17. Juni 2021 - 18:43 Uhr

Tavern Talk - Besser auf Azeroth bleiben?!

Heute gehen wir mal zurück zu den Wurzeln beim Tavern Talk und reden einfach über ein Thema fernab der aktuellen Geschehnisse. Wobei ganz so weit weg von Shadowlands sind wir nicht, denn es geht um die Kritik von Spielern, dass sich die Schattenlande einfach zu weit weg vom eigentlichen World of Warcraft anfühlen. Kein Allianz gegen Horde, kein Azeroth, eine ganz neue Welt und ganz neue Geschöpfe. Oder um es etwas fachlicher auszudrücken, die Erweiterung hat World of Warcraft vertikal expandiert statt horizontal. Doch ist das gut oder schlecht? Dieser Frage widmen wir uns im heutigen Tavern Talk!

Der Tavern Talk als Podcast

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Gilgamesch - Mitglied
man ist Entdecker und deckt das neue Gebiet auf... wie war das damals mit Kolumbus...?
Also das sind einfach nur dumme blöde Sprüche... um halt mal was zu kritisieren...
Thabathaia - Mitglied
Vielen Dank für das Video. Ich finde solche Quer-Denk-Anreger grossartig!
Sie machen viel Spass, gute Laune, unterhalten mich aufs grossartigste beim Blümchensammeln ^^ und sie regen mich an, weiter zu denken als bloss "Shadowlands ist so und so und so".

Klasse. Gerne mehr davon!
MetaBowser - Mitglied
Daß die "größte Seefahrernation von Azeroth" (Kul Tiras) die Insel Mechagon ein paar hundert Meter vor der Küste nie gefunden hat, ist auch lachhaft
Zayyax - Mitglied
Mit dem Raumschiff auf andere Planeten, oder in eine andere Zeit oder ins Reich der Toten - auch mir ist das alles zu weit hergeholt. Ich werde nie vergessen, wie ich annodazumal in Sturmwind ein Schiff betreten habe und plötzlich in Nordend erstmals einen neuen Kontinent betreten konnte. Ich fühlte mich wie ein Entdecker. Was ist denn mit der Rückseite der Weltkugel Azeroth? Da müssen doch noch mehr unentdeckte Kontinente existieren. Und vielleicht gibt es auch noch riesige unentdeckte unterirdische, äh unterazerothische Gebiete? Von mir aus auch eine riesige Stadt in den Wolken, so eine Art Dalaran hoch 10. Aber bitte schickt uns nicht in einen immergrünen Traum oder so'n Murks. Hinterher wacht man auf, und vom Traum ist nichts geblieben und nichts hat real stattgefunden.
Butters - Mitglied
Eigentlich ist die Rückseite (zumindest in wesentlichen Teilen) bekannt. In Udluar gibt es z.B. einen Globus von Azeroth zu bestaunen, falls ich mich jetzt nicht völlig täusche.
dienette - Mitglied
Sehr gut gemacht.
Eine Belebung der "alten" Welt wäre IMHO das Beste was Blizz machen könnte. Gerade auf lange Sicht, wären Dinge, die die Erweiterungen überstehen, also zB Housing, Berufe, Völker, Klassen das, was ich mir wünschen würde.


 
Melinalike - Mitglied
In dieser trostlosen medialen Welt sind diese Formate die einen das Herz noch aufgehen lassen.
Grabschi - Mitglied

Toller Talk - ich nehme die Addonvorschläge von Andi, die gefallen mir eindeutig mehr.

Wenn ich die Vorschau von 9.1 sehe holt mich das nicht wirklich ab, Erweiterung von Schlund und Thorgast. Ne nicht wirklich.
 
Teron - Mitglied
Eine Beschränkung auf Azeroth-Settings würde die Entwickler nur in ihrer Kreativität ,einschränken. Irgendwann fällt einem nichts Neues mehr ein, wenn man immer an die selbe Welt gefesselt bleibt. Mir ist es gleich, ob es nun in Azeroth oder weit weg spielt, aber bevor ich sich immer wieder gleichende Settings und Gebiete vorgesetzt bekomme, ziehe ich weit entfernt liegende Welten vor. Das Gameplay ist mir wichtiger. Und auch auf die Gefahr hin gesteinigt zu werden: Ich mag Shadowlands, auch wenn das Balancing der Pakte offensichtlich arg misslungen ist. Die allermeisten Raider und M+-Leute spielen nämlich inzwischen Nachtfae. Und die lange Contentflaute nervt erheblich. Aber ansonsten habe ich schon weitaus schlimmere Addons gespielt (allerdings auch ein paar bessere). SL nimmt bei mir einen Mittelfeldplatz ein, und die Tatsache, dass wir uns nicht in Azeroth befinden, spielt bei meiner Bewertung keine Rolle.
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Vengeance - Mitglied
Was dann wäre? Langeweile immer den selben kram zu sehen ich mag dieses Extended Universe. Ich wäre eher mal wieder für eine zusammenhängende Welt statt mehrere Hubs zu haben.
Valli007 - Mitglied
Ich vermisse Azeroth. Es fühlt sich für mich wie ein anderes Spiel und eine andere Geschichte an. Die Instanzen und der Raid sind wie immer gelungen. Mir fehlt trotzdem das Warcraft feeling. Ich denke es geht vielen Spielern so.
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LikeADwarf - Mitglied
Der Grund, wieso ich auch sage BFA > Shadowlands, WoD...

Ich hab tatsächlich leider sehr wenig freude an SL und das tut mir halt leid... Aber so lange zock ich andere Sachen. Mal schauen wie 9.1. wird.. 
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Graphiel - Mitglied
Ja, ich kann dich da schon ein verstehen. Für mich hat der WoW Kosmos inzwischen so eine Art Dragonballproblem. Dragonball Classic (um es zur Orientierung mal an der Serie festzumachen) hatte eine solide Abenteuergeschichte. Hier und da gab es natürlich auch mal ein paar fiese Gegner, aber insgesamt wirkte alles noch relativ geerdet. Dann kam Z und die Storyplots waren praktisch immer die gleichen. Aufwärtsspirale von Bösewichten und Helden. Etwas Beiwerk als Dekoration, sonst nichts. Jeder neue Schurke war immer ein Stück mächtiger als der davor und die Helden passten sich daran an, oder wurden gar durch mächtigere Figuren ersetzt. Die Story flachte regelrecht ab und bot kaum noch wirkliche Tiefe. Hauptsache "Höher! Schneller! Weiter! Mehr Power!!!" Ich kann mich noch daran erinnern, dass die etwas älteren Fans aus meinem damaligen Freundeskreis Dragonball Z schon nach kurzer Zeit nicht mehr verfolgten, da ihnen der Storyverlauf schlicht zu blöd wurde. allein der ganze Unfug mit den Mächten des Jenseits, die sich bis über die Grenzen des nutzlosen hinausbewegten. Der Oberüberkaioshin der Kaioshins, der genauso sinnbefreit erscheint wie die gefühlten 40 Ränge unter ihm, da deren Aufgabe auch schon nur darin zu bestehen schien in der gegend herum zu stehen und als mächtig zu gelten. Ich hoffe sehr, dass WoW hier frühzeitig die Notbremse ziehen wird. Sofern es dafür nicht schon längst zu spät ist.  

Aus diesem Grund empfinde ich inzwischen aber auch den Fraktionskonflikt zwischen Horde und Allianz als so dermaßen überflüssig. Wir befinden uns mit unseren Helden schließlich nicht mehr in planetarische Sphären und weltliche Probleme wie Ressourcenverteilung. Inzwischen kennen wir den halben Kosmos, wir wissen was nach dem Tod passiert usw. Wir sind quasi bei kosmologischen Problemen angelangt, die sich ganz wie bei Dragonball die Türklinke in die Hand drücken. Da wirken dann kleine Kinkerlitzchen wie der Fraktionskonflikt nur noch wie albernen Streitereien aus dem Kindergarten. Völlig deplaziert, weil unglaubwürdig im angesicht dieser ständig präsenten Bedrohungen. Es liegen zwischen den Ereignissen inzwischen ja auch keine Tausende von Jahren mehr. Der Wunsch nach einem vernünftigen Wideraufbau dieses Konflikts empfinde ich daher immer ein wenig wie die Bitte zu gewöhnlichen, weltlichen Kapiteln zurück zu kehren. Doch dieser Zug ist eben schon lange abgefahren. 
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Valli007 - Mitglied
@Graphiel:
Danke für den tollen Text! Gebe dir vollkommen recht. Bin gespannt was die Zukunft bringt.
Butters - Mitglied
Kern der Geschichte war der Kampf Orks gegen Menschen (bzw. der Kampf um Azeroth), wobei die Orks letztlich durch die Legion angetrieben wurden. Diese Geschichte wurde mit der Erweiterung Legion aber im Grunde zu Ende erzählt. Diesen Konflikt wiederzubeleben hat deshalb auch nicht wirklich Vorteile, dreht man sich dann doch letztlich nur noch um Kreis.

Leider hat es Blizzard verpasst einen neuen, „ordentlichen“ Antagonisten aufzubauen und ist dabei auch noch in der von Graphiel genannten Spirale der immer noch größer werdenden Bedrohung gefangen. Stattdessen habe wir jetzt Exzesse wie Paralleluniversen (WoD) und dringen in Reiche ein, die nicht für unseres Gleichen (Sterbliche) gemacht sind und wo wir dementsprechend nichts verloren haben. Wobei die Schattenlande anscheinend auch nur eine Zwischenstation ins Nichts (oder besser die Leere?) sind, denn so richtig tot ist man dort ja auch nicht (wenn man dort auf „herkömmlicherweise“ landet).

Unterm Strich finde ich diese Entwicklung (der Geschichte) ziemlich schade, denn es war auch die Geschichte die mich vor allem Anfangs sehr am Warcraft-Universum fasziniert hat. Leider werden die ganzen alten Geschichten durch die jüngeren Ereignisse ziemlich trivialisiert und der Bedeutungslosigkeit überlassen, da sie für die „große“ Geschichte im Hintergrund keine signifikante Rolle spielen.
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