31. Januar 2021 - 09:03 Uhr

Tavern Talk - So läuft die Wirtschaft in WoW

Ein MMORPG kann man auf verschiedene Art und Weise spielen, denn in einer großen, offenen und freien Spielwelt ist natürlich auch viel möglich. Die einen fokussieren sich auf das, was einem die Entwickler von Patch zu Patch bieten, die anderen machen sich einfach ihren eigenen Content. Ein Teil der Community ist z.B. täglich im Auktionshaus unterwegs, um dort World of Warcraft als Wirtschaftssimulator zu betreiben. Ein Mitglied dieser Spielergruppe ist GoldGoblin, den eventuell der eine oder andere von euch kennt. Er betreibt die Webseite Goldgoblin.net, wo ihr allerlei praktische Guides zum Verdienen von Gold auf Azeroth findet. Ebenso gibt es Videos sowie Streams mit tollen Events.

Und wieso reden wir hier nun über GoldGoblin? Weil er der erste Gast im Tavern Talk ist, um über das Thema "Wirtschaft in World of Warcraft" zu plaudern. Was gibt es für Probleme? Was läuft gut? Wie kann man aktuell reich werden? Welche Verbesserungen sollte Blizzard ins Spiel bringen, um die Kluft zwischen armen und reichen Spielern zu verkleinern? Ein sehr interessanter Talk, bei dem man noch einiges darüber lernen kann, was so im Auktionshaus alles passiert. Viel Spaß beim Reinhören!

Der Tavern Talk als Podcast

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Graphiel - Mitglied
Tolle Ausgabe von euch beiden, dafür mal ein dicker Daumen nach oben. :)

Ich fühle mich in meiner eigenen Meinung, was das Legendarysystem betrifft hier wirklich bestätigt: So wie es letzten Endes im Spiel implementiert worden ist war das Legendarysystem in meinen Augen absoluter Mist. Nicht aus wirtschaftssimulatorischer Sicht, doch wirklich aus Normalspielersicht. Wir haben bei uns in der Gilde das ganze Projekt so gemacht, wie Andi es einst vorschlug. Wir haben mit Excelltabellen gearbeitet in der sich jeder eintragen konnte, der für unsere Gilde die BasisItems herstellt. Mein Part war Lederer und ich habe ihn tatsächlich für mein Item bis Rang 4 hochgezogen. Die ersten beiden Ränge lang war das craften von Lederitems für mich nichts als ein Verlustgeschäft, da hier die Materialpreise bedingt durch den erheblich größeren Farmaufwand so schnell durch die Decke gingen, dass es wirklich nur für jene interessant blieb, die diesen Holzweg bereits zu weit gegangen waren, um nun umzukehren. Schließlich gab es hier ja insgesamt 30 nach kurzer Zeit bereits "nutzlose" Rohlinge, da ich recht schnell bemerkte, dass bei uns auf dem Server viele Spieler logischerweise erst gar nicht damit anfingen sich für die unteren Ränge zu interessieren, sondern lieber gleich mit Rohlingen höherer Ränge starten wollten. Erst ab Rang 3 kamen in Folge dessen also dann zum ersten mal die Gewinne, sodass ich ab da tatsächlich ein nettes Polster an Gold erwirtschaften konnte. Ich bin im Endeffekt sehr froh, dass ich all die nutzlosen Rohlinge aus den früheren Rängen wieder losgeworden bin. Spieler die erst später damit einstiegen dürften hier noch viel größere Schwierigkeiten gehabt haben. Währenddessen sind bei uns in der Gilde jedenfalls die meisten Spieler abgesprungen, die sich für den Lederberuf entschieden hatten, da ihnen der Farmaufwand viel zu hoch war. Verständlich, wenn Blizzard dafür Materialien vorsieht, die eben nicht an jeder Straßenkreuzung zu haben sind. Und erst recht, nachdem Blizz dann auch noch aufgrund von vermehrten Bot- und Multiboxeraufkommen auch noch nach und nach die interessanten Farmspots entfernte. Deshalb haben wir heute auf unserem Server die in meinen Augen eigentlich absurde Situation, dass wir nur eine Hand voll "legendärer Lederer" auf dem ganzen Server haben, welche bis Rang 4 durchhielten. Wenn das die Vorstellung eines legendären Handwerksystems von Blizzard gewesen sein sollte..... vielen Dank für diesen Schwachsinn. Und das sage ich als jemand, der aus wirtschaftlicher Sicht davon sogar profitiert hat.

Besonders ärgert mich hier wirklich das Verhältnis zwischen den Berufen. Ich verstehe nicht wie man bei Blizzard auf die selten dämliche Idee kommen konnte den Lederer Materialien abzuverlangen, die sie nur durch intensives abfarmen erhalten werden können, während etwa die Stoffis nur irgendwelche 0815 Stoffe benötigen, die man an den verschiedenen Farmspots quasi hinterhergeschmissen bekommt. Es ist ja nicht nur so, dass sich wir Main-Lederer uns mit den Lederrohlingen in den hohen Rängen eine goldene Nase verdienen können, sondern auch, dass andere Berufe noch viel größere Schwierigkeiten haben, um ihre geringstufigen Rohlinge überhaupt wieder loszuwerden. So halt bei den Stoffrohlingen. Im Gegensatz zu den Ledereritems waren diese bei uns schon nach kurzer Zeit praktisch nichts mehr wert. Wer damit versucht hat Gold zu verdienen, um zum Beispiel einen Twink mit Lederrüstung einen Rohling finanzieren zu können, der dürfte dabei ruck zuck eine große Enttäuschung erlebt haben. So war es bei uns in der Gilde auch kein Wunder, dass unsere Stoffträger bereits nach relativ kurzer Zeit ihre Rohlinge auf Rang 4 erarbeitet hatten, während wir Lederer noch Abende damit verbrachten uns mit vielen anderen Spielern um das dämliche Hornbalg zu prügeln. Und auch wenn ich jetzt erst einmal davon ausgehe, dass ich als Lederer nach Einführung höherer Ränge auch wieder jede Menge Gold erwirtschaften kann, so freue ich mich aus reiner Normalspielersicht keineswegs darauf, da ich den Ärger und die Enttäuschung mancher Spieler über dieses völlig unverhältnismäßige System absolut nachvollziehen kann. 

 
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Cocoon26 - Mitglied
So etwas ist wirklich interessant zu hören für mich.

Ich spiele WoW hauptsächlich wegen RP und habe deswegen eigentlich nie was zu meckern an Raids, PvP, M+ oder Bots auch wenn ich es beim letzteren verstehen kann warum sich Spieler darüber aufregen da es einfach nur scheiße ist.
Das jemand WoW nur spielt um daraus eine Wirtschaftssimulation zu machen ist wirklich beeindruckend. Die ganze Zeit die man dafür aufbringen muss um das beste Gold zu bekommen muss ja enorm sein und stressig noch dazu wenn man die schnellsten guides raushauen möchte.
Ich persönlich komme mit meinen paar Goldstücken gut zurecht und Transmog ist auch kein Problem bei mir. Klar kann ich mir dann nicht sofort die neusten Dinge einfach aus dem AH kaufen weil sie sehr teuer drin sind aber ich habe ja auch nicht vor nächten Monat mit WoW aufzuhören und kann sie mir dann später günstiger holen oder selbst farmen.^^
Grabschi - Mitglied
Ja eher kleiner RP-Verbund da waren die Kosten für Stoffbeine 20-60-20-20 k als Kauf.
Wenn man es selbst hergestellt hätte wäre es viel teurer gewesen und das wo Stoff noch der billige Teil ist.

Guter Cast , war unterhaltend. Mehr davon!
Khalzum - Mitglied
Mir gings genaus so, wollte eigentlich meine Legendarys selber machen und hab dann ganz schnell festgestellt, das es teuerer ist wie einfach kaufen. Und ich kaufs ja auch nur einmal. Die 150.000 gold die ich mitm Jäger zahlen musste für Rang 4 hatte ich auch durch normales Spielen wieder schnell drinne. Bei den anderen Chars hats gar nicht so viel gekostet. Ich fände Gold farmen total langweilig, auch deswegen weil mir Gold bis auf Reppen und Flasks usw. nichts bedeutet, das einzige das mich richtig angekotzt hat war der Bronto, den wollte ich nichtmal wegen dem Auktionshaus, sondern weil es so schön aussieht... aber naja, war halt unmöglich für mich ;) Ansonnsten wünsche ich natürlich allen die am Gold farmen Spaß haben, das sie Schotter ohne Ende verdienen! Have fun! :)