelne Gemeinschaft auch mal zurückzustecken.

Gildenraids unterhalb von Mythic sind halt durch wegfall von Plündermeister und Raid IDs einfach unattraktiv geworden
Lalaland - Mitglied
Das ist jetzt keine wirklich fundierte Datenanalyse. Hier versucht man einfach etwas zu mutmassen aber die Hypothese dazu ist völlig vergessen gegangen. Auch frage ich was sollen die Zahlen sagen. 400 G'huun kills? ok? Von wie viele aktiven Gilden damals? Wie viel % sind das? 

Sagen 400 G'huun kills mehr aus als die Sylvanas Kills? Ja, nein? Warum, wieso, weshalb?
2
kaito - Mitglied
Generell ist der Bezug durchaus nicht falsch, aber ich denke schon das die genannten Zahlen durchaus etwas erkennen lassen, ganz ohne das man es an der aktiven Spielerschaft messen müsste. Wäre der Prozentsatz nämlich ähnlich, könnte man wirklich davon reden das WoW bald tot ist. ;)

"Sagen 400 G'huun kills mehr aus als die Sylvanas Kills?"
Durchaus.
"Warum, wieso, weshalb?"
Logik.
Lalaland - Mitglied
@kaito:
Die Idee dahinter ist ja nicht schlecht aber mit Absoluten Zahlen kann man nichts aussagen. Man hätte hingehen müssen und es in Relation setzen.

Man müsste sämtliche Kills von allen Gilden nehmen die in 1 Woche gemacht werden. Dabei ist der 1. Boss der Absolute Wert. Dieser Wert definiert die 100% und man könnte dies dann ableiten in absoluten und relation für alle Bosskills. Damit könnte man dann erkennen, ob Sylvanas der Brocken im Spiel ist oder aber ob vielleicht ein ganz anderes Boss den Leuten das Leben schwer macht.

Und wenn man dieses Vorgehen für sämtliche Rais machen würde, dann könnte man daraus ableiten wie viele Spieler derzeit dies in Woche 1 aktiv betreiben und daraus eine Hypothese erstellen zu sagen "wie aktiv" die Aktivität der WOW Spieler über die Zeit ist.

Und wenn man diese Hypothese erzeugt hat und eine Theorie in den Raum gestellt hat kann man nach Argumenten suchen welche dies untermauern. 

- Man könnte dann vielleicht argumentieren, dass das Spiel (im Falle einer Abnahme) einfach alt wird......der Patch lange auf sich hat warten lassen etc. etc. etc.
- Oder man könnte vielleich damit argumentieren das andere Spiele interessanter sind
- Oder ein Sommerloch ist weil nunmal fucking sommerferien sind.
- Oder
- Oder
- Oder

Aber das hier - was Andi gemacht hat oder eben Raider.io. oder eben auch der Gamestar Artikel ist einfach nur plumper clickbait Journalismus ohne wirkliche Substanz der einfach nur Clicks erzeugt. Es ist nicht fundiert und schon gar nicht in einem Hauch von wissenschaft. Es sind einfach nur Plumpe absolute Zahlen und man stellt hier einen Vergleich zwischen Äpfel und Birnen dar ohne überhaupt zu merken das es Äpfel und Birnen sind weil man nicht einfach so plump das Vergleichen kann.

Und nein - 400 G'huun Kilkls ohne weitere Faktoren sagen nicht viel aus. 
  1. Waren die BOsse vor G'huun in Relation zu SOD schwerer oder einfacher? 
  2. Uldir hatte 8 Bosse - SOD hat jetzt 10 Bosse - alleine DAS spart bei vielen Raids/Gilden Zeit wenn man 2 Bosse weniger machen muss
  3. Uldit war viel Plumper aufgebaut - die Laufwege, der Trash etc. war alles viel weniger und die Instanz war viel einfacher und kleiner aufgebaut

Ich könnte noch mehr Faktoren aufzählen aber eben. Du kannst das nicht einfach so abstrahieren und Argumentieren, dass Sylvanas schwerer ist wenn ich nur schon das KOnzept des Raids, Anzahl Bosse, trashmenge etc. dir als Argument an den Kopf werfe die dafür sprechen das es eben noch weitere Gründe gibt, warum Sylvanas nicht so oft im Dreck liegt.

 
kaito - Mitglied
@Lalaland:
Mag sein das der ein oder andere eine ausgeklügelte Statistik dafür braucht um da auch ja fundiert etwas zu sagen zu können oder die Aussage ansich fundiert belegt zu haben.
Ich bin aber ehrlich gesagt der Meinung, das diese in diesem speziellen Fall nicht braucht, allein weil man auch ohne eine Tendenz sieht.
Kann natürlich auch wirklich so sein das Spieleranzahl und die Motivation der Gilden überhaupt noch focusiert solche Bosse zu legen in nur wenigen Jahren der Art abgenommen hat, oder gar irgendein anderer Faktor imens aufhält, aber ich lehne mich mal weit aus dem Fenster und behaupte das diese Faktoren am Gesamtbild der Tendenz nicht all zu viel Gewichtung haben werden.
Lalaland - Mitglied
@kaito:
Es geht nicht um fundier toder nicht. Es geht schlicht darum etwas richtig zu machen oder es besser sein zu lassen.  Es ist eine Einstellungssache zum Thema.

 
Technics83 - Mitglied
Die ersten Nerfs kommen ja bereits morgen, aber generell sollte ein Endboss natürlich schon anspruchsvoll sein.
Vengeance - Mitglied
Und das ist auch genau richtig so ;) Loreträchtige Charaktere als Raidendbosse sollten lange leben und hart sein
2
Schlachtfest - Mitglied
Ganz deiner Meinung. Schließlich ist es SYLVANAS. Aber das Mimimi kommt noch, dann lässt sie sich legen, wie Hogger.
kaito - Mitglied
Ja, genau! Voll! Sylvanas ist eindeutig loreträchtige als so eine gammelig alte Elfe wie Azshara. Und wer bitte ist schon N’Zoth? *tätschelt den Sarkasmus*
1
Vengeance - Mitglied
@kaito: Azshara war auch hart getuned und Nzoth joa gut da war die cutscence dem Fight angemessen